{"id":742,"date":"2013-07-15T17:49:23","date_gmt":"2013-07-15T17:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=742"},"modified":"2015-02-14T07:45:00","modified_gmt":"2015-02-14T09:45:00","slug":"vom-indischen-ozean-zum-atlantik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/?p=742","title":{"rendered":"Vom Indischen Ozean zum Atlantik"},"content":{"rendered":"<p>Nun standen also wieder gr\u00f6\u00dfere Strecken zu fahren an. Der b\u00f6ige Wind ist geblieben, der Regen der in der Nacht kam hat sich wieder verzogen. \u00dcber Oudtshoorn, Ladismith fuhren wir bis Barrydale. Eine sch\u00f6ne Strecke zu fahren, die R62. Landschaftlich war es ein Genuss. In Europa gibt es mal eine kurze Strecke die auch sehr sch\u00f6ne landschaftliche Reize bietet, hier ist es Dauerzustand. Es geht hoch und runter. St\u00e4ndig hat man das Gef\u00fchl, man sieht bis ans Ende der Welt. Entgegen kommende Fahrzeuge gr\u00fc\u00dfen mit Handzeichen, als ob man ein alter Bekannter w\u00e4re, das gab es bei uns vielleicht in den 60-ziger Jahren noch.<br \/>\nIn Barrydalle machten wir dann Mittagspause. Ein urgem\u00fctliches Nest und in dem Restaurant waren wir gleich fast wie zu Hause. Gisela wollte noch eine Milch aus dem K\u00fchlschrank nehmen, da protestierte die Besitzerin, es tue ihr leid, dies sei die Milch f\u00fcrs Restaurant und nicht zu verkaufen. Der Laden sei aber gerade mal 100 m weiter.<br \/>\nGest\u00e4rkt und mit guter Laune fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein weiter. Ziel war das Cap Agulhas, der s\u00fcdlichste Punkt Afrikas.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Swellendam.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-744\" title=\"Swellendam\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Swellendam-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Swellendam-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Swellendam.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In Swellendam, Gisela war beim Lesen des Reisef\u00fchrers ganz begeistert davon, entschlossen wir uns dann doch nicht durchzufahren, sondern, obwohl es erst 14 Uhr war, zu \u00fcbernachten. Der Campingplatz war sehr gro\u00df und wir mal wieder die einzigen G\u00e4ste. Zu Fu\u00df gingen wir dann in das reizende St\u00e4dtchen.<br \/>\nMit 14000 Einwohnern etwas gr\u00f6\u00dfer als Wernau. Was uns dann etwas ersch\u00fcttert hat, hier gab es tats\u00e4chlich echt arme Menschen und einige Alkies. Gisela war kurz einkaufen und in der Zeit bettelte mich schon einer an. Als Gisela zur\u00fcck kam, bettelte er sie an und sie hatte Mitleid und gab ihm einen Apfel und ein St\u00fcck Brot. Sofort war er wieder bei mir und wollte nun etwas Geld. Keine schlimme Situation, nur so ein Verhalten hat es bis hier noch nicht gegeben.<br \/>\nDer Spaziergang war dann doch nur kurz. Es war wie bei uns in meiner Kindheit. Samstag machen die meisten L\u00e4den um 12 Uhr zu und um 15 Uhr wurden die \u201eGehsteige nach oben geklappt\u201c. Au\u00dfer den obdachlosen Bettlern war kein Mensch mehr auf der Stra\u00dfe. Schaufenster wie bei uns gab es kaum, selbst in den wenigen Restaurants waren kaum G\u00e4ste zu sehen, es roch nach \u201cLangeweile\u201c. Als dann auch noch schwere, schwarze Gewitterwolken aufzogen und wir keine Lust auf nass werden hatten, machten wir uns auf den R\u00fcckweg zum Campingplatz.<br \/>\nDer gro\u00dfe Regen kam dann aber erst in der Nacht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/nach-Agulhas.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-745\" title=\"nach Agulhas\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/nach-Agulhas.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/nach-Agulhas.jpg 1024w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/nach-Agulhas-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><br \/>\nAm Sonntagmorgen fuhren wir dann bei leichtem Regen los zum Cap Agulhas. Als wir dort ankamen hatte das Wetter sich wieder gefangen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/s\u00fcdlichster-Punkt-Afrikas.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-746\" title=\"s\u00fcdlichster Punkt Afrikas\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/s\u00fcdlichster-Punkt-Afrikas-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/s\u00fcdlichster-Punkt-Afrikas-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/s\u00fcdlichster-Punkt-Afrikas.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Sonne kam raus und das Thermometer zeigte 18\u00b0 C an. F\u00fcr den k\u00e4ltesten Wintermonat hier doch recht angenehm, wenn allerdings der starke Wind nicht gewesen w\u00e4re. Gef\u00fchlt war es auf jeden Fall viel k\u00e4lter. Hier am Cap gibt es viele nette Ferienh\u00e4user und im Sommer ist wohl auch m\u00e4chtig was los.<\/p>\n<p>Heute jedoch ist es sehr ruhig und beschaulich. Von hier aus sind es 7000 km nach S\u00fcdamerika, 8500 km nach Australien, 10500 km nach Bremerhaven und 2500 km in die Antarktis. Beeindruckend ist auch, die \u201eWasserscheide\u201c auf der einen Seite der Indische Ozean und auf der anderen Seite der Atlantik. Wenn man das Meer betrachtet, sieht man tats\u00e4chlich einen Unterschied. Der Atlantik hat sehr viel Seetang, was wir im Indischen Ozean bisher nicht gesehen haben. Einige sehr harte, wagemutige versuchten das Wellenreiten. Allerdings mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg. Die Wellen waren hier auch viel niedriger als vor ein paar Tagen noch im Indischen Ozean. Hier beginnt auch die Wal-Route. Viele Unternehmen bieten das Wale-Watching an und selbst von der K\u00fcste aus soll eine Beobachtung sehr gut m\u00f6glich sein. Wir hatten in den vergangenen Wochen viel Gl\u00fcck und einige Wale und Delphine gesehen, hier an dieser K\u00fcste sahen wir leider keine.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Flamingo.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-747\" title=\"Flamingo\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Flamingo-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Flamingo-300x225.jpg 300w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Flamingo.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcber Viljoenshof, Pearly Beach, Gansbaaj fuhren wir dann nach einem kleinen Spaziergang weiter nach Hermanus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Landschaft1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-748\" title=\"Landschaft\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/Landschaft1-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war Sonntagnachmittag. Kein Wal-Schreier und wenig G\u00e4ste, die sich an diesem windigen Sonntag hierher verirrt haben. Wir flanierten durch die nette Stadt, hatten aber bei diesem Wetter keine rechte Lust hier zu bleiben und zu \u00fcbernachten. Also, Gisela war die treibende Kraft, entschlossen wir uns, die restlichen 80 km nach Stellenbosch noch zu fahren. Eine gute Entscheidung! Schon vor Somerset West kam die Sonne raus und als wir auf dem Campingplatz ankamen, war es sonnig und wir konnten das Abendesen gem\u00fctlich im Freien einnehmen.<br \/>\nHier bleiben wir nun 6 Tage (obwohl das Wetter schlechter werden soll). Von hier aus ist Kapstadt sehr gut zu erreichen. Stellenbosch und Somerset West sind nur knapp 10 km weg und geben auch etwas her. Wir haben den Aufbau auf die St\u00fctzen gestellt und k\u00f6nnen nun die n\u00e4chsten Tage das Fahrzeug als PKW nutzen. Eine praktische Sache und somit gibt es in den n\u00e4chsten Tagen Kapstadt und Umgebung mit ausgiebigen Weinproben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/\u00dcbernachtung-130714.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-749\" title=\"\u00dcbernachtung 130714\" src=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/\u00dcbernachtung-130714-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/\u00dcbernachtung-130714-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/blog.wolfgang-strauss.com\/wp-content\/uploads\/2013\/07\/\u00dcbernachtung-130714-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun standen also wieder gr\u00f6\u00dfere Strecken zu fahren an. 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