{"id":2584,"date":"2015-06-03T11:15:17","date_gmt":"2015-06-03T13:15:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2584"},"modified":"2015-06-04T08:18:41","modified_gmt":"2015-06-04T10:18:41","slug":"wir-sind-in-der-mongolei","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2584","title":{"rendered":"Wir sind in der Mongolei"},"content":{"rendered":"<p>Wir fuhren abends noch die 50 km bis zur Grenze und \u00fcbernachteten dort auf der russischen Seite etwa 300 m vor der Grenze auf einem Parkplatz nahe einer Tankstelle. Der \u00dcbernachtungsplatz war sehr unromantisch genauso wie der Grenzort Kyakhta. Der Ort gab nicht einmal richtig etwas zum einkaufen her. Kurz vor dem Ort dann eine gro\u00dfe Garnison mit Panzern und allem was dazu geh\u00f6rt. Gisela wollte im Ort \u00fcbernachten, ich war dagegen. Irgendwie hatte ich kein gutes Gef\u00fchl. Vielleicht waren es auch nur der Grenzzaun und die Wachposten in ihren Grenzt\u00fcrmen. Es erinnerte sehr an die DDR.<br \/>\nUnser Parkplatz war nicht schlecht als \u00dcbernachtungsplatz. Da die Grenze in der Nacht geschlossen ist, ist der Verkehr fast Null. Zwei LKWs parkten auch \u00fcber die Nacht und einige PKWs und Lieferwagen kamen und luden oder verstauten ihre Schmuggelwaren. War interessant zu beobachten. Ansonsten war es eine sehr ruhige Nacht.<\/p>\n<p>Der Weg zur Grenze war am n\u00e4chsten Morgen rasch zur\u00fcckgelegt. Wir konnten links an all den wartenden LKWs vorbeifahren und waren das zweite Auto als kurz nach 9 Uhr das Tor ge\u00f6ffnet wurde. Die Kontrolle war zumindest bei dem Mongolen vor uns sehr genau. Bei uns schn\u00fcffelte der Drogenhund nur kurz rein und dann wollte ein Beamter noch ins WoMo sehen. Ich befolgte Giselas Ratschlag, zog vor dem betreten &#8222;unserer Wohnung&#8220; die Schuhe aus und schon war alles erledigt. Der Beamte warf nur einen Blick hinein und die Prozedur war beendet. Allerdings mussten wir anschlie\u00dfend noch durch ein mobiles R\u00f6ntgenger\u00e4t fahren. Als dies erledigt war, hatten wir schon alle Stempel und konnten Russland verlassen. Dies dauerte nur knappe 30 Minuten. 200 m sp\u00e4ter dann die Mongolei. Dies war schon etwas komplizierter. Zuerst bekamen wir einen Passierschein und mussten 100 Rubel bezahlen. Ich musste dann auf die andere Seite des Zollh\u00e4uschens und eine sehr zuvorkommende Dame registrierte unser WoMo. Jetzt hatte ich auch den Passierschein f\u00fcrs WoMo. Gisela hatte das WoMo inzwischen zum Geb\u00e4ude der Zollkontrolle gefahren. Sie hatte ihren Passierschein schon ausgef\u00fcllt und wir f\u00fcllten meinen aus. Stempel Nr. 1 erhalten. Am n\u00e4chsten Schalter bekamen wir dann den Stempel Nr. 2 nach einer Kontrolle des Fahrzeuges. Wieder nat\u00fcrlich betreten ohne Schuhe und schon wollte keiner mehr. Dieser Beamte war sehr hilfreich und sprach ein passables englisch. Er schickte uns mit dem Fahrzeug zur n\u00e4chsten Stopp-Stelle vor. Upps, der Dame fehlte aber nun der 3. Stempel. Also zum n\u00e4chsten Schalter und wieder upps. Die Dame fand unser Fahrzeug nicht im Computer. Nach 10-min\u00fctigem Suchen fragte sie ihren Kollegen hilflos um Rat und verschwand. Vermutlich zur Pinkelpause. Sie kam nicht zur\u00fcck. Ihr Kollege griff dann das Ganze auf und nach mehrmaligem telefonieren hatten wir auch den 3. Stempel. Wir konnten weiter fahren. Durften durchs Gate und dann vor dem n\u00e4chsten Gate durften wir noch Stra\u00dfenbenutzungsgeb\u00fchr in H\u00f6he von 100.- Rubel bezahlen und direkt vor dem n\u00e4chsten Gate eine Haftpflichtversicherung abschlie\u00dfen, 1750 Rubel. Ohne geht es nicht! Dies \u00e4rgerte mich, da ich von Deutschland aus schon die Mongolei eingeschlossen hatte. Im ganzen Zollbereich waren Geldwechsler unterwegs, die ihre Dienste anboten. Wir wechselten nicht und bezahlten die Geb\u00fchren in Rubel.<\/p>\n<p>Jetzt waren wir au\u00dferhalb des Grenzbereichs und schon nach 300 m war ein ATM und daneben ein Telefonladen. Zuerst besorgten wir uns mongolische Tugrik, dann eine Telefonkarte. Die Telefonkarte mit 5 GB Datenvolumen kostete 30000.- Tugrik. Am Geldautomaten war der h\u00f6chste vorgegebene Betrag 80000.- Tugrik. Dies zeigt schon etwas das Niveau im Land. 1.-\u20ac entspricht ca. 2175.- Tugrik. Schon bald stellten wir fest, dass wir einen Fehler gemacht hatten, indem wir in Russland nicht erneut vollgetankt haben. Zwar h\u00e4tten nur 25 Liter hineingepasst, aber der Dieselpreis ist hier in der Mongolei nicht nur ein klein wenig teurer, sondern mit 85 Cent schon wesentlich teurer als in Russland.<\/p>\n<p>Unser erster Eindruck in der Mongolei \u2013 fantastisch! Die Stra\u00dfe war gut und die Landschaft mit ihren Licht- und Schattenspielen grandios. Das Hochtal sehr weitl\u00e4ufig und doch begrenzt von hohen Bergen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00156.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2586\" title=\"DSC00156\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00156.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00156.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00156-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der l\u00e4ngste Stra\u00dfenabschnitt, den ich gerade vor mir \u00fcberblicken konnte, war 7 km lang und verschwand dann hinter einer kleinen Kuppe um dann weiter geradeaus zu gehen. Wenig Verkehr, wenig Menschen. In der Mongolei, die 4,5-mal so gro\u00df wie Deutschland ist, leben nur gut 3 Mill. Einwohner und die H\u00e4lfte davon in der Hauptstadt Ulan Bator. Auf der gesamten Strecke heute keine Polizeikontrolle, auch dies tat gut. Die Landschaft erinnerte uns stark an die Sahara. Die Weitl\u00e4ufigkeit, die Klarheit, die Landschaftsform und der Sandsturm, all dies lie\u00df alte Bilder in uns aufleben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00157.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2587\" title=\"DSC00157\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00157.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00157.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00157-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcber Darkhan fuhren wir zur buddhistischen Klosteranlage nach Amarbayasgalant. Dies ist zwar auf dem Wege nach Ulaan Baatar ein Umweg von 180 km, aber absolut sehenswert. Bis auf die letzten 39 km ist die Stra\u00dfe in tadellosem Zustand. Die letzten 39 km sind Erdpiste hinauf in die Berge und erfordern ein wenig fahrerisches K\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00161.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2589\" title=\"DSC00161\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00161.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00161.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00161-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Piste ist mit Hilfe des Navis gut zu finden. Mir machte es Spa\u00df, allerdings f\u00fcr Gisela war es eine Herausforderung. F\u00fcr Beide von uns war die Fahrt da hoch mehr als lohnenswert.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00173.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2588\" title=\"DSC00173\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00173-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00173-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00173.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Diese herrliche Land-schaft, die Jurten, die Winterunterk\u00fcnfte der Nomaden &#8211; wir sind begeistert.<br \/>\nIn einsamer Landschaft, weitl\u00e4ufig umgeben von Jurten und Nomaden-herden, etwa 1 km vor der Klosteranlage stehen wir nun traumhaft am R\u00fccken eines Berges und unsere Augen strahlen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00164.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2591\" title=\"DSC00164\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00164.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00164.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00164-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00166.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2590\" title=\"DSC00166\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00166.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00166.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00166-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir fuhren abends noch die 50 km bis zur Grenze und \u00fcbernachteten dort auf der russischen Seite etwa 300 m vor der Grenze auf einem Parkplatz nahe einer Tankstelle. 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