{"id":2362,"date":"2015-05-01T04:29:59","date_gmt":"2015-05-01T06:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2362"},"modified":"2015-05-01T10:30:42","modified_gmt":"2015-05-01T12:30:42","slug":"moskau-ist-ein-muss-und-wir-hatten-gluck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2362","title":{"rendered":"Moskau ist ein Muss und wir hatten Gl\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080038.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2369\" title=\"P1080038\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080038-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080038-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080038.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am Montagmorgen fuhren wir mit der Stra\u00dfenbahn zur Metro. Dies erwies sich als etwas komplizierter als erwartet. Ein v\u00f6llig anderes Bezahlsystem. Bus- und Stra\u00dfenbahnlinien erschlie\u00dfen sich uns als Kurzbesucher nicht. Gerade mal die Abfahrtszeit ist angeschrieben. Kein Endziel, keine Zwischenhalte. Die Dame an der Rezeption sagte uns zwar, dass die Linie 25 richtig sei, an der Haltestelle erkl\u00e4rte man uns aber, dass auch die Linie 11 geht. Da der 11-er gerade kam, nahmen wir den. Falsche Richtung, eine Dame erkl\u00e4rte uns, dass wir aussteigen m\u00fcssten und den 7-er nehmen. Gesagt getan und wenig sp\u00e4ter waren wir an einer Metrostation. Nicht an der, die wir urspr\u00fcnglich erreichen wollten, nun war aber ersichtlich wie es weitergeht. Nur noch das Feststellen, dass Metrofahrscheine und Stra\u00dfenbahnfahrscheine verschieden sind und schon ging es in das Zentrum der Metropole. Die Metro war ungeheuer laut und somit war nicht verwunderlich, viele hatten Kopfh\u00f6rer auf und lie\u00dfen sich berieseln. Allerdings stellten wi9r sp\u00e4ter fest, dass die ganze Stadt sehr laut ist. Vielleicht sind wir aber auch feinf\u00fchliger geworden. Im Vergleich zu Petersburg stellten wir fest, dass die Stra\u00dfenbahnen und Busse einen neueren Standard hier aufweisen und nicht den Eindruck erwecken, dass sie noch aus dem 50-ziger Jahre stammen.<\/p>\n<p>In der Station Ljublianca stiegen wir aus. Der erste Blick den wir dann erhaschten, war auf das ehemalige ber\u00fcchtigte Gef\u00e4ngnis der Staatssicherheit. \u00dcber die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, eine Prachtstra\u00dfe, spazierten wir zum ber\u00fchmten Moskauer Kaufhaus GUM. Hier sind alle Modemarken der Welt vertreten und in dem bombastischen 3-st\u00f6ckigen Geb\u00e4ude tummelten sich nur wenig Menschen. 10 Uhr morgens war aber auch noch sehr bald. Nur goldenes Geglitzer, nur Glamour. Allerdings in ganz Moskau, das Preisniveau wie zu Hause, z.B. ein gro\u00dfer Cappuccino 5.- \u20ac.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080011.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2368\" title=\"P1080011\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080011.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080011.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080011-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein paar Meter weiter, der Rote Platz. Umrahmt von alten historischen Geb\u00e4uden und der riesigen Mauer des Kreml. Die ehemalige Festung und heutiger Regierungssitz \u00fcberragt alles. Der Platz alleine ist schon sehr beeindruckend. Im Vorfeld zur 1.Mai Kundgebung und zur Machtdemonstration anl\u00e4sslich des 70. Jahrestages des Sieges zur Beendung des 2. Weltkrieges am 9. Mai wurde der Platz gerade vorbereitet. Wir konnten uns die Milit\u00e4rparade sehr gut vorstellen, die hier in B\u00e4lde erfolgen soll. Trib\u00fcnen waren schon aufgebaut, Absperrungen hergerichtet, der Platz wurde geschm\u00fcckt und mit Propaganda versehen. Was wir nicht wussten, p\u00fcnktlich um 14 Uhr wurde das Museum am Rande des Roten Platzes geschlossen. Polizeifahrzeuge dr\u00e4ngten die Menschen vom Platz. Polizisten sperrten den Zugang zum Platz ab. Innerhalb von 15 Minuten war der Platz ger\u00e4umt und ein Polizist erkl\u00e4rte Gisela, dass der Platz nun zur intensiven Vorbereitung der kommenden Festlichkeiten gesperrt ist. Gl\u00fcck gehabt, etwas sp\u00e4ter und wir h\u00e4tten den Platz nicht betreten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080005.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2367\" title=\"P1080005\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080005.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"291\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080005.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080005-300x109.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die orthodoxen Kirchen, auch hier in Moskau, im inneren so pr\u00e4chtig mit Gold und Gem\u00e4lden verziert, dass es einem die Sprache raubt. Im Gegensatz zu vielen ber\u00fchmten christlichen Kirchen, die wir aus Europa kennen, bezahlt man hier in die orthodoxen Kirchen keinen Eintritt. In den Kirchen ist Filmen und Fotografieren untersagt, was aber verst\u00e4ndlich ist. Es sind sehr viele gl\u00e4ubige Menschen in der Kirche und die Ehrerbietung dieser Menschen ist sehr gro\u00df.<\/p>\n<p>Am Rande der 5-spurigen Zufahrtsstra\u00dfe die zum Kreml hinf\u00fchrt, lag auch schon das Absperrmaterial bereit. Am 9. Mai ist hier alles dicht und Milit\u00e4rfahrzeuge donnern auf den Kreml zu. Wir sind froh, dass wir da schon weg sind. Solche Paraden sind nicht unsere Welt. Hier in der Stra\u00dfe kauften wir dann noch russische Stra\u00dfenkarten. Wir waren erstaunt, wie problemlos dies m\u00f6glich war. In allen Reisef\u00fchrern steht noch, dass Kartenmaterial selten und wenn, meistens veraltet sei. Wir erstanden zwei Stra\u00dfenkarten, die einen guten Ma\u00dfstab haben und aus dem Jahr 2014 datieren. Die Reisef\u00fchrer sollten mal \u00fcberarbeitet werden.<\/p>\n<p>Moskau ist eine pulsierende Metropole, in der ihre sozialistische Vergangenheit nach und nach verschwindet.<\/p>\n<p>Auf dem Campingplatz gab es dann ein kleines Problem. Nat\u00fcrlich war die amtliche Registration noch nicht get\u00e4tigt. Das bedeutete f\u00fcr uns warten. Um 10 Uhr sollte alles erledigt sein. Nat\u00fcrlich war um 10 Uhr nichts erledigt und um 10.30 Uhr erfuhren wir, dass die Registrierung in Moskau erst ab dem 7. Tag erfolgen muss. Im Reisef\u00fchrer steht ab 72 Stunden. Die russischen Beh\u00f6rden lieben ja Formulare und Stempel, wir k\u00f6nnen damit leider nicht dienen. Wir fuhren also los und harren der Dinge, die da noch auf uns zukommen.<\/p>\n<p>Der goldene Ring, der sich nord\u00f6stlich von Moskau aus verschiedenen St\u00e4dten zusammensetzt ist ein Muss. Hier liegen die Wurzeln von V\u00e4terchen Russland. Seit dem 11. Jahrhundert sind hier die russisch orthodoxe Kirche und wichtige Handelsverbindungen ans\u00e4ssig. Wundersch\u00f6ne alte erhaltene Geb\u00e4ude zeugen aus vergangenen Jahrhunderten und dem damaligen Wohlstand dieser Region.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080060.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2365\" title=\"P1080060\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080060.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080060.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080060-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele Ortschaften und St\u00e4dtchen konnten sich bis heute diesen Charakter bewahren. Erst seit Ende der Sowjetunion ist diese Gegend wieder durchg\u00e4ngig bereisbar. Hier war in den 90ger Jahren noch teilweise Sperrgebiet. Fast alle St\u00e4dte liegen an der Wolga. Diese ist hier auch in ihrem Oberlauf noch schiffbar und hat eine Breite wie wir sie nur ann\u00e4hernd von der Donau kennen. Die Wolga, der l\u00e4ngste Fluss Europas mit \u00fcber 3500 km.<br \/>\nIn einem kleinen St\u00e4dtchen fragten wir (Tipp kam aus einem Reisef\u00fchrer) Polizisten nach der M\u00f6glichkeit zu \u00dcbernachten. Da sie keine Fremdsprache sprachen, setzten sie sich in ihr Fahrzeug und baten uns, ihnen zu folgen. Nach 700 m zeigten sie uns einen ruhigen Parkplatz vor einem Hotel und signalisierten uns, dies sei ein idealer Platz. Und so war es dann auch.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/150430.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2366\" title=\"150430\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/150430.png\" alt=\"\" width=\"1284\" height=\"833\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/150430.png 1284w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/150430-300x194.png 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/150430-1024x664.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 1284px) 100vw, 1284px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging es weiter dem goldenen Ring entlang. Die Mittagspause verbrachten wir am Wolgastrand bei 25\u00b0 C. So warm ist es inzwischen geworden. Nach dem Mittag war dann bei mir die &#8222;Luft raus&#8220;. Kultur ist anstrengend! Wir spazierten durch Kostroma, sahen den alten Markt an und fuhren dann einen bewachten Parkplatz an, wo wir die Nacht verbrachten.<\/p>\n<p>Leider eine sehr unruhige Nacht, wof\u00fcr aber keiner was konnte. In der N\u00e4he wurde nachts die Stra\u00dfe gerichtet und die Baumaschinen waren sehr laut. Morgens fuhren wir dann weiter die 170 km nach Suzdal. Unterwegs bot sich nichts um gro\u00df anzuhalten und trotzdem f\u00fchlten wir uns, als ob wir durch ein Freilichtmuseum fuhren. In Suzdal selbst hatten wir eine \u00dcberraschung der netten Art. Die zwei Wohnmobile aus Moskau standen auf dem Campingplatz und der Campingplatz, angegliedert an ein neues Hotel, war ist der bisher beste unserer Reise.<br \/>\nAm Nachmittag machten wir einen sch\u00f6nen Spaziergang ins St\u00e4dtchen. Eine Stadt, Partnerstadt zu Pforzheim, mit 2 Kl\u00f6stern, einem Kreml, sehr sch\u00f6nen Kirchen und vielen gut erhaltenen und sch\u00f6n gerichteten alten H\u00e4usern.<br \/>\nEs tat gut, mal wieder deutsch mit anderen Leuten zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Dar\u00fcber hinaus war W\u00e4sche waschen angesagt. Obwohl es heute etwas geregnet hat und k\u00e4lter geworden ist, hat Gisela die Hoffnung, dass die W\u00e4sche trocknet. Unsere Reiselust wurde heute durch den Wetterbericht ein wenig ged\u00e4mpft. Die Mongolei hat einen K\u00e4lteeinbruch und nachts sinken dadurch die Temperaturen auf minus 8\u00b0C. Wir wollen auch endlich mal Sommer! Aber jetzt genie\u00dfen wir erst mal diesen neuen, echt gut ausgestatteten Platz hier. Wer wei\u00df was kommt\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Am Montagmorgen fuhren wir mit der Stra\u00dfenbahn zur Metro. Dies erwies sich als etwas komplizierter als erwartet. 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