{"id":1329,"date":"2013-11-26T06:15:50","date_gmt":"2013-11-26T06:15:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1329"},"modified":"2015-02-14T07:44:11","modified_gmt":"2015-02-14T09:44:11","slug":"in-simbabwe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1329","title":{"rendered":"In Simbabwe"},"content":{"rendered":"<p>Leider oder fast m\u00f6chte ich sagen, wir waren froh, als es \u00a0am sp\u00e4ten Nachmittag anfing zu regnen, nein, zu sch\u00fctten. Die Temperatur k\u00fchlte schnell ab und es hatte nur noch knapp \u00fcber 20\u00b0C. \u00dcberall standen Pf\u00fctzen. In der Nacht ein unglaubliches Froschkonzert und am n\u00e4chsten Morgen war ein Arbeiter damit besch\u00e4ftigt, \u00fcber 100 Fr\u00f6sche aus dem Pool zu retten. Die Rettungsaktion ist ihm gelungen. Zwar hatte er einen gro\u00dfen Ekel, aber er hat alle Fr\u00f6sche wieder umgesiedelt. Das Wetter blieb k\u00fchl, die Natur wurde zusehends gr\u00fcner. Sch\u00f6n, dies so erleben zu k\u00f6nnen. Die Einheimischen waren voller Freude und gl\u00fccklich. Da keine Nachricht aus Deutschland einging, dass der Reisef\u00fchrer auch nur schon auf dem Postweg w\u00e4re, entschlossen wir uns, nicht l\u00e4nger zu warten und weiter nach Simbabwe zu fahren. In Francistown erlebten wir dann das \u201eWirtschaftswunder\u201c. 1000e aus Simbabwe kaufen hier ein. Es ist hier alles deutlich g\u00fcnstiger als in Simbabwe und somit finden richtige Einkaufsfahrten hierher statt. Der riesen Busbahnhof war \u00fcbervoll. Dort standen auch, ich sch\u00e4tze, 100 Taxis in einer Reihe und dies in 5 Reihen nebeneinander. Als dann auch noch die 6. und letzte freie Fahrspur direkt vor mir zugeparkt werden sollte, musste ich meinen Unmut doch mit einem lauten Hupkonzert kundtun. Wir verlie\u00dfen diese gesch\u00e4ftige Stadt und wollten kurz vor der Grenze noch eine \u00dcbernachtung auf einer Lodge einlegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050089.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1330\" title=\"P1050089\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050089.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050089.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050089-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mitten in der Wildnis dann die Modumela Lodge mit angegliedertem Camping. Es ist eine Timesharing Lodge. Ein Modell, das in Deutschland haupts\u00e4chlich aus Spanien bekannt ist. Man kauft einen Anteil und kann dann weltweit, je nach Gr\u00f6\u00dfe des Anteils, einen gewissen Zeitraum j\u00e4hrlich in so einer Anlage verbringen. Leider teilte uns der Verwalter mit, dass das Bushcamp vermutlich geschlossen wird und es weder Wasser noch sonst etwas dort gibt, nur Baboons und dies f\u00fcr 140.- Pula\u00a0 pP\/Nacht. Viel Geld f\u00fcr nichts, wie wir meinten! Wir \u00fcberlegten noch als er zur\u00fcck kam und uns ein Chalet zum Sonderpreis von 240.- Pula die Nacht anbot. Er hatte uns ins Herz geschlossen und bot uns dann auch noch sehr g\u00fcnstig Dinner und Fr\u00fchst\u00fcck an, sodass wir uns am n\u00e4chsten Morgen \u00e4u\u00dferst zufrieden bei ihm bedankten und 520.- Pula bezahlten. Ein \u00e4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgiges Angebot. Ich war richtig misstrauisch und konnte es gar nicht glauben und als dann auch noch nachts der Strom ausfiel, war mein Adrenalinspiegel\u00a0 pl\u00f6tzlich sehr hoch. Dabei meinte der Verwalter es nur gut mit uns.<br \/>\nSehr herzlich verabschiedeten wir uns dann am Morgen.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter waren wir dann an der Grenze zu Simbabwe. Grenz\u00fcberg\u00e4nge werden immer mehr zu einem Erlebnis. P\u00e4sse waren in Botswana sehr rasch abgestempelt. Der Zoll aber konnte zuerst mit dem Carnet wenig anfangen und somit wurden wir hin und her geschickt. War aber dann, nach etwas Lauferei, auch erledigt. Wenn wir jetzt nicht noch einen Tax-Refund gehabt h\u00e4tten w\u00e4re schon alles erledigt. Da wir aber die 50.- \u20ac den Botswanern nicht schenken wollten gab es noch eine Zeitverz\u00f6gerung von einer Stunde. Die Grenz\u00fcberg\u00e4nge erinnerten uns an die 70er Jahre in Europa. Viel Papiere, viel Stempel, viel Formalismus, all dies ohne erkennbaren Mehrwert. Die Visabeschaffung ging rasch und problemlos. Das Wichtigste waren die 45.- US$ Geb\u00fchren pro Person und dann hatten wir ein Visum f\u00fcr 30 Tage. L\u00e4nger konnte es hier nicht ausgestellt werden. Dies m\u00fcssen wir sp\u00e4ter in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt im Immigrationsb\u00fcro erledigen. Wir bekamen dann ein Einreiseformular f\u00fcr den Zoll. Auto, Kamera und und und sollten hier deklariert werden. Nach dem ausf\u00fcllen dann von dem Z\u00f6llner die Frage: \u201ewas soll ich nun nehmen, das Carnet oder das Formular?\u201c Das Carnet nat\u00fcrlich, also war der ganze Aufwand des Ausf\u00fcllens umsonst! Egal, Hauptsache erledigt. Dann mussten wir am 3. Schalter noch Abgassteuer, Stra\u00dfenbenutzungsgeb\u00fchr und Versicherung in H\u00f6he von 55.-US$ entrichten und durften dann 100 m fahren. Dann erneute Kontrolle der Polizei und von zwei jungen Z\u00f6llnern in zivil, noch ein Stempel und dann durften wir los. Vorschriftsm\u00e4\u00dfig angeschnallt und mit max. 80 km\/h fuhren wir auf der gut ausgebauten Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050093.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1331\" title=\"P1050093\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050093.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050093.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050093-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Landschaft hat sich stark ver\u00e4ndert. Hier gibt es viel mehr gr\u00fcn und es ist h\u00fcgelig und felsig geworden. Im Hintergrund erkennt man h\u00f6here Berge. Man kann sich gut vorstellen, dass Simbabwe sehr fruchtbar ist und einst die Kornkammer Afrikas war.<br \/>\nWir waren mehrfach im Vorfeld gewarnt worden, dass die Polizei versch\u00e4rft kontrolliert. 2 Warnwesten, 2 Warndreiecke, Feuerl\u00f6scher, Reflektoren vorne und hinten am Fahrzeug, die Beleuchtungsanlage sowie die Anschnallpflicht werden sch\u00e4rfstens \u00fcberwacht. Auf den n\u00e4chsten 80 km waren dann auch tats\u00e4chlich 3 Kontrollen. Nur an einer mussten wir anhalten ohne allerdings kontrolliert zu werden. Ein liebevolles \u201ewillkommen in Simbabwe und eine sichere Fahrt\u201c wurde uns strahlend gew\u00fcnscht. Hatten wir Gl\u00fcck? Wir werden es sehen. Da heute Samstag ist und wir in der Stadt nichts mehr erledigen k\u00f6nnen, fuhren wir vor Bulawayo rechts ab in den Matoba Nationalpark.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050086.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1336\" title=\"P1050086\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050086-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050086-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050086.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dort stehen wir nun idyllisch auf dem Campingplatz der Big Cave Lodge.<br \/>\n<span style=\"font-size: 16px;\">Diese ist traumhaft zwischen \u00fcbergro\u00dfen Hinkelsteinen integriert und liegt in herrlicher, gr\u00fcner Berglandschaft mit Blick auf den Nationalpark.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050092.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1332\" title=\"P1050092\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050092.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050092.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050092-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir hatten hier ein nettes Gespr\u00e4ch mit einem Arbeiter. Er verdient im Monat 240 US$. Dies ist zu wenig zum leben und zu viel zum sterben. Simbabwe ist ein teures Land. Diesel kostet hier 1,35 US$. Der einfache Campingplatz f\u00fcr 2 Personen 30.- US$. Schulgeld, Schulkleidung und der normale Lebensunterhalt ist von dem Einkommen zu bestreiten. Im Monat ist er an 6 Tagen zu Hause an denen er seine Kinder sieht, ansonsten ist er hier auf dem Campingplatz besch\u00e4ftigt. Er freute sich richtig als wir ihm am n\u00e4chsten Morgen etwas Gem\u00fcse schenkten.<br \/>\nDa wir den Park von der hinteren Seite aus \u00fcber ein kleines Gate betraten, war es nicht verwunderlich, dass hier niemand kontrollierte und somit wir auch keine Geb\u00fchr bezahlen mussten. Daf\u00fcr war aber schon nach ein paar Kilometern harte Arbeit angesagt. Ein Baum war umgest\u00fcrzt und bei unserer H\u00f6he konnten wir ihn nicht umfahren. Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig als die \u00c4ste soweit abzuschlagen, dass wir ihn passieren konnten. Es war eine sehr harte Akazie und somit sehr harte Arbeit. Die Piste war zwar mit Spurrillen durchzogen, jedoch gut befahrbar. Die Landschaft war gr\u00fcn, teilweise sah es aus wie bei uns zu Hause die Streuobstwiesen, aber immer wieder mit gro\u00dfen Hinkelsteinen durchsetzt. Obelix h\u00e4tte hier seine Freude gehabt. Leider gab es sehr wenig Wild zu sehen. Entweder wurde dies alles geschossen oder hat auf Grund der starken Regenf\u00e4lle der vergangenen Woche das Wild \u00fcberall gen\u00fcgend Wasser, so dass es sich zur\u00fcckgezogen hat. Die Sehensw\u00fcrdigkeiten, die jedoch all samt keine wirklichen sind, kosten f\u00fcr Europ\u00e4er 10.-US$ pauschal. Die Campinggeb\u00fchren im Park kosten 16.- US$ pro Nacht und sind somit deutlich g\u00fcnstiger als auf dem letzten privaten Campingplatz.<br \/>\nDie Fahrt durch den Park war herrlich, die Landschaft unbeschreiblich sch\u00f6n und die Menschen sehr freundlich und hilfsbereit.<\/p>\n<p>Wir verlie\u00dfen den Park und fuhren auf einer kleinen Nebenpiste nach Cyrene Mission. Laut unseren Beschreibungen steht dort eine kleine Kirche mit wunderbaren Malereien. Obwohl wir nur wenige Kilometer auf der Hauptstra\u00dfe fuhren, hatten wir unterwegs schon wieder zwei Polizeikontrollen. Bisher gingen alle immer gleich ab, F\u00fchrerschein, woher, wohin, manchmal Pass, kurzen Plausch und dann durften wir weiter. Unser WoMo erregt eben ein gewisses Aufsehen. Eigentlich ganz nett, aber sehr l\u00e4stig!<br \/>\nNachdem wir das Gate zu Cyrene Mission passiert hatten, waren wir etwas erstaunt. Wir sahen zwar etwas \u00e4hnliches wie eine kleine Kirche, aber es gab noch viele andere Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050097.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1333\" title=\"P1050097\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050097.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050097.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050097-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele junge M\u00e4nner waren unterwegs, aus einem gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4ude dr\u00f6hnte laute Rockmusik. Auch dieses h\u00e4tte eine Kirche sein k\u00f6nnen. Gisela fragte einen der jungen M\u00e4nner nach der Kirche und ob man sie besichtigen d\u00fcrfte. Es kamen noch zwei an uns interessierten junge M\u00e4nner dazu und sie boten sich an, uns die Kirche zu zeigen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050106.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1335\" title=\"P1050106\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050106.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050106.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050106-300x99.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rten uns, dass dies hier eine High School f\u00fcr junge, hochbegabte M\u00e4nner, nicht nur ausschlie\u00dflich aus Simbabwe, sondern auch aus Botswana ist. Sie zeigten und erkl\u00e4rten uns nicht nur die wunderbar bemalte und erhaltene Kirche, sondern auch voller Stolz ihre ganze Schule und gaben uns somit einen Einblick in einen Teil des Bildungssystems.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050111.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1334\" title=\"P1050111\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050111.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050111.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/P1050111-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So ein Engagement von jungen Menschen kann man sich bei uns nur noch schwer vorstellen. Die jungen M\u00e4nner geh\u00f6ren zu einer Elite im Land und sie sind stolz auf ihr Land und waren stolz darauf, es uns zeigen zu d\u00fcrfen. Bescheiden lehnten sie jegliche Zuwendung ab und freuten sich \u00fcber eine Kleinigkeit.<br \/>\nAn dieses wunderbare Erlebnis anschlie\u00dfend fuhren wir nach Bulawayo. Die Stadt, allerdings es war Sonntagnachmittag, machte keinen belebten Eindruck. Bulawayo ist die zweigr\u00f6\u00dfte Stadt Simbabwes und hat 1,5 Mill. Einwohner. Der Campingplatz, den wir zielstrebig anfuhren, liegt mitten in einem gro\u00dfen Park mit altem Baumbestand. Man merkt, dass die Zeit an ihm schon etwas vorbeigegangen ist. Die Anlage ist aber sehr sauber und man steht auf richtig gr\u00fcnem Rasen. Der st\u00e4dtische Campingplatz kostet 17.- US$ pro Nacht. Am Abend hielten wir dann noch einen netten Plausch mit Holl\u00e4ndern, die wir vor fast 3 Wochen schon kurz im Moremi in Botswana gesehen hatten. Die Welt ist klein.<\/p>\n<p>Wir waren wohl etwas m\u00fcde und schliefen, obwohl wir schon gegen<br \/>\n20 Uhr im Bett waren, bis 8 Uhr am n\u00e4chsten Morgen.<\/p>\n<p>Zu Fu\u00df gingen wir in die Innenstadt von Bulawayo. Kauften uns zuerst wieder eine Sim-Karte, damit wir wieder Verbindung zur Welt haben und bummelten dann ziellos durch die Stadt. Die Cellphone-Karte zu erwerben war kein Problem, f\u00fcrs Internet musste man sich aber registrieren und freischalten lassen.<br \/>\nWei\u00dfe gibt es hier kaum. Es gibt auch wenig dunkelh\u00e4utige Menschen, die herumlungern. Es gibt aber Bettler und man merkt, dass die Menschen hier weniger zum Leben haben als in den bisher besuchten L\u00e4ndern und dass die Lebensmittel teurer sind als in den anderen L\u00e4ndern. Dies stellten wir sehr schnell bei einem Bummel durch einen Supermarkt fest. Die Auswahl ist viel bescheidener als bisher, vor allem auch bei Fleischprodukten und die Ware hochpreisiger. Es gibt hier fast alles, nur die L\u00e4den sind anders. Baum\u00e4rkte und Superm\u00e4rkte gibt es nicht in der bisher gewohnten Form. Gisela meint, dies alles erinnert sie ein wenig an die sozialistisch gepr\u00e4gten L\u00e4nder des letzten Jahrhunderts und so geht es mir auch. Die vielen Polizeikontrollen unterstreichen dies.<br \/>\nJetzt am Nachmittag sind wir zur\u00fcck in unserer gr\u00fcnen Oase und sind richtig geschafft. So ein Stadtbummel macht m\u00fcde. Gisela hat W\u00e4sche gewaschen und ich habe geschrieben. Morgen geht es dann weiter in Richtung Gweru. Vorher wollen wir aber am Vormittag noch das Eisenbahnmuseum besuchen. Dieses hat einen ausgezeichneten Ruf und soll recht gut erhaltene Exponate besitzen. Wir lassen uns \u00fcberraschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leider oder fast m\u00f6chte ich sagen, wir waren froh, als es \u00a0am sp\u00e4ten Nachmittag anfing zu regnen, nein, zu sch\u00fctten. 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