In den Lorbeerwäldern

Wir blieben 4 Nächte auf dem Campingplatz und bewegten das WoMo nicht. Machten schöne, abenteuerliche Wanderungen entlang der Steilküste und zum Lebensmittelladen im nächsten Dorf waren es auch nur 3 km. Der Platz war sehr rudimentär ausgestattet, die Duschen aber heiß und das war wichtig.

Am 19. Januar ging es dann noch 10 km weiter an der Küste entlang Richtung Nordosten. Dort endete dann die Straße und wir waren gezwungen, wieder umzukehren.

Von da aus ging es dann nach Teguesta und Las Mercedes ins Anaga-Gebirge. Ein Naturschutzgebiet der besonderen Art. Urige Wälder, bestehend überwiegend aus alten, verwachsenen Lorbeerbäumen, alpine Felsen sind ein ideales Paradies zum wandern. Die Wanderwege alle gut gekennzeichnet. Eine für uns mystische, traumhaft schöne Gegend. Wir fuhren hoch zum Mirador Cruz del Carmen. Dort oben war mächtig was los. Wir fuhren etwa 4 km wieder zurück um dort zu parken und gingen zu Fuß hoch. Hier oben sind drei Rundwanderwege angelegt auf denen man mehr erfahren kann über  Flora und Fauna dieser Gegend.

Gegen 17 Uhr waren fast alle Tagestouristen weg, sodass wir zu unserem Parkplatz zurück gingen und erneut mit dem WoMo nach oben fuhren. Wir wollten hier die Nacht verbringen.

Koordinaten: 28.530737,-16.279899

Eigentlich ein sehr ruhiger Ort. Als es dunkel war fuhren nur ganz vereinzelt noch Fahrzeuge auf der etwas abgelegenen Straße vorbei. Leider hörten wir  gegen 22 Uhr menschliche Stimmen. Vorne am Aussichtspunkt telefonierte jemand und vor unserem WoMo stand ein Mann, der Selbstgespräche führte oder auch telefonierte und schaute direkt auf unser Auto. Er lief dann zwar Richtung Straße vor, wir fühlten uns aber beide nicht mehr wohl, sodass wir uns entschlossen, ein paar Kilometer weiter zu fahren.  Wieder mal kam der Gedanke auf, die exponiertesten Übernachtungsplätze sind meist nicht die Besten.

5 km weiter, in einem kleinen Dorf, standen wir dann sicher und sehr ruhig direkt am Straßenrand. In der Nacht fahren hier fast keine Fahrzeuge.

Koordinaten: 28.536049,-16.235815

Die Fahrt mit dem WoMo ist abenteuerlich. Enge Straßen mit unendlichen Serpentinen führten uns weiter ans “Ende der Welt“, nach Chamorga. Ein Weiler mit einer kleinen Kirche und der sehr netten Bar Casa Álvaro. Hier gab es unter lauter Einheimischen guten Kaffee und gutes Essen. Wir standen mitten im Weiler direkt vor der Bar.

Koordinaten: 28.569919,-16.159274

Am zweiten Abend fragte uns die Besitzerin der Bar wie lange wir noch hier bleiben wollten. Wir hatten das Gefühl, wir sind gut über/bewacht und schon ein wenig integriert. Allerdings hatten wir auch das Gefühl, dass wir einen Parkplatz beanspruchten.

Von hier aus kann man herrliche Wanderungen machen. Wir machten eine traumhafte Rundwanderung.

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Das andere Teneriffa

Der Regen war nur kurz. Teneriffa soll immerhin 325 Sonnentage im Jahr haben. Am nächsten Morgen verließen wir dann den schönen zentralen Platz in Puerto de La Cruz. Es ging zuerst in einen Waschsalon genau gegenüber des Botanischen Gartens. Die Waschmaschine mit einem Füll vermögen von 15  kg Trockenwäsche lief nur 20 Minuten. Der anschließende Trockenvorgang lief 40 Minuten und dann war der Wäscheberg sauber und schranktrocken. Anschließend ging es dann noch zum riesigen Baumarkt, wo wir ein Stahlseil kauften um unsere Einstiegstreppe zu reparieren.

Gisela hat gelesen, dass schon Humboldt das La Orotava Tal als das schönste Tal Teneriffas bezeichnet hat. Das war vor gut 220 Jahren. Es war damals wohl vieles anders, hat aber heute noch einen großen Charme.

Die Stadt selber hat viele alte, ehrwürdige Gebäude, nette Bars und schön angelegte Parks. Der kleine Botanische Garten war aber sehr rudimentär bepflanzt.

Gisela kaufte noch zum probieren Gofio(geröstete Getreide). Mal sehen wie das schmeckt. Wir verbrachten eine gute Nacht auf einem großen Parkplatz 10 Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt.

Koordinaten: 28.390017, -16.520272

Am nächsten Morgen ging es dann nur 5 km weiter nach Pinolere. Hier wollten wir das kleine Freilichtmuseum Pinolere ethnographic museum and park besuchen. Google meinte zwar es hätte ab 10 Uhr geöffnet, war leider nichts, Winterpause.

Schade, aber dafür machten wir von hier aus die bis jetzt schönste Wanderung. Garmin zeigte 137 Stockwerke und 14000 Schritte an. Durch Urwald ging es 400 m nach oben auf einsamen verschlungenen Pfaden. Immer wieder mit herrlicher Aussicht. Menschenleer, niemand begegnete uns. Es war einmalig.

Der Wald war wohl noch im Zustand wie ihn Humboldt vorgefunden hatte.

Anschließend fuhren wir auf der TF21 auf den Teide, um dort noch einmal eine Nacht zu verbringen. Der Sternenhimmel war unbeschreiblich obwohl wir nur kurz zum Himmel sahen. Uns war es einfach zu kalt und zu windig. In der Nacht hatte es nur 0° C. Gut, dass wir heizen konnten.

Wie auf dem Mond

Koordinaten: 28.259426,-16.602176

Man glaubt es kaum. Hier oben gibt es keine Ortschaft und trotzdem war es die erste Nacht in der es etwas unruhig war. Irgend ein Verrückter drehte auf dem Parkplatz zwei Schleuderrunden, hupte und fuhr davon. Hier oben ist es in der Regel, sofern kein Wind geht, so ruhig, dass die „Ohren klingeln“.

Die Sonne geht auf

Über die TF 24 ging es am nächsten Morgen Richtung La Esperanza. Unterwegs staunten wir noch über die vielen weißen Gebäude des Teide Observatory. Ein absolut mystischer Anblick. 19 verschiedene Länder mit ihren Wissenschaftlern erforschen von hier den Weltraum und naturwissenschaftliche Phänomen. Es werden hier auch die unterirdischen seismographischen Aktivitäten der Vulkane gemessen und ausgewertet. Das Gebiet hier ist als Lichtschutzgebiet ausgewiesen. Am Ende der Strecke dann ein militärischer Stützpunkt, abgesichert mit viel Stacheldraht.

Die weitere Strecke nach La Esperanza ist wie fast alles hier oben spektakulär. Oft sieht man links und rechts der Straße gleichzeitig den Atlantischen-Ozean.

Wenige Kilometer vor La Esperanza machten wir dann Mittagsrast in einer kleinen Bar mitten in dem wunderschönen Wald, der sich kilometerlang der Straße entlang zieht.

In dem kleinen Dorf El Pris fanden wir dann unseren nächsten Übernachtungsplatz.

Koordinaten: 28.510130,-16.421182

Der Parkplatz am Eingang des Dorfes ist ein idealer Übernachtungsplatz. Unmittelbar neben dem Platz ein natürliches Badebecken. Die Becken wurden vor vielen Jahren von der fließenden Lava geformt und ziehen sich der ganzen Küste entlang. Geschützt von den teilweise hohen Wellen und den vorherrschenden starken Strömungen bieten sie die Möglichkeit, gefahrlos im sauberen Meerwasser zu baden. Meistens sogar mit  Dusche, wenn man diese Becken verlässt.

Am nächsten Morgen waren es dann nur noch wenige Kilometer zum Campingplatz Agro Camping Invernaderito. Ein  vorwiegend von jungen Menschen besuchter Campingplatz. Die meisten zelten, nur wenige kleine Wohnmobile und kleine Hütten. Die Zelte stehen unter Drachenbäumen. Das Ganze mitten in einem großen Gebiet mit Plantagen. Papayas, Bananen, Blumen, wenig Gemüse, all dies wächst um uns herum. Im Garten leben mit uns Hühner, Enten, Pfaue und sonstiges Kleingetier. Sehr nett, die Nacht kostet 19 €. Das Meer ist zwar etwas entfernt, aber noch gut fußläufig zu erreichen. Auch hier, Steilküste mit natürlichen Badebecken.

Koordinaten: 28.537828,-16.376178

Wir werden noch bis Mittwoch hierbleiben und dann weiter diesen nordöstlichen Zipfel der Insel bereisen. Teneriffa ist wahnsinnig vielfältig abseits der Touristenhochburgen.

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In Puerto de la Cruz

Die Nacht war sehr laut. Das Meer peitschte die Wellen an die Küste und die Gischt spritzte fast bis auf den Parkplatz hoch. Gisela hat darunter etwas gelitten, sie weigerte sich aber, Ohropax  zu nehmen.

Nach dem Frühstück ging es dann die wenigen Kilometer nach Garachico. Eine nette noch recht ursprüngliche Kleinstadt. Nachdem wir auf einem großen Parkplatz am Eingang der Stadt geparkt hatten, tingelten wir durch die Stadt. In dieser Stadt gibt es noch einige historische Straßen und Gebäude. Allerdings, wir empfanden sie nicht als echte Highlights.

Nachdem wir gemütlich in einer Bar Kaffee getrunken hatten oder war es doch ein großes Bier? Parkten wir das WoMo um. Mitten in der Stadt war das ehemalige Fußballstadion umgewidmet zu einem Parkplatz. Das Meer, etwa 10 m tiefer, die Hauptverkehrsstrasse, eine drei Meter hohe Mauer, dahinter die Parkfläche. Ein guter Platz zum Übernachten.

Koordinaten: 28.374738,-16.763280

Wir spazierten noch einmal in die Stadt und anschließend in die andere Richtung zum kleinen Hafen. Auch dort ist ein schöner Übernachtungsplatz. Hier waren die Wellen die anlandeten aber schon so hoch, dass sie die etwa 15 m hohe Hafenmauer immer wieder überschlugen.

Beim Rückweg stellten wir dann fest, dass inzwischen Sicherheitsdienst auf der Meeresseite der Straße dafür sorgte, dass keiner mehr auf dieser Seite den Gehweg benutzte und dass kein Auto mehr auf dem Seitenstreifen parken durfte. 2 Stunden später, die Wellen sind noch größer geworden, wurde die gesamte Hauptstraße gesperrt. Die Restaurants und Bars mussten schließen und die Menschen durften die Gehwege nicht mehr benutzen. Wir in unserem „Stadion“ fühlten uns sicher. Es gab keine Einschränkungen. Als nach Einbruch der Dunkelheit aber doch ein paar Spritzer sogar über die Mauer des Stadions kamen, waren wir doch von der Gewalt des Wassers sehr überrascht.

Am nächsten Morgen war der Spuk fast vorbei und die Straße zwar nass aber wieder befahrbar. Wir fuhren weiter nach Puerto de La Cruz. Da das WoMo unter dem Salz sehr gelitten hat, machten wir einen kleinen Umweg nach La Guancha. Dort wollten wir das WoMo waschen und Wasser aufnehmen und Toilette entsorgen. Leider haben am Sonntag viele die Idee gehabt und die Tankstelle war mehr als gut belegt. Somit fuhren wir halt die 5 km steilen Serpentinen wieder nach unten. In Puerto de La Cruz fanden wir dann eine Tankstelle und mit etwas Schwierigkeiten wurde das WoMo auf Vordermann gebracht. Gewaschen war es schnell, beim Wasser auffüllen platzte der Schlauch und die Toilette passte nicht in den Automaten. Sonst aber alles gut und mit improvisieren klappte es dann ja auch.

Der Campingplatz in Puerto de La Cruz ist quasi nicht vorhanden. Niemand dort und nur für   (welche? ) Mitglieder zugänglich. 300 m weiter aber ist dafür ein riesiger Parkplatz. Allerdings gestern am Sonntag war er so voll, dass wir nur mit Glück einen Platz gefunden haben. Direkt, wenn wir die Türe öffnen, mit Blick aufs Meer. Von hier in die Innenstadt sind es nur 500 m. Wir saßen hinterm WoMo tranken gemütlich Tee und sahen aufs Meer. Die Wellen immer noch sehr gewaltig.

Koordinaten: 28.418383,-16.555322

Heute in der Stadt, waren immer noch sehr viele Menschen unterwegs und der Parkplatz recht voll, wanderten wir zum Botanischen Garten.

Dieser ist ein echtes Highlight, eine ruhige Oase in der Stadt. Um den Botanischen Garten herum spricht man deutsch. In den Lokalen, in den Geschäften, auf der Straße überall hört man deutsche Stimmen. Viele ältere Menschen, die meist schon länger hier leben. Sommer wie Winter zwischen 18° und 24° C durchschnittlich sind wohl sehr angenehm. Gisela hat zum Mittagessen eine Pizza gegessen und anschließend ging es quer durch die Stadt zurück. Am Wasser entlang mit schönen Blick auf die künstlich angelegte Lagune Lago Martianez, durch die belebte Innenstadt zurück zum WOMO. Hier waren wir kaum, als es tatsächlich anfing zu regnen und ein sehr schöner Regenbogen erschien.

Der Blick zum Teide zeigte, dass der Gipfel jetzt weiß ist Der Schnee geht runter biss auf 3000 m.

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Auf der anderen Seite der Insel

Wie schon bisher gewohnt, war auch diese Nacht sehr ruhig. In der Nacht herrscht fast kein Verkehr.

Ab hier beginnt dann ein anderes Teneriffa. Nach wenigen Kilometern bogen wir in Santiago del Teide von der TF-82 nach links auf die TF-436 Richtung Masca ab. Eine kleine Bergstraße wie ich sie noch nie befahren habe. Eng mit unendlich vielen Haarnadelkurven schraubte sich die Straße durch das Macizo de Teno. Leider mit sehr viel Ausflugsverkehr, sodass es fast unmöglich war einen Stopp einzulegen. Trotzdem, bei dieser langsamen Fahrweise, vieles im 1. Gang, war es ein einmaliges Erlebnis. Viele Touristen mit ihren Leihwagen hatten Schwierigkeiten und bei manchen roch es stark nach Kupplung. Begegnungsverkehr war an vielen Stellen einfach nicht möglich und somit musste oft einer warten. Manche hielten einfach an so wie sie gerade entgegen kamen. Sie hatten Angst und trauten sich einfach nicht weiter. Echt schlimm was es für Fahrer gibt.

Masca, das schönste Dorf auf Teneriffa, war leider zugeparkt. Ein Halt war nicht möglich und so fuhren wir 6 km weiter, um dort auf der Passhöhe nach links in einen nach oben führenden Pfad einzubiegen. Dort oben fanden wir dann einen super Übernachtungsplatz.

Koordinaten: 28.313236,-16.846173

Von hier oben und dem etwas niedrigeren Aussichtspunkt hatten wir einen super Ausblick auf Masca. Von hier ab gingen nur noch Wanderwege in die umliegenden Berge. In Masca selber ist ein Highlight der Zugang zur Schlucht, die hinunterführt auf Meereshöhe. Eigentlich ein Muss. Leider nur freitags bis sonntags möglich mit Voranmeldung. Vielleicht hätten wir zufällig noch Karten bekommen, wir entschlossen uns aber, es nicht zu versuchen. 650 Höhenmeter und 7 Stunden Gehzeit waren uns bei der Wärme einfach zu viel.

Wir verbrachten hier oben eine ruhige Nacht. Als es schon dunkel war, kam noch ein jüngeres Pärchen und baute unweit von uns ein Zelt auf. Wir waren also nicht allein.

Am nächsten Morgen parkten wir das Auto um  und fuhren die paar Meter zum Aussichtspunkt. Von dort aus wanderten wir 3 km weit nach Masca und besichtigten in aller Ruhe das nette Dorf und den Eingang zur Schlucht. Die Schlucht ist gewaltig. Eng mit hohen Felsen auf beiden Seiten. Der Weg im Dorf, ein ständiges auf und ab. Der Aufstieg zum WoMo war dann noch einmal richtig schweißtreibend.

Es war gut,  dass wir heute Morgen um geparkt hatten. Inzwischen war der Weg zum Übernachtungsplatz zugeparkt von einem Touristen.

Von Masca aus fuhren wir nun weiter nach El Palmar. Die Straße auf dieser Seite von Masca ist zwar immer noch spektakulär, aber deutlich breiter ausgebaut und mit weniger Verkehr.

In El Palmar verbrachten wir dann die Nacht mitten im Ort neben einem Spielplatz.

Koordinaten: 28.345455,-16.846210

Am nächsten Morgen war wandern angesagt. Wir entschlossen uns aber nach einem Blick aus dem Fenster für eine kleinere Wanderung. Es windet sehr stark und die Wolken treiben sehr tief und schnell. Wir sind auf der Regenseite der Insel angelangt. Die Berge sind hier eine Wetterscheide. Es war also nicht verwunderlich, dass wir auf unserer Wanderung nass wurden.

Nach der Mittagspause machten wir uns dann auf den Weg nach Teno Alto. Einem kleinen Weiler hoch in den Bergen.

Durch Lorbeerwälder und Märchenwälder, die Bäume hatten mächtige Bärte, ging es in Serpentinen hoch. Oben auf der Hochfläche blies ein starker Wind. Die Aussicht war fantastisch. Wir tranken einen Kaffee und fuhren nach dem Weiler noch 3 km weiter zu der Käserei Quesería Naturteno. Dort erstanden wir 500 g Ziegenkäse für 4 €. Er schmeckt super gut.

Auf 800m Höhe in Teno Alto übernachteten wir direkt im Ort. Wir hatten den Eindruck, der aber etwas täuschte, wir sind die einzigen hier oben im Ort. Wir standen direkt vor der Bar.

Koordinaten: 28.343353,-16.876703

In der Nacht regnete es ab und zu leicht und stürmte heftig. Am Morgen hatten wir aber wieder einen super Fernblick.

Wir fuhren weiter nach Buenavista del Norte und waren etwas überrascht, hier gibt es große Bananen Plantagen. Das Klima hier auf der Nordseite der Insel scheint gut für Bananen zu sein.

Hier von Buenavista aus kann man die  dritte von den fünf Sehenswürdigkeiten besuchen. Den Punta de Teno. Einen Leuchtturm ein paar Kilometer weiter. Dieser ist auch von Teno Alto zu Fuß  aus erreichbar in 3 Stunden. Leider ist seit 3.01.22 die Straße zum Leuchtturm für alle gesperrt wegen Bauarbeiten. Selbst zu erwandern nicht möglich. Also wieder eine Sehenswürdigkeit weniger, eigentlich sogar für heute waren zwei weniger. Die Vierte, die Lava Höhle des Windes, zeigte im Internet an, dass es Karten erst nach dem 15.01.22 wieder gibt. Solange wollen wir nicht warten.

Wir fanden einen netten Platz zu Übernachten.

Koordinaten: 28.373449,-16.869196

Von hier aus wanderten wir noch am Meer entlang 3 km in die Stadt. Dort tranken wir Kaffee und mussten nun zu ersten Mal in der Bar unseren Impfnachweis vorlegen. Der  Corona Inzidenzwert  ist hier jetzt leider auch rasch nach oben geschnellt. Der Kaffee war gut, ansonsten gibt die Stadt wenig her. Am brausenden Meer entlang, bei leichtem Regen, ging es zurück zum WOMO. Die Wellen waren riesig. Abends gingen wir dann noch essen. Das Restaurante El Burgado lag direkt vor unserer Tür und hatte gute Bewertungen. Das Essen war gut, wenn auch nicht überragend, und teuer. Hier fürs Essen 50 € zu bezahlen ist teuer.

Heute Morgen fuhren wir dann weiter am Meer entlang, durch Bananen Plantagen und staunten über die Wellen und vor allem über die Gischt, die teilweise 15 hoch ging.

Nun stehen wir auf einem Parkplatz in Las Cruses in der Nähe des Friedhofs. Der Platz ist wunderbar verkehrstuhig aber das aufgewühlte Meer donnert 40 Meter unter uns.

Koordinaten: 28.374406, -16.781687

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Es geht nach Westen

Wir fuhren am Nachmittag zum Barranco del Infierno. Dort stellten wir fest, dass er auch am Samstag geschlossen war. Wir erhielten eine SMS und ein Email, dass die Schlucht am Freitag geschlossen wäre und dass wir unsere Anmeldung ändern oder stornieren könnten. Das Email forderte uns auf, Name und Ausweisnummer anzugeben. Parken oder nächtigen am Eingang zur Schlucht war nicht möglich. Die Straße ist so steil, dass wir fast im Stehen hätten schlafen müssen. Die Parkplätze in der Nähe waren auch nicht einladend, sodass wir die 7 km bis zum Strand noch gefahren sind. Dort fanden wir einen angenehmen Platz und hatten auch noch nette Gesellschaft. Wir erfuhren einiges über die Insel aus Sicht von einem Aussteiger.

Koordinaten: 28.101797,-16.748729

Am Sonntag klingelte dann der Wecker um 7 Uhr. Ist  inzwischen absolut nicht unsere Zeit. Frühstücken, anziehen und die 5 km zur Schlucht fahren und schon war es 8.30 Uhr. Wir standen gerade mal so auf einem Parkplatz in der Nähe der Schlucht als wieder eine SMS kam, Freitag den 31.12.21 ist die Schlucht wegen starkem Wind geschlossen! Heute war ja Sonntag! Also machten wir uns an den Aufstieg zur Schlucht. Am Eingang wurde uns mitgeteilt, dass wir umbuchen oder stornieren können, der Wind wäre zu stark. Wir empfanden den Wind so wie er bisher jeden Tag war. Guter Rat war teuer. Laut Wetterbericht soll  der Wind in der Stärke 10-25 anhalten für die ganze kommende Woche. Wir stornierten.

Anschließend machten wir eine kleine Wanderung den Berg hoch. Leider war es ein Fernwanderweg, sodass wir wieder zurück mussten. Dabei hatten wir wenigstens einen kleinen Einblick in den Barranco.

Wir gingen zurück zum WOMO und hatten dann das Bedürfnis zu duschen. Wir fuhren auf einer sehr kleinen Straße hoch in die Berge und konnten da oben mit unserer Außendusche richtig angenehm duschen.

Anschließend ging es wieder die paar Kilometer zurück. An einer Tankstelle entsorgten wir unsere Toilette. Wasser gab es an dem Automaten leider heute keines, er wäre defekt. 6 km weiter gab es aber noch eine Tankstelle mit Wasserautomat. Auch hier stand, kein Trinkwasser! Wir vertrauen auf unser Filtersystem. Vollgetankt ging es also weiter.

Los Gigantes hat angeblich drei Parkplätze auf denen man nächtigen kann. Sie sagten uns aber nicht zu. Auch hier waren uns zu viele Menschen. Der Inzidenzwert ist inzwischen hier sehr rasch auf 1300 gestiegen. Wir fuhren also noch 7 km weiter nach Tamaimo. Dort stehen wir sehr nett auf einem Parkplatz und hatten eine ruhige Nacht.

Gestern Abend standen wir hier in Tamaimo in einer Seitenstraße direkt am Wanderweg. Saßen gemütlich in der Sonne und hatten nette Begegnungen mit einigen Wanderern. Dies wäre auch ein guter Platz zum Übernachten gewesen. Spät abends kamen aber dann noch zwei Typen zum Hund ausführen vorbei. Gisela meinte, die sind irgendwie komisch. Wir entschlossen uns, den Platz zu wechseln. Waren ja nur 500 m.

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Touris und unsere Flucht zum Jahreswechsel

Die Nacht auf dem Teide war etwas durchwachsen. Die Touri-Busse haben schnell nachgelassen, es haben sich dann aber Jugendliche eingefunden, die sich aber nur, wenn auch etwas lang, unterhalten haben. Die restliche Nacht war dann ruhig.

Am Morgen färbte sich der Teide in ein rötliches Licht. War sehr schön, allerdings habe ich gegen Morgen die Heizung eingeschaltet. Die Temperatur war deutlich zurück gegangen.

Wir fuhren nach dem Frühstück los. Es war schon wieder sommerlich warm. Hier auf Teneriffa soll die Temperatur um diese Jahreszeit auf ein Allzeithoch klettern.

La Palma, 108 km entfernt

Unterwegs genossen wir den traumhaften Tag und machten Rast auf einem einsamen Lavafeld. Die Sicht von hier reichte über 100 km. Auf La Palma, 108 km entfernt, waren die Städte zu sehen und auf La Gomera, nur 40 km entfernt, die Schiffe im Hafen. Wir beobachteten wie sich über dem Wasser kontinuierlich die Wolken veränderten. Die Wolken tief unter uns.

La Gomera, 40 km entfernt

Weiter ging es dann auf der TF-38 über Chio nach Adeje. Dort kauften wir für die nächsten Tage bei Lidl ein. Der Laden war propevoll und man hörte alle Sprachen der Welt. Mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eingedeckt, versuchten wir dann einen netten Platz zu finden. Dies entpuppte sich mehr als schwierig. Zum ersten Mal ließ uns unser Park4night etwas im Stich. Wer schläft schon gerne auf einem vermüllten Platz zwischen baufälligen Hütten oder auf einem Platz, der so am Hang liegt, dass der Kopf nach unten hängt und man trotzdem seitlich auf den Partner rollt. Beschrieben waren beide Plätze als ruhig und angenehm! Naja, jedem das seine!

Wir fanden zwischen den noblen Hotels und Apartments einfach keinen vernünftigen Platz und stellten uns dann in einer Seitenstraße an den Straßenrand. Es standen noch zwei Wohnmobile in der Nähe. Gisela zählte an dem einen Appartement mehr als 300 Briefkästen. So war dann auch die halbe Nacht, ein stetiges kommen und gehen. Morgens gegen 8 Uhr fingen dann auch noch Bauarbeiten mit einem Bagger an.

Die Hotels hier sind riesige Anlagen. Eine Nacht im RIU-Hotel kostet über 400 €. Dafür sind in manchen Hotels die Pools und Liegewiesen noch aufgeteilt in Privilegierte und weniger Privilegierte. Welch eine Welt und 500 m weiter leben Menschen in Hütten aus Blech und Stoff. Die Geschäfte gefüllt mit allen Nobelmarken, die Restaurants mit allem was die Küche zu bieten hat, die Promenade über 12 km lang mit bestem Strand. Schön zu sehen, meine Welt aber nicht.

Für die nächste Nacht fanden wir dann doch noch einen Platz ziemlich strandnah, nur 4 km entfernt. An einer Straße mit Parkplatz direkt hinter dem H10 Costa Adeje Palace .

Koordinaten : 28097569, – 16.750418

Der Platz war nett. Direkt am Strand und an der Promenade. Einziger Nachteil, morgens gegen 3 Uhr kamen die Müllautos und entsorgten den Müll des Hotels. Ein mords Krach! Dann aber herrschte wieder Ruhe. Der Platz lud uns zum ausgiebigen Spaziergang der Promenade entlang ein. Unmittelbar am Strand eine große, nette Strandbar. Wir mieden sie aber, war uns zu voll und Coranaabstand war dort nicht angesagt. Am späten Vormittag fuhren wir dann weiter.

Mein Campingstuhl ist kaputt gegangen. Sollte bis 110 kg aushalten, war aber leider nur ein theoretischer Wert. Zugenommen habe ich nicht! Einen neuen zu finden war nicht einfach. Beim Chinesen hat Gisela dann einen ergattert. Chinesenläden sind hier mal wieder ein Traum. Es gibt hier fast alles, günstig, oftmals aber mit zweifelhafter Qualität. Wir fuhren dann noch eine Tankstelle an, an der wir unsere Toilette entsorgen konnten. Hier sogar kostenlos. Ein guter Service.

Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Berge, auf der TF-51 fuhren wir nach Arona. In Arona ist eines der Verwaltungszentren der Hotelburgen und trotzdem ist es hier auf 600 m Höhe total anderst. Ein nettes sehr sauberes Dorf. In der Bar, die wir gestern zweimal besuchten, wurden wir sehr nett aufgenommen. Der ausgiebige Spaziergang durch das Dorf war sehr schön. Hier stehen wir nun auf einem Parkplatz, mitten im Dorf, mit fantastischer Aussicht.

Koordinaten : 28.09725, – 16.682572

Gestern Abend verbrachten wir hier den Jahreswechsel und erlebten ihn gleich zweimal. Im SWR zu Deutscher Zeit und eine Stunde später hier auf Teneriffa real. Auch hier fand ein kleines Feuerwerk statt. Unsere Sicht über 30 km hinweg bot einen guten Ausgangsplatz dazu. Die Kirchenglocken sollten um 24 Uhr läuten, dies erklärte uns der Besitzer der kleinen Bar, allerdings hörten wir keine Glocken. Die Menschen hier ließen den Jahreswechsel ruhiger angehen als in Deutschland. Selbst der kleine Supermarkt hatte bis in den Abend hinein geöffnet.

Nachher geht es dann wieder talwärts. Wir haben morgen um 9 Uhr einen Termin. Selbst zum Wandern in den Barranco del Infinierno mussten wir uns anmelden.

Ein gutes Neues Jahr wünschen wir euch allen
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Auf 2200 m Höhe

Nach einer angenehmen ruhigen Nacht und einem guten Frühstück versuchten wir, so wie uns das Navi es vorgab, zum Ausgangspunkt unserer Wanderung zu kommen. Im Reiseführer stand, dass man für die rund 5 km fast eine Stunde Fahrzeit benötigt. Das Navi gab lediglich 15 Minuten an. So eingestimmt fuhren wir los. Es ging steil nach oben, so steil, dass ich den Geländegang einlegen musste. Der Weg war gesäumt von großen Steinen und Kiefern am Wegesrand. Die Piste ließ maximal eine Geschwindigkeit von 5 Stundenkilometern zu. Wir waren schon relativ weit oben in den Bergen, fast auf 1800 m, als ich mich dann doch zum Umkehren entschloss. Der Weg war guten Gewissens nicht mehr passierbar. Mit viel Mühe gelang es zwischen den Kiefern, dass wir das Fahrzeug wendeten. Nach über einer Stunde waren wir dann wieder zurück in Vilaflor.

Terrassenfelder mit Bimssteinbelag

Da es  gerade erst Mittag war, machten wir zuerst Lunch und entschlossen uns dann, den anderen Einstieg zur Wanderung zu suchen.

Dieser Weg machte dann einen wesentlich besseren Eindruck. Er wurde in den letzten Jahren mit großem Aufwand gerichtet, so dass ihn selbst PKWs jetzt passieren können. Wir sind 8 Kilometer den Camino de Atajo entlang gefahren, der dann im Kiefernwald  für Kraftfahrzeuge endet. Hier am Ende des Fahrweges gibt es ein sehr großes Campamento. Leider hat das Campamento Madre del Aqua im Moment wegen Corona geschlossen.

Wir fuhren also etwas zurück bis zum Einstieg unserer Wanderung zur Mondlandschaft, zur Paisaje Lunar. Es ging sehr steil nach oben und der Wanderweg war teilweise mit großen Lavasteinen bedeckt. Es war warm, die Sonne schien und wir waren beide heute etwas außer Form. Der Aufstieg strengte uns sehr an. Oben angekommen, waren wir etwas enttäuscht. Mitten im Kiefernwald liegt eine Felsengruppe, die mit ihren kleinen Pyramidentürmen und Minaretten wie eine Märchen Kulisse erscheint. So steht es zumindest im Reiseführer. Wir fanden es etwas übertrieben und die Bilder im Reiseführer waren viel schöner als die Wirklichkeit hergab. Die Wanderung ist aber trotzdem lohnenswert.

Wieder zurück bei unserem WoMo warteten wir, bis die letzten Fahrzeuge das Gebiet verlassen hatten und genossen dann hier oben, alleine im Kiefernwald, die Nacht.

Koordinaten: 28.179477,-16.592326

Es war eine wunderbar ruhige Nacht. Die Sterne waren uns so nah wie schon lange nicht mehr. Hier oben gab es Ruhe, Sterne, das Rauschen der Kiefern und keinen Telefon- oder Internetempfang.

Heute sind wir dann die restlichen 25 km bis zur Talstation des Teide gefahren. Unterwegs entlang der Straße immer wieder Aussichtspunkte mit wunderbarem Fernblick. La Gomera und La Palma lagen vor uns. Das bedeutet eine Sicht von mehr als 70 km. Unterwegs trafen wir dann noch zwei Fahrradfahrer, die uns ganz lieb nach etwas Essbarem fragten. Wir hatten leider nur wenig dabei aber ein Pack Nudeln und etwas Gemüse konnten wir ihnen abgeben. Von Meereshöhe auf 2500 m mit vollgepackten Rädern ist eine absolute Höchstleistung.

Der höchste Berg Spaniens

Einen anderen Rekord erlebten wir dann auf dem Teide. Wir haben uns entschlossen, nicht auf den Berg hoch zu fahren, weil uns das zu teuer und zu mühselig war. Die Fahrt mit der Gondel kostet 64 €. Diesen Betrag hätten wir ja noch riskiert, jedoch ist das Ganze so getaktet, dass wir nur eine Stunde hätten oben bleiben können. Das lohnt sich nicht. Lohnt sich auch deshalb nicht, weil wir in den vergangenen Stunden hier oben die Massen an Touristen an uns vorbeiziehen sahen. Ein wahnsinniger Ansturm. Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Fahrt mit der Seilbahn auf Tag hinaus ausgebucht ist. Sie muss vorher per Internet gebucht werden.

Zum Sonnenuntergang fuhren wir ein paar Kilometer zurück auf einen Parkplatz nahe dem Besucherzentrum. Heute Vormittag war dieser Platz noch mehr als voll. Gegen 16 Uhr war er immer noch gut frequentiert. Ganze Omnibuse spuckten ihre Touristen aus. Ein kommen und gehen war dies. Eine Stunde später dann, es wurde schon merklich kühler, ließ der Spuk nach.

Der Sonnenuntergang war allerdings nicht so spektakulär, wir haben schon schönere gesehen. Jetzt gegen 19 Uhr wird es allmählich stiller. Zum ersten Mal bin ich hier oben nicht so sicher, ob wir übernachten können. Parken ist erlaubt, Camping ist verboten. Wir parken ja nur!

Koordinaten: 28.223449,-16.629802

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Es geht in die Berge

Heute am 2. Weihnachtsfeiertag haben wir den Campingplatz verlassen. Nach einem gemütlichen Frühstück machten wir unser WoMo wieder „reisetauglich“, gaben unseren geliehenen Rasen zurück und verabschiedeten uns von unseren „Nachbarn“. Unsere englischen Nachbarn waren ja mehr als lieb. Sie brachten uns gestern noch eine Flasche Wein von hier und wünschten uns Frohe Weihnachten. Wir hatten nicht mit so etwas gerechnet. Wir haben noch schnell einen Schokoladenkuchen gebacken und teilten ihn mit der Familie. War richtig nett.

Wir fuhren dann heute Morgen in Richtung Berge. Relativ rasch ging es nach oben und schon nach 10 km waren wir auf 1000 m Höhe. Es war ein sonniger Tag und trotzdem war es auf dieser Höhe schon relativ kühl. Wir hatten von dem Aussichtspunkt Mirador de la Cantinela Koordinaten: 28.079394, -16.639527, einen fantastischen Ausblick.

Die Wolken ziehen mal unter uns, mal über uns, mal sind wir eingehüllt von ihnen. Dann scheint wieder die Sonne durch. Einfach fantastisch dieses Schauspiel der Natur.

Obwohl die Lage hier wunderschön ist, entschlossen wir uns die restliche Strecke nach Vilaflor zu fahren. Sind aber wiederum nur 16 km. Hier in Vilaflor angekommen stehen wir nun auf der einzigen geraden Parkfläche im ganzen Ort, dem kommunalen Parkplatz.

Koordinaten : 28.1604, -16.6371

Hier ist es sehr ruhig. Jetzt schon um 18.25 Uhr. Wenn es bis in 1 Stunde voll dunkel ist, wird es hier ganz ruhig werden, vermutlich aber auch sehr kühl. Werden wohl heute Nacht die Heizung bereithalten.

Krippenbild in Vilaflor

Vilaflor liegt etwa 1200 m hoch und ist für seine saubere, reine Luft berühmt. Bis zum höchsten Berg Spaniens, dem Teide, sind es nur noch 26 km. Wir wollen aber morgen erst einmal hier bleiben und eine schöne Wanderung in die Paisaje Lunar machen, eine Mondlandschaft aus weichem Tuffstein welche vom Wasser geformt wurde.

Vilaflor über den Wolken
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Wir gönnen uns 10 Tage Urlaub

Jetzt habe ich schon wieder ein paar Tage nicht geschrieben. So langsam geht es ja auch auf Weihnachten zu und wir dachten, dass es an der Zeit wäre, so einige Tage auf einen Campingplatz zu gehen. Da ist auf Teneriffa nur wenige Campingplätze gibt, schauten wir in der näheren Umgebung was in Frage käme. Laut Internet gab es drei Campingplätze, laut Park4Night waren es nur zwei. Alle drei Campingplätze lagen nicht mal 25 km von unserem Standort entfernt. Der erste kam schon nach sechs Kilometern und machte auf uns keinen guten Eindruck. Er war zwar auf einem großen Gelände direkt am Meer. Die Anlage sah aber recht heruntergekommen aus und hatte nichts Einladendes für uns. Der zweite Campingplatz war nur 2 km weiter. Das Dörfchen war zwar sehr einladend, der Campingplatz aber hatte geschlossen. Also fuhren wir den dritten Campingplatz an.

Koordinaten: 28.033809,-16.557737

Etwas blauäugig fragten wir ob wir für zehn Tage bleiben könnten. Die Antwort an der Rezeption, völlig unmöglich. Sie wären restlos ausgebucht, vielleicht zwei bis drei Tage könnten möglich sein. Wir müssten aber übers Internet buchen, eine Buchung in der Rezeption wäre nicht möglich. Die Internetseite, die die freundliche Dame an der Rezeption uns genannt hatte brachte nur Werbung. Gisela entschied sich zur Rezeption zurückzugehen und nachzufragen. Ich selber versuchte im Internet weiter zu kommen und hatte tatsächlich Erfolg. Ich fand einen freien Platz für 10 Tage. Also ging ich rasch zur Rezeption. Gisela hatte mit Hilfe der Rezeptionistin einen Platz für vier Tage gefunden. Gisela war erstaunt, als ich sagte, dass ich einen Platz für 10 Tage hätte, die Rezeptionistin scheinbar weniger. Keine Ahnung welches Management sich dahinter verbirgt. Der Campingplatz ist sehr schön, sauber, hat angenehme sanitäre Einrichtungen und zu einem sagenhaften Strand sind es nur wenige Meter.

Von hier aus kann man sehr schöne Spaziergänge und Wanderungen machen. Wir genießen das Baden im Meer und die Wanderungen am Strand. Darüber hinaus lesen wir sehr viel und lassen es uns einfach gut gehen.

Der Strand ist herrlich. Jeden Tag sind sehr viele Surfer und Kiter auf dem Wasser. Ein richtig buntes Treiben. Trotzdem ist der Strand so riesig, dass man das Gefühl hat, man hat ihn für sich. Das Wasser ist angenehm zum schwimmen. Die Wellen an manchen Tagen echt hoch um weit rauszuschwimmen, es wäre zu gefährlich.

Heute waren wir einkaufen, sodass die Lebensmittel bis zum 2. Weihnachtsfeiertag reichen müssten. Wir leben hier echt gut. Lidl gibt es fast an jeder Ecke.

Unser WoMo macht nun doch schon zum wiederholten Mal ein paar Zicken. Es ist wohl etwas in die Jahre gekommen, wie wir auch. Bisher konnten wir alles zumindest vorläufig beheben. Zu Hause werden dann doch einige Verbesserungen folgen müssen.

Gestern haben wir unsere Wasserpumpe reparieren müssen. Die Pumpe ist qualitativ hochwertig, eine Shurflo-Pumpe. Gisela hat gestern am Sonntag noch die Firma in Bietigheim-Bissingen angeschrieben und am Sonntagabend kann dann die Rückmeldung, dass die Belegschaft sich leider bis 10. Januar im Weihnachtsurlaub befindet. Erfreulich war, dass einige Minuten später ein zweites Mail kam, in dem sich der Geschäftsführer persönlich nach dem Mangel der Pumpe erkundigte und uns um Rückantwort bat. Heute morgen jedoch hatte ich den Druckschalter der Pumpe überbrückt und sie wird notdürftig bis zu unserer Rückkehr wohl funktionieren. Gisela und ich fanden jedoch es sehr Service betont, dass wir sofort auf unser Anliegen eine Antwort bekommen haben. Wir können diese Firma nur empfehlen.

Gerade hat uns unser englischer Nachbar ein Stück Rasen geliehen. Wir sollen es auch schön haben
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Die Luft war so klar, die Sichtweite war über 100 km

Heute sahen wir bis GranCanaria, so klar war die Luft.

Ganz gemütlich ging es am Sonntag nach dem ausgiebigen Frühstück wieder zurück ans Meer. Bei der Rückfahrt kam mir die Straße im unteren Bereich des Berges nicht mehr so eng und steil vor. Auch diese Fahrt zum nächsten Stellplatz, das heißt zum Parkplatz am Meer, war wieder nur gut 18 km lang. Der Platz in El Socorro (Koordinaten: 28.325144, – 16.362908) war nicht so der Hit und wir entschlossen uns, noch 8 km weiter zu fahren bis Guimar. Dort hatte Gisela entdeckt, dass es Pyramiden gibt, eingeschlossen in einen Botanischen Garten und mit einer Ausstellung von Thor Heyerdahl. Außerdem gibt es in Guimar eine Tankstelle mit Entsorgungsmöglichkeiten für Wohnmobile und verschiedene Parkplätze zum Übernachten. Wir kamen im Vorbeifahren an den Pyramiden und anschließend an der Tankstelle vorbei und fuhren den Port von Guimar an.

Dort machten wir Mittagspause direkt am Meer und vertraten uns ein wenig die Beine. Außer uns waren einige Einheimische da und es war typischer Wochenendausflug. Einige scheinen hier ständig in ihrem Wohnwagen oder Wohnmobil zu leben. Neben der geparkten Unterkunft steht ein Auto oder Fahrrad und es geht von hier aus zur Arbeit, sofern es eine gibt.

Zum Übernachten wollten wir an dem Ort nicht bleiben und wir fuhren am  Spätnachmittag  300 m weiter zu einem Parkplatz direkt an der Strandpromenade. Koordinaten : 28.290247, – 16.378446. Hier standen schon andere Wohnmobile und wir reihten uns ein. Zwar gibt es hier keinerlei Service, der Platz aber ist sehr schön gelegen und das Meer vor unserer Haustüre.

Am nächsten Morgen wanderten wir bei bestem Wetter durch den Naturpark Malpais. Einer der schönsten Naturparks auf Teneriffa.

Die Rundwanderung führte uns zuerst am Meer entlang und dann im Bogen an dem nur 276 m hoch gelegenen Vulkankegel vorbei zurück. Die Landschaft geprägt von der einst geflossenen Lava mit mannigfaltiger  Vegetation. Viele Pflanzen gehen im Sommer auf Sommerruhe und sichern sich so ihr Überleben in der Trockenheit, analog zu vielen Pflanzen bei uns zu Hause im Winter.

Am nächsten Morgen ging es dann zuerst an die Tankstelle. Dort wurde das WC geleert, 120 l Wasser gebunkert und das WoMo gewaschen. Von der Welle, die uns vor ein paar Tagen überrollt hat war eine Salzkruste zurück geblieben, die abgespült werden musste. Anschließend ging es zu den Pyramiden. Dort verbrachten wir über drei Stunden. Die Pyramiden fand ich zwar nicht so interessant aber die Ausstellung über Heyerdahl und der weitläufige Botanische Garten waren super. Dem Botanischen Garten ist ein Bereich mit Giftpflanzen angegliedert. Wir staunten beide, was alles giftig ist. Viele uns bekannte Zimmerpflanzen wurden aufgeführt. Auch ist der Unterschied zwischen Heil- und Giftpflanzen nur die Dosis der Einnahme. Hätten wir nicht beide Hunger und Durst verspürt, wären wir sicherlich noch länger geblieben.

Die Fahrt ging am Nachmittag  ca. 25 km weiter nach Abades. Ein kleines Dorf direkt am Meer. Viele weiße Häuser und direkt am Meer ein Parkplatz, auf dem es gestattet ist für 72 Stunden zu stehen, zu wohnen! Koordinaten : 28.1413, – 16. 441099

Von hier aus machten wir heute einen Ausflug zum Leuchtturm durch die,  selbst am Tage unheimlich wirkende, Geisterstadt Abades. Die Gebäude wurden während des zweiten Weltkrieges gebaut. Die Kanarischen Inseln wurden zwar vom Kriege nicht tangiert, aber in dieser Zeit wurde Teneriffa von Lepra heimgesucht und es wurde hier ein Zentrum für Leprakranke  gebaut.

Kurz vor der Fertigstellung der Gebäude, teilweise liegen die Fliesen schon, wurde jedoch ein Mittel entwickelt, das diese Unterbringung der Kranken nicht mehr erforderlich machte. Der weitere Bau von Kirche, Schule, Krankenhaus und Wohnungen wurde eingestellt.

Viele Jahre später wurde das Gelände umzäunt und  bis zum Jahre 2000 vom spanischen Militär genutzt. Heute ist es frei zugänglich. Viele Grafity- Künstler haben sich hier verewigt.

Heute hat es ein klein wenig geregnet.

Filmaufnahmen am Strand von Abades

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