{"id":2487,"date":"2015-05-18T12:27:42","date_gmt":"2015-05-18T14:27:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2487"},"modified":"2015-05-19T10:55:50","modified_gmt":"2015-05-19T12:55:50","slug":"dummheit-schutzt-angeblich-nicht-vor-strafe-manchmal-aber-doch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2487","title":{"rendered":"Dummheit sch\u00fctzt angeblich nicht vor Strafe, manchmal aber doch!"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem auch wir den Staub von uns abgewaschen haben, besichtigten wir gemeinsam mit Bernhard und Brigitte das Museum im Deutschen Haus. Dort werden liebevoll einige Zeichen der Zeitgeschichte aufbewahrt. Manche Exponate waren noch gar nicht so alt und trotzdem f\u00fchlten wir uns um 100 Jahre zur\u00fcckversetzt.<\/p>\n<p>Kurz vor dem Museumsbesuch hatten Gisela und ich noch Besuch von den Redakteuren der deutschsprachigen Zeitung aus Novosibirsk. Sie fotografierten das WoMo mit uns und wollten daraus einen Artikel \u00fcber den Besuch aus Deutschland schreiben.<\/p>\n<p>Am Sp\u00e4tnachmittag besuchten wir dann noch den Bahnhof von Novosibirsk. Der gr\u00f6\u00dfte Bahnhof Russlands. Alles was mit Bahn zu tun hat, ist in Russland ausgesprochen sauber. Fast k\u00f6nnte man meinen, dass jeder Stein im Gleisbett einzeln poliert wurde. Die Geb\u00e4ude in tadellosem Zustand, die W\u00e4nde zum Teil mit Marmor verkleidet. Die Wartes\u00e4le sauber, sodass man fast vom Boden essen kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080384.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2495\" title=\"P1080384\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080384.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080384.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080384-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Von hier aus verkehren, auf dem Display ausgewiesen, Z\u00fcge nach Peking, nach Moskau, nach Wladiwostok und und und. Fantastisch, eine unglaubliche Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080383.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2490\" title=\"P1080383\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080383.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080383.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080383-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bernhard und Brigitte fuhren am n\u00e4chsten Morgen weiter und wir waren so begeistert vom Bahnhof, dass wir ihn noch einmal ausgiebig besuchten. Davor bummelten wir \u00fcber den Zentralmarkt. Dieser war schon unter der Sowjetherrschaft ber\u00fchmt f\u00fcr seine Gr\u00f6\u00dfe und vor allem f\u00fcr seine gute Auswahl. Hier bekommt in Marktatmosph\u00e4re, v\u00f6llig entspannt, alles was man ben\u00f6tigt. Die Auswahl umfa\u00dft bestes Baumarktangebot bis hin zum Feinkostladen. Wir genossen das Bummeln, das Kaufen und das Fotografieren. Am Sp\u00e4tnachmittag waren wir zur\u00fcck und hatten nicht viel unternommen, daf\u00fcr aber die zwei Highlights ausf\u00fchrlich genossen.<\/p>\n<p>Noch einmal die hei\u00dfe Dusche genie\u00dfen, am n\u00e4chsten Morgen soll es weiter gehen.<\/p>\n<p>Bevor wir jedoch die Stadt verlassen haben, war es Giselas Wunsch noch den Zoo zu besichtigen. Ein sehr netter Zoo, in einem weitl\u00e4ufigen park\u00e4hnlichen Gel\u00e4nde. Die Tiere sehr gepflegt.<br \/>\nWenn man jedoch Afrika im Kopf hat und viele Tiere die hier in K\u00e4figen leben schon in freier Natur erlebt hat, ist vieles relativ zu betrachten.<br \/>\nDer Zoo ist aber trotz dieser Betrachtungsweise sehr sch\u00f6n und es macht Spa\u00df darin zu spazieren.<br \/>\nAnschlie\u00dfend wurde dann noch mein Wunsch erf\u00fcllt und wir besuchten das Eisenbahnmuseum.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080403.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2493\" title=\"P1080403\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080403.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080403.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080403-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dort sind Loks, Waggons und Sondermodelle ausgestellt, die mit der transsibirischen Eisenbahn eng verbunden sind. Das Ganze leider etwas heruntergekommen und mit, wie so oft in Russland ersichtlich, viel Farbe kaschiert. Die Sondermodelle waren sehr interessant. Schneefr\u00e4sen, Schneepfl\u00fcge und Waggons zum Transport von fl\u00fcssigem Stahl waren imposant.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Eisenbahnmuseum.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2491\" title=\"Eisenbahnmuseum\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Eisenbahnmuseum.jpg\" alt=\"\" width=\"1502\" height=\"1134\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Eisenbahnmuseum.jpg 1502w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Eisenbahnmuseum-300x226.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Eisenbahnmuseum-1024x773.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1502px) 100vw, 1502px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es war schon nach 15 Uhr als wir unsere Lebensmittel noch aufgefrischt und Novosibirsk verlassen haben.<br \/>\nNun lagen 800 km vor uns bis zur n\u00e4chstgr\u00f6\u00dferen Stadt. Wir fuhren noch knapp 200 km und standen dann abseits der Stra\u00dfe im Birkenwald.<\/p>\n<p>In der Nacht, der Wetterbericht hatte es vorhergesagt, fing es dann an zu regnen. Es regnete am n\u00e4chsten Morgen und den ganzen Tag. Zumindest ist es nicht kalt geworden und wir machten den Tag zum Fahrtag. Es wurde an diesem Tag \u00fcberhaupt nicht richtig hell. Das Autofahren machte auch keinen richtigen Spa\u00df und viel Verkehr war auch noch.<\/p>\n<p>Jetzt komme ich zur \u00dcberschrift des Berichts. Auf einer der vielen, und ich \u00fcbertreibe nicht, mehreren kilometerlangen Geraden war mal wieder \u00dcberholverbot. Ich wartete, bis der durchgezogene Strich unterbrochen wurde und \u00fcberholte einen langsam fahrenden Lieferwagen. Ein Kilometer sp\u00e4ter warnten schon die ersten LKWs vor einer Polizeikontrolle und obwohl ich langsam fuhr wurde ich hinaus gewinkt. F\u00fchrerschein und Fahrzeugpapiere wurden kassiert. Eine Radarpistole sollte der Beweis sein. Er versuchte m\u00fchsam die Bilder zu finden, fand aber nichts. Ich sollte mitkommen zum Polizeifahrzeug. Ich stellte mich sowas von dumm an. &#8222;Ne panimaju&#8220; war das einzige was ich sagte. Sehr m\u00fchsam, ich verstand aber immer gar nichts und sagte nur &#8222;ich verstehe nicht&#8220;, erkl\u00e4rte der Polizist, ich h\u00e4tte \u00fcberholt im \u00dcberholverbot. Er machte eine kleine Zeichnung sogar. Ich, total entr\u00fcstet, das stimmt nicht! Verbesserte seine Zeichnung. Der Kollege im Fahrzeug schaute sich das Ganze auch an und schrieb klein auf die R\u00fcckseite, ich sollte es nicht sehen, 100.- \u20ac. Ich dachte die Spinnen, wollen mich Abzocken und machte die Geldb\u00f6rse auf und zeigte ihm 10.- \u20ac die darin enthalten waren. Er lachte und sagte &#8222;njet&#8220;. Ich lachte und zeigte ihm die Kreditkarte und sagte &#8220; Kein Bargeld&#8220;. Dem Kollegen dauerte das Ganze schon zu lange und er nahm die abgelegte Radarpistole und machte die n\u00e4chsten Kontrollen. Mein &#8222;Freund&#8220; faselte etwas von Protokoll und F\u00fchrerscheineinzug und zeigte mir mit gekreuzten Armen eine Festnahme an. Ich zeigte auf mich, l\u00e4chelte liebensw\u00fcrdig und sagte &#8222;Ne panimaju&#8220;. Aus dem Reisef\u00fchrer wusste ich, dass sie den F\u00fchrerschein nicht einbehalten d\u00fcrfen, immer aber damit drohen. Es wurde ihm nun auch zu dumm, sich mit so einem dummen Touristen abzugeben. Er zeigte mit zwei Fingern auf seine Augen und dann auf mich. Ich dachte er sagt, er h\u00e4tte mich im Blick. Vielleicht meinte er auch nur ich soll mit Weitblick fahren und gab mir meine Papiere zur\u00fcck. Frech wie ich bin, ging ich auf beide noch einmal zu und gab beiden die Hand zum Abschied. Ich denke, so etwas ist denen noch nie passiert. <strong>&#8222;Ne panimaju&#8220;!<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt stehen wir, es regnet immer noch ca. 130 km vor Krasnojarsk. Von dort aus sind es dann nur noch 1000 km zum Baikalsee.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080409.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2494\" title=\"P1080409\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080409.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080409.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/P1080409-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Heute Abend trinken wir noch ein gem\u00fctliches Glas Wein auf unsere Martina. <strong>Martina hat heute Geburtstag und wir w\u00fcnschen ihr alles Liebe!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem auch wir den Staub von uns abgewaschen haben, besichtigten wir gemeinsam mit Bernhard und Brigitte das Museum im Deutschen Haus. 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