{"id":2673,"date":"2015-06-25T06:45:31","date_gmt":"2015-06-25T08:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2673"},"modified":"2015-06-25T20:59:58","modified_gmt":"2015-06-25T22:59:58","slug":"die-mongolei-wie-im-bilderbuch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2673","title":{"rendered":"Die Mongolei wie im \u201eBilderbuch\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Unseren \u00dcbernachtungsort zu verlassen fiel uns allen schwer. Mit viel Winken und Gehupe verabschiedeten wir uns von der benachbarten Familie. Auf einer Piste, die aber gut zu befahren ist, fuhren wir auf bis zu 2650 m H\u00f6he. Wir \u00fcberquerten kristallklare Bergb\u00e4che, die schneebedeckten Gletscher und Gipfel der 4000er immer in Sichtweite. Herrliches Licht- und Schattenspiel, verursacht durch die warme Sonne und die schnell ziehenden Wolken. Unfassbar, nicht fotografierbar, so zauberhaft ist hier die Landschaft. Ein Bild, welches nur in seiner Gesamtheit so erfassbar ist. Ein Foto ist zwar immer noch sch\u00f6n, beschneidet aber das Bild und nimmt ihm dadurch einen Teil seiner Brillanz. Diesmal kann man fast sagen, dass die Piste zu schnell zu Ende ging.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090023.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2675\" title=\"P1090023\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090023.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090023.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090023-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Etwa 10 km nach Tolbo beginnt die gut asphaltierte Teerstra\u00dfe, die bis \u00d6lgii f\u00fchrt. Am Tolbo Lake sahen wir dann einen sch\u00f6nen Strand, etwa 1 km abseits der Stra\u00dfe. Dort wollten wir die Nacht verbringen. In der N\u00e4he befanden sich ein paar H\u00fctten. Wir standen direkt am Wasser. Leider hatten wir daran wenig Freude und verzogen uns bald ins WoMo von Petra und J\u00fcrgen. Zum ersten Mal war die M\u00fcckenplage so stark, dass es uns ins Fahrzeug zog. Ein stark aufkommender Wind vertrieb sie dann zwar, aber es wurde dadurch auch k\u00e4lter.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir los und nach 500 m sahen wir ein Wohnmobil mit deutschem Kennzeichen stehen. Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten, schlug J\u00fcrgen vor, gemeinsam noch eine Nacht hier zu verbringen. So sa\u00dfen wir nun gem\u00fctlich den ganzen Tag <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090027.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2678\" title=\"P1090027\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090027-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090027-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090027.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>zusammen und bildeten eine &#8222;deutsche Wagen-burg&#8220; mitten in der Mongolei. Im Laufe des Tages kam dann noch ein junges holl\u00e4ndisches Paar dazu. Die fuhren zwar nach einer Stunde weiter, standen aber am Abend wieder bei uns. In ihrem alten Volvo hatten sie beide Sicherheitsgurte abgeschnitten, damit Kinder sie aus dem Schlamm ziehen konnten in den sie gefahren waren. Sie sind in ihrem PKW mit einer Minimalausstattung unterwegs. Allerdings, ohne Abschleppseil und ein paar sonstige Kleinigkeiten sollte man hier nicht fahren. Sie waren so vern\u00fcnftig und drehten um. Der Weg \u00fcber Russland ist der einfachere Weg. Die beiden waren richtig nett und wir verbrachten einen unterhaltsamen Abend zu Siebt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen fuhren wir dann bis \u00d6lgii. Da unser Lebensmittelvorrat sehr \u00fcbersichtlich inzwischen war, kauften wir in \u00d6lgii das allern\u00f6tigste ein. Es gab zwar weder Margarine noch K\u00e4se, doch zumindest etwas Bier und Wein waren zu haben. Gem\u00fcse ist zwar auch Mangelware, aber Paprika und Tomaten waren zu finden. Wir fuhren dann in \u00d6lgii an das Flussufer. Direkt am Ufer des breiten, schnellflie\u00dfenden Stroms richteten wir unser &#8222;Lager&#8220; ein. Abends bekamen wir dann noch Besuch von einem Kasachen. Der brachte uns K\u00e4se, Salzgeb\u00e4ck und Tee. Der Tee war sehr gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig f\u00fcr unsere Geschmacksnerven. Der K\u00e4se ist so hart, dass man ihn Lutschen kann. Wir wollen ihn als K\u00e4senudeln probieren. Das GPS-Ger\u00e4t zeigt inzwischen 2 Stunden weniger an als die mongolische Zeit. Nach mongolischer Zeit wird es erst um 0.30 Uhr dunkel und die Sonne geht gegen 23.30 Uhr unter. Morgens stehen wir dann um 8.30 Uhr auf und haben das Gef\u00fchl, es w\u00e4re gerade mal 6.30 Uhr. Ein irres Gef\u00fchl. Sp\u00e4testens ab morgen wird dann dieser Spuk vorbei sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090034.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2677\" title=\"P1090034\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090034.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090034.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090034-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir haben uns entschieden morgen vorl\u00e4ufig mal Abschied zu nehmen von J\u00fcrgen und Petra. Da sie mit ihren Russlandvisa Schwierigkeiten haben, k\u00f6nnen sie erst am 01.07. die Grenze \u00fcberschreiten und haben dann nur wenige Tage Zeit in Russland mit ihrem Transitvisum. Es war eine sch\u00f6ne Zeit mit den Beiden und wir hoffen, dass wir uns in Russland dann noch einmal treffen werden.<br \/>\nHeute hatten wir dann noch ein Highlight. Direkt neben uns baute eine mongolische Familie ihr Ger auf.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090097.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2676\" title=\"P1090097\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090097.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090097.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/P1090097-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da die Mongolen auch ungeniert \u00fcberall hinsitzen und zusehen erlaubten wir uns dies auch. Zuerst Gisela und J\u00fcrgen. Dann bestaunten und fotografierten wir gemeinsam den Aufbau der Jurte. Wir haben also f\u00fcr die heutige Nacht neue Nachbarn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unseren \u00dcbernachtungsort zu verlassen fiel uns allen schwer. Mit viel Winken und Gehupe verabschiedeten wir uns von der benachbarten Familie. Auf einer Piste, die aber gut zu befahren ist, fuhren wir auf bis zu 2650 m H\u00f6he. 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