Wieder am Atlantik

Heute Nacht hat es wieder geregnet und heute Morgen trommelt uns der Regen wach.

Wir frühstücken so wie es so ein Morgen verdient hat. Einfach, es ist Sonntag, gemütlich mit Ei und viel Zeit. Am Vorabend hat mich Gert noch gebeten, sein Wohnmobil betreffs seiner Solaranlage anzuschauen. Nachdem dies erledigt war, es regnete schon wieder, fuhren wir ab nach Conimbriga. In Conimbriga haben Archäologen eine Ausgrabung gemacht, die noch aus der vorrömischen Zeit (Ende des 2. Jahrtausends vor Christus) stammt und viele Spuren der damaligen Urbanisierung bewahrt hat.

Später, am Ende des 2. Jh., haben dann die Römer der Stadt zu einer Blütezeit verholfen und auch die Gebäude dieser Zeit wurden von den Archäologen freigelegt. Herrliche Bodenmosaike sind hier zu bewundern. Der Eintrittspreis ist sehr moderat. Rentner bezahlen mit angegliedertem Museumsbesuch 2,50 €. Leider regnete es immer noch.

Wir fuhren weiter und sind heute die 60 km bis an den Atlantik zurück gefahren. Mit jedem Meter dem wir dem Meer näher kamen, wurde das Wetter sonniger. Der Regen hat aufgehört, nur ein sehr böiger Wind herrscht im Moment noch vor.

Die letzten 20 km der Fahrt gingen durch einen ehemaligen Wald. Vor einigen Jahren, wir denken es waren 2, ging bei uns durch die Presse, dass große Waldbrände in Portugal waren. Das Resultat sieht man heute noch. Der Boden ist zwar schon wieder grün bedeckt, den Wald aber gibt es nicht mehr. Nur einzelne verkohlte Baumstämme stehen noch. Viele Forstarbeiten finden hier statt, doch das Gebiet sieht verheerend aus.

Inzwischen sind wir in Beach Pedrogao auf dem Campingplatz angekommen. Gerade sagte Gisela, heute sehen wir wohl unseren ersten schönen Sonnenuntergang auf dieser Reise. Der Wind bläst heftig, das WoMo wackelt, es ist aber sehr schön hier und weit ab vom Schuss. Der Platz ist riesig, aber kaum belegt und kostet 10,35 € pro Tag incl. Strom.

N 39° 54′ 54.35″ W 8° 57′ 0.28″

Heute war dann großer Waschtag angesagt und ab morgen müffeln wir dann auch nicht mehr.

Wir werden hier wohl zwei Nächte bleiben.

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Rätsel zum 1. Advent

Die Frage lautet:

Was ihr seht ist klar, aber was ist das Geräusch im Hindergrund. Noch ist es jeden Morgen da!

Ab Morgen soll es weg sein? Juhu!

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Abgebrochener Ausflug in das Landesinnere

Nein, die Pause hat nicht länger gedauert. Ich war nur schreibfaul.

Morgens kaufte Gisela eine Autobahn-Maut-Vignette im Postamt. Total einfach meinte die Dame noch im Tourist-Infocenter. Die Dame im Postamt sprach aber nur portugiesisch. Der Kauf war kein Problem, die darauf notwendige Aktivierung aber schon. Internet auf portugiesisch oder englisch und das Ergebnis kommt mit 2 Tagen Verzögerung. Naja, ganz so grass war es nicht, aber ob und was wir bei unserer ersten Fahrt bezahlen müssen, wissen wir bis heute noch nicht. Wird abgerechnet durch die portugiesische Post CCT und die steht bürokratisch unserer nichts nach.

Danach fuhren wir nach Aveiro. Die Stadt wird auch als das Venedig Portugals bezeichnet. Dies ist für mich etwas weit hergeholt und Aveiro hat dies auch gar nicht nötig. Aveiro ist die drittgrößte Hafenstadt Portugals und hat eine sehr nette, moderne Innenstadt. Der große Kanal wird im Bereich der Altstadt von malerischen Häusern eingerahmt. Wir bummelten am Kanal entlang und durch die Altstadt und fühlten uns sehr wohl. Nicht nur weil die Sonne schien, sondern auch weil das Leben hier so ohne Hektik ablief.

Nach diesem Abstecher fuhren wir auf die Autobahn und schafften die 80 km nach Viseu in einer Stunde. Die Fahrt war unspektakulär und es regnete. In Viseu fuhren wir auf den Stellplatz Area de Servico

N 40° 39″ 53′ W 8° 54″ 58′

Der Stellplatz wurde sehr gut bewertet. Obwohl er fast auf einer Verkehrsinsel liegt, ein Großparkplatz, war die Nacht ruhig. Ausser uns stand noch ein Wohnmobil hier. Der Regen hatte aufgehört und leichtsinnig, ohne Schirm, machten wir uns auf in die Stadt. Aber schon nach kurzer Zeit kam der Regen zurück. Wir flüchteten kurz in ein Einkaufszentrum, marschierten dann aber doch den Berg hoch in die Altstadt. Der Dauerregen setzte uns zu und somit waren wir froh und echt nass, als wir wieder zurück im WoMo waren. Bei einem solchen Wetter gibt die Stadt einfach wenig her. Viseu liegt auf 700 m Höhe inmitten eines Weinanbaugebietes.

Am nächsten Morgen immer noch starker Regen und Nebel, der alles bedeckte. Wir entschlossen uns, die geplante Rundfahrt durch die Berge abzubrechen. Wir fuhren nach Coimbra. Trotz

des schlechten Wetters besuchten wir unterwegs einen Park. Hier bauten Mönche im 17. Jh. ein Kloster und pflanzten 300 heimische und 400 exotische Bäume an. Inmitten dieses Waldes, im Mata Nacional do Buçaco, steht das einst als Königsschloss konzipierte Palace Hotel do Buçaco. Ein Märchenschloss, welches heute 5 Sterne hat. Eine Traumunterkunft, von der wir uns nur schwer losreißen konnten.

Da unser Fahrziel auch heute nicht allzu weit lag, waren wir dann gegen 15 Uhr in Coimbra. Bevor wir auf den Stellplatz fuhren, besuchten wir noch einen sehr schönen Botanischen Garten mit wunderbaren alten Bäumen. Der Quinta das Lagrimas wurde angelegt von Prinz Petro im 14. Jahrhundert für seine Geliebte.

Anschließend ging es dann auf einen schönen Stellplatz direkt am Ufer des Montego beim Ruderclub.

Area Camper

N 40° 11″ 54′ W 8° 25″ 40′

Ein netter Platz. Hier stehen im Moment bestimmt mehr als 30 Wohnmobile. Sehr international und außer uns auch einige Deutsche. Wir haben hier eine nette Bekanntschaft eines Mannes aus Tölz gemacht.

Heute waren wir dann in der Innenstadt von Coimbra. Coimbra ist die drittgrößte Stadt Portugals, mit einer sehr alten Universität. Diese wurde 1407 gegründet. In diese Zeit fühlt man sich auch zurück versetzt, wenn man die Gebäude auf sich wirken

läßt. Wer Medicus gelesen hat, fühlt sich zurück versetzt in das Buch. Die Bibliothek mit ihren 60 000 Büchern ist beeindruckend. Nicht nur wegen der Bücher, auch oder gerade wegen der Räume. Leider ist hier das fotografieren verboten.

Auch die angegliederten Museen und die Ausstellungen sind tief beeindruckend.

Sehr durchnässt kamen wir am Spätnachmittag wieder am WoMo an.

Wir versuchten dann noch eine neue Batterie fürs WoMo zu bekommen. Seit gestern Abend bricht die Spannung zusammen und der Solarregler schaltet ab. Leider hat es mit der Batterie nicht geklappt, am Montag werden wir es noch einmal versuchen.

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Ein Tag Pause

Für heute waren Spaziergänge am Strand und lesen angesagt. Es hatte in der Nacht stark geregnet. Am Morgen hatte der Regen nachgelassen und der Wind legte sich langsam. Wo gestern der Strand noch von Meter hohen Wellen überflutet war, konnte man heute entlang wandern. Jetzt am Abend ist es fast windstill. Leider ist es stark bewölkt und kein Stern zu sehen. Morgen geht es dann mit einem Abstecher ins Landesinnere.

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In Furadouro

Ein kleines Fischerdorf mit 270 Einwohnern etwa 35 km südlich von Porto.

Hier wird noch nach altem Brauch gefischt. Es wird vom Strand das Netz mit dem Boot ins Meer gezogen und dann mit Ochsengespannen wieder ans Land gezogen. Dies wollten wir sehen. Leider scheint uns das Wetter dies zu verwehren. Wellen mit 5 m Höhe donnern an den Strand. Die Gischt spritzt über 10 m hoch und reicht bis auf die Straße. So etwas haben wir noch nie gesehen.

Unmöglich, dass da ein Boot rausgeht. Hafen gibt es hier keinen, alles nur Strand und Dünen. Nach 2 Stunden Spaziergang schmecken selbst die Lippen salzig und man ist richtig durchgeblasen. Hier gibt es einen Campingplatz. Wir aber stehen auf dem Stellplatz Furadouro

N 40° 52″ 34′ W 8° 40″ 23′

Ein großer Parkplatz in Strandnähe. Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden.

Der Strand und die Dünenwege sind herrlich. Wir werden wohl zwei Nächte hier bleiben.

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„Wegen Reichtums geschlossen“

Heute ist unser letzter Tag in Porto.

Heute Morgen wollte ich es etwas bequemer haben. Gisela ging an den Strand spazieren und ich Kaffee trinken. Dabei kam mir die Idee, mir das Uber-App auf das Mobilphone zu laden. 20 Minuten später hatte ich es ausprobiert und 7 Minuten später kam ein junger Mann vorbei mit seinem Elektroauto und holte uns ab. Mit dem Bus hätte die Fahrt 70 Minuten + Fußweg gedauert und hätte 4 € gekostet. So waren wir in 25 Minuten an der Musikhalle und es kostete 7.80 €. Der Preis wird vorher in der App angezeigt und direkt von der Karte abgebucht. Bargeld wird keines benötigt. Hat super funktioniert und viel Spaß gemacht.

Wir machten heute den westlichen Stadtteil von Porto durch und spazierten von dem beeindruckenden Gebäude Casa de Musica quer durch die Stadt.

feijãos de transmontana

Chilli

Haben dann in einer Markthalle zu Mittag gegessen. War sehr lecker, zumindest mein Essen. Gisela hat einen Bohneneintopf bestellt, waren wenig Bohnen drin, dafür aber viel Ziegenfleisch. War nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Wir tauschten nach dem halben Essen die Teller. Dazu, wie hier üblich, gabs ein Glas Wein oder ein Bier.

Ein Lob an dieser Stelle auch mal für den Google-Sprachführer. Der hat bisher ausgezeichnet übersetzt. Bei der Speisekarte ist das nicht unwichtig.

Cementerio de Agramonte

Etwas müde waren wir heute beide, und so „schleppten“ wir uns heute etwas schwer durch die Stadt.

Zum Schluss kam noch ein Höhepunkt für uns. Dieser kostete zwar mit 7,50 € für portugiesische Verhältnisse viel Eintritt, wir wollten uns dies aber nicht entgehen lassen.

St. Franziskus Denkmalskirche

In der Igreja de Sao Franscisco findet kein Gottesdienst mehr statt. Der Ordensgründer der Franziskaner legte Wert darauf, dass die Ordensbrüder in Armut und Demut leben. Der Orden in Porto wurde, trotz großer Anfeindung, aber immer reicher und einflussreicher. Das Gold, welches aus Brasilien tonnenweise im Zuge der Missionierung herbeigeschafft wurde, füllte die Kirche aus.

In der Kirche ist fotografieren verboten! Ich wage es daher nicht, Bilder aus dem Innern der Kirche in den Blog zu stellen. Der Reichtum und der Glanz der Kirche ist aber grandios und erdrückend zugleich!

Von gepredigter Armut war nichts mehr übrig. Der Klerus besann sich eines Tages und beschloss, dass man den Gläubigen diese Üppigkeit nicht mehr zumuten könne und kein Gottesdienst mehr hier stattfinden soll.

Müde und voller Eindrücke fuhren wir dann mit dem „906“ Bus zurück zum WoMo.

Wir sind von Porto begeistert.

Es wird Abend in Porto

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Hier kann man Leben

Heute war Schlemmen angesagt! Das ging so gar bei weniger gutem Wetter

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Porto, für uns bisher die schönste Stadt

Heute war Stadtbesichtigung angesagt. War sehr schön. Schon die Busfahrt in die Stadt war aufregend. Ich bezeichnete sie als „Geisterfahrt“. Der Busfahrer fuhr bestimmt einmal Ralley.

Die Stadt bezauberte uns:

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Porto

Heute Morgen brachen wir gegen 9°° Uhr Richtung Porto auf. Auch heute war dies keine Entfernung. Etwa 60 km trennten uns von Porto. Wir benötigten dazu gut 1 Stunde Fahrzeit.

Nach dem gestrigen schönen Tag hat es heute Nacht bis zum Morgen durch geregnet. Bei der Fahrt war es durchwachsen mit der Tendenz zum Sonnenschein.

In Porto ging es nach einem kurzen Einkauf im Supermarkt direkt zum Campingplatz Marisol. Mit 17 € die Nacht ist er preiswert und er liegt 5 Minuten vom Strand weg. Zum Centrum gibt es eine direkte Busverbindung, die im 30 Minutentakt verkehrt.

N 41° 6″ 37′ W 8° 39″ 38′

Der Platz hat drei Sterne und ist einer von vier Plätzen, die alle hier im Viertel liegen. Vermutlich sind die 3 Sterne wegen dem netten Restaurant. Der Platz ist sauber, 3 Sterne würde ich ihm aber nicht geben.

Zum Mittag haben wir auf unserem neuen Grill Pizza gebacken. War ein voller Erfolg. Der Cadac-Grill kommt aus Südafrika und ist echt spitze und zudem noch sehr handlich. Die Empfehlung zu diesem Grill kam von Andi, der bei so etwas immer die besten Dinge kennt.

Gerade sind wir von einem schönen Strandspaziergang zurück. Die Wellen donnern mit über 3 m Höhe auf das Ufer zu. Es ist mit16 ° C angenehm warm, obwohl es sehr windig ist. Die Gischt spritzte uns teilweise ins Gesicht. Es war herrlich!

Wir wollen in Porto ein paar Tage bleiben und uns die Stadt ansehen.

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Fahrpause

Nach einer sehr ruhigen Nacht erlebten wir am Morgen, dass der Platz ums WoMo zu geparkt wurde. Der Wochenmarkt scheint wirklich ein Magnet zu sein.

So gegen 10°° Uhr machten wir uns auch auf den Weg zum Wochenmarkt. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass der ganze Parkplatz in der Innenstadt mit Ständen besetzt war. Wie wir feststellen konnten, gibt es hier alles zu kaufen. Von Obst und Gemüse über Käse, Wurst, Hühner, Lebensmittel, Werkzeug, Bekleidung, Lederwaren, Korbflechtarbeiten, ausgeblasene Därme, Blumen, Sträucher, ja sogar Möbel, dies alles und mehr war vertreten.

Mehr Stände als bei uns zu Hause auf dem Pfingstmarkt und das jede Woche. Es machte Spaß zu bummeln, zu kaufen und einfach nur zu zusehen wie die Ware angeboten wird. Zur Erholung besichtigten wir dazwischen die Kirche „Templo do Senhor Bom Jesus da Cruz“.

Einen so überladenen Altarraum hatten wir noch nie gesehen. Am Anfang als wir in der Kirche saßen konnten wir nicht feststellen ob sie katholisch oder evangelisch ist. Da jedoch Portugal überwiegend katholisch ist und die Leute alle einen Kniefall machten, schlossen wir doch auf katholisch. Auch die Nebenaltäre mit ihren ebenso überladenen Mariendarstellungen bestätigten das.

Müde von dem Kirchenbesuch und vor allem vom Einkaufen auf dem Markt gingen wir zum Mittagessen. Ein Tagesessen wird in einem Restaurant für 4 € angeboten. Das beinhaltet Suppe, ein Getränk und die Hauptspeise mit Salat. Wir aßen das Menü mit Bacalhau (Kabeljau). Im Reiseführer steht, diesen Fisch gibt es hier in so vielen Variationen wie es Köche gibt. Unser Menü bestand aus einer hervorragenden Suppe, Salat, gebratenen Kartoffeln, Reis, gebratenem Bacalhau, Nachspeise, einem Viertel-Liter Wein und Kaffee. Die Portion so groß, dass sie unmöglich zu schaffen war und kostete 10 € pro Person.

Heute Abend gibt es nur Obst!

Mein Knie machte heute wieder Schwierigkeiten und somit ging Gisela heute Nachmittag nochmals alleine in die Stadt. Hoffentlich hat der Markt schon geschlossen. Beim Obst und Gemüse fällt sie fast in einen Kaufrausch.

Wir blieben hier noch eine Nacht, bevor es morgen nach Porto gehen soll.

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