{"id":1289,"date":"2013-11-09T14:56:37","date_gmt":"2013-11-09T14:56:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1289"},"modified":"2015-02-14T07:44:11","modified_gmt":"2015-02-14T09:44:11","slug":"natur-ist-ganz-schon-aufregend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1289","title":{"rendered":"Natur ist ganz sch\u00f6n aufregend"},"content":{"rendered":"<p>Diese Nacht war etwas unruhig da noch zwei Reisebusse ankamen und der Platz somit \u00fcbervoll war. Dar\u00fcber hinaus wird es auch so langsam wesentlich w\u00e4rmer. Tags\u00fcber hatten wir auch schon in Namibia \u00fcber 40\u00b0C, aber nachts ging es dann doch merklich zur\u00fcck. Jetzt hat es hier so gegen Mitternacht noch deutliche 30\u00b0C im WoMo und es k\u00fchlt erst morgens gegen 3 Uhr etwas ab. Wir waren froh, dass wir heute weiter konnten. Maun und ganz speziell dieser Campingplatz, lohnt sich nicht f\u00fcr mehrere Tage.<\/p>\n<p>Sind die ersten paar Kilometer noch gut ausgebaute Teerstra\u00dfe, geht es schon bald in Piste \u00fcber. Die Piste wird gerade bearbeitet und ist, bis zum s\u00fcdlichen Eingang des Parks, in einem miserablen Zustand. Zwar nicht schwer zu befahren, aber das stark ausgepr\u00e4gte Wellblech geht auf die Nerven. Bis Shukumukwa, dann die Veterin\u00e4rkontrolle. Die sehr freundliche Dame erkl\u00e4rte uns, dass die Wiedereinfuhr von frischem Obst, Gem\u00fcse und Fleisch bei unserer R\u00fcckkehr aus dem Norden verboten ist und dass wir alles doch bitte vorher kochen oder grillen sollten, ansonsten w\u00fcrde es beschlagnahmt. Diese Ma\u00dfnahme soll verhindern, dass erneut eine Seuche eingeschleppt wird. Wir bedankten uns f\u00fcr den guten Rat und fuhren weiter zum s\u00fcdlichen Eingang des Moremi Game Reserve.<br \/>\nDort hatten wir die erste \u00dcbernachtung gebucht. Der Campingplatz war sauber und gleich vorab, Gisela gewann die Wette. Sie behauptete von Mittag an schon, dass wir die einzigen \u00dcbernachtungsg\u00e4ste w\u00e4ren.<br \/>\nDa es erst kurz nach der Mittagszeit war, entschlossen wir uns, noch einen Gamedrive zu unternehmen. Die ersten Elefanten hatten wir schon vor dem Eingang des Parks gesehen und wir wunderten uns nicht, dass wir schon kurz nach Beginn unserer Spazierfahrt Elefanten, Giraffen und viele Zebras sahen. Die Piste, die wir fuhren, ist leider auf unseren (sehr guten) Karten nicht eingezeichnet und die Beschilderung ist miserabel. Wir fuhren also laut Navi\u00a0 \u201eOff Road\u201c und das an diesem Nachmittag ganze 60 km. Es war herrlich. Der Moremi ist nicht mit Z\u00e4unen umgeben, auch die Campingpl\u00e4tze nicht. Man kann \u00fcberall aussteigen, wenn man wei\u00df was man tut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040693.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1290\" title=\"P1040693\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040693.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040693.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040693-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Elefantenherden sind an manchen Stellen nur 15 m weg von unserem Fahrzeug. Raubtiere k\u00f6nnen \u00fcberall sein. Giraffen stehen<br \/>\n5 m vom Fahrzeug und schauen neugierig herunter. Die Tiere sind nicht scheu. Fast glauben wir, dass sie aufgrund der wenigen Besucher, die diese abseits gelegenen, nicht ausgewiesenen Pisten befahren, noch keine Gefahr f\u00fcr sich sehen. Zebras tollen ausgelassen um das Fahrzeug herum.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040768.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1291\" title=\"P1040768\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040768.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040768.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040768-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Lediglich ein Krokodil welches am Ufer eines kleinen mit Algen und Wasserrosen \u00fcberwucherten Sees lag, fl\u00fcchtete ins Wasser und war Sekunden sp\u00e4ter nicht mehr zu sehen. Es war etwa 4 m lang und Gisela war so \u00fcberrascht, dass es zu keinem Foto mehr reichte. Als wir um die sandige Kurve kamen, war das Krokodil auch nur noch\u00a0 5 m vom WoMo entfernt gewesen. Ihr seht, Wildlife pur und wenn einer hier seinen Picknicktisch aufstellen wollte, hindert ihn keiner.\u00a0 Es gibt hier im s\u00fcdlichen Okavangodelta \u00a0Seen, B\u00e4che, Fl\u00fcsse, viel Sand, ausgetrocknete Pfannen, W\u00e4lder, teils gr\u00fcn, teils vertrocknet und eine Unzahl an verschiedenen V\u00f6geln und S\u00e4ugetieren.<br \/>\nAuf den 60 km oder anders ausgedr\u00fcckt, in den fast 4 Stunden sahen wir nur 2 weitere Fahrzeuge. Man hat das Gef\u00fchl, man ist alleine hier und verschmilzt mit der Natur. Durch die Art der Piste, die nicht vorhandenen Z\u00e4une, die gef\u00fchlte Freiheit und die Einzigartigkeit dieser Landschaft, ist dieser Park ein Muss, trotz der unversch\u00e4mten Preise.<br \/>\nHoch zufrieden und hungrig kehrten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit ins Camp zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ging es dann so gegen 9 Uhr weiter in den Park hinein. Da wir uns vor lauter erneuter Begeisterung \u00fcber die Sch\u00f6nheit dieser Landschaft und der Vielzahl der Tiere schon nach 4 km ver-fahren haben, setzten wir die Genuss-Off-Road-Tour vom Vorabend fort und begaben uns wieder in die Wildnis.<br \/>\nAm Vortag hatte ich nach 15 km ein kleines Schild gesehen \u201eXini Lagoon\u201c.\u00a0 Wenn diese Piste befahrbar ist und durchgeht, m\u00fcsste sie nach ca. 10 km wieder in die Hauptpiste m\u00fcnden. Und so war es dann auch. Losgel\u00f6st, ob man auf der Hauptpiste oder auf den Nebenpisten f\u00e4hrt, alle sind einzigartig und \u00fcberall sieht man Tiere. Einziger Vorteil der Hauptpiste, man f\u00fchlt sich sicherer. Die Piste ist im Navi und in der Karte eingezeichnet. Aber auch heute, die Hauptpiste eingeschlossen, sahen wir in den fast<br \/>\n6 Stunden Fahrt, nur drei weitere Fahrzeuge. Die Pisten heute waren sehr sandig und oft auch sehr tief.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040784.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1292\" title=\"P1040784\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040784.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040784.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040784-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das WoMo hatte damit keine Probleme. Ist schon toll was dieses Arbeitsger\u00e4t wegsteckt. Ein Spielzeug f\u00fcr gro\u00dfe Buben und auch f\u00fcr M\u00e4dchen. Gisela ist auch ein St\u00fcck gefahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040809.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1295\" title=\"P1040809\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040809.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040809.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040809-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich musste einen gro\u00dfen Ast abs\u00e4gen damit wir vorbei kamen und Gisela ist dann bis zum Camp gefahren und es sah zumindest so aus, als h\u00e4tte es ihr auch Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040752.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1293\" title=\"P1040752\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040752.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040752.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040752-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Anfahrt heute hier her ins Camp sahen wir gleichzeitig als Gamedrive an und fuhren sehr langsam. Bei der Mittagsrast kam eine kleine Herde mit Elefanten bis auf 20 m an unser WoMo heran. Da hatte ich allerdings schon Habachtstellung eingenommen. Ganz zu trauen ist diesen Kolossen, zumindest meine ich das, nicht. Gisela hat da mehr Vertrauen.<\/p>\n<p>Nun stehen wir auf dem Campingplatz Third Bridge, mitten im Delta und haben das Moskitonetz aufgespannt. Im Moment gibt es zwar nur wenige M\u00fccken und Falter hier, aber wir sind im absoluten Malariagebiet und wollen nichts riskieren. Hier auf dem Campingplatz stehen auch noch einige andere Fahrzeuge und es wird ein Trip mit dem Boot angeboten. 1 Stunde ins Delta hinein f\u00fcr 560.- Pula. Vielleicht findet sich noch jemand und wir k\u00f6nnen gemeinsam eine Fahrt unternehmen.<\/p>\n<p>Heute Morgen stellten wir als erstes fest, dass eine der Luftfederungen undicht geworden ist. So ein Schaden l\u00e4sst uns inzwischen nun fast kalt. Wir versuchten, den Schaden mit Reifenflickmittel zu reparieren und warten nun ab wie es sich entwickelt. Auf jeden Fall war nach der Reparatur erst einmal duschen angesagt.\u00a0 Zudem dass der Boden mich fast so dunkel einf\u00e4rbte wie einen Neger, war die Nacht unheimlich warm. Morgens gegen 6 Uhr hatte es noch fast 30\u00b0C im WoMo am offenen Fenster.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck schauten wir uns die Bootsanlegestelle an, die zwischen dem 2 m hohen Schilfgras versteckt liegt und in einzelnen Fahrwegen zwischen dem Schilfgras zum Okavango hin Verbindung hat.<br \/>\nAnschlie\u00dfend fuhren wir zur 3. Br\u00fccke hier im Okavango. \u00a0Kein Witz, da muss man dr\u00fcber. Es gibt keine Alternative. F\u00fcr heute verzichteten wir noch drauf, die Br\u00fccke l\u00e4dt bestimmt nicht dazu ein. t- Nicht minder gespannt fuhren wir ins Delta hinein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040790.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1301\" title=\"P1040790\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040790.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040790.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040790-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tiefer, sehr tiefer Sand immer wieder auf den n\u00e4chsten 30 km. Die B\u00e4ume und B\u00fcsche oft einmal so niedrig, dass wir Hand anlegen mussten, um weiterfahren zu k\u00f6nnen. Die Machete, ein Weihnachtsgeschenk unserer Kinder, kam voll zum Einsatz. Es war schwei\u00dftreibend und doch einmalig. In der Kaffepause fra\u00dfen die Giraffen keine 5 Meter vom WoMo entfernt von den B\u00e4umen. Ein paar Meter weiter standen wir dann pl\u00f6tzlich unvermittelt mitten in einer Herde von \u00fcber 30 Elefanten. Wir konnten weder vor noch zur\u00fcckfahren. Die Elefanten teilweise zum Greifen nah. Unser Adrenalinspiegel auf H\u00f6chststand. Der Gang war eingelegt, der Motor lief, um bei einem Angriff zumindest den Versuch unternehmen zu k\u00f6nnen, weg zu fahren.\u00a0 Die Elefanten hatten viele Jungtiere dabei und dies bedeutete eine besondere Gefahr. Nach \u00fcber 20 Minuten, Gisela und ich waren uns nicht einig, wagte ich, \u00a0zwischen 2 Elefanten durchzufahren. War es Gl\u00fcck, hatten wir uns richtig verhalten? Wir wissen es nicht, es ging gut. Unterwegs dann noch viele Giraffen, Impalaherden und Elefanten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040737.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1300\" title=\"P1040737\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040737.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040737.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040737-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein herrlicher Tag. Als wir dann zur\u00fcck waren auf dem Campingplatz, stand ein Hippo gem\u00fctlich auf unserem Platz und fra\u00df das frische Gras. Auch einige Paviane waren auf dem Platz. Diese allerdings jagte ich dann mit der Schleuder. Sie waren so frech, sie sprangen sogar auf das WoMo-Dach.<\/p>\n<p>Die Highlights gingen am n\u00e4chsten Morgen weiter. Wir fuhren nur wenige Kilometer und sa\u00dfen dann fast 3 Stunden an einem kleinen See, an dem sich ein L\u00f6we gerade an einem Hippo satt gegessen hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040852.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1296\" title=\"P1040852\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040852.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040852.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040852-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der L\u00f6we lag satt vor dem Hippo und er war der Herrscher. Alle anderen Tiere trauten sich nicht heran. Selbst die Geier wagten es nicht, ihren Hunger zu stillen. Marabu\u00b4s, Schakale, alle schlichen herum, keiner wagte sich an die Beute. Wir standen mitten drin, keine 30 m zum L\u00f6wen entfernt. Fast 3 Stunden beobachteten wir dieses Treiben. Wenige Meter dann weiter, entspanntes Kaffetrinken am n\u00e4chsten See. Vor uns Krokodile, Warane, Hippos und hunderte von V\u00f6geln. Zwischendurch waren dann noch Elefanten unterwegs.. So verbrachten wir einen traumhaften Tag in Afrika. Der Moremi ist schon eine Klasse f\u00fcr sich. Bisher war es in keinem Nationalpark in dem Elefanten und Wildkatzen zu Hause waren statthaft, das Fahrzeug zu verlassen. Hier ist es nicht verboten. Jeder muss selbst die Gefahr einsch\u00e4tzen und das gibt dem Park eine ganz spezielle Note.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040748.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1299\" title=\"P1040748\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040748.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040748.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040748-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Morgen geht es dann zur\u00fcck zum s\u00fcdlichen Eingang. Die 3. Br\u00fccke, die wir urspr\u00fcnglich \u00fcberqueren wollten,\u00a0 ist nur unter erschwerten Bedingungen zu befahren. Ohne Winde ist es fast unm\u00f6glich. Die Querst\u00e4mme im Wasser, die nur lose auf den L\u00e4ngsst\u00e4mmen liegen, drehen sich unter den R\u00e4dern. und machen ein Weiterkommen nicht m\u00f6glich. Wenn das Fahrzeug seitlich abrutschen w\u00fcrde ist das Wasser, fast\u00a0 120 cm tief und Krokodile gibt\u2019s auch. Wir drehen lieber um und da die Strecke hier her so sch\u00f6n war, ist das keine schlechte Alternative. Bisher hat es \u00fcber die Br\u00fccke keiner gewagt und auch die Ranger signalisieren: \u201eIt isn\u00b4t possible!\u201c. Es ist halt Afrika. Am Eingang in den Park hat es keiner erw\u00e4hnt und die Br\u00fccke ist nicht erst seit gestern in diesem Zustand.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040700.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1302\" title=\"P1040700\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040700.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040700.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040700-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bevor wir jedoch zur\u00fcckfahren, noch ein Vorfall zum Fr\u00fchst\u00fcck heute Morgen. Bisher hatte ich es ja fast geschafft, die Paviane auf Distanz zu halten. Heute jedoch waren sie so dreist, dass sie auf das Dach des WoMo stiegen und versuchten, die Dachfenster zu knacken. Wir konnten es verhindern. Allerdings war der Anf\u00fchrer, ein gro\u00dfer Pavian, so dreist, dass er wartete bis ich vom Tisch aufstand. Er sprang mit 2 riesen S\u00e4tzen auf den Tisch zu und Gisela schrie nur noch erschreckt am Tisch auf und der K\u00e4se war weg. Nach kurzer Zeit stand er wieder da. Ich stand auf und ging auf ihn zu. Er ging zur Seite und rannte pl\u00f6tzlich erneut zum Tisch. Gisela baute sich auf, er fletschte die Z\u00e4hne und unser Brot war auch weg. Ich schrie nur: \u201edich bringe ich um\u201c, aber er suchte das Weite und wir sahen die ganze Horde nicht mehr. Allerdings frischte ich nun meinen Vorrat an Steinen neu auf und ab sofort wird wieder gnadenlos mit der Schleuder geschossen.<\/p>\n<p>Wegen der Pavianplage ging es schon kurz nach 7 Uhr auf die Piste zur\u00fcck zu South Gate. Als wir an der Stelle vorbeifuhren, an der das tote Hippo lag, waren gerade die Geier dabei, die Reste zu fressen. Viel war nicht mehr da. Haut und Knochen und etwas Fleisch. Wahnsinn wie schnell dies hier \u201eentsorgt\u201c ist.<\/p>\n<p>Heute waren erneut unz\u00e4hlige von Tierbeobachtungen angesagt. Ich mache es kurz, in einem T\u00fcmpel, der total bewachsen war, tauchten pl\u00f6tzlich 6 Hippos auf. Alle behangen, getarnt mit dem Bewuchs des T\u00fcmpels. Ebenso die Krokodile. Wir sa\u00dfen da und beobachteten nur, alles war sehr friedlich. Kaum 500 m weiter lag dann ein ganzes Rudel L\u00f6wen unter einen Baum. So im Freien zu sitzen auf den Campingst\u00fchlen hat schon was, das mit den L\u00f6wen nur kurz entfernt aber auch. Pl\u00f6tzlich standen wir wieder in einer Herde Elefanten. Es lie\u00df sich einfach nicht vermeiden. Es waren viele Elefanten unterwegs an diesem Tag. Von den Warzenschweinen, den Giraffen, den Antilopen, den Waranen, den V\u00f6geln \u2026 m\u00f6chte ich gar nicht im Detail erz\u00e4hlen.\u00a0 Es waren wenige Kilometer heute bis zum South Gate aber doch ein langer Tag mit vielen Erlebnissen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040872.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1297\" title=\"P1040872\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040872.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040872.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040872-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim Lagerfeuer und Grillen lie\u00dfen wir den Tag ausklingen.<\/p>\n<p>Am Morgen ging es dann zur\u00fcck nach Maun. Das wunderbare an Botswana ist, dass die Parks nicht eingez\u00e4unt sind und so begleiteten uns Antilopen und Elefanten noch auf den n\u00e4chsten 40 km auch au\u00dferhalb des Parks. \u00dcber den Zustand der Piste habe ich ja schon geschrieben und somit bleibt nur zu erw\u00e4hnen, dass die Logik der Veterin\u00e4rkontrolle nicht zu durchschauen ist. Als wir an der Kontrollstelle ankamen, mussten wir aussteigen und mit unseren Schuhen \u00fcber einen sehr dreckigen, feuchten Teppich gehen, zur Desinfektion. Dann sah er unsere Schuhe im Fahrzeug. Die mussten nat\u00fcrlich auch raus und kurz auf den Teppich gelegt werden. Die schmutzigen Reifen des WoMo interessierten nicht. Da wir weder Fleisch noch Obst oder Gem\u00fcse hatten, war das Weitere kein Problem. In der Zwischenzeit kam ein anderes Fahrzeug beladen mit 10 Safari-Touristen. Der Fahrer musste auch auf den Desinfektionsteppich, die Touristen mussten zwar aussteigen, durften aber ohne Desinfektion die 20 m bis zum Gate zur\u00fccklegen und dort sp\u00e4ter wieder einsteigen. Die Logik der \u201eFinsterlinge\u201c, wie sie hier genannt werden, ist nicht zu durchschauen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040794.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1298\" title=\"P1040794\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040794.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040794.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1040794-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In Maun angekommen wollte ich gerne\u00a0 das Loch in der Luftfederung reparieren lassen. Die Reifenwerkstatt war sehr modern eingerichtet und es ist absolut kein Problem. 3 Stunden sp\u00e4ter, sie hatten von mir Werkzeug geliehen, den Wagenheber (sie hatten nur einen) und es war immer noch kein Problem. Nur dicht war es nicht. Naja, nicht so schlimm, statt 7 bar Druck darfst du nur 2 bar einf\u00fcllen. Es sei jetzt gut und w\u00fcrde halten. Ich sagte, dass es keine 15 km halten w\u00fcrde. Bis zu 5 Mitarbeiter hatten \u00fcber 3 Stunden gearbeitet. Sie hatten sich bem\u00fcht, gro\u00dfe Zusicherungen gemacht, allerdings ohne jeglichen Erfolg. Was ich denn nun bezahlen w\u00fcrde? Ich nahm 40.- Pula und reichte sie dem federf\u00fchrenden Monteur. Dies war aber doch deutlich zu wenig und er verweigerte die Annahme und fragte ob dies mein Ernst sei. F\u00fcr diese Leistung? Ja, es war mein Ernst. Nachdem ich ihn dann angeschaut habe und \u201eTake it or leave it\u201c ihm mit auf den Weg gegeben habe, hat er mich vermutlich verflucht, aber nichts mehr gesagt. Wir zogen von dannen. Nach einer erneuten Suche fanden wir dann eine andere Werkstatt, die am Montag den Schaden behebt.<\/p>\n<p>Bis dahin bleiben wir in Maun. Der Campingplatz &#8222;Old Bridge Backpacker&#8220; ist zu empfehlen. Es sind viele junge Leute hier. Sch\u00f6ne Bar mit Musik und eine sch\u00f6ne Gartenanlage zum Ausspannen. Zwar ist er nicht so leise wie die letzten Tage in der Natur, daf\u00fcr aber gem\u00fctlich und ohne Paviane. Morgens gegen 6 Uhr schreien allerdings einige Esel in der Umgebung schon mehr als laut.<\/p>\n<p>Seit gestern gewittert es, ohne dass es aber bisher zum Regnen kam. F\u00fcr Sonntag ist nun Regen angesagt. So ein starker Gewitterregen hier h\u00e4tte schon was und geh\u00f6rt eigentlich dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Nacht war etwas unruhig da noch zwei Reisebusse ankamen und der Platz somit \u00fcbervoll war. Dar\u00fcber hinaus wird es auch so langsam wesentlich w\u00e4rmer. 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