Malawi

Malawi, was wusste ich zu Hause von Malawi? Dass sie einen großen See haben mit sehr schönen Barschen, einige davon schwimmen bei Martina im Aquarium. Ich staunte, dass Malawi so dicht besiedelt ist. Die Menschen sind uns gegenüber sehr freundlich, viele winken uns in kindlicher, natürlicher Freundlichkeit zu und strahlen uns an. Willkommen in Malawi!
Am Lake Malawi angekommen, kommt man sich in paradiesischen Zuständen vor. Klares Wasser so weit das Auge reicht, feiner Sandstrand mit Palmen, idyllische Fischerboote auf dem See. Seeadler fliegen zu Haufe und fangen ihren Fisch direkt vor unseren Augen. Der Ausflug mit dem Katamaran wird mir unvergessen bleiben. Doch das Paradies verschwindet rasch, wenn man das Ganze hinterfragt. Fast im gesamten Uferbereich des Sees gibt es Bilharziose. Schon wenige Minuten im Wasser genügen und man hat sie. Baden ist also out. Das Schnorcheln auf der Insel konnte ich mir nicht verkneifen. Gisela tat es, war vermutlich eine vernünftige Entscheidung. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass in Malawi zur Zeit fast überall auf Grund der frühen Niederschläge erhöhte Malariagefahr herrscht. Die kleinen Scheißdinger haben wir aber fast nie gesehen oder bemerkt und trotzdem sind sie überall. „Natürlich“ übertragen die Malaria nur die Weibchen (wie schon im übertragenen Sinne im Alten Testament steht, grins).
Malawi ist ein sehr armes Land und wie schon in den Nachbarländern ist die durchschnittliche Lebenserwartung gering. Es gibt merklich weniger Autos hier. Als Taxi, auch über viele Kilometer hinweg, dient das Fahrrad mit Sitzbank. Diese Kleinunternehmer gibt es zu Tausenden, sodass auch dies schon nicht mehr lukrativ sein kann. Viele Menschen hier müssen mit 1 US$ pro Tag auskommen. Manche Preise haben aber durchaus das Niveau von Europa. Es ist sicherlich nicht einfach!
Sehenswürdigkeiten im europäischen Sinn gibt es nur wenige. Meist sind es alte Missionen, die bis zum heutigen Tag aber betrieben werden. Sehr auffallend ist, dass der Islam immer größeren Einfluss in Malawi gewinnt. Es entstehen sehr viele Islamschulen und Moscheen.
Malawi machte mich nachdenklich und faszinierte mich zu gleich, ein Land mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern.

Ein Kommentar zu Malawi

  1. Verena und Patrick sagt:

    Hallo,
    schöner Malawi Bericht. Uns ging es genauso, bevor wir das erste mal 2011 durch Malawi gefahren sind wussten wir so gut wie nichts über dieses Land, waren aber so begeistert, dass wir 2013 wieder zurückgefahren sind. Mittlerweile sind wir ca. 8 Monate hier im Land und uns gefällt es immer noch 🙂
    Gegen Bilharziose nehmen wir alle 3 Wochen Praziquantel, gegen Moskitos hilft nur einsprühen und Moskitonetz. Trotzdem hatten wir beide in diesem Jahr (zum ersten mal auf unserer seit 2010 andauernden Reise) Malaria…
    Grüße aus Cape Maclear am Lake Malawi,
    Verena und Patrick

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