Hallo Welt

Dies ist der Reiseblog von Gisela und Wolfgang Strauß.

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Wieder zu Hause

Nun sind wir schon eine Woche wieder im Alltag zu Hause eingebunden. Es ist schön Freunde und Bekannte wieder zu sehen, mit ihnen zu sprechen und einfach mal wieder zusammen zu sitzen. Und all dies trotz Corona. Wir sind inzwischen zum dritten Mal geimpft. Das hat in Freiburg hervorragend funktioniert.

Wir hatten unseren Stellplatz morgens verlassen und sind bis Breisach durch gefahren. Von unterwegs aus hatte ich für Freitag einen Impftermin vereinbart und dies hat super geklappt.

Deutschland hatte uns am Donnerstag gegen frühem Nachmittag wieder. 500 Meter nach der Grenze zu Frankreich der erste Stau seit 4 Monaten. Ein sehr schmutziger Rastplatz zeigte uns dann weiter auf, wir sind wieder in Deutschland! Dagegen waren alle Plätze unterwegs sehr sauber. Die Zeit, in der Deutschland ein Vorzeigeland war, ist längst vorbei. Die Kommunen und Behörden sparen sich zu Tode, keine Straßenreinigung, keine Grünplatzpflege, keine Abfallkörbe, keine sauberen WCs, da wo dann der Dreck zwangsläufig liegt, wird von einigen in der Bevölkerung auch noch ihr Dreck entsorgt. Armes Deutschland! Auch in Spanien oder Frankreich ist nicht alles besser, soviel kann man aber sagen, in den meisten Orten sehen Kommunen und Behörden es als ihre Aufgabe mit an, für Sauberkeit zu sorgen.

In Breisach an einem netten Stellplatz, direkt am Rhein, übernachteten wir. Am Abend gab es dann einen leckeren Abschluss in einer griechischen Taverne. Dort allerdings mit 3G-Nachweis.

Am nächsten Morgen ging es dann zum Messeplatz zum Impfen. Es war wenig los und nach 15 Minuten waren wir schon wieder draußen. Das Wetter war nicht so prickelnd und somit fuhren wir nahtlos nach Wernau. Dort allerdings fremdelten wir erst einmal, ich z. B. suchte doch tatsächlich unsere Trinkgläser. Es waren einfach fast 4 Monate vergangen

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Ein verregneter Fahrtag und ein endgültiger Abschied

Heute war Fahrtag. Die ganze Nacht hatte es leicht geregnet. Im Laufe des Tages ist es zwar etwas wärmer geworden, der Regen hat aber nicht aufgehört. Die Strecke war etwas eintönig und die 280 km, die wir heute fuhren, führte uns über Saint Etienne, Lyon zu unserem heutigen Stellplatz in Domblans.

Koordinaten: 46.76014, 5.599937

Heute sind wir beide sehr traurig. Heute Morgen habe ich ganz stark an unsere Bekannten gedacht die wir am Strand in der Nähe von  Aguilas vor kurzer Zeit getroffen hatten. Als ich Gisela von meinen Gedanken erzählte, war ihre spontane Antwort, dass sie den gleichen Gedanken hatte. Wir schrieben an Benny und Renate eine kurze Anfrage wie es denn gehe und wo sie im Moment sind. Auf unserer Fahrt hier her kam dann zurück, dass sie im Krankenhaus in Murcia sind und Renate im sterben liege. Renate war ja schwer krank und hatte sich entschieden, noch einmal die schönen Seiten des Lebens zu erfahren und nach ihrer Chemo keine Reha anzutreten. In Aguilas hat sie mit uns zusammen einen sehr schönen und friedvollen Ort gefunden und wir denken es hat ihr sehr gefallen. Uns bleibt jetzt nur noch adieu zu sagen, Benny hat uns vorher geschrieben, dass sie verstorben

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Merde,

würde ich am liebsten heute Morgen sagen. Es hat nur noch 1°C und es fängt leicht zu graupeln an. Pfui-Teufel, was für ein Wetter.

Wir starteten schon bald in Richtung Mende und weiter nach Polignac. Unterwegs lag teilweise leichter Schnee und die Temperatur ging sogar noch leicht zurück.

Kurz vor Polignac ging es noch durch Le Puy en Velay. Eine Stadt die durchaus einen Besuch wert ist.

Gegen Mittag waren wir dann in Polignac. Die Festung liegt auf den Felsen über uns und der Wind blies kalt. Nur gut, dass der Stellplatz Strom hat. Unsere Elektroheizung brachte schnell angenehme Wärme in die Kabine.

Festung von Polignac

Nach dem Mittagessen gingen wir dann hoch zur Burg. Eine fantastische Fernsicht belohnt uns dafür. Der kalte Wind machte uns allerdings zu schaffen. Diese Temperaturen sind wir nicht mehr gewohnt. Morgen geht es dann weiter. Bis Freiburg sind es noch 2-3 Tagesetappen. Dort haben wir am Freitag einen Termin zum Boostern.

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Jetzt geht es langsam Richtung Wernau

Am Freitag Morgen fuhren wir dann direkt zur Bodega mit dem Erfolg, dass wir schon gegen 11 Uhr morgens leicht angesäuselt von der Weinprobe waren. Wein und Öl waren bald gekauft und nach dem Mittagessen und dem Mittagsschlaf ging es dann zu Lothar und Jutta, die uns schon erwarteten.

Es ist eine Freude hier anzukommen und soviel Gastfreundschaft zu erfahren. Der Tag verging wie im Flug. Wir packten etwas handwerkliches an und schon war es Abend. Am Samstag kamen dann auch noch Sieglinde und Klaus aus Frankreich rüber und es war perfekt. Gegen 14 Uhr gingen wir gemeinsam Mittagessen und auch dieser Tag verging wie im Flug. Abendessen fiel aus, wir waren alle zusammen noch viel zu satt.

Am Sonntag wollten wir dann weiter. Jutta hat aber Gisela erzählt was noch alles an Arbeit auf sie zukommt. Wir entschlossen uns daher einen Tag länger zu bleiben.

Der Sonntag war also Arbeitstag. Mit Kettensäge und Kreissäge machten wir mehrere Bäume um und zu kleinen verwendbaren Stücken. War anstrengend, hat Spaß gemacht.

Abends, Abendessen gibt es in Spanien erst in der Regel nach 21 Uhr, saßen wir dann noch bei einem guten Essen und noch besserem Wein bis 1 Uhr morgens zusammen.

Heute war dann Abschied angesagt. Uns blieb nichts anderes übrig als Danke zu sagen für die tolle Gastfreundschaft. Wir freuten uns sehr, dass die beiden uns gleich wieder eingeladen haben.

Der Wetterbericht hatte Regen angesagt. Kurz hinter der französischen Grenze fing es dann leicht zu regnen an. Jetzt nach 200 km in La Cavalerie hat es nur noch 5° C und der Regen ist stärker geworden. Wir haben den super Schafskäse hier gekauft und dann die Heizung angeworfen. Wir übernachten hier bei der Fromagerie LES ARTISOUS

Koordinaten : 44.010502, 3.15497

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Katalonien

Die Nacht war ruhig. Am Morgen ging es ins Ebro-Delta. Die knapp 20 km dorthin führen durch ein intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Bevor der Ebro ins Mittelmeer mündet sind riesige Vogelkolonien beheimatet, in einem geschützten Gebiet. Trotz intensiven Schutz ist hier ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Das Gebiet ist auf streng reglementierten Wegen zur Beobachtung zugänglich. Beobachtungspunkte sind eingerichtet. Der große Unterschied zu unserem Schutzgebiet in Wernau!

Nach einem schönen Spaziergang und dem Beobachten von Flamingos fuhren wir dann weiter. Bevor wir auf die Autobahn fuhren, shoppten wir noch ausgiebig bei einem großen „Chinesen“. Diese Läden bieten alles was man braucht oder nicht braucht,  sehr günstig.

Über die Autobahn ging es bis kurz vor Barcelona. In Vila de Franca N haben wir dann auf dem Stellplatz übernachtet. Auch hier hatte ich schon übernachtet. Der Platz ist kein Highlight, bietet aber einen guten Service.

Koordinaten : 41.35834 1.74900

Bevor wir nun endgültig den letzten Abschnitt auf der Autobahn fuhren,  kauften wir noch Lebensmittel bei Carefour ein. Diese Kette bietet einfach eine gute Auswahl.

Gestern ging es dann an Barcelona, mit seinen Umweltzonen, vorbei bis etwa 10 km vor der französischen Grenze. Der Verkehr, vor allem der LKWs, hat deutlich zugenommen. Wir shoppten hier kurz vor der Grenze in einem riesigen Outlet. Kleider  für uns und für unsere Lieblinge mussten her.

Anschließend ging es dann über Cantallops zu den Dolmen von de la Gutina. War die Straße am Anfang noch schmal, so wurde sie bald zu Spuren in der Wildnis. Das Navi ließ uns im Stich. Nach einer netten Querfeldein Fahrt kamen wir aber doch an. Unterwegs ein Militärsperrgebiet mit vielen Panzern.

Das Gebiet hier ist einfach spitze. Die alten Bauernhöfe, die Häuser, die Landschaft erschienen uns fast mystisch. Der Schlag der hier lebenden Menschen, teilweise ohne Strom und fließendem Wasser, auch. Sie haben unsere Hochachtung.

Aus dieser Gegend stammt auch mein Lieblingswein, der Satirs. Die Krönung des Ausflugs hatten wir dann als es schon fast dunkel wurde. Wir fanden einen Übernachtungsplatz in der Nähe der Dolmen, mitten im Olivenhain.

Koordinaten: 42.382861,2.976587

Heute wollen wir Wein kaufen gehen, Öl haben wir unterwegs schon gekauft. Anschließend geht es dann zu Jutta und Lothar ins Mas Faig. Dort kommen dann morgen noch Sieglinde und Klaus dazu.

Koordinaten: die spare ich hier aus

Am Sonntag oder Montag geht es dann rüber nach Frankreich. Es sind noch 1400 km bis nach Hause von hier.

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Die Tage fliegen dahin

Die Schlucht Estrecho de la  Arboleja ist eine echte Augenweide und wir hatten noch dazu das Glück, dass wir fast alleine waren. Durch die teilweise sehr enge Schlucht zu wandern mit ihren 20 m hohen Seitenwänden war eine Herausforderung. Als wir wieder nach oben stiegen, kamen uns sehr viele lärmende Menschen entgegen. Hatten wir es schön.

Wir fuhren dann weiter zum Campingplatz Car La Finca an der Playa Tavernes. Den Platz haben uns Ben und Renate sehr empfohlen. Sie waren dort fast einen Monat.

Koordinaten: 30.080842, – 0.212244

Der Platz liegt schön, direkt am Meer. Leider war er über voll und so entschlossen wir uns, nicht wie angedacht ein paar Tage zu bleiben, am nächsten Morgen zur Weiterfahrt. Schade war es. Wir  waren aber beide nicht zufrieden unserem Platz dort und dazu kam, dass der nächste Lebensmittelladen 1 km weg war. Nach dem Frühstück sah es mit Getränken und Lebensmitteln flau aus, wir brauchten dringend Nachschub. Viele auf dem Platz überwintern wohl hier. Viele waren mit zusätzlichen  Fahrmöglichkeiten hier.

Wir starteten gemütlich, gingen im Mercadona groß einkaufen, waren Geld abheben und dann fuhren wir nach Sagundo. Dort waren die Gehwege fast hochgeklappt. Winter eben. Außer uns waren zwar noch vier andere Wohnmobile hier, den Strand hatten wir aber so gut wie alleine. Kilometer lang, feinster Sand und so gut wie leer.

Koordinaten : 39.659325, – 0.211238

Wir machten einen schönen Spaziergang am Strand und hatten eine ruhige Nacht. Gisela ging heute früh morgens schon zum Strand um den Sonnenaufgang zu zelebrieren. Ich bereitete das Frühstück vor und wir schöpfen aus dem Vollen, hatten ja gestern groß eingekauft. Leider schlug dann unsere Stimmung etwas um.

Ich ging noch zum Strand und machte dort meine Qigong-Übungen und dann ging es weiter bis Camarles. Ihr merkt an den Koordinaten, wir haben jetzt wieder östlichen Breitengrad.

Koordinaten: 40.778714, 0.674876.

Gerade haben wir Mittag gegessen und werden jetzt noch in den Ort flanieren.

1000 Jahre steht er schon

Hier an dieser Stelle habe ich am 19. November 2021 auch schon  übernachtet. Ich hoffe, dass auch heute Nacht wieder keine Züge fahren.

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La dolce vita

Gaudix, eine maurische Kleinstadt nördlich von Granada auf etwa 1200 m Höhe. Die Berge waren bis auf rund 1700 m Höhe überzuckert und sobald die Sonne weg war, war es mit 2° C doch recht kühl. In der Sonne war es aber noch mit 15° C warm. Wir parkten mit ca. 25 anderen Wohnmobilen recht zentral auf einem Groß Parkplatz.

Koordinaten : 37.303081,-3.131531

Gaudix erinnerte uns etwas an Esslingen. Eine gepflegte Altstadt, die vor allem Gisela gefiel, ein etwas schmutziges außen herum und viele  leere Läden. Das interessante an dieser Gegend sind die vielen Höhlen-Wohnungen.  Die Außenfassade modern gestaltet und der größte Teil der Wohnung in den Berg integriert. Dies ist der Garant für eine gleichmäßige Temperatur im Haus über das ganze Jahr. Selbst Hotels und Restaurants sind so gebaut. Wir machten einen großen Spaziergang durch diese Stadt und wunderten uns über die vielen weißen Stehlen die überall aus der Erde kamen bis wir erkannten, dass dies die Kamine der Höhlenwohnungen waren.

Kamin einer Höhlenwohnung

Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Aquilas. Der wundervolle Platz direkt am Strand von dem ich schon auf der Anreise berichtet habe. Gisela staunte bei der Anfahrt genau wie ich beim ersten Besuch. In jeder Bucht standen zig Wohnmobile aller Größen und Schattierungen.

Die Bucht die wir anfuhren, die gleiche wie vor 8 Wochen, war schon recht gut besucht. Es war gut, dass wir mit unserem WoMo einen etwas unzugänglicheren, höheren Standplatz anfahren konnten. Von da aus hatten wir einen wunderbaren Ausblick.

Hier blieben wir drei Nächte und fühlten uns eingebettet in die illustre Gemeinschaft an diesem friedlichen Ort. Viele hier waren schon über 4 Wochen hier und auch nicht das erste Mal.

Wir waren hier verabredet mit zwei Reisegefährten, die wir in Griechenland kennengelernt hatten. Es waren zwei sehr schöne Tage mit den Beiden hier, die leider auch etwas traurig waren. Renate war voller Lebensfreude, aber körperlich mehr als angeschlagen. Die erst kürzlich bei ihr durchgeführte Chemotherapie hatte ihr alle Kraft geraubt und auf die anschließende Reha hatte sie verzichtet. Sie will die Zeit an schönen Orten verbringen die ihr noch bleibt. Wir hoffen, dass es kein Abschied für immer war und wünschen ihr und Ben alles Gute von Herzen.

Wir fuhren dann am Mittwoch weiter und stehen nun in La Charca auf einem Stellplatz. Dieser Platz liegt mitten in der Pampa und ist trotzdem sehr voll.

Koordinaten: 37.792697,-1.509831

Wir machten als erstes große Wäsche und machten 3 Maschinen voll. Gestern machten wir einfach auf gemütlich und klönten mit anderen auf dem Platz. Heute war dann eine nette Wanderung angesagt. Schön, dass wir Komoot haben.

Ohne die Karten wäre es schwierig hier die richtigen Wege zu finden. Heute kam auch die Sonne nicht so richtig hinter den Wolken hervor und heute Nachmittag fielen ein paar Tropfen. Es ist heute plötzlich merklich kühler geworden und wir haben unsere Campingstühle schon aufgeräumt. Die heiße Dusche tat richtig gut. Morgen wollen wir dann etwas weiter in Richtung Valencia aber erst, nachdem wir noch ein paar Meter im Estrecho de la Arboleja gewandert sind. Muss eine wunderschöne Schlucht sein etwa 11 km von hier.

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Eine wunderschöne Gegend

Nachdem jetzt die ersten Reklamationen eingegangen sind, habe ich mich nun hingesetzt und schreibe.

Die Fähre kam am Freitag den 28.01.2022 gegen 16 Uhr in Huelva an. Keine Kontrolle und wir verließen als erstes Fahrzeug den Hafen. Leider hatte ich mir die Strecke nach La Puebla de Cazalla etwas falsch gemerkt und wir fuhren direkt an der Küste entlang durch den Nationalpark Coto de Doñana. Ein herrliches Gebiet und daher nahmen wir die 40 km Umweg gerne in Kauf. Unterwegs sahen wir dann rechts der Straße einen wunderschönen See mit vielen Flamingos. Wir mussten das sehen und fuhren ab von der Straße.

An dem See liegt das kleine 800 Seelendorf El Rocio. Es gibt hier wunderschöne Gebäude, viele Restaurants und Bars. Die Straßen sind alle nicht asphaltiert und sandig. Wir staunten nicht schlecht, viele Pferdeanhänger, wir dachten, ein Reitturnier wäre gerade hier.

Was wir aber dann sahen war, als ob man im falschen Land wäre. Hunderte von Reitern und Kutschen bewegten sich kreuz und quer durchs Dorf. Alle Bars voll und alle voller Lebensfreude. Corona gab es hier nicht. Die Polizei fuhr mit Quads und wir mit unserem WoMo zwischen drin.

Ausgestiegen sind wir allerdings nicht, es waren uns zu viele Menschen unterwegs. Zu dem anstehenden Reiterfest werden 500000 Gäste erwartet. An Pfingsten kommen hier zu einer Wallfahrt 1 Mill. Gäste an. Das Dorf ist eine Wucht!

Wir fuhren dann über Sevilla nach La Puebla de Cazalla ohne in Sevilla anzuhalten. Durch unsere Exkursion in die “Westernstadt“ war es relativ spät geworden und schon fast dunkel. Wir fanden auf dem schon einmal besuchten Stellplatz keinen regulären Platz mehr und stellten uns in dieser Nacht einfach zwischen zwei Wohnmobile.

Koordinaten: 37.224998, -5.3047

Dies führte allerdings dann am nächsten Morgen dazu, dass ein Holländer mir sehr blöd kam. Den ich aber dann mit der Bemerkung zur Weißglut brachte, dass ich bisher geglaubt hätte, nur Deutsche wären bisher so blöd gewesen, jetzt stelle ich fest, dass Holländer auch so blöd wären. Wir hatten ihn nicht behindert oder gestört. Wir fuhren einfach weg. 15 Minuten später fuhren wir an dem Platz wieder vorbei und der Typ war inzwischen abgereist. Wir stellten uns auf den Platz, den er eingenommen hatte und es war richtig nett. Kaum standen wir, da sprach uns ein holländisches Ehepaar an und entschuldigte sich für ihren Landsmann. Wir blieben hier eine weitere Nacht und besuchten die Innenstadt von Cazalla. Am Sonntag fuhren wir dann weiter nach Gaudix.

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Wir sagen Tenerife adios

und sind jetzt wieder auf dem Festland. Die Überfahrt war in Ordnung. Das Essen auf dem Schiff sehr gut. Leider hatte unsere Kabine diesmal kein Fenster.

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Teneriffa neigt sich dem Ende zu

Die Weiterfahrt führte uns dann zurück und zur nächsten Serpentinen-Abfahrt hinunter an den Strand von Playa de Benijo. Es war Samstag und somit gab es auch hier erst abends am Strand einen Stellplatz für die Nacht. Auch hier gab es nach Einbruch der Dunkelheit keinen Verkehr mehr und somit den Garant für eine ruhige Nacht. Allerdings war das Meer sehr laut.

Koordinaten:  28.572687,-16.191134

Der Strand und die Parkplätze am Rande der Straße waren auch am Sonntag schon sehr früh wieder gut besucht. Es gab hier über 40 Wellenreiter, die sich in den Wellen versuchten. Badegäste gingen allerdings nicht soweit ins Wasser. Die Wellen waren hoch und die Strömung stark. Da die Temperatur zum Baden einlud, ging ich auch ins Wasser. Leider, wie es sich herausstellte, an der falschen Stelle. Nach etwa 20 m ging das Wasser gerade mal bis unter die Brust, ich konnte noch gut stehen. Ich schwamm ein paar Meter, die Wellen hoben mich hoch und ich merkte wie es mich raus zog. Ich hatte keine Chance. Mit jeder Welle ging es weiter raus.

Ein Felsen, 10 m entfernt, der aus dem Wasser ragte war nicht zu erreichen. Mein einziger Gedanke, jetzt nur keine Panik. Ein Wellenreiten, der in der Nähe auf seinem Brett versuchte nach außen zu kommen, sah mein Problem und ich rief im zu, dass ich Hilfe brauche.

Er kam sehr rasch zu mir und wir lagen gemeinsam auf seinem Brett. Er zeigte in die Richtung in der wir uns bewegen müssen, denn hier gab es kein zurück.  Es dauerte nur ganz kurz, bis weitere 4 Wellenreiter bei uns waren. Gemeinsam geleiteten sie mich im Bogen nach außen und dann zurück. Die Wellen waren da draußen bestimmt über 2 m hoch. Das Ganze dauerte bestimmt 30 Minuten.

Die Jungs haben mir wohl das Leben gerettet und ich darf an diesem Tag echt in Zukunft Geburtstag feiern.

Am nächsten Morgen ging es dann zurück Richtung Santa Cruz . Dort am Strand von San Andres stehen wir nun.

Koordinaten: 28.508234,-16.188469

Ein Strand, aufgeschüttet aus hellem Sand, importiert aus der Sahara. Wir fühlen uns etwas fremd. Nach all diesen grandiosen Eindrücken dieser mehr als kultivierte  Strand mit Liegestühlen, Sonnenschirmen, Bar und natürlich dem passenden Publikum, fühlen wir uns deplatziert.

Wir hatten heute noch einen schönen Tag. Mit dem Omnibus fuhren wir zum Palmetum. Ein auf der ehemaligen Müllkippe angelegter Palmengarten. Ein sehr schön angelegter Botanischer Garten. Selbst heute, es regnete zum ersten Mal richtig, war es ein sehr schöner Ausflug.

Morgen Abend müssen wir dann schon zur Fähre. Wir fahren zwar erst am 27. Januar zurück, aber schon um 1.30 Uhr. Waren beide froh, dass wir dies so bemerkt haben und nicht einen Tag zu spät im Hafen gestanden.

Giselas Morgenimpressionen
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