{"id":1634,"date":"2014-01-16T07:04:31","date_gmt":"2014-01-16T07:04:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1634"},"modified":"2015-02-14T07:43:38","modified_gmt":"2015-02-14T09:43:38","slug":"lusaka-und-der-nordosten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1634","title":{"rendered":"Lusaka und der Nordosten"},"content":{"rendered":"<p>Der Campingplatz Eureka machte einen guten Eindruck. Es ist ein sch\u00f6ner weitl\u00e4ufiger Rasenplatz und ein Treffpunkt f\u00fcr Reisende. Allerdings darf man die sanit\u00e4ren Anlagen in das positive Bild nicht mit einbeziehen, diese waren doch recht basic..<\/p>\n<p>Wir trafen einige andere Reisende. Leider erhielten wir keine brauchbaren Informationen, die unsere weiteren Pl\u00e4ne verfestigen. Viel war H\u00f6rensagen und viel war negativ, aber ohne fundierte Grundlagen.. Ein deutsches Paar, sie reisen im Concorde-Wohnmobil mit integrierter Dusche. So ein Ding f\u00fcr 200 000.- \u20ac und wir wundern uns, dass so etwas hier \u00fcberhaupt zu bewegen ist, hatte besonders viele Horrorgeschichten zum weitergeben. Das meiste aber nicht selber erlebt. Kurzum nicht sehr erbauend!<\/p>\n<p>Auf der Saudi Arabien Botschaft war es dann \u00e4u\u00dferst positiv. Wir wurden \u00fcberaus freundlich empfangen und es wurde uns glaubhaft zugesichert,. dass es f\u00fcr Deutsche garantiert keine Probleme g\u00e4be, in Kartum ein Transit-Visum zu erhalten.<br \/>\nAnschlie\u00dfend bummelten wir dann durch ein Einkaufscenter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060203.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1637\" title=\"P1060203\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060203.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060203.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060203-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf der einen Seite bittere Armut, Slums mit verschlammten Stra\u00dfen. Dreck und Elend. Auf dieser Seite, modernste Technik, wie zu Hause im Saturn. Bose-Anlagen; 55 cm LED-TV, alles was man sich vorstellen kann. Selbst die Preise waren wie zu Hause. Naja, vielleicht etwas teurer. Wir besuchten eines der guten Restaurants hier zum Lunch und fuhren anschlie\u00dfend wieder auf unseren Campingplatz zur\u00fcck. Quer durch diese etwas verr\u00fcckte Stadt. Viel Verkehr, Hektik, Verkehrsstau usw. Wenn man von den schlechten Stra\u00dfen mit ihren tiefen L\u00f6chern absieht, auch dies, fast wie zu Hause. Die Taxifahrer sind allerdings noch unberechenbarer als bei uns. Ich war froh, als wir aus diesem Chaos heraus waren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060209.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1639\" title=\"P1060209\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060209.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060209.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060209-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heute Morgen mussten wir uns aber erneut hinein begeben. Wir wollten weiter nach Malawi. Bis zur Grenze sind es rund 600 km. Etwa 300 davon sind wir heute gefahren. Unterwegs einige Polizei- und Milit\u00e4rkontrollen. \u00a0Jedes Mal mit einem kurzen, netten Plausch verbunden, ansonsten durften wir unbehelligt fahren. Die Strecke ist langweilig. Sehr viel gr\u00fcn, viel Wald, keine Tiere und nur einige kleine D\u00f6rfer. Freundliche winkende Menschen. Ansonsten jwd. Etwas ungl\u00fccklich stehen wir nun auf einem sehr m\u00e4\u00dfigen Campingplatz in Nyimba. Gebe ihm die Note 6. Ich war heute auf etwas mehr Luxus eingestellt und h\u00e4tte auch ein nettes Chalet akzeptiert. Gisela hat entschieden. Die halbe Nacht hat es durchgeregnet. Alles versinkt im Schlamm. Diese BIlder sieht man zu Hause im Fernseher nicht. Man sieht Wolken ziehen auf, die staubige trockene Landschaft giert nach Regen und endlich regnet es. Menschen und Tiere atmen auf und freuen sich. Von tagelangem Regen, Schlamm und Schmutz keine Spur. Das ist der Unterschied zum Fernsehen. Schlamm, Schmutz herrschen vor, Tiere und Menschen nass bis auf die Haut. Gott sei Dank, es ist warm.<br \/>\nUnd die Pilze aus dem Wald waren \u00fcberall zu kaufen. \u00a05-6 kg oder noch mehr f\u00fcr 2,50 \u20ac und dies war schon ein Touristenpreis. Wir hatten 4 Hauptmahlzeiten nur mit Pilzen. Sehr wohlschmeckend. Den gro\u00dfen Pilz gabs zum Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060216.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1640\" title=\"P1060216\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060216.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060216.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060216-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den ganzen Tag hat es heute mal mehr, mal weniger geregnet. Im Minuten-Takt musste ich den Scheibenwischer umschalten von sehr schnell bis aus. Die Stra\u00dfenr\u00e4nder gleichen einem See. Die D\u00f6rfer versanken im Schlamm. Nach Port Elizabeth zur\u00fcck ist es nun gleichweit wie nach \u00c4thiopien. Keine Ahnung haben wir , wie wir uns entscheiden werden. Die Heimfahrt reizt sehr, die Unzul\u00e4nglichkeiten in Kenia aber bilden das Gegengewicht. Mitten in der Stra\u00dfe entstand eine Wiese, man f\u00e4hrt eben drumrum.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060215.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1641\" title=\"P1060215\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060215.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060215.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/P1060215-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotz Regen hat Gisela heute etwas W\u00e4sche gewaschen und wir waren froh, dass es hier auf dem Campingplatz in Chipata einen Trockner gibt den wir benutzen durften. Ansonsten w\u00e4re die W\u00e4sche bei dem Dauerregen nicht getrocknet.\u00a0 Wir wollten hier eigentlich noch einen Tag l\u00e4nger bleiben. Bei dem Regenwetter und der Wetterbericht best\u00e4tigt dieses Wetter hier f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Tage, macht dies wohl wenig Sinn. Wir fahren morgen nach Malawi. Das Wetter dort, \u00a0nur 22 km entfernt, ist nicht besser, zumindest aber im Norden scheint die Sonne zu scheinen. So hatten wir uns Afrika nicht vorgestellt. Auch dies ist Afrika!<\/p>\n<p>Wir geben gerade die letzten Kwacha aus und dann geht\u00b4s \u00fcber die Grenze. Heute Morgen zumindest scheint die Sonne. Alles dampft und ist feucht. Das Brot schimmelt in der T\u00fcte. Der Foto f\u00fchlt sich an als w\u00e4re er nass. Die Stra\u00dfenjungs wollen Geldwechseln und gehen uns richtig auf den Wecker. Jeder will halt Leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Campingplatz Eureka machte einen guten Eindruck. Es ist ein sch\u00f6ner weitl\u00e4ufiger Rasenplatz und ein Treffpunkt f\u00fcr Reisende. 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