{"id":1585,"date":"2014-01-07T15:08:50","date_gmt":"2014-01-07T15:08:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?page_id=1585"},"modified":"2015-02-09T08:03:00","modified_gmt":"2015-02-09T10:03:00","slug":"simbabwe","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?page_id=1585","title":{"rendered":"Simbabwe"},"content":{"rendered":"<p>Das erste Land im s\u00fcdlichen Afrika, das sich deutlich von Europa abhebt. \u00a0Die Menschen sind arm und dies bemerkt man im ganzen Land. Viele Geb\u00e4ude, die Campingpl\u00e4tze, die Nationalparks\u00a0 scheinen aus den 50ziger Jahren des letzten Jahrhunderts \u00fcbrig geblieben zu sein. Alles sauber und gepflegt, die notwendigen Reparaturen k\u00f6nnen aber nicht durchgef\u00fchrt werden da weder Material noch Geld vorhanden ist.\u00a0 Das Leben hier ist teurer als in Botswana und da war es schon nicht mehr so preiswert wie in Namibia. Durch die Einf\u00fchrung des US Dollars als Landesw\u00e4hrung ist zwar die Inflation gestoppt, der Preis, den die Bev\u00f6lkerung aber bezahlt, ist hoch. Die Versorgungslage mit Benzin war im ganzen Land sichergestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns auffallend, die freundlichen Menschen. Die \u00fcbergl\u00fccklich sich immer wieder bei uns bedankten f\u00fcr den Besuch ihres Landes. Nirgendwo wurden wir feindselig behandelt oder gar angegangen. Im Gegenteil, als ich einen Fehler am Bankautomaten\u00a0 machte und das Geld sehr sp\u00e4t herauskam, \u00a0wurde ich von Passanten darauf hingewiesen. Eine Verk\u00e4uferin brachte uns einen Dollar nach, den hatten wir\u00a0 (die alten Scheine kleben zusammen) zu viel gegeben. Alles nicht selbstverst\u00e4ndlich .<\/p>\n<p>Unser \u201ePatenkind\u201c in Simbabwe gibt es wirklich. Die Familie war derma\u00dfen um unser Wohl besorgt, dass es mir schon fast peinlich war. Obwohl sie sehr arm sind und Fleisch nicht zum normalen Speiseplan geh\u00f6rt, kochten sie f\u00fcr uns ein wohlschmeckendes Mittagessen mit H\u00fchnchen.\u00a0 Auch hier, wie fast \u00fcberall im Land, stolze Menschen, die nicht bettelten. Dieser Besuch hat uns sicherlich n\u00e4her verbunden. World Vision , als Vermittlerorganisation, hat sich mehr als bem\u00fcht. Auch hier merkten wir, dass wir sehr willkommen sind.<\/p>\n<p>Harare als Landeshauptstadt und Victoria Falls, fielen etwas aus dem Gesamtbild . Hier merkte man, dass auch hier ein gewaltiger sozialer Unterschied herrscht. Hier gibt es durchaus moderne Geb\u00e4ude und sehr moderne, gro\u00dfvolumige Limousinen.\u00a0 Hier ist alles etwas anders.<\/p>\n<p>Dies sind aber nur zwei St\u00e4dte im Land. \u00a0In allen anderen sieht es anders aus.<\/p>\n<p>Besonders einsam und besonders sch\u00f6n war f\u00fcr mich der Osten des Landes. Besonders \u00a0eindrucksvoll, \u00a0einsam und spannend der Norden. Die Tse Tse Gebiete waren uns vorher nicht bekannt und n\u00f6tigten uns gro\u00dfen Respekt ab.<\/p>\n<p>Der Karibasee ist als gr\u00f6\u00dfter Stausee Afrikas ein Lebensraum f\u00fcr sich, in einem Gebiet, das nur wenig erschlossen ist.<\/p>\n<p>Leider hat sich der Wildbestand in Simbabwe f\u00fcr uns noch nicht sichtbar erholt. Die starke Wilderei, die aus Hungersnot heraus stattgefunden hat, hat deutliche Spuren hinterlassen, auch in allen Nationalparks. Der Besuch der Nationalparks ist f\u00fcr Ausl\u00e4nder sehr teuer und auf Grund der Instandhaltung der Anlagen sowie des oft dezimierten Wildbestandes\u00a0 nicht unbedingt ratsam. Schade, hier k\u00f6nnte man einiges tun.<\/p>\n<p>\u00dcberall im Land f\u00fchlten wir uns sehr sicher. Dies kommt sicherlich auch durch die sehr hohe Pr\u00e4senz der Polizei . In manchen Gebieten war alle 10 km ein Roadblog. Meist durften wir als Touristen aber ohne Kontrolle passieren.<\/p>\n<p>Das Angebot in den Einkaufsl\u00e4den war eher d\u00fcrftig. Wein war sehr teuer, ebenso Produkte aus dem Ausland. Gem\u00fcse und teilweise auch Obst an den Stra\u00dfen war g\u00fcnstig. F\u00fcr 1 $ bekam man gr\u00f6\u00dfere Mengen. Wechselgeld unter\u00a0 einem Dollar gab es so gut wie nie. Entweder gab es einen Gutschein oder diverse S\u00fc\u00dfigkeiten als \u201eWechselgeld\u201c. Wenn man Gl\u00fcck hatte, \u00a0vereinzelt auch s\u00fcdafrikanischen Rand.<\/p>\n<p>Viele Felder liegen brach. Das Land hat sich nach der Landreform noch nicht erholt. Auffallend im ganzen Land ist, wenn eine Farm, ein Hotel, ein Laden etwas besser dasteht, ist sie garantiert\u00a0 in Besitz oder unter der Leitung eines Wei\u00dfen.<\/p>\n<p>Reform alleine gen\u00fcgt nicht, Bildung geh\u00f6rt dazu. Dies war in der Vergangenheit wohl der schwarzen Bev\u00f6lkerung nicht zug\u00e4nglich. Dies allerdings ist die Zukunft des Landes und wir sehen die Bem\u00fchungen, die Bildung voranzutreiben. Dies war f\u00fcr uns deutlich sichtbar. Es gibt Eliteschulen, die inzwischen Sch\u00fcler aus Botswana und Namibia beschulen.\u00a0 In Simbawe hatten wir den bisher besten Eindruck von den Bem\u00fchungen, Bildung voranzutreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Land im s\u00fcdlichen Afrika, das sich deutlich von Europa abhebt. \u00a0Die Menschen sind arm und dies bemerkt man im ganzen Land. 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