{"id":2546,"date":"2015-05-31T08:07:18","date_gmt":"2015-05-31T10:07:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2546"},"modified":"2015-05-31T09:11:36","modified_gmt":"2015-05-31T11:11:36","slug":"olchon-leider-nur-ein-paradies-auf-zeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2546","title":{"rendered":"Olchon, leider nur ein Paradies auf Zeit"},"content":{"rendered":"<p>Die Tage hier waren sehr sch\u00f6n. Die Seele baumeln lassen, die Natur genie\u00dfen. Von unserem Hotel aus machten wir einen 7-st\u00fcndigen Ausflug mit einem russischen Kleinbus in das Herz des Naturschutzgebietes. Nicht selbst fahren zu m\u00fcssen hat auch seine Qualit\u00e4t.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00057.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-2552\" title=\"DSC00057\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00057.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00057.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00057-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch im \u00f6stlichen Teil der Insel ist die Landschaft \u00fcberw\u00e4ltigend. Strand, Steilk\u00fcste und steppen\u00e4hnliche Landschaft wechseln sich alle paar Kilometer ab. In dieser Einsamkeit lie\u00df Stalin einen Gulag errichten. Dort mussten dann bis zu 10000 Menschen ihren Arbeitsdienst ableisten in einer Fischfabrik. Reste sind auch heute noch zu sehen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00044.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2551\" title=\"DSC00044\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00044-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00044-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00044.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wieder zur\u00fcck in unserem &#8222;Hotel&#8220; wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass an diesem Abend ein sibirisches Reggae-Konzert stattfindet. Ein Kolumbianer und seine kasachische Frau gaben s\u00fcdamerikanisch\/ sibirische Volksmusik zum Besten. Eine mehr als interessante Kombination. Wir waren begeistert.<br \/>\nAnschlie\u00dfend brach leider unsere letzte Nacht in dieser Unterkunft an. Gisela holte noch unsere frischgewaschene W\u00e4sche ab. Diese war hier etwas \u00fcberteuert, das Kilo f\u00fcr 150 Rubel gewaschen worden. Sauber und trocken war sie, doch leider war das meiste sehr zerknittert. Egal, wir sind in Russland und wir werden es schon glatt tragen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00060.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2553\" title=\"DSC00060\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00060-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00060-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00060.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Am Morgen wurde dann gepackt. Da wir aus Mails wussten, dass heute Peter und Brigitte gegen 19 Uhr auf der Insel ankommen wollten, entschlossen wir uns, die Insel noch nicht zu verlassen und noch einen Abend mit den Beiden zu verbringen. Das Treffen klappte hervorragend und wir sa\u00dfen in einer einsamen Bucht sehr nett zusammen. Es war so sch\u00f6n, dass diesem Abend noch zwei weitere folgten. Am n\u00e4chsten Abend kamen auch noch zwei weitere deutsche Russlandreisende dazu und somit waren wir mit J\u00fcrgen und Gerda dann 6 Personen, die beim Grillen einen sch\u00f6nen Abend verbrachten. Danke hier an dieser Stelle noch an die Vier f\u00fcr die Rationen die sie mit uns teilten. Da wir auf &#8222;Hotel&#8220; eingestellt waren und das Treffen nicht eingeplant hatten, waren wir etwas knapp mit frischen Lebensmitteln, Bier und Wein. Wodka hatten wir noch gen\u00fcgend.<br \/>\nUnser letzter gemeinsamer Abend wurde dann unterbrochen von den Rangern des Parks. Sie forderten uns auf, den Platz zu verlassen. \u00dcbernachtung hier sei illegal.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00062.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2554\" title=\"DSC00062\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00062.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00062.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00062-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><br \/>\nDa wir nicht sicher herausfinden konnten ob sie nur angetrunken waren, sich versuchten ein zus\u00e4tzliches Einkommen zu ergaunern oder gar im Recht waren, verlagerten wir uns in das 17 km entfernte Dorf und verbrachten dort einen netten Abend und die Nacht. Die Vier wollten am n\u00e4chsten Morgen weiter in den Park hinein und wir nahmen deshalb Abschied und versuchten um 10 Uhr die F\u00e4hre zu erreichen.<br \/>\nP\u00fcnktlich um 5 Minuten vor 10 Uhr waren wir dann an der F\u00e4hre und mussten feststellen, dass sie leider voll war. 1 Stunde warten war dadurch angesagt.<br \/>\nEine Zeit, die ich ausnutzen konnte. Da ich seit Tagen nicht zum schreiben gekommen bin, war dies die willkommene Gelegenheit.<\/p>\n<p>Wieder auf dem Festland zur\u00fcck fuhren wir Richtung Irkutsk. Dort wollten wir unsere Lebensmittel auff\u00fcllen und dann weiter in Richtung Ulan Ude. Es war auf der Fahrt zeitweise so st\u00fcrmischer Wind, dass wir bei einer Rast kaum die T\u00fcren des WoMo \u00f6ffnen konnten. So stark dr\u00fcckte der Wind dagegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00064.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2555\" title=\"DSC00064\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00064.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00064.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00064-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In Irkutsk wollten wir uns nicht mehr lange aufhalten und somit war nur Einkaufen angesagt. In einem Spar Supermarkt kauften wir diesmal ein und stellten leider fest, dass dies der schlechteste Markt war, den wir auf unserer bisherigen Reise aufgesucht hatten. Wir bekamen zwar alles, es machte aber keinen Spa\u00df. Ein chaotischer Laden mit m\u00fcrrischem Personal. Wir hatten uns f\u00fcr heute kein festes Ziel vorgenommen und fuhren anschlie\u00dfend noch bis Kultuk an der S\u00fcdseite des Baikalsees.<\/p>\n<div id=\"attachment_2556\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00066.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2556\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2556\" title=\"DSC00066\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00066-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00066-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00066.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2556\" class=\"wp-caption-text\">nur wenige Meter abseits der Hauptsta\u00dfe<\/p><\/div>\n<p>Ein sehr netter Ort. Die Fahrt dorthin f\u00fchrte \u00fcber fast 1000 m hohe Berge. Der Wind hatte inzwischen nachgelassen und es war w\u00e4rmer geworden. Allerdings fiel am Nachmittag dann innerhalb von<br \/>\n90 Minuten die Temperatur wieder<br \/>\num 10 \u00b0 C, sodass es uns schon wieder fr\u00f6stelt.<\/p>\n<div id=\"attachment_2557\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00068.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2557\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2557\" title=\"DSC00068\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00068.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00068.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00068-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2557\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf Kultik<\/p><\/div>\n<p>Wir stehen hier mitten in der Stadt an der Schule und die Anwohner aus der Nachbarschaft waren schon zu Besuch mit einer Besichtigung unseres &#8222;DOM&#8220; hier. War nett, als die Kinder mit ihrer Mutter kamen und versuchten, mit uns ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Ohne Giselas, wenn auch sp\u00e4rliche Sprachkenntnisse w\u00e4re dies alles nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am heutigen Morgen fuhren wir dann gem\u00fctlich weiter am Baikalsee entlang. Es ist h\u00fcgelig und immer wieder sieht man den See. Knapp neben der Stra\u00dfe die Bahnlinie, die \u00fcber mannigfache Tunnel und Br\u00fccken parallel zur Stra\u00dfe verl\u00e4uft. Es ist abenteuerlich, mit welcher Pr\u00e4zision die Bahnstrecke gebaut wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00089.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2558\" title=\"DSC00089\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00089.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00089.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00089-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie \u00fcberall im Land ist die Bahnstrecke auch hier \u00e4u\u00dferst gut erhalten, gepflegt und stark frequentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen Mittag bestaunten wir eine Bahnbr\u00fccke von 1905. Als wir wieder zur\u00fcck am WoMo waren, sprach uns eine junge Frau aus Sachsen an, die hier lebt. Es war ein sehr interessantes Gespr\u00e4ch, welches viele unserer Eindr\u00fccke aus diesem Land best\u00e4tigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz Einladung zur Banja fuhren wir weiter. Im nahegelegenen Nationalpark bei Tanchoy ist sehr ausf\u00fchrlich die Flora und Fauna <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00098.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2560\" title=\"DSC00098\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00098-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00098-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00098.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>dieser Region dargestellt. Ich will euch mit Details nicht langweilen. F\u00fcr uns aber war schon interessant, dass 73% aller Feuchtgebiete der Erde in Russland liegen und dass die sibirischen Cedern am Ende immer f\u00fcnf Nadeln haben und im Gegensatz dazu die Pinien die Nadeln immer paarweise haben. Hier sind alle<\/p>\n<div id=\"attachment_2559\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00094.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2559\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-2559\" title=\"DSC00094\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00094-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00094-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/DSC00094.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2559\" class=\"wp-caption-text\">sibirische Zeder mit f\u00fcnf Nadeln am Ende<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Informationen nicht nur in Russisch sondern auch in Englisch aufgef\u00fchrt. Dies hat uns die Information wesentlich vereinfacht. Der angelegte Pfad hier von knapp 3 km war der erste in Russland angelegte Waldpfad, der auch f\u00fcr Rollstuhlfahrer geeignet ist. An dieser Stelle &#8222;danke&#8220; an Brigitte. Ohne ihren Tipp h\u00e4tten wir hier bestimmt nicht gehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier auf dem Parkplatz (N51 32 48.1 E105 07 06.7) haben wir gerade gegessen und wollen auch die Nacht verbringen. Bis Ulan Ude sind es noch 260 km, diese werden wir morgen wohl schaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage hier waren sehr sch\u00f6n. Die Seele baumeln lassen, die Natur genie\u00dfen. Von unserem Hotel aus machten wir einen 7-st\u00fcndigen Ausflug mit einem russischen Kleinbus in das Herz des Naturschutzgebietes. 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