{"id":1617,"date":"2014-01-12T13:38:57","date_gmt":"2014-01-12T13:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1617"},"modified":"2015-02-14T07:43:38","modified_gmt":"2015-02-14T09:43:38","slug":"von-kasane-nach-lusaka","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1617","title":{"rendered":"Von Kasane nach Lusaka"},"content":{"rendered":"<p>Wahnsinn wie gerade die Tage verfliegen. Der Tag Erholung am Chobe tat uns allen gut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060183.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1618\" title=\"P1060183\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060183.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060183.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060183-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach wenigen Kilometern waren wir am n\u00e4chsten Tag an der Grenze und wir staunten nicht schlecht, wie schnell die Grenzformalit\u00e4ten von statten gingen. Die Schlepper merkten uns unsere Erfahrung an und lie\u00dfen uns in Ruhe. Der Grenzbeamte fertigte mich sehr freundlich ab.<\/p>\n<p>Auch an der F\u00e4hre gab es f\u00fcr uns keine Wartezeit. PKW haben Vorrang und somit waren wir ruck zuck auf der F\u00e4hre. 30.- US$ f\u00fcr die \u00dcberfahrt sind ganz sch\u00f6n happig. H\u00e4tten wir dasselbe Fahrzeug, das gibt es tats\u00e4chlich, ohne Allrad, dann w\u00e4ren es nur 20.- US$. Eine Logik dazu erschlie\u00dft sich mir nicht, Afrika eben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060188.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1619\" title=\"P1060188\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060188.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060188.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060188-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><br \/>\nAuch auf sambischer Seite gingen die Formalit\u00e4ten relativ rasch. Bernd und Martina am Schalter neben mir mussten sich erst einmal eine wirsche Zurechtweisung abholen, sie sollen gef\u00e4lligst einzeln anstehen. Bei Gisela und mir war dies kein Kriterium. Die Beamten hier leben ihre Willk\u00fcr aus wie es ihnen in den Sinn kommt. Kompetenz und Intelligenz braucht man keine, die Verwandtschaft muss passen, dann hat man f\u00fcr sein Leben ausgesorgt.<br \/>\nNach Versicherungen f\u00fcrs WoMo fragte hier keiner.<\/p>\n<p>Die restlichen Kilometer nach Livingstone verliefen ohne Probleme. Zwar gab es mehrere Polizeikontrollen, war bisher in Sambia un\u00fcblich und Gisela vermutete schon, dass sie die nicht nachgefragte Versicherung nun kontrollieren, aber wir wurden freundlich durch gewunken.<\/p>\n<p>In Livingstone machten wir beim Toyotah\u00e4ndler einen Termin f\u00fcr die Reparatur der gebrochenen Feder und bei einem Versicherungsb\u00fcro bekamen wir tats\u00e4chlich die langersehnte Comesa-Versicherung mit allen L\u00e4ndern, die wir noch bereisen wollen. Bis hoch in den Sudan, leider aber ist die S\u00fcdafrikanische Zollunion ausgeschlossen. Es h\u00f6rt sich fast so an, als ob \u201eKrieg\u201c herrschen w\u00fcrde zwischen den L\u00e4ndern au\u00dferhalb der Union und der Union.\u00a0 Wir haben jetzt erst einmal eine Versicherung f\u00fcr das n\u00e4chste\u00a0 Vierteljahr. Der Preis 174 Kwacha, sind \u00a0rund 23.- \u20ac. Was genau alles versichert ist, wissen wir nicht. Auch dies ist Afrika.<\/p>\n<p>Wieder zur\u00fcck auf dem Campingplatz mussten wir uns \u00e4rgern. Ein deutsches Ehepaar hat unsere\u00a0 vorher auf dem Platz zur\u00fcckgelassenen Sachen\u00a0 einfach auf den Nebenplatz getragen, da ihnen unser Platz besser gefallen hat. Manche Menschen haben\u00a0 keinen Respekt und man sollte ihnen das Reisen verbieten k\u00f6nnen. Gisela hat sich so ge\u00e4rgert, dass sie\u00a0 nach einer Nacht den Platz bezahlt hat und an der Rezeption erkl\u00e4rt hat, dass wir neben solchen Leuten nicht wohnen wollen. Vermutlich har sie sogar beide N\u00e4chte bezahlt- Die Frau von nebenan hat sich zwar bei ihr noch quasi entschuldigt, Konsequent ist Gisela aber.<\/p>\n<p>Wir brachten Bernd und Martina dann auf den Flughafen. Damit unser Abschiedsschmerz nicht ganz so sichtbar wird verabschiedeten wir uns rasch und sie entschwanden unserem Blick. Wir waren schon etwas traurig, es war ein Wiedersehen nach \u00fcber 7 Monaten und hat bei uns beiden etwas Heimweh hinterlassen.<\/p>\n<p>Wir brachten das WoMo in die Toyotavertretung Zambia Livingstone. Termin war um 13\u00b0\u00b0 Uhr. Das Fahrzeug stand erst einmal 2 Stunden auf dem Hof. Wir hatten uns entschlossen auf die Reparatur zu warten und machten \u201eCamping\u201c im Garten dort. Als die Reparatur began war es gut, dass ich dort war. Es interessierte mich wie dies von Statten geht. Bald schon merkte ich, dass die\u00a0 Mechaniker nicht mehr verstanden als ich und zudem ich offenbar handwerklich noch geschickter war.\u00a0 Kurzum, u 17.30 Uhr war das WoMo wieder fahrbereit, mit Hilfe meiner Werkzeugbox und unserem Kompressor.\u00a0 Toyota Zambia Livingstone gab ein \u00e4u\u00dferst schlechtes Bild ab. Ich aber lernte einiges dazu und kann nun die Hinterachse selber ausbauen. Hoffe aber, dass ich dieses K\u00f6nnen nicht brauche. Richtig \u00e4rgerlich wurde es aber dann bei der Bezahlung. Leider funktionierte der elektronische Zahlungsverkehr mal wieder nicht. Nachdem sie\u00a0 3 unserer Karten probiert hatte wollten sie Bargeld. Leider hatten wir diesen Betrag nicht mehr. Er bot uns einen kostenlosen Shutel zur Bank, diese hatte aber bereits geschlossen, also zu einer Wechselstube. Diese verlangte 3% Kommission und als ich dann, etwas lautstark und nachhaltig, dieses von der Rechnung abziehen wollte ging eine Diskussion los, wesen Anteil dies nun w\u00e4re. Ich vertrat den Standpunkt, dass ohne Bargeld dieser Betrag nicht angefallen w\u00e4re, vereinbart war Bezahlung mit Karte, es das Problem der Werkstatt sei. Gisela mischte dann auch noch mit, mit der Bemerkung, die k\u00f6nnen doch nichts daf\u00fcr. Was dann kurzum noch zu einem Knatsch zwischen uns f\u00fchrte. Zuk\u00fcnftig gibt es nun eine klare Ansage von uns: Bezahlung nur und ausschlie\u00dflich mit Karte!<\/p>\n<p>Abends \u00a0dann mit Rea und G\u00fcnther, bei einem Glas Wein war dann alles vergessen. Von diesen Beiden haben wir uns dann auch verabschiedet, denn \u00a0am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir weiter nach Lusaka.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe, zumindest der gr\u00f6\u00dfte Teil, ist neu gerichtet. Die EU hat hier fast 60 Mill. \u201egestiftet\u201c. Die Bev\u00f6lkerung am Rande der Stra\u00dfe macht einen \u00e4rmlichen Eindruck, bis in ihre H\u00fctten scheint die Unterst\u00fctzung nicht vorgedrungen zu sein. Hier wird viel Holzkohle gebrannt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060205.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1620\" title=\"P1060205\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060205.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060205.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060205-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fahrradfahrer transportieren dann bis zu 5 Mammuts\u00e4cke auf ihrem Rad. Dies ist h\u00e4rteste, gef\u00e4hrliche Arbeit. Der vorbeifahrende Autoverkehr nimmt keine R\u00fccksicht auf sie. Unf\u00e4lle sind dadurch vorhersehbar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060199.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1621\" title=\"P1060199\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060199.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060199.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060199-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die 480 km, teilweise bei starkem Regen, fuhren wir durch und stehen heute entspannt auf der Eureka Farm. Ein netter Platz mit einigen internationalen G\u00e4sten, sodass wir heute schon einige Infos geben und bekommen konnten. Die Giraffen und Antilopen, die es hier im Gel\u00e4nde gibt, kommen bis fast ans WoMo heran und dies etwa 9 km vor der Hauptstadt Sambias.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060201.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-1622\" title=\"P1060201\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060201-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060201-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060201.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die letzten 100 Kilometer vor Lusaka wurde die Stra\u00dfe schlechter, sodass man nicht das Gef\u00fchl hatte, es gehe auf die Hauptstadt zu. Vermutlich haben die Gelder der EU nicht mehr ausgereicht. Es fahren hier aber erstaunlich viele Mercedes der S-Klasse und oft steht 500 darauf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Afrika ver\u00e4ndert sein Gesicht gerade jeden Tag. Aber so muss es auch sein, denn inzwischen haben wir mehr als 20 000 km zur\u00fcckgelegt. Das echte reale Afrika gibt es nicht. Denn, wie steht im Reisef\u00fchrer: \u201eDie Entfernung von Paris nach Moskau ist k\u00fcrzer als die von Kapstadt nach Lilongwe (Malawi). Die Strecke von Windhoek nach Nacala (Mosambik) entspricht der Entfernung von Hamburg nach Damaskus. Und dass ein St\u00e4dtetrip in Damaskus ein anderes Reiseverhalten als ein St\u00e4dtetrip in Hamburg erfordert, ist jedem verst\u00e4ndlich\u201c. Doch f\u00fcr viele ist dies von au\u00dfen gesehen f\u00fcr Afrika nicht klar. Die bewusste Unterscheidung, die wir f\u00fcr europ\u00e4ische L\u00e4nder wahrnehmen, scheint f\u00fcr viele nicht zu greifen. Afrika ist \u201earm und schwarz\u201c. Dem ist jedoch nicht so!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060200.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1623\" title=\"P1060200\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060200.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060200.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060200-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wahnsinn wie gerade die Tage verfliegen. Der Tag Erholung am Chobe tat uns allen gut. Nach wenigen Kilometern waren wir am n\u00e4chsten Tag an der Grenze und wir staunten nicht schlecht, wie schnell die Grenzformalit\u00e4ten von statten gingen. 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