Von Dornburg nach Möhlau (74,3 km)

Am Morgen machte eine Frau, aus Kirchheim Teck, im Nachbar-wohnwagen heißes Wasser für uns, so dass wir gemütlich Kaffee trinken konnten und dann los radelten. Heute am Spätnachmittag wollten wir in Möhlau sein. Dieser Abschnitt war keine große Herausforderung, machte uns aber dennoch zu schaffen. Es ging wieder mal im Kopf ab, in Gedanken waren wir nämlich schon da. Und somit plagten wir uns, zumindest am Schluss, noch ganz schön. Dessau war eine Katastrophe. Wir wollten, ähnlich wie in Magdeburg, die Innenstadt abfahren, stellten dann aber fest, dass dies unmöglich war, die halbe Innenstadt ist eine Baustelle.

Die Hauptsehenswürdigkeiten, die Meisterhäuser und das Bauhaus sahen wir aber dann doch. Schon toll, wie schon vor 100 Jahren jemand erkannt hat, dass manche Bauwerke, zeitlos und unveränderlich sind. Für Menschen, die an Architektur und Baustil interessiert sind, ein Muss.

Dann brachte uns das Navigationsgerät, wir hatten von diesem Gebiet keine Karten mehr, sicher nach Möhlau. Dort wurden wir schon erwartet und werden nun ein paar Tage hier verbringen um, dann Richtung Dresden weiter zu fahren.

Hier im Umkreis von Möhlau gibt es eine schöne Heidelandschaft im ehemaligen Sperrgebiet der sowjetischen Armee. Dort leben heute, in einem Biosphärenreservat Wildpferde, Heckrinder und Wölfe in fast unberührter Natur.

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Von Magdeburg nach Dornburg (64,5 km)

Morgens gab es ein gutes Frühstück noch bevor wir los fuhren.

Durch Magdeburgs Innenstadt ging es ganz gemütlich, mit dem Rad, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Hier waren die geparkten Fahrräder mit starken Ketten gesichert. Dies deuteten wir,  dass hier Fahrräder wohl sehr gerne gestohlen worden. Wir wollten unsere Fahrräder nicht alleine mit dem Gepäck stehen lassen. Somit waren wir gezwungen, den Dom jeder für sich anzusehen. Einer war heute bei den Fahrrädern und der andere besichtigte die Sehenswürdigkeit. Schade, wir wussten nicht, ob wir nur zu wenig Vertrauen hatten oder ob wir tatsächlich einen Diebstahl befürchten müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Südlich von Magdeburg ging es nun kilometer – weise gerade der Elbe entlang. Wenig Dörfer, mit noch weniger Einkaufsmöglichkeiten für Brot oder die notwendigen Lebensmittel.

Die Elbe mäandert hier sehr stark, so dass einige Schleifen gefahren werden mussten.

Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Dornburg auf einem kleinen Waldcampingplatz an. Es war sehr nett und wir wurden gleich in die Familie der Camper integriert. Hier waren nicht die großen Wohnwagen und Wohnmobile angesiedelt, sondern kleine Wohnwagen und Zelte. Die Campingplatz Inhaberin kochte noch am Abend und Gisela aß Spargel mit Schnitzel. Die viele Bewegung macht hungrig.

 

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Von Tangermünde nach Magdeburg (76,4 km)

Das Zimmer war vom Wetter her eigentlich gar nicht nötig. Aber es war richtig herrlich, mal wieder in einem Bett zu liegen und das super Frühstück tat das übrige. Gut gestärkt fuhren wir also los. Gisela hatte inzwischen Dieter verständigt, dass wir in Möhlau vorbeikommen und dort einige Tage Rast machen. Aber erstmal sollte es für heute nach Magdeburg gehen.

Beim Fahren merken wir, dass wir richtig gut geschlafen haben, es lief richtig gut.

Zwar waren entlang der Elbe mal wieder Dammarbeiten, inzwischen wissen wir aber, dass man diese Umleitungen ignorieren muss und weiterfährt. Somit kann es zwar passieren, dass man eine kleine Strecke schieben muss, man spart sich aber oft viele Kilometer Umweg.

Dieter hatte uns empfohlen, in Magdeburg auf jeden Fall das Schiffshebewerk und das Wasserkreuz anzusehen.

Nur wenige Meter vor dem Wasserstraßenkreuz hier kreuzt der Mittellandkanal die Elbe in einer Höhe von 50 m. Hier liegt ein kleiner Campingplatz, das Paradies wie er sich nennt. Wir waren die einzigen Gäste. Der Campingplatz ist sehr klein, hat einige Hütten und liegt idyllisch am Ufer der Elbe. Ein Paradies, wenn es die Besitzer nicht gebe. Er ist ein echter DDRler, früher in der DDR war alles besser und er wusste auch alles besser. Also doch kein ganzes Paradies. Das merkten wir auch an der Abrechnung, hier langte er für die Ladung der Akkus richtig hin mit 2.- €. Soll glücklich werden damit.

Der Mittellandkanal, im Hindergrund, rund 50 m tiefer kreuzt die Elbe.

Am frühen Abend fuhren wir dann noch zum Schiffshebewerk raus und besichtigten dies zumindest von außen. Leider wurde gerade kein Schiff von der Elbe hochgehoben auf den Mittellandkanal. Auf der Elbe fiel uns auf, dass keine Lastkähne fahren. Der Pegelstand der Elbe ist einfach um 2 Meter zu niedrig. Die Schifffahrt  ist zu großen Teilen eingestellt.

 

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Von Havelberg nach Tangermünde (46.5 km)

In der Nacht hat es nun doch geregnet. Trotz meiner anfänglichen Skepsis blieb unser Zelt dicht.

Am Morgen war es dann natürlich empfindlich kühler als am Vortag und wir erlebten Havelberg dann noch von seiner modernen Seite. Beim bezahlen mussten wir Kurtaxe abführen. Eine Unsitte, die immer mehr Städte verlangen.

Wir packten, tranken noch einen gemütlichen Kaffee und radelten los.

Wir fuhren Richtung Werben, um nach gut 3 km festzustellen, dass die Fähre außer Betrieb ist und somit ein rüberkommen über die Elbe hier nicht möglich ist. War ärgerlich. Angeblich war am Anfang der Straße ein Hinweisschild, dass wir aber nicht gesehen hatten. Allerdings haben es einige andere auch übersehen.

Es ging also zurück nach Havelberg um dann ca 4 km Richtung Sandau zu fahren.

Die Fähre dort war in Betrieb und wir konnten übersetzen.

Über Arneburg fuhren wir dann nach Tangermünde. Wo wir im Hafen  schon gegen 13 Uhr ankamen. Tangermünde hat eine sehenswerte Altstadt und ist über 1000 Jahre alt.

Im Jahr 1009 wurde sie erstmalig erwähnt.

Im 15. Jahrhundert wurden die Stadttore und das Rathaus im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet.

Die Hansestadt Tangermünde verlor nach dem 30 jährigen Krieg ihre Bedeutung als Handelszentrum und Kaiserstadt.

Wir trocknen gerade unser Zelt als gegen 15 Uhr ein Gewitter aufzog. Wir konnten unsere Sachen gerade noch ins trockene bringen.

Es regnete, nein es schüttete für kurze Zeit mit Blitz und Donner.

Wir entschlossen uns für heute ein Zimmer zu nehmen. Für 50.- € bekamen wir ein nettes Zimmer mit Frühstück. Es regnete nicht mehr, die Sonne scheint wieder und wir spazieren gemütlich durch die nette Altstadt.

 

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Von Wittenberge nach Havelberg (47, 5 km)

War schade, dass wir unsere Hütte schon verlassen mussten. Es war eine ruhige, gute Nacht und wir schliefen recht gut in den Betten.

Morgens weckte uns ein Vogelgezwitscher aus dem umliegenden Wald.

Wir machten eine Sightseeing-Tour durch Wittenberge, die allerdings nicht viel her gab.

Dann starteten wir am rechten Ufer der Elbe entlang bis Rühstädt.

Rühstädt ist ein Touristen Highlight, es ist das Storchen reichste Dorf in der Bundes-republik Deutschland. Wir hatten allerdings unterwegs schon viele Störche und Storchennester gesehen, so dass dieses Highlight für uns nichts Besonderes war.

Nicht in Ordnung war mal wieder, dass kurz vor Rühstädt Bauarbeiten am Damm verrichtet wurden und dadurch der Radweg gesperrt war. Mit dem Rad ist so ein kleiner Umweg von ein paar Kilometern, wenn man eine größere Strecke fährt, einfach ärgerlich.

Durch diesen Umweg mussten wir auch auf Straßen fahren, die allerdings recht wenig befahren waren.

Kurz nach Rühstädt waren wir durch diese Umleitung gezwungen, das Elbufer zu verlassen und fuhren entlang der Havel bis Havelberg.

Der Wetterbericht zeigte für heute mal wieder Gewitter an.

Dom von Havelberg

 

Allerdings anderthalb Stunden später war der Spuk vorbei und der Wetterbericht sagte voraus, dass es heute doch kein Gewitter mehr gibt.

Havelberg liegt an der Einmündung der Havel in die Elbe. Somit ist von hier aus über die Havel, über Berlin, der Schiffsweg bis in die Ostsee offen. Als wir in Havelberg den eindrucks-vollen Dom besichtigten, gingen ein paar Tropfen Regen nieder. Eigentlich wollten wir heute noch 10 km weiter radeln, wir entschieden uns aber durch diese Regentropfen, in Havelberg zu bleiben und unser Zelt aufzubauen.

Viel radfahren, viel frische Luft, eine gesunde Ernährung, all dies führte dazu, dass ich heute Mittag kaum eine Portion Lasagne schaffte. Allerdings Bier und Wein schmeckt uns beiden noch immer.

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Von Dömitz nach Wittenberge (54,6 km)

Obwohl es heute wieder normale 50 km werden sollten, fiel uns die Tour heute nicht leichter. Zwischen Dömitz und Lenzen ist die Elbe als Biosphärenreservat von der UNESCO ausgezeichnet. Es ist die letzte naturnahe Stromlandschaft Mitteleuropas. Und dieser Abschnitt ist der schönste.

Die Elbe mäandert seit tausenden von Jahren hier durch das Tal. So hörten wir die vielen Vögel nur selten zwitschern. Der Gegenwind war heute wieder so stark, dass er alles unterdrückte. Heute fiel vor allen Dingen Gisela das Fahren relativ schwer. Am frühen Nachmittag kamen wir dann in Wittenberge an. Dort war ein Campingplatz mitten in der Stadt an einem See eingezeichnet. Leider geschlossen. Als wir unter der am Tor hängenden Telefonnummer anriefen, sagte uns ein smarter junger Mann, dass er gleich da wäre. Das Freibad und der Campingplatz haben noch nicht offen, war jedoch kein Problem und wir mieteten eine Blockhütte. Wir sind die einzigen auf dem Platz, mussten unterschreiben, dass wir nicht im See baden und alles war in Ordnung.

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Von Walmsburg nach Dömitz (38,4 km)

Heute ist eigentlich Genuss fahren angesagt, knapp 40 km waren geplant. Wie immer, wenn wir so eine kurze Fahrt machen, tun wir uns viel schwerer als wenn wir 80 km fahren. Das geht wohl im Kopf ab. Es war sehr heiß heute, ein Sommertag schon. Wir radelten in Walmsburg los nach Katemin und nahmen von dort die Fähre an das rechte Elbeufer.

Hier reiht sich ein Naturschutzgebiet an das Andere. Wir fuhren durch die Dorfrepublik Rüterberg. Dort hatten die Bürger am 8. November 1989 den Status der Dorfrepublik Rüterberg ausgerufen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das in der sowjetischen Besatzungszone gelegene Rüterberg Grenzdorf zur britischen Besatzungszone. Seit 1952 ging es hin und her. Aus Protest gegen die Isolierung beschlossen die Dorfbewohner am 8. November die Ausrufung der Dorfrepublik. Am nächsten Tag fiel die Mauer und Rüterberg war frei zugänglich.

Von hier nach Dömitz waren es dann noch rund 10 km. Dort hatten wir einen schönen Campingplatz, direkt bei der Hafenmeisterei.

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Von Stove nach Walmsburg (62,4 km)

Heute morgen war es schon 8 Uhr als wir aufwachten. Wir packten gemütlich zusammen und gingen erstmal in einen Edeka zum frühstücken.

Dann radelten wir los, am linken Elbufer entlang.

Schon wieder war von weitem ein AKW zu sehen, diesmal war es das inzwischen stillgelegte AKW Krümmel. Es ist schon erstaunlich wie viele Kernkraftwerke es hier entlang der Elbe gibt. Auch Gorleben ist ja hier nicht weit, Brunsbüttel und Brokdorf liegen hinter uns.

Wir hatten viel Glück bisher mit dem Wetter, es war wieder mal ein herrlicher Tag zum Radfahren.

Der Rufer

 

 

Bei Lauenburg überquerten wir auf einer Brücke die Elbe und fuhren hinein in das Städtchen. Lauenburg hat eine tolle renovierte Innenstadt. Hier macht das Bummeln richtig Spaß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauenburg liegt nur wenige Kilometer von der ehemaligen Grenze zur DDR entfernt.

Der ehemalige Grenzpunkt zur Bundesrepublik ist heute ein Imbiss, der Checkpoint Harry.

Über Boizenburg ging es nun weiter bis Neu Bleckede. Hier gibt es sehr viele Ortschaften, die auf der einen Seite der Elbe einen Namen tragen und auf der anderen Seite der Elbe den gleichen Namen haben, mit Neu davor. Dies ist das Zugeständnis an die Wiedervereinigung 1990.

 

Auch hier hatten wir wieder Glück mit der Fähre. Von Neu Bleckede fuhren wir nach Bleckede und konnten ohne Wartezeit auf die Fähre auffahren. Wir sind hier auf dem Land, die Fährkosten sind mit 3€ deutlich günstiger als in Hamburg. Nun sind wir wieder linksseitig der Elbe und radeln noch bis Walmsburg.

In Walmsburg suchten wir dann den Campingplatz. Er war zwar auf unserer Karte eingezeichnet, aber nirgendwo ausgeschildert. Nach zweifachem Nachfragen fanden wir einen schnucklichen Platz wo wir die einzigen Gäste waren. Er liegt mitten im Wohngebiet. Die Vögel pfeifen von dem alten Baumbestand und die Besitzerin erklärte uns, dass der Platz gerade im Entstehen ist und früher von ihren Eltern geführt wurde. Sie sorgte sich um unseren Stromanschluss und brachte uns auch gleich für unsere Bank, die neben dem Zelt stand, einen Campingtisch. Weil Rotwein ja ohne Tisch nicht so recht schmeckt. Der Platz ist sehr ruhig.

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Von Hamburg nach Stove (57,3 km)

Das Unwetter gestern Abend hat uns verschont. Es hat nicht geregnet. Allerdings lasen wir heute Morgen, dass im unmittelbaren Bereich unseres Campingplatzes am späten Nachmittag Land unter war. Dass die Feuerwehr im Dauereinsatz war. Da hatten wir unwahrscheinliches Glück.

Heute scheint die Sonne wieder. Die 10 km Fahrt zurück in die Innenstadt ging durch schöne Wälder und entlang der Straße, doch gut ausgebaute Radwege. Wir fuhren am Alsterkanal entlang, kamen an der Außen- und Innenalster vorbei und standen vor dem Rathaus.

Da aber unser nächstes „Afrikatreffen“ in Hamburg sein wird, verzichteten wir auf eine nähere Besichtigung.

Wir genossen, ließen uns treiben und radelten an den verschiedenen Kanälen entlang der Elbe aufwärts.

Am Nachmittag kamen wir dann, nachdem wir mit der Fähre auf das linksseitige Elbeufer gewechselt haben, hier auf dem Campingplatz an.

Haben dann am Abend bei einem gemütlichen Abendessen noch einen Hamburger kennengelernt, der fast dieselbe Route wie wir fährt. Es war ein lustiger und unterhaltsamer Abend. Er glaubte, dass er mit 10.- pro Zelt acht hinkommt. Bisher war kein Campingplatz für uns unter 16.- € zu haben.

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Von Krautsand nach Hamburg (76,2 km)

Wir waren uns heute nicht ganz einig beim los radeln. Waren es 38 km wie ich meinte oder waren es 50 km wie Gisela meinte bis zur Fähre, die uns auf die Hamburger Seite bringen sollte.

Es war sehr heiß und wir radelten und radelten, letztendlich waren es dann 42 km bis wir die Fähre erreichten. Für heute waren ja schwere Unwetter angesagt und so radelten wir mit einem ganz unguten Gefühl.

Als wir auf die Fähre warteten war uns das Glück bis dahin hold und es hat noch nicht geregnet. Auf der anderen Seite der Elbe, in Blankenese, braute sich ein Unwetter zusammen. Es war sehr dunkel, gewittrig und der Himmel wurde ganz gelb. Wir machten unsere Fahrräder schon regenfest und richteten unsere Regencapes her. Als wir drüben ankamen, war es aber gar nicht so schlimm.

Es regnete nicht.

VonBlankenese in die Innenstadt von Hamburg ist es wunderschön zu fahren. Ganz Hamburg schien auf den Beinen um den Vatertag zu feiern. Der Vatertag erklärte wohl die vielen Angetrunkenen und der Rest feierte den Hafengeburtstag.

Wo übernachten wir? Wir kamen auf die Idee, in der Jugendherberge anzufragen. Die konnten uns aber nur noch ein 8 Bett Zimmer anbieten und das ganze zu 34,50 Euro pro Person. Wir fanden das zurecht für verrückt, hatten wir doch unterwegs Angebote für ein Doppelzimmer für 45 €. Also fuhren wir zum Campingplatz. Leider teilte uns der Besitzer mit, dass er nicht mal einen Quadratmeter Platz noch frei hat. Dieser Campingplatz war schon ca 6 km außerhalb der Stadtmitte und der nächste war dann nochmals 9 km entfernt. Da kam bei uns Freude auf. Aber was tun in der Not. Hamburg war aufgrund des Hafenfestes einfach übervoll und so radelten wir nochmals 9 km weiter Richtung Norden. Welch eine Überraschung, ein Knaus Campingplatz, der wieder mal durch mangelnden Service und überteuerte Preise glänzte. Auf der Spielwiese durften wir unser Zelt aufschlagen. Der Aufenthaltsraum war in Ordnung und sogar beheizt. So waren zumindest das Abendessen und das Frühstück am nächsten Morgen in angenehmer Umgebung sichergestellt.

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