{"id":1699,"date":"2014-02-08T17:08:39","date_gmt":"2014-02-08T17:08:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1699"},"modified":"2015-02-14T07:43:38","modified_gmt":"2015-02-14T09:43:38","slug":"liebe-freunde-liebe-reisebegleiter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=1699","title":{"rendered":"Liebe Freunde, liebe Reisebegleiter"},"content":{"rendered":"<p>Ein Ereignis mitten in Afrika und doch so nicht gewollt.<\/p>\n<p>Vorab, mir geht es, Gott sei Dank, wieder gut!<\/p>\n<p>Am letzen Freitag ging es mir noch gut. Es war ein sehr sch\u00f6ner, leicht windiger Tag am Indischen Ozean. Unser Campingplatz gefiel uns nicht so gut und wir hatten uns entschlossen umzuziehen. Etwa 40 km au\u00dferhalb, nach Bagamoyo. Unser Auto ben\u00f6tigte eine neue Kupplung, dazu musste es zur\u00fcck f\u00fcr 3 Tage. Ich wollte es bringen und dort bleiben und zusehen. Gisela hatte vor, auf dem sch\u00f6nen Platz am Meer zu bleiben. Ich war schon an diesem Tag nicht so fit. Wir gingen aber noch gemeinsam zum Strand. Abends hatte ich dann Fieber und lag flach. Wenn ich Fieber sage, meine ich die Nacht verbrachte ich, stark schwitzend mit 39,6\u00b0 C.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag, Sonntag, mussten wir den Aufbau abnehmen. Das Fieber ging deutlich zur\u00fcck. Wir machten ein Upgrade auf ein Strandhaus mit Klimaanlage. Allerdings musste den Abbau der Box Gisela alleine tun. Arbeiten, die ich normal im Vorbeigang tue, fielen mir so schwer, dass ich nach 30 Sekunden hinsitzen musste und Pause angesagt war. Keine Kraft, v\u00f6llig am Ende. Der Malaria-Test war negativ.<br \/>\nDie folgende Nacht auf Montag war gut, zumindest meinte ich dies. Gisela erz\u00e4hlte mir, dass sie mir die halbe Nacht Wadenwickel gemacht hatte und Temperaturen bis 40\u00b0 C das Normale waren. Ich wachte in dieser Nacht nur 2-mal auf, mir war kalt und ich war total nassgeschwitzt.<br \/>\nDer n\u00e4chste Morgen, ein neuer sch\u00f6ner Tag. Temperatur von mir 37,3\u00b0 C. Vorsichtig ging ich mit zum Fr\u00fchst\u00fcck. Hunger hatte ich nie. Essen ist wichtig; also trank ich Tee und a\u00df mit Genuss frisches Obst. Super, das Auto musste weggebracht werden und ich setzte mich ruhig auf den Beifahrersitz und Gisela fuhr, auch bei dieser chaotischen Fahrweise, bravour\u00f6s. F\u00fcr die 40 km ben\u00f6tigt man normal 90 Minuten. Der in der Werkstatt hatte Verst\u00e4ndnis, dass ich nicht dabei bleiben kann und brachte uns zur\u00fcck. Alles war gut. Ich war m\u00fcde, versuchte viel zu trinken und legte mich ins Bett. Absolute Appetitlosigkeit, sonst aber gut. Erneuter Malariatest zur Sicherheit des ersten. 15 Minuten sp\u00e4ter, ich denke, wir sollten noch einen machen, das Ergebnis gefiel uns nicht. Leider brachte der erneute Test kein anderes Ergebnis. Positiv!<\/p>\n<p>Arztbesuch war angesagt. Dort der Test negativ. Die \u00c4rztin meinte jedoch, wir sollten auf jeden Fall mit Malarone Behandlung beginnen. Gesagt getan. An drei Tagen<br \/>\nje 4 Tabletten. In dieser Nacht stieg das Fieber auf 40,5\u00b0C. Wadenwickel und st\u00e4ndig k\u00fchle T\u00fccher auf dem Kopf brachten nur bedingt Erleichterung. So hohes Fieber bringt Phantasieren mit sich. \u00a0Gisela war heilfroh als die Nacht vorbei war.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag war die Temperatur fast normal. Immer so 38\u00b0C. Abends zur gleichen Zeit wie gestern die Tabletten. Diese Nacht war die Temperatur konstant auf 36\u00b0C. Dies ist auch sehr ungewohnt und macht Angst. Die M\u00e4dchen hatten sich abends noch schlau gemacht und uns inst\u00e4ndig gebeten, am n\u00e4chsten Tag unbedingt die beste Klinik von Tanzania in Dar es Salaam aufzusuchen. Gegen Mittag wurde uns das Auto gebracht und wir fuhren los. Die Fahrt war das aller\u00e4u\u00dferste, das ich bew\u00e4ltigen konnte. Bluttest, Bett, Infusion. Innerhalb einer halben Stunde hing ich am Tropf.\u00a0 Von jetzt an, Donnerstagnachmittag bis Samstagmittag. Dann war ich soweit stabilisiert, dass sie mich mit Tabletten versorgt, die bis Montag reichen, entlassen haben. \u00a0Montag fr\u00fch habe ich einen Termin zum nochmaligen Bluttest. Wenn der in Ordnung ist, ist die Malaria bek\u00e4mpft. In dieser Woche verlor ich 6 kg Gewicht. Dadurch ist meine Gesamtverfassung nat\u00fcrlich sehr geschw\u00e4cht, aber dies wird sich sicher von Tag zu Tag bessern.<\/p>\n<p>Gisela hat eine gute Unterkunft in der N\u00e4he der Klinik gefunden, die sehr wohltuend in Ordnung ist. Sauber, funktionierende Klimaanlage, guter Service.<\/p>\n<p>Die weiteren Berichte dann nach und nach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Ereignis mitten in Afrika und doch so nicht gewollt. Vorab, mir geht es, Gott sei Dank, wieder gut! 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