{"id":2726,"date":"2015-07-17T11:24:44","date_gmt":"2015-07-17T13:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2726"},"modified":"2015-07-17T11:53:37","modified_gmt":"2015-07-17T13:53:37","slug":"astana-und-die-grose-flache-steppe-im-nord-westen-von-kasachstan","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=2726","title":{"rendered":"Astana und die gro\u00dfe flache Steppe im Nord-Westen von Kasachstan"},"content":{"rendered":"<p>Unser Hotel in Astana war von den Zimmern ansprechend. Allerdings der Service der Belegschaft war mehr als fragw\u00fcrdig. Die Klimaanlage mussten wir, da sie angeblich defekt war, selber aktivieren. Das Zimmer wurde in den 3 Tagen nicht gereinigt und das Fr\u00fchst\u00fcck genossen wir nur 2 Mal. Nach 3 N\u00e4chten hatte die Dame an der Rezeption vergessen, dass wir f\u00fcr 4 N\u00e4chte bezahlt hatten und wollte f\u00fcr 2 Stunden nachkassieren. Dabei merkten wir, dass die Zimmer hier auch stundenweise gemietet werden k\u00f6nnen. F\u00fcrs W\u00e4sche waschen bezahlten wir nichts und bekamen unsere W\u00e4sche geb\u00fcgelt zur\u00fcck. Unsere Reisepartner bezahlten 10.- \u20ac und geb\u00fcgelt wurde erst nach Reklamation. Ich war stinksauer auf das Personal und als ich die Dame anpflaumte, war Gisela sauer auf mich. Was aber genug ist, ist genug! Englisch sprach hier sowieso keiner. Die Bezahlung erfolgt vorab und Quittung gibt&#8217;s erst bei der Abreise. Service ist hier fast in allen Hotels ein Fremdwort und im Asamat im Besonderen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090282.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2729\" title=\"P1090282\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090282.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090282.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090282-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach 2 Tagen hatten wir vom angeblichen Nabel der Welt genug gesehen. Die Stadt ist einfach gro\u00dfkotzig. Taxi fahren ist sehr g\u00fcnstig und noch g\u00fcnstiger ist es, wenn man ein privates Fahrzeug anh\u00e4lt. Die meisten Fahrer sind gerne bereit, als &#8222;Taxi&#8220; zu fungieren. Das Ganze zu etwa 70% des Taxipreises. Eine 10 km lange Fahrt quer durch die Stadt kostet dann ca. 3.- \u20ac. Bus fahren kostet pro Fahrt, egal wie viele Stationen, 0,40 \u20ac. Hier am Rande der Stadt entsteht sehr aufwendig das Gel\u00e4nde f\u00fcr die Expo 2017. Hier in der Stadt prallen Welten aufeinander. Unsere Reisepartner haben hier in der russischen Botschaft ihr Transitvisum f\u00fcr Russland beantragt und da wir gemeinsam die n\u00e4chsten Tage noch reisen wollen, verbrachten wir auch den Dienstag noch hier in der Stadt.<br \/>\nMittwoch fr\u00fch ging es dann weiter. Unsere Reisepartner legten pl\u00f6tzlich einen Zahn zu. Als wir kurz vor 8 Uhr fr\u00fchst\u00fcckten, waren sie schon abfahrbereit. Die Strecke heute Richtung Esil war landschaftlich nicht sehr interessant und somit hatten wir gegen Mittag schon 250 km gefahren. Nach dem Mittagessen ging es dann weiter und Gisela und ich merkten, dass unsere Reisepartner sich unter Zeitdruck setzten. Da unser WoMo das schnellere Fahrzeug ist, war das von der Strecke her nicht schlimm. Die Stra\u00dfe war gut zu befahren. Wir f\u00fchlten uns aber unter Druck gesetzt und wollten dies so nicht haben. Das Fahren von langen Strecken ist f\u00fcr uns kein Problem. Der Zwang aber, fahren zu m\u00fcssen schon. Gisela rechnete aus, wenn wir t\u00e4glich 240 km fahren w\u00fcrden, w\u00e4ren wir am 15. Tag unseres Kasachstan Aufenthalts an der Grenze. Normalerweise hat man in Kasachstan 15 Tage Aufenthalt frei. Da wir ein Visa haben, ist dies f\u00fcr uns kein Problem. Unsere Reise-begleiter vertraten die Ansicht, dass 30 Tage frei w\u00e4ren, jetzt aber trauen sie &#8222;dem Frieden&#8220; selber nicht mehr und wollen am Montag \u00fcber die Grenze.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090284.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2735\" title=\"P1090284\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090284-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090284-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090284.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Nach einem sehr netten Abend mit ihnen und einem etwas misslungenen Abschluss trennten wir uns am n\u00e4chsten Mittag nach dem Lunch. Misslungener Abschluss deshalb, Kinder bel\u00e4stigten uns und wurden frech und aufdringlich. Nachdem es dann beinahe eskalierte, zogen wir es vor, den \u00dcbernachtungsplatz zu wechseln und fuhren gegen 22 Uhr noch ein paar Kilometer bis ins n\u00e4chste Dorf.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen waren unsere Reisepartner dann schon wieder sehr fr\u00fch auf den Beinen. Sie fuhren bereits ab als wir noch beim Fr\u00fchst\u00fcck sa\u00dfen und schlugen dann sp\u00e4ter vor, dass es wohl vern\u00fcnftig w\u00e4re, wenn sie voraus fahren w\u00fcrden. Kostanay, die Stadt unterwegs, wollten sie sich nicht ansehen. Gisela schw\u00e4rmte zwar von den Cafes, die im Reisef\u00fchrer standen, ansehen wollten wir sie aber auch nicht.<br \/>\nNachdem wir gemeinsam dann das Mittagessen gegessen hatten hie\u00df es Abschied nehmen. Uns viel es schwer, es waren doch einige nette Abende, die wir gemeinsam verbracht hatten. Wir fuhren durch Kostanay und dann auf der A22 in Richtung M32 teilweise an der russischen Grenze entlang. Auch hier stellten wir fest, dass allen Berichten zum Trotz, die Stra\u00dfe gut ist und wir rasch voran kommen. Die letzten 30 km vor unserer Nachtrast waren allerdings Stra\u00dfenbaustelle.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090288.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2731\" title=\"P1090288\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090288.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090288.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090288-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese war in einen schrecklichen Zustand und die Spurrillen waren teilweise so tief, dass der Hilux mit dem Unterfahrschutz streifte. In dem kleinen Dorf Livanovka \u00fcbernachteten wir. Kaum hatten wir uns hin geparkt, kam auch schon ein Mann aus dem Haus gegen\u00fcber. Wir k\u00f6nnten bei ihm parken, duschen und Wasser haben. Wir lehnten dankend ab. Wasser hatten wir wenige Minuten zuvor aus dem <a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090294.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2732\" title=\"P1090294\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090294-300x168.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090294-300x168.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090294.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Dorfbrunnen gesch\u00f6pft, duschen war nicht angesagt und der Stellplatz war gut. Einige Zeit sp\u00e4ter kam der Mann noch einmal vorbei, brachte uns einen Krug Wasser und einen Laib Brot als Willkommensgeschenk. Diese Gastfreundschaft ist r\u00fchrend. Einige Zeit sp\u00e4ter hielten wir dann noch einen Schwatz mit einem Kasachen, der seit 9 Jahren in D\u00fcsseldorf lebt und hier in seiner alten Heimat Urlaub macht. Auf meine Frage, was man hier so macht, kam die ehrliche Antwort, &#8222;saufen&#8220;! Was anderes konnte ich mir auch nicht vorstellen. Alle 50 km ein kleines Dorf, dazwischen Steppe, sumpfige Steppe oder Getreidefelder. Kaum Menschen zu sehen, wenig Verkehr. Leben wollten wir hier nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090301.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2734\" title=\"P1090301\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090301.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090301.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090301-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das ganze Land soweit das Auge reicht, flach. Russland ist schon ein sehr flaches Land, die Steigerung davon ist Kasachstan. Von dem riesigen Land ist 9 % von der Landwirtschaft nutzbar, der Rest ist W\u00fcste oder Halbw\u00fcste.<br \/>\nAb Livanovka ist die Stra\u00dfe dann neu und wir konnten bequem etwas schneller fahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090299.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2733\" title=\"P1090299\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090299.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090299.jpg 800w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/P1090299-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Klimaanlage ist dies sogar sehr bequem. Die Au\u00dfentemperatur in den Letzten Tagen war stets um die 30\u00b0 C. Der gute Stra\u00dfenzustand hielt an bis zur M32 und auf der M32 ging es auch flott voran, sodass wir schon um 16 Uhr Akt\u00f6be erreichten. 536 km haben wir heute locker abgespult und ausf\u00fchrlich Mittagspause und Kaffeepause gemacht. Die Stra\u00dfe war super und wieder keine Polizeikontrollen.<br \/>\nWir stehen jetzt mitten in Akt\u00f6be vor dem Gef\u00e4ngnis und denken, dass wir hier einen ruhigen Stellplatz haben. Zumindest schattig ist er und es weht inzwischen ein erfrischender Wind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Hotel in Astana war von den Zimmern ansprechend. Allerdings der Service der Belegschaft war mehr als fragw\u00fcrdig. Die Klimaanlage mussten wir, da sie angeblich defekt war, selber aktivieren. 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