Hallo Welt

Dies ist der Reiseblog von Gisela und Wolfgang Strauß.

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Leider stehen wir in Wartestellung

Wie hatte ich geschrieben, nach der Reise ist vor der Reise. Das stimmt schon, manchmal kommt aber etwas dazwischen.

Bei Gisela´s Tante in Berlin hat sich der Gesundheitszustand so sehr verschlechtert, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Wie es sich dabei herausgestellt hat, kann sie nicht mehr in ihre Wohnung zurück und wird nächste Woche das Krankenhaus verlassen und direkt aus Berlin ins Seniorenheim nach Köngen verlegt werden. Schade für Tantchen und auch schade für uns, unsere Abfahrt gen Süden verzögert sich dadurch.

Gisela hat sich mit ihrer Schwester zusammen entschlossen, dass die Tante hier in der Nähe untergebracht werden soll. Sie hat dadurch den nötigen Anschluss. An einem Sonntag zum Kaffee nach Berlin wäre doch nicht realistisch. Hier ist das kein Problem.
Wir werden nun den Krankentransport und die Auflösung der Wohnung noch in Angriff nehmen und dann geht es hoffentlich los.

Wir freuen uns schon darauf.

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Wir sind wieder in Deutschland

Seit heute um 14.30 Uhr sind wir wieder in Deutschland. Erfreulich, dass der Dieselpreis unter 2 € jetzt wieder liegt. Das ist zwar nicht günstig, im Vergleich aber mit Schweden preiswert.

Gestern Morgen regnete es schon wieder leicht und ein kalter Wind pfiff über die Ostsee. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang zur Brücke und waren froh, dass sie zumindest einen Tag zuvor mit etwas Sonne zu sehen war. Jetzt verschwamm sie im Nebel und Dunst.

Dann fuhren wir sehr gemütlich an der Küste entlang die 30 km nach Trelleborg. Unterwegs spazierten wir noch in Falsterbo im Naturpark an der Ostsee entlang. Hier ist im Herbst der Treffpunkt von über 500 Millionen Zugvögeln. Die meisten waren schon ab gen Süden. Die Landschaft erinnerte uns sehr an Amrum.

Falsterbo

Gegen 16 Uhr waren wir dann in Trelleborg. Dort noch ein kurzer Einkauf im Supermarkt und dann fanden wir einen Parkplatz sehr nahe am Fähranleger. Nachteil, er war etwas laut vom Verkehr her. Vorteil, heute Morgen als wir gegen 5.30 Uhr losfuhren, war es sehr geschickt. Die Fähre fuhr pünktlich um 7 Uhr ab. Wir frühstückten dort erstmal ausgiebig und dann hieß es Zeit totschlagen mit lesen. Fähre ist wie Flugzeug, es ist einfach vertane Zeit.

Jetzt in Travemünde ist es richtig windig und kalt. Gisela hat sich gerade vorher in einen „Ostfriesennerz“ verliebt und ihn gekauft. Atmungsaktiv, winddicht und regendicht und zudem sieht er noch gut aus. Ein guter Kauf. Wir stehen nun am Timmendorfer Strand auf einem einsamen Stellplatz. Der Wind pfeift draußen und hier drinnen ist es mollig warm. In Gedanken sind wir noch am Polarkreis in Jokkmokk.

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Helsingborg und Malmö zwei nette Städte

Die Reise neigt sich so langsam dem Ende zu. Es ist immer noch relativ warm, so dass wir nachts nicht einmal heizen müssen. Gestern fuhren wir 140 km bis Helsingborg. Von da aus fahren Fähren in 20 Minuten nach Dänemark.

Die Nacht davor verbrachten wir auf einem großen Bauernhof. Leider war am Freitagabend der Hofladen schon geschlossen und Samstags war auch zu.

In der Rinderherde dort waren viele Tiere freilaufend im offenen Stall. Neugierig kamen sie zu uns heran und wir staunten nicht schlecht als plötzlich auch eine „junge Kuh“ kam, die alle anderen um ein vielfaches überragte. Beim genauen hinsehen erkannten wir aber schnell, dass es der Stier war. Ein prächtiger Bulle.

Davor verbrachten wir drei Nächte auf dem Hätte Camping in Tranas. Ein netter Campingplatz etwas außerhalb des Ortes direkt am See. Wir ließen es uns gut gehen. Gingen schön zum Essen, bummelten durch die Stadt und genossen die Ruhe und die Pause vom Fahren.

Gestern gegen Mittag kamen wir dann in Helsingborg an. Der Stellplatz liegt in einer Vorstadt direkt am Hafen. Dort liegen hunderte von großen Segel-jachten und einige Fischerboote. Ein sehr netter Platz zum Übernachten.

Marienkirche

Mit dem Bus fuhren wir dann die 7 km in die Innenstadt. Mit Bargeld geht hier wenig. Beim Einsteigen hebt man die Kreditkarte an das Terminal und dann geht’s los. Abgebucht wird am Ende des Tages. Mit 2,80 € kann man innerhalb einer Stunde beliebig oft umsteigen. Helsingborg war die erste größere Stadt die wir besuchten. Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein. Die Preise sind allerdings gesalzen. Bei uns ist zu Hause ja gefühlt alles schon teuer, hier bezahlt man zum Besteigen eines alten Turmes fast 6 € pro Person. Ist schon etwas heftig. Wieder zurück am Wohnmobil verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht.

Rathaus

Heute Morgen, leider regnete es schon wieder, fuhren wir die 70 km nach Malmö. Die drittgrößte Stadt Schwedens. Gegen 11 Uhr waren wir schon auf dem Campingplatz direkt an der Öresund-Brücke. Diese verbindet Malmö mit Kopenhagen. 15,9 km ist sie lang und überspannt in über 50 m Höhe hier die Ostsee. Das Tor zum Norden, ein gewaltiges Bauwerk. Wir gingen am Strand entlang spazieren. Bestaunten die Brücke und genossen, dass es aufgehört hat zu regnen und die Sonne etwas heraus kam.

Öresund-Brücke

Mit dem Bus ging es auch heute dann in die Innenstadt. Malmö hat uns sehr gefallen. Altes, historisches gepaart mit Moderne ergänzt sich gut. Fast alle Busse fahren hier schon mit Elektroantrieb. Auch hier keine Hektik, auch hier, am Fußgängerüberweg wird grundsätzlich gehalten. Radfahrer und Fußgänger haben stets Vorrang.

In der Sankt Petri Kirche, das älteste Gebäude der Stadt, erlebten wir dann ein Highlight. Zur großen alten Orgel wurde eine neue, moderne Orgel eingebaut. Über ein gemeinsames Board werden beide Orgeln bedient. Der Orgelbauer erklärte gerade zwei Herren die Funktionsweise und gab dabei einige Klangbeispiele. Umwerfend, so etwas hatten wir noch nie gehört. Es ging soweit, dass Gisela glaubte, die Kirche müsste jetzt gleich einstürzen.

Es war schon dunkel als wir wieder am Wohnmobil zurück waren.

Morgen geht es weiter nach Trelleborg. Es sind nur etwa 35 km. Am Mittwoch um 7 Uhr geht dann unsere Fähre nach Travemünde.

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6 Tage zogen sich so dahin

Ich habe ja schon geschrieben, dass es auch hier wärmer geworden ist. Leider gepaart mit Schmuddelwetter, immer wieder Nieselregen, mal mehr, mal weniger stark.

Wir fahren jeden Tag ein paar Kilometer in Richtung Trelleborg. Versuchen die Regenpausen auszunutzen und kurze Spaziergänge zu unternehmen oder Besichtigungen. Schlafen relativ viel und lang. Meistens sind wir schon gegen 20 Uhr in der Koje, lesen oder schauen einen Film an. Mir tut es gut, ich bin leider immer noch nicht gesund. Zuhause muss ich unbedingt danach schauen lassen. Ist echt ein blöder Zustand!

Am Götakanal

Heute Morgen, bei kurzem Sonnenschein und blauem Himmel, machten wir eine Zeitreise. Nachdem wir gestern am Götakanal (in Borensberg) übernachtet hatten, besuchten wir heute in Linköping das Freilichtmuseum „Gamla Linköping“. Hier wurde liebevoll aus 200 vergangenen Jahren Häuser zusammen getragen und in ursprünglichem Stadtbild wieder aufgebaut. Einkaufsläden, Apotheken, Schulen, Werkstätten, Wirtshäuser, Cafés und vieles mehr steht einschließlich Inneneinrichtung hier und ist oftmals noch in Betrieb. Wir waren echt begeistert. 90 Gebäude stehen hier renoviert in ihrem alten Originalzustand und erzählen die Geschichte aus vergangener Zeit.

Gegen Mittag fuhren wir dann noch 80 km weiter nach Tranas Hätta am Sommensee. Das Wasser hat hier noch 11° C. Und trotzdem trafen wir am Strand eine ältere Dame, die darin ihren Schwimmgelüsten nach kam. Es wäre ihre größte Freude hier zu schwimmen und bis zu 3° C Wassertemperatur sei dies für sie kein Problem, erzählte sie.

Wir wollen hier auf dem Campingplatz bis Samstag bleiben. Es ist wenig los hier auf dem Platz. Winterzeit! Morgen wollen wir versuchen Fahrräder zu mieten, um eine Tour zu unternehmen. Sollte das Wetter passen. Die Landschaft rund um den See ist sehr schön, am Ufer viele Bootsanleger (im Moment alle leer) und viele nett aussehende Sommerhäuser.

Die einsamen Landschaften und die versteckten Seen sind nun endgültig Makulatur. Hier gibt es einfach wie auch bei uns viel mehr Menschen. Im Norden war es gerade mal 1 Einwohner im Schnitt auf 1 km².

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Es ist wärmer geworden

Alles hat sich geändert. In Jokkmokk verbrachten wir 5 schöne Tage bei frostigem Wetter. Leider war es in den 5 Tagen Nachts bewölkt oder zumindest die Sonnenstürme waren nicht so stark. Es waren keine Polarlichter mehr zu sehen. War für uns aber trotz dieser Einschränkung eine schöne Zeit. Wir besuchten das Museum, gingen spazieren, genossen die trockene Winterluft und gingen nett essen.

Am Dienstag dann ging es langsam südwärts. Nicht wie angekündigt nach Finnland, sondern zum Bottnischen Meerbusen in Richtung Stockholm. Wir haben umdisponiert. Die Fähre von Helsinki hatte leider inzwischen die Preise angepasst. Sie war plötzlich um 250 € teurer. Erst in 9 Wochen wäre der alte Preis wieder gültig. Auch hier gilt, wer zu spät bucht wird bestraft.

In drei Etappen fuhren wir quer durchs Land und kamen gestern an der Ostsee in Örnköldsviks an. Dort standen wir über Nacht im Hafen. Gestern Abend bummelten wir noch durch die Stadt. Um 16 Uhr war es schon dunkel. Die Sonne geht gegen 15.30 Uhr unter. Die Straßen wirkten etwas leer und auch in den Einkaufsläden steppt nicht der Bär. Alles ist irgendwie relaxt.

Heute Morgen ging es dann bei angenehmen herbstlichen Temperaturen(8°) nach Härnösand. Unterwegs machten wir einen schönen Abstecher zum Nationalpark Rotsidan. Die Steilküste und die vorgelagerten Schären sind selbst bei diesem Nebelwetter eine Augenweide. Hier in der Nähe von Härnösand stehen wir nun auf einem Campingplatz. Der Besitzer ist ein ausgewanderter Berliner. Eine echte Labertasche, aber sehr nett.

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Wir sind Glückskinder

Wie soll man es sonst bezeichnen.

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Polarlichter

Jokkmokk
Wahnsinn
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Jokkmokk Ende Oktober 2022

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Heute sind wir am Polarkreis in Jokkmokk

Wieder waren es heute 300 anstrengende Kilometer zu fahren. Fast die ganze Strecke war neblig mit leichtem Regen bei 0 ° C. Die Straße teilweise sehr glatt. Die LKW’s fuhren recht flott. Anhalten ohne Antiblockiersystem war kaum möglich. Unterwegs sahen wir Rentiere. Gisela hat unterwegs auch Bärenschitt entdeckt. Leider von Bären oder Wölfen keine Spur! Elche gibt es angeblich auch nur noch sehr dezimiert. Sie werden von den Waldbesitzern, meist Großindustrielle, gnadenlos gejagt. Sie schädigen angeblich den Baumbestand zu sehr. Der Profit schwindet!

In Jokkmokk kamen wir gegen 16 Uhr an. Kauften noch kurz ein und fuhren zum Campingplatz. Die Rezeption hatte schon geschlossen. Ist aber hier kein Problem. Vor dem Campingplatz ist ein netter kleiner Parkplatz. Hier gibt es Dusche und WC und Strom. Somit müssen wir auch heute Nacht nicht erfrieren.

Wir wollen hier bis Dienstag bleiben. Polarlichter jagen ist nicht so easy. Es ist Wetter abhängig! Sonntag soll es richtig gut werden und somit gibt es eine Chance. Mit viel Glück könnte es klappen.

Wenn es nicht klappt, haben wir Erfahrungen gesammelt. Es sind noch rund 600 km bis zum Nordkap. Wir werden aber von hier aus nach Finnland fahren. Ich würde gerne die Polarlichter Gisela zum Geburtstag schenken. Wünscht mir Glück!

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Wir sind in Lappland

Heute Morgen sind wir in Östersund gestartet. Bis zu unserem ersten Ziel sind es von dort aus noch 600 km. Diese haben wir in zwei Abschnitte eingeteilt, sodass wir heute bis Storuman gefahren sind. Es war ein Auf und Ab beim Fahren. Nebel mit Sichtweite von 50 m und strahlende Sonne wechselten sich permanent ab.

In Vilhelmina legten wir einen Zwischenstopp ein und spazierten einen im Reiseführer vorgeschlagenen Track ab. War leider nicht so der große Hit. Die Wege waren sehr nass und man merkte, dass es noch nicht richtig gefroren hat, aber es gestern doch geschneit hatte.

Ja, wir hatten heute den ersten Schnee am Fahrbahnrand. Von der Kälte her ist es eher ein wenig wärmer geworden. Allerdings, Ende nächster Woche soll es bis – 14° C geben.

Hier in Storuman sind wir wieder auf dem Campingplatz. Uns ist es wichtig, dass wir Strom haben und somit ist es mollig warm im WOMO. Gelesen haben wir, dass eine 11 kg Gasflasche unter schlechten Umständen nur zwei Tage ausreicht. Die deutsche Flasche hier zu füllen geht nicht und eine Füllung einer schwedischen Flasche kostet bis zu 400 SEK. Also, Campingplatz und Strom rechnet sich und darüber hinaus sind die Plätze sehr sauber und haben alle warme Aufenthaltsräume und bestens ausgestattete Küchen.

Hier heute Abend in Storuman machten wir noch einen Spaziergang um den Badesee. Er ist komplett zugefroren.

Am vergangenen Montag haben wir unseren „Schweizer Gastgeber“ verlassen und sind bis Östersund gefahren. War ein Fahrtag mit leichtem Regen ohne besondere Highlights. In Östersund haben wir uns für zwei Nächte im Campingplatz angemeldet. Wir haben am Dienstag dann bei miesem Wetter gechillt. Waren lediglich bei Lidl einkaufen, haben gut gegessen und „Die Bürgermeisterin“ in der Mediathek angeschaut. Übrigens, auf allen Plätzen hier ist das WLAN richtig schnell gewesen.

Den Tag einfach mal fast nichts tun, tat richtig gut.

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