{"id":2647,"date":"2015-06-24T00:16:48","date_gmt":"2015-06-24T02:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2647"},"modified":"2015-06-25T21:00:16","modified_gmt":"2015-06-25T23:00:16","slug":"in-the-middle-of-nowhere","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2647","title":{"rendered":"In the middle of nowhere"},"content":{"rendered":"<p>Am Morgen sind wir erst sehr sp\u00e4t losgefahren. Gisela war mit ihrer Grippe zerschlagen und es tat ihr gut bis 10 Uhr zu schlafen. Ich hatte in der Zwischenzeit Besuch von einem jungen Mongolen auf dem Bike. Er sprach mongolisch und ich deutsch. Viel kam da nicht zusammen, ein wenig aber schon. Auf jeden Fall haben wir beide viel gelacht und uns gewundert, dass nichts zusammen lief. Er h\u00e4tte am liebsten das WoMo besichtigt und ich sa\u00df breit auf der Treppe und versperrte die Sicht. Gisela lag ja im WoMo im Bett.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00469.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2649\" title=\"DSC00469\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00469.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00469.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00469-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es war die Fahrt ins Nichts angesagt. 180 Km Piste waren zu bew\u00e4ltigen bis zum ersten Zwischenziel Bombogor. Die Piste verlief auf fast 2000 m H\u00f6he durch eine Halbw\u00fcste ohne besondere landschaftliche H\u00f6hepunkte. Die Fl\u00fcsse waren alle trocken, sodass wir keine Wasserdurchfahrten hatten. Die Gegend ist mehr als d\u00fcnn besiedelt. Selbst die Ger waren selten zu sehen und trotzdem, ab und zu Schaf- und Ziegenherden. Mitten auf der Strecke trafen wir dann ein polnisches Paar mit einem Hilux. Ein Treffen im Nowhere! Ein netter Typ, der seinen Hilux selbst professionell umgebaut hatte. Wir haben seine Visitenkarte und eine Einladung nach Polen.<\/p>\n<p>Giselas &#8222;Grippe&#8220; ist etwas besser geworden im Laufe des Tages. Mittags hatte sie sich noch etwas hingelegt und leider vor dem Weiterfahren vergessen das Fenster zu schlie\u00dfen. Dies f\u00fchrte dazu, dass wir die Scheibe irgendwo im Middle of Nowhere verloren haben. Mit einer Einkaufst\u00fcte und etwas Geschick haben wir sie nun geflickt und hoffen, dass die Folie bis Russland h\u00e4lt. Sind ja nur noch 1000 km. Dort bekommen wir dann sicherlich Material um sie fachgerecht zu reparieren. Unser polnischer Treff hatte uns noch glaubhaft versichert, dass von den 1000 km fast 400 km in gutem Stra\u00dfenzustand w\u00e4ren. Der Rest allerdings Piste. 180 km Piste am Tag sind anstrengend. Langsam fahren ist nervenaufreibend und &#8222;t\u00f6dlich&#8220;, zu schnell allerdings kann leicht ins &#8222;Auge&#8220; gehen. Volle Konzentration ist notwendig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080860.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2650\" title=\"P1080860\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080860.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080860.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080860-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abends hatten wir eine fantastische Sicht. Im S\u00fcden waren die D\u00fcnen der W\u00fcste Gobi sichtbar. Etwas weiter s\u00fcdlich dann im Herzen der Gobi befindet sich schon China.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00489.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2664\" title=\"DSC00489\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00489.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00489.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00489-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einer ruhigen Nacht, wie kann es anders sein im Nichts, fr\u00fchst\u00fcckten wir im Freien und fuhren dann die 10 km noch bis Buutsagaan. Dort erlebten wir dann eine kleine \u00dcberraschung. Die Piste, die das Navi vorgab, sagten (auf Mongolisch nat\u00fcrlich) uns Einheimische, ist falsch. Ihr m\u00fcsst in westliche Richtung. Gisela war derselben Ansicht. Die Piste, die wir fanden war nat\u00fcrlich weder in der Karte noch im Navi. Vor uns fuhr ein Klein-LKW. Die Piste sah nicht viel befahren aus. Der Fahrer des kleinen LKW hielt nach 9 km f\u00fcr eine Zigarettenpause. Wir fragten nun zum 5. mal nach dem Weg. Klar war gleich, die Piste ist falsch. Er zeigte uns, dass wir ihm folgen sollten und fuhr nochmals 3 km weiter. Dort zeigte er auf einen Berg etwa 8 km <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080886.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2653\" title=\"P1080886\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080886-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080886-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080886.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>nordwestlich und signalisierte, dass dort die Piste w\u00e4re. Piste zu dieser Piste gab es von hier nicht. Also \u00fcber Stock und Stein 8 km durch die Halbw\u00fcste und tats\u00e4chlich, da ist die Piste, die in westliche Richtung geht und sie sieht sogar viel befahren aus. Hier korrigiere ich gleich, auf den n\u00e4chsten 70 km begegnete uns ein Fahrzeug und ansonsten niemand. Steinige Piste, viel Wellblech, kaum ein Ger in Sichtweite auf den gesamten 70 km. Alle 20 km hielten wir an um an der \u00dcbersichtskarte im Computer zu sehen wo wir denn sind. Nach 70 km tauchte dann im Navi das Ende einer Piste auf. Nach weiteren 20 km Pistenfahrt zeigte sich rechts neben unserer Fahrspur pl\u00f6tzlich ein kleines br\u00fccken\u00e4hnliches Bauwerk. Voller Jux sagte ich, lass uns auf die Autobahn da oben fahren. Gesagt getan. Ich staunte nicht schlecht, dass ab diesem Punkt eine nagelneue asphaltierte Stra\u00dfe vorhanden war. Sie f\u00fchrte uns auf den n\u00e4chsten 120 km direkt nach Altai. Der Verkehr auch auf dieser Stra\u00dfe war so gering, dass ich unkte, die Stra\u00dfe w\u00e4re wohl gesperrt. Nach einigen Tagen der &#8222;Wildnis-\u00dcbernachtung&#8220; stehen wir heute in Altai. Es tut ganz gut mal wieder Menschen zu sehen.<\/p>\n<p>Am Navi ist vorher die Glasscheibe gesprungen, aber es funktioniert noch. Die Sch\u00e4den nehmen seit gestern zu, hoffentlich gibt sich das wieder.<\/p>\n<p>Am Morgen dann lagen wir lange in den Alkoven und schauten nur zum Fenster raus. In der Nacht hatte es ein wenig geregnet, aber es war nicht der Rede wert. Ich f\u00fcllte Wasser nach und Gisela kaufte ein paar Lebensmittel ein. Als wir los fuhren war es bereits 11 Uhr. Wir hatten uns am Vorabend noch unterhalten, dass wir eigentlich zu schnell unterwegs sind. Obwohl wir uns vorgenommen hatten, an allen sch\u00f6nen Punkten zu bleiben und es gibt viele sch\u00f6ne Eindr\u00fccke, war keiner so, dass er sich zum l\u00e4ngeren Bleiben anbot. So war es auch heute. Wir fuhren zwar heute nur knapp 180 km, aber es ging auf 1300 m H\u00f6he durch das Sharga Depressionsgebiet. Wellblech bis zum abwinken und wenn es dann mal etwas softer wurde staubte es, dass es uns fast den Atem nahm. F\u00fcr die 180 km ben\u00f6tigten wir \u00fcber 5 Fahrstunden. Soweit das Auge reicht nur Halbw\u00fcste, alles flach, kaum Verkehr, die Piste oft \u00fcber 1 km breit und trotzdem voller Wellen. Jetzt stehen wir ca. 60 km vor Darvi, einem kleinen Dorf in der W\u00fcste.<br \/>\nEs hat angefangen zu regnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080988.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2665\" title=\"P1080988\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080988.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080988.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080988-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir sind von der Piste Richtung Norden abgefahren. Immer geradeaus. Nach knapp 1 km haben wir dann angehalten. Busch, Baum, H\u00fcgel oder Senke gibt es hier nicht. In der Entfernung sehen wir ab und zu ein Fahrzeug vorbei fahren. Eigentlich, Spa\u00df, m\u00fcssten wir heute Nacht den Warnblinker einschalten, nicht dass einer neben der Piste f\u00e4hrt und uns \u00fcbersieht. Waren wir gestern am Sp\u00e4tnachmittag noch verw\u00f6hnt von der Stra\u00dfe, sahen wir uns heute wieder mit harten Tatsachen konfrontiert. Selbst bei dieser langsamen Fahrweise erfordert es volle Konzentration. Ein Loch, einen Stein zu \u00fcbersehen k\u00f6nnte fatale Folgen haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080951.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2659\" title=\"P1080951\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080951.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080951.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080951-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Regen wurde \u00fcber Nacht st\u00e4rker und am Morgen waren die Berge nicht mehr zu sehen. Ich hatte das Fahrzeug am Vorabend so geparkt, dass bei Abfahrt geradeaus auf die Piste sto\u00dfen m\u00fcssten. Nach fast 4 km Querfeldein korrigierte ich die Richtung. Die Piste machte wohl einen Knick und wir fuhren nun schon fast 5 km parallel zur Piste, bevor wir sie wieder erreichten. Es ist selbst f\u00fcr mich mit einiger Erfahrung schwierig, ohne Kompass zu navigieren wenn alles grau in grau ist und keine Erhebungen ersichtlich sind. Das Navi ist da schon eine gute Hilfe, nat\u00fcrlich nur solange es funktioniert.<br \/>\nIm Glas sind zwar schon etliche Spr\u00fcnge aber es funktioniert.<br \/>\nDie Piste wurde schlechter und enger. Ein Ausweichen auf Parallelpisten war auf Grund der starken Niederschl\u00e4ge nicht mehr m\u00f6glich. Als wir es bei sehr schlechter Piste dann doch versuchten, sa\u00dfen wir fast im Schlamm fest und erreichten nur noch durch die gute Traktion des Hilux die rettende Piste.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080964.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2666\" title=\"P1080964\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080964-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080964-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080964.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>F\u00fcr die letzten 50 Km bis Darvi ben\u00f6tigten wir dadurch 2,5 Stunden. Das Dorf Darvi lie\u00dfen wir dann einfach unbeachtet. Tankstelle, ein paar H\u00e4user, eine Schule und sehr trostlos. Die n\u00e4chsten 30 km gingen gerade so weiter wie die letzten 50 km. Von Pistenfahrten hatten wir, zumindest f\u00fcr heute die Nase restlos voll. Als wir bei str\u00f6mendem Regen Mittagspause machten, hielt ein Klein-LKW neben uns. Gisela meinte, sie m\u00fcsste signalisieren, dass alles in Ordnung sei. Die waren aber nur neugierig und w\u00e4ren am liebsten ins WoMo gekommen. Als sie die T\u00fcre schloss, standen die 3 M\u00e4nner einfach neben das WoMo pinkelten und fuhren weiter. Schamgef\u00fchl ist den Mongolen scheinbar fremd.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080994.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2669\" title=\"P1080994\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080994.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080994.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080994-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei der Weiterfahrt erlebten wir dann wieder ein &#8222;Wunder&#8220;. Nach \u00fcber 200 km miserabelster Fernverbindungsstra\u00dfe (Wellblechpiste) eine nagelneue asphaltierte Stra\u00dfe, die uns die restlichen 170 km schnell nach Khovd brachte. 30 km vor Khovd fuhren wir dann 8 km eine Piste zum Khar Nuur (See) wo wir dann einen ruhigen \u00dcbernachtungsplatz direkt am See hatten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080897.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2658\" title=\"P1080897\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080897.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080897.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080897-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Leider fing es in der Nacht wieder an zu regnen und am Morgen stand das abflie\u00dfende Wasser aus den umliegenden H\u00fcgeln schon in gro\u00dfen Wasserlachen um uns herum. Der Boden war aber fest und deshalb gut zu befahren. \u00dcber eine am See entlang f\u00fchrende Piste kamen wir dann nach Khovd. Auf dem Parkplatz vor dem Markt stand ein deutsches Wohnmobil und wir lernten Petra und J\u00fcrgen kennen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC004521.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2660\" title=\"DSC00452\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC004521-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC004521-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC004521.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mit ihnen verbrachten wir den Abend am Flussufer in Khovd. Ein sehr sch\u00f6ner Sonnenuntergang und ein Wolkenspiel mit Licht und Schatten tauchten die Landschaft in ein unvergleichliches &#8222;mongolisches Licht&#8220;. Dieses intensive Licht- <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00480.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2662\" title=\"DSC00480\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00480-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00480-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/DSC00480.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>und Schattenspiel, meinte Gisela, gibt es nur in der Mongolei. Da die Mongolen zus\u00e4tzlich zur Zeitzone die Uhr um eine Stunde nach vorne gestellt haben, war es bis nach 24 Uhr noch sehr hell. Der Mond war als kleine Sichel am Himmel. Dann gegen<br \/>\n1 Uhr setzte wiederholt der Regen ein und heute Morgen ist wiederum alles, wie auch zu Hause nach starkem Regen, sehr grau. Der Regen brachte es dann auch mit sich, dass es etwas ruhiger wurde. Die Dorfjugend meinte n\u00e4mlich sie m\u00fcsste sich in der N\u00e4he unseres \u00dcbernachtungsplatzes pr\u00e4sentieren. Etwas laut, etwas unruhig, aber ohne tats\u00e4chliche Bel\u00e4stigung. Trotzdem, es st\u00f6rt den Schlaf, wenn Alkohol im Spiel ist, wird das oft zum Gl\u00fccksspiel. Harter Alkohol (Wodka) ist auch hier spottbillig und leere Flaschen versauen oft die sch\u00f6ne Landschaft.\u00a0<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090002.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2668\" title=\"P1090002\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090002.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090002.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090002-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr heute ist Ruhetag angesagt und ich werde mich ein wenig pflegen. Habe mir irgendwie und wo den gro\u00dfen Zehen geprellt und der verursacht richtige Schmerzen. Gisela wird etwas einkaufen in der Stadt und dann wollen wir noch einmal zum See raus.<br \/>\nWir fuhren gemeinsam mit Petra und J\u00fcrgen an den See und verbrachten dort einen ruhigen Tag. Es regnete zwar auch an diesem Tag, doch immer wieder kamen klar und deutlich bei strahlender Sonne die schneebedeckten Berge und Gletscher zum Vorschein. Eine einmalige Landschaft. Abends kam dann noch ein Hirte vorbei. Er rauchte gem\u00fctlich eine Zigarette und a\u00df etwas mit uns und verabschiedete sich dann wieder. Gemeinsam mit unseren beiden Mitreisenden fuhren wir heute Morgen weiter in Richtung russische Grenze.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080923.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2657\" title=\"P1080923\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080923.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080923.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080923-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwa 50 km nach Khovd hielt uns dann ein Motorradfahrer aus Wei\u00dfrussland an. Er hatte kurz vorher sein Motorrad bei einer Flussdurchfahrt &#8222;versenkt&#8220;. Das Wasser im Fluss rauschte wildbachartig vorbei und hatte etwa 50 cm Tiefe und im Flussbett lagen gro\u00dfe Steine. Der Fahrer konnte die Maschine im Fluss nicht halten und st\u00fcrzte. 15 m wurde er abgetrieben. Alles war nass. Ich schleppte das Motorrad aus dem Fluss. Leider hat es einen Wasserschlag und ist nicht mehr zu gebrauchen. \u00dcber 2 Stunden versuchten wir gemeinsam es flott zu bekommen. Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig als den jungen Motorradfahrer an der Hauptpiste abzusetzen, wo er auf einen LKW warten konnte, der ihn die 80 km in die n\u00e4chste Ortschaft schleppt. Der junge Mann hatte viel Gl\u00fcck. Als wir abends an einem Flussufer standen, sahen wir ihn und seine Maschine auf einem kleinen LKW vorbeifahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080936.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2656\" title=\"P1080936\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080936.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080936.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1080936-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier am Flussufer in der N\u00e4he von zwei Ger stehen wir nun und haben einen super Ausblick auf die Gletscher und Gipfel der umliegenden 4000er. Ein paar Jungs kamen auf ihrem Pferd bereits aus einer der Jurten vorbei und wir konnten sch\u00f6ne Fotos machen. Gerade hatten wir einen Kurzbesuch der \u00e4lteren Jurten-Bewohner. Sie begr\u00fc\u00dften uns, brachten etwas K\u00e4se vorbei, besichtigten unser &#8222;Haus&#8220; und verabschiedeten sich dann wieder. Sehr gro\u00dfes Interesse hatte die Frau am Bild unserer Kinder. Dies lie\u00df sie sich genau erkl\u00e4ren. Man sieht, vieles geht auch ohne Worte. Mongolisch ist eine f\u00fcr uns unverst\u00e4ndliche schwere Sprache. Sp\u00e4tabends, gegen 23 Uhr, kam dann auch noch der Besitzer der 2. Jurte zu Besuch. Einfach nett, so unkompliziert, so gastfreundlich.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090009.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2670\" title=\"P1090009\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090009.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090009.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090009-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Morgen sind wir erst sehr sp\u00e4t losgefahren. Gisela war mit ihrer Grippe zerschlagen und es tat ihr gut bis 10 Uhr zu schlafen. Ich hatte in der Zwischenzeit Besuch von einem jungen Mongolen auf dem Bike. Er sprach mongolisch &hellip; <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2647\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[158,3],"tags":[182,206,177],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p7i980-GH","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2647"}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2647"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2647\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}