{"id":1172,"date":"2013-10-08T12:14:12","date_gmt":"2013-10-08T12:14:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1172"},"modified":"2015-02-14T07:44:12","modified_gmt":"2015-02-14T09:44:12","slug":"auf-der-weaver%c2%b4s-rock-guestfarm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1172","title":{"rendered":"Auf der Weaver\u00b4s Rock Guestfarm"},"content":{"rendered":"<p>Hier auf der Weaver\u00b4s Rock Guestfarm geht es uns richtig gut. Wir schlafen relativ lange und sind seit langem mal wieder aktiv faul.<br \/>\nCeline, die Praktikantin aus der Schweiz, kommt jeden Tag mehrfach vorbei und fragt ob alles in Ordnung w\u00e4re und wir f\u00fchlen uns gut <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040291.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1173\" title=\"P1040291\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040291-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040291-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040291.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>versorgt. Die meisten anderen G\u00e4ste\u00a0 bleiben nur einen Tag und somit ist es nicht verwunderlich, dass die Hunde und ein zahmes Erdm\u00e4nnchen zu uns schon viel Vertrauen gefasst haben und uns st\u00e4ndig begleiten. Zu Begleiten gibt es allerdings recht wenig oder auch viel. Das WoMo haben wir die letzten Tage nicht bewegt. Wir machten zwar mit Alex Ausfahrten \u00fcber das Farmgel\u00e4nde und kontrollierten Wasserl\u00f6cher und deren Zuleitung <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040281.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1174\" title=\"P1040281\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040281-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040281-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040281.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>sowie die au\u00dfenliegenden Geh\u00f6fte der schwarzen Viehhirten und erhalten hierbei viel Information \u00fcber das Leben und die Probleme mit so einem Farmbetrieb. Die st\u00e4ndigen \u00dcberpr\u00fcfungen des Weidezauns, der die verschiedenen Zonen abgrenzt, die Leoparden, die Stachel- und Warzenschweine, \u00fcber Rinderkrankheiten, die Abh\u00e4ngigkeiten vom Regen und wir staunen nicht schlecht \u00fcber die hervorragend funktionierende Buschtrommel. Jeder wei\u00df \u00fcber jeden Bescheid und dies, obwohl die Mehrfachtelefonleitung, wo der Nachbar mith\u00f6ren konnte, auch hier der Vergangenheit angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040282.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1175\" title=\"P1040282\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040282.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040282.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040282-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><br \/>\nBei diesen Pirschfahrten sehen wir auch die hier freilebenden Wildtiere. F\u00fcr diese ist der Weidezaun kein Hindernis. Ein Kudu \u00fcberspringt einen \u00fcber 2 m hohen Zaun ohne Probleme. Giraffen gibt es auf der Farm keine. Sie sind einfach zu teuer in der Anschaffung und die Z\u00e4une m\u00fcssten dann alle massiver ausgelegt sein, damit diese \u201eInvestition\u201c nicht das Weite sucht. Zebras gibt es einige. Diese werden jedoch hier nicht gejagt. Es gibt deren nicht genug. Zebrafleisch, haupts\u00e4chlich Rauchfleisch vom Zebra, ist eine absolute Delikatesse. Kudus werden zum Eigenverbrauch gejagt. Allerdings werden im Laufe eines Jahres nur ca. 7 geschossen. Gnus, die es hier auch gibt, sehen sehr schlecht. Raffiniert wie sie sind, gleichen sie dieses Mango damit aus, dass sie sich den Zebras anschlie\u00dfen. Die Zebras sind sehr vorsichtig und dar\u00fcber hinaus bevorzugen die gr\u00f6\u00dferen Raubkatzen das Zebra . Die Gnus erhalten dadurch, trotz dieser Behinderung, die optimale \u00dcberlebenschance.\u00a0 L\u00f6wen gibt es hier allerdings keine. Leoparden und Geparden sind aber hier im Gel\u00e4nde unterwegs. Die Paviane sind eine Plage. Teilweise hilft hier nur der gezielte Abschuss oder das Fangen in einer Falle. Wenn ein Pavian in die Falle geht, wird er mit wei\u00dfer Farbe bespr\u00fcht, keine Angst die geht bald wieder weg und anschlie\u00dfend frei gelassen.\u00a0 Verst\u00f6rt fl\u00fcchtet er zu seinen Artgenossen. Diese erschrecken sich aber von dem \u201ewei\u00dfen\u201c Affen und fl\u00fcchten in gro\u00dfer Panik in die Savanne. Der \u201ewei\u00dfe\u201c Pavian hinter her und somit sind sie au\u00dferhalb des Farmhauses. F\u00fcr die n\u00e4chste Zeit ist dadurch Ruhe geschaffen.<br \/>\nSollte einer von euch dies als Qu\u00e4lerei anschauen, dann empfehle ich ihm, diese Plage einmal zu erleben. Sie ist nicht ungef\u00e4hrlich f\u00fcr uns als Mensch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040295.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1176\" title=\"P1040295\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040295.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040295.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040295-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn man so ein paar Tage l\u00e4nger auf einer Farm ist, erf\u00e4hrt man dann doch auch einiges \u00fcber das Privatleben der Farmleute, der Familie zu Bentheim. Diese sind in der 6. Generation hier. Eine Uroma, 3. Generation, lebt noch in der nahen Stadt. Ist 92 Jahre alt und hat ein Niesnutzungsrecht. Sie hat ein neues Auto und f\u00e4hrt noch jeden Tag die 40 km, um nach dem Rechten zu sehen. Kein einfaches Leben f\u00fcr die j\u00fcngeren Generationen. Der erste zu Bentheim kam Anfang 1900 aus dem Osten des damaligen Deutschlands mit den Schutztruppen ins Land und machte es zu seiner neuen Heimat. Die deutsche Sprache blieb \u00fcber die Generationen hinweg als Muttersprache erhalten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040289.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1178\" title=\"P1040289\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040289.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040289.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040289-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Reich werden kann man hier wohl nicht (so leicht). Farmland wie dieses bekommt man zu einem Preis den zu Hause manche\u00a0 Eigentumswohnung kostet. Arbeitskr\u00e4fte gibt es gen\u00fcgend und sie kosten nicht viel. Dabei darf man aber auf selbstst\u00e4ndiges Arbeiten, Verl\u00e4sslichkeit und Qualit\u00e4t keine europ\u00e4ischen Ma\u00dfst\u00e4be anlegen. Der Besitzer dieser Farm f\u00fchrt neben dem Farmbetrieb noch einen Elektroinstallationsbetrieb. Nach meinem Einblick ist auch dies nicht mit unseren europ\u00e4ischen Augen zu betrachten.<br \/>\nWie gesagt, dies alles reicht sicherlich f\u00fcr ein sehr gutes Leben hier. Mit all den Randbedingungen zu einem annehmbaren Leben. Habe lange \u00fcberlegt, ob man besser schreiben k\u00f6nnte? Schreibe es aber nicht! Es ist anders als in Europa und hat sicherlich eine andere Lebensqualit\u00e4t mit all den Vor- und Nachteilen dieses von der Sonne verbrannten, regenarmen Land.<\/p>\n<p>Zu meinem Satz: \u201ereich werden kann man hier wohl nicht\u201c erhielt ich abends beim Sonnenuntergang am Lagerfeuer noch die Frage. \u201ewas genau verstehst du denn unter reich, definiere mal\u201c. Ja, eine berechtigte Frage bzw. Einwand. Ich habe in diesem Moment das \u201ereich\u201c nur \u00a0unter dem monet\u00e4ren Gesichtspunkt gesehen. Wenn ich das Leben hier von der Lebensqualit\u00e4t her betrachte lege ich einen anderen Ma\u00dfstab an. Man ist reich wenn man hier leben kann und das Leben ist lebenswert.\u00a0 Es ist sicherlich kein einfaches Leben, aber wer m\u00f6chte das schon. \u00a0Sicherlich ist hier durch die Lage der Farm manches, mit europ\u00e4ischen Augen betrachtet, angenehmer als zum Beispiel\u00a0 auf manchen Farmen die wesentlich einsamer gelegen sind. Wo Einkaufsm\u00f6glichkeiten, Kultur und Abwechslung nicht so leicht zu erreichen sind. Windhoek liegt quasi vor der T\u00fcr. Was die Kultur und Abwechslung betrifft ist Windhoek sicherlich nicht der \u201eNabel der Welt\u201c, eben aber doch st\u00e4dtisch. Die Landschaft, die Harmonie die wir empfinden, der Blick hinaus, die Zeit die wir haben, all dies macht uns zu reichen Menschen wenn man es schafft die monet\u00e4ren Gedanken etwas auf die Seite zu schieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ein eigenartiges Gef\u00fchl, wenn man hier in dieser relativen Einsamkeit lebt, der Friedhof neben dem Wohnhaus liegt und man schon zu Lebenszeiten t\u00e4glich sein zuk\u00fcnftiges Familiengrab sieht. Muss man sich wohl g\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Der Pool ist leider mit seinen 19\u00b0 C f\u00fcr uns noch zu k\u00fchl und somit verlegen wir unsere Aktivit\u00e4ten auf kleine Spazierg\u00e4nge und das Schaukeln in der H\u00e4ngematte. <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040294.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1177\" title=\"P1040294\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040294-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040294-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/P1040294.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gestern allerdings k\u00e4mpften wir uns zum Gipfelkreuz des Hohen-fels hoch und trugen uns standesgem\u00e4\u00df, wie in der Schweiz \u00fcblich, ins Gipfelbuch ein.<br \/>\nDer Hohenfels ist 1821 m hoch und hat in seinem Anstieg teilweise alpinen Charakter. Die Weaver\u00b4s Rock Guestfarm liegt auf ca. 1600 m H\u00f6he.<\/p>\n<p>Die zwei Frauen in der K\u00fcche kochen ein hervorragendes Essen und der Rock Shanty schmeckt super.<\/p>\n<p>Wir werden wohl bis 11. Oktober noch hier bleiben und dann zur Bambatsi Guestfarm weiter reisen.<br \/>\nSp\u00e4testens am 2. November m\u00fcssen wir dann nach Botswana ausreisen unser Visa l\u00e4uft aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier auf der Weaver\u00b4s Rock Guestfarm geht es uns richtig gut. Wir schlafen relativ lange und sind seit langem mal wieder aktiv faul. 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