Durch Spanien nach Ceret

Die weitere Fahrt führte uns auf einer wunderschönen Strecke entlang der Berge. Es ist über viele Kilometer eine der schönsten Strecken die ich kenne. Blühende Mandelbäume, zugefrorene Seen und schneebedeckte Gipfel wechselten sich ab. Nachts ist es zwar immer noch kühl, tagsüber aber frühlingshaft.


Wir hielten uns relativ südlich von den Pyrenäen, um den ganz hohen Bergen auszuweichen. Umso mehr wir das Baskenland hinter uns ließen und nach Katalonien hinein fuhren desto weniger schön war die Landschaft. Viel Industrie links und rechts der Straße.
Wir übernachteten auf einem Stellplatz der einem Hotel angegliedert war. Da wir nur Strom benötigte, reduzierten sie den Preis von 9 € auf 3 €. Ein faires Angebot. In Spanien sind die Lebenshaltungskosten deutlich günstiger als in Frankreich und etwa auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland. Diesel ist sogar mit 1,10 € günstiger.

Von hier aus dann noch ein kleiner Ausflug nach Montserrat. Einem Kloster und Wallfahrtsort der Katalanen, etwa 50 km oberhalb Barcelonas gelegen. Hier erschrak Gisela als sie unsere Parkgebühr bezahlen wollte. Das System hatte uns doch glatt als großen Omnibus eingestuft und wollte über 50 €. Würde dann aber korrigiert und kostetete 6 €. Eine sehr schöne und gewaltige Anlage dieses Montserrat in den Bergen.


Über die Pyrenäen , einen Pass mit 1500 m Höhe, fuhren wir zurück nach Frankreich. Hier, ganz im Osten der Pyrenäen, gab es selbst auf dieser Höhe keinen Schnee mehr. Es war deutlich wärmer.
In Amelie les Bains, 10 km vor Ceret, erreichten wir dann einen Stellplatz. Der Stellplatz war einem Campingplatz angegliedert und wir entschlossen uns, hier zu übernachten. Mit 15 € erschien uns der Preis in Ordnung und Strom und vor allem eine heiße Dusche übten einen großen Reiz aus. Als erstes musste ich unsere Stromleitung reparieren. Ein Kabel war gebrochen. Die Dusche dann danach war super und das zurück kommen ins mollige WoMo ebenfalls.
Es ist wärmer geworden. Zum ersten Mal auf dieser Reise können wir ganz auf heizen verzichten. Nachts geht die Temperatur auf 8 °C. zurück, tagsüber hat es 20 ° C. Es ist herrlich, die ersten Magnolien blühten schon.
Von unseren Bekannten wurden wir , nachdem wir am Vormittag noch auf dem Markt bummelten, sehr herzlich willkommen geheißen. Wir hatten uns lange nicht gesehen und es gab viel zu erzählen.

Das WoMo stand vor ihrer Türe. Ich hatte nicht mehr in Erinnerung wie schön die Lage hier ist. Die zwei boten uns sofort die Nutzung Ihres Hauses an und wir verbrachten 2 schöne Tage hier. Gestern, am Samstag, machten wir einen gemeinsamen Ausflug auf den Wochenmarkt und anschließend ans Meer vor um dort an der Uferpromenade zu spazieren. Viele Jachten lagen im Hafen, eine größer und somit teurer als die andere.


Heute nach dem gemeinsamen, ausgiebigen Frühstück sind wir abgereist. An der Stelle noch ein Mal herzlichen Dank für die Gastfreundschaft. 1340 km zeigt das Navi an nach Hause. Wir wollen auch weiterhin keine Mautstraßen fahren. Das bedeutet, wir wollen in ca. 7 Tagen zu Hause sein, ca. 200 km am Tag. Dies ist bequem machbar.
Kaffeepause machen wir gerade direkt am Meer. Dies ist wohl der letzte Abstecher ans Wasser. Die Strecke führt uns nun landeinwärts.

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Die Zeit vergeht rasend schnell

Wieder schliefen wir lang. Nach dem Frühstück fuhren wir dann los. Zuerst nach Navi zum Lidl einkaufen. Unser Naviprogramm ist schon ein wenig älter und somit war unsere Hoffnung in diesem Kaff einen Laden zu finden wieder hinfällig. Lidl war Spar und der hatte schon am gestrigen Tag Winterpause. Also 8 km weiter in die nächste Stadt. Dort gab es dann wieder alles. Zumindest das Brot war wichtig, war nämlich beim Frühstück schon alle. Sogar das Mittel fürs Porta-Potti gab es hier. Mit allem was wir brauchten ging es nun weiter zu einem Stellplatz mit sehr guter Bewertung, direkt am Atlantik. Aire de Camping-Car du Phare sollte zwar 13.- € pro Nacht kosten, kostete aber nur 9.- €. Er liegt schön in einem Areal mit Pinien und zur Ausstattung gehören laut Beschreibung, Dusche, WC, Strom, Internet und Entsorgung. Die Dusche war „afrikanisch“ und eiskalt. Das WC zumindest sauber. Internet war Fehlanzeige. Also Duschwasser im Solarbehälter erwärmt und etwas kühl im Freien geduscht. Was aber ein richtig gutes Gefühl ergab, zumindest dann nach der Rasur.


Zum Strand waren es 400 m, dies ist aber hier fast überall so, die Zone vor den Stränden sind oft Staatswald und geschützt. Hier allerdings sind auf dem Hügel vor dem Strand wunderschöne Ferienhäuser gebaut. Um diese Zeit ist der Platz absolut zu empfehlen und wir werden 3 Tage bleiben.
Mit einer Fahrradtour oder besser gesagt mit zwei Touren haben wir den heutigen Tag verbracht. Die Fahrradwege sind ok, nur leider sind Rundtouren nur schwer zu machen. Entweder zu weit oder einfach über Radwege nicht machbar. Auf den Straßen ist das Radfahren nicht so brickelnd, zumindest nicht mit unseren Klapprädern. Ist eben doch noch ein anderes radeln als mit normalen Rädern oder mit E-Bikes. Kurz gesagt, war anstrengend, machte Spaß, nur der Popo hat etwas gelitten.
Ein gutes Abendessen rundet den Tag ab. Wir kochen selbst und haben es bisher geschafft, mit einem Minimalaufwand sehr gut und sehr abwechslungsreich zu leben. Und Wein gibt es jeden Tag!
Der darauf folgende Tag war gekrönt von einem schönen Spaziergang am Strand. Die Wellen waren bis zu 3 m hoch und donnerte ans Ufer. Herrlicher Sonnenschein und eine leichte Brise. Wir waren am Vorabend lange auf und somit heute ein wenig müde. Es war ein sehr schöner Tag.

Selbst der Fluss wurde immer wieder zurück gedrängt.

In der Nacht wurde es fast 5 °C wärmer und somit war heute Morgen alles dunstig und verhangen.
Wir fuhren an der Küste entlang nach Süden. Im vorbei fahren fanden wir Capbreton sehr ansprechend. Im Moment ist hier absolute Winterpause. Wir hatten keine Lust Biarritz oder Bayonne anzusehen. Touristen Hochburgen sind doch überall gleich. Obwohl wir die Küstenstraße genommen haben, sahen wir den Atlantik so gut wie nicht. Zwischen Straße und Meer auf der gesamten Strecke sind Dünen und Pinienwälder. Also, eine relativ unspektakuläre Strecke.
Wir hatten inzwischen mit Freunden in Ceret telefoniert ob sie zu Hause sind. Und ja, die sind zu Hause. Wir fuhren also nach Spanien hinein und den Pyrenäen entlang Richtung Osten.
Über Pamplona und Jaca ging es bis Sabiñánigo. Dort stehen wir jetzt auf dem Stellplatz. Den haben wir extra gewählt weil es hier auch Strom gibt. Wir befürchten nämlich, dass unser „Jahrhundertgasvorat“ zu Ende geht. Das Gas stammt noch aus der Griechenlandfüllung. Dort hat ein Schrauber die Flasche gefüllt, sodass sie nach über einem Jahr noch 14 kg Inhalt hatte. Bei unserer Abfahrt jetzt waren noch 6 kg Gas drin. Mit heizen geht aber schon einiges weg. Mal sehen wie lange sie noch hält und was dann passiert.
Spanien ist anders als Frankreich. Es ist schon richtig Frühling hier, obwohl am Straßenrand, auf dem Parkplatz und an den Berghängen auf 800 m Höhe noch vereinzelt Schnee liegt. Die bis über 3000 m hohen Berge in Sichtweite haben durchgehend eine dicke Schneedecke. Tagsüber hatte es 20 ° C. Heute Nacht wird es wohl leicht frostig.

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Am Atlantik

Wir schlafen zur Zeit jeden Morgen bis 8.30 Uhr. Die Sonne blinzelte schon ins Wohnmobil. Draußen hatte es nur 4° C. Jetzt um die Mittagszeit zeigt das Thermometer aber schon 14° C. an. Es ist vom Tagesablauf spürbar, dass wir weiter westlich als zu Hause sind. Es ist Abends länger hell und morgens doch erst etwas später hell.


Wir fuhren heute weiter zu den höchsten Sanddünen Europas. Im Sommer ist es hier vor Touristen kaum auszuhalten. Riesige Parkplätze versuchen den dann herrschenden Besucherandrang zu lenken. Zwei Stunden PKW-Parkzeit 4.- €, fürs WoMo das doppelte und dies selbst jetzt im Winter. Es stand fast kein Fahrzeug auf dem Platz. Da wir schon auf der Einfahrt waren, gab es kein zurück. Nur gut, dass man ein Ticket ziehen kann und dann direkt zur Ausfahrt fahren kann ohne zu bezahlen.
Etwas südlicher bestiegen wir dann eine Düne, alleine, ohne Bezahlung und sahen vor uns die brecherischen Wellen des Atlantik.
Mittagspause machten wir noch ein paar Kilometer weiter südlich auf einem schönen Picknickplatz inmitten eines Pinienwaldes direkt am Meer. Traumhaft ist es hier, nur wenige Menschen. Ab Juni ist der Platz für Fahrzeuge über 2 m Höhe gesperrt. 10 Millionen Touristen besuchen diesen Küstenabschnitt der gerade mal 100 km lang ist jährlich. Wir haben ihn gerade fast für uns. Allerdings baden geht halt nicht.


Haben jetzt einen Stellplatz in Biscarrosse Plage im Pinienwald angefahren, der eine sehr gute Bewertung hat. Das Gute, der Zahlautomat funktioniert nicht. Ansonsten, absolute Nebensaison, das Dorf hatte zwar offene Café aber selbst der Supermarkt und Bäcker hatten zu. Wir fuhren das Dorf mit dem Fahrrad ab. Hat im Sommer sicherlich mächtig was zu bieten, jetzt allerdings tote Hose. Stimmt nicht ganz, das Spielkasino hatte offen und die Strandpromenade war gut besucht.

Das Meer, heute Abend war Ebbe, rauschte hinter den Dünen gewaltig. Die Wellen sind aber kleiner geworden. Merkwürdig auch, dass es zwischen den strandeinwärts rollenden Wellen immer wieder hohe querliegende Wellen gibt. Es ist etwas kühler hier geworden und das Meer bringt etwas Nebel mit. Dies ergibt ein unheimlich eindrucksvolles Bild.

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Wanderung im Naturschutzgebiet

Ein traumhaft schöner Tag sollte es heute werden. Wir wollten gleich morgens die Fahrräder richten und los radeln. Aber nach dem ersten raus schnuppern war es uns doch beiden zu kühl und wir disponierten um.
Bei etwas kaltem Wind aber super Sonnenschein wanderten wir um das Vogelschutzgebiet auf Deichpfaden und staunten über die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Leider gingen die letzten 3 km dann entlang der Straße zurück. Dies machte dann weniger Spaß, konnte aber den Gesamteindruck nicht vermiesen.
Am späten Nachmittag noch ein kleiner Spaziergang und abends dann endlich der 5. und letzte Teil des Filmes die Brücke. Es war sowas von spannend.

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In Bordeauxe

In der Nacht hatte es wieder Minus-Grade. Aber am Morgen scheint schon wieder die Sonne. Die Temperatur erreichte im Laufe des Tages 14° C. Bergerac besuchten wir nicht. Wir sahen beim durchfahren keinerlei Anlass dazu. Ein Städtchen, von der Größe wie Esslingen, ohne besonderen Reiz. Die gepriesenen Weinberge waren von der Straße aus nicht zu sehen. Auffällig war, wie unterwegs allerdings schon öfters, die Vielzahl der Supermärkte und Firmen und ihre Größe. Die Franzosen scheinen den Einkauf zu lieben.
Gemütlich fuhren wir bis Bordeaux und erreichten die Stadt kurz nach unserer Mittagspause. Wir parken direkt an der ersten und somit ältesten Brücke, der Pont de Pierre, die hier den La Garonne überspannt.

Die Brücke ist inzwischen für den normalen Verkehr nicht mehr freigegeben und ausschließlich für die Straßenbahn, Fahrräder und Fußgänger offen. Die Straßenbahnen sind sehr modern und sehr gepflegt. Die Stadt, vom Fluß aus betrachtet, erinnert an Hamburg. Die Garonne erscheint uns so breit wie die Elbe. Allerdings den Hafen haben wir nicht besucht, er liegt weiter flussabwärts.
Nachdem wir die Brücke überquert habe, waren wir in der City und glaubten uns aber in Marokko. Hier fiel uns zum ersten Mal in Frankreich die hohe Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund auf. Die Kirche Saint-Michel-de-Montaigne mit ihrem alleinstehenden Turm mit 87 m Höhe ist was besonderes. Der Turm, der höchste in Südwest-Frankreich. Die längste Fußgängerzone Europas und vor allem die Kathedrale von Bordeaux sind beeindruckend. Die Fußgängerzone war gut besucht, es wimmelte vor Menschen. Kleine Läden und nicht große Kaufhäuser sind vorrangig hier angesiedelt.

Die Kathedrale, wir hatten Glück, sie öffnete gerade wieder, fällt durch ihre Größe und doch durch ihre filigranen Decken auf. Auch die bunten Glasfenster sind sehenswert.

Übrigens Kirche und Staat sind in Frankreich getrennt, anders als in Deutschland wo Bischöfe als quasi Beamte vom Staat ihren Lohn erhalten. An der Stelle ist wohl die Frage gestattet, welches System ist wohl besser, gerechter, demokratischer?
Wir gönnten uns nur 2 Stunden in Bordeaux, mehr gab die Parkuhr nicht her, es reichte aber auch.
Wir fuhren am Spätnachmittag noch nach Le Teich. Hier ist der Parc Ornithologique du Teich. Ein landschaftliches Highlight, ein Naturschutzgebiet. In dem Gebiet sind mehr als 280 Wildvogelarten beheimatet.
Hier machen wir Rast.

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Bei „Bruno“

Der gestrige Tag war nicht unser Tag und oder gerade deshalb, auch die Nacht war durchwachsen. Ich träumte viel und wachte oft auf. Als wir losfahren wollten, ging der Automat zum Öffnen der Schranke nicht und Gisela stemmte sie von Hand hoch. Die 20 km bis Sarlat waren im Nu abgefahren. Ich dachte, wir bleiben in Sarlat auf dem Stellplatz und Gisela dachte sich wir fahren später noch etwas weiter.
Sarlat hat eine wirklich sehr interessante historische Altstadt. Die Bausubstanz der Wohn- und Geschäftshäuser reichen bis ins 15 Jahrhundert zurück. Die Straßen sehr eng und verwinkelt. Machte sehr viel Spaß hier zu bummeln und auf Entdeckungstour zu gehen. Aus vielen Restaurants duftete es verführerisch. Ein Paradies für Feinschmecker. An einem Käseladen, man kann vor den Läden probieren, wurden wir dann schwach. Allerdings, solche Preise für Käse kannte ich noch nicht. Es ging bei 55 € fürs Kilo an und ging auf über 120 € für ein Kilogramm Käse. Verrückt, aber er schmeckt dafür sehr gut. Eine andere Esskultur ist gefragt. Hauchdünn geschnitten und genießen und langsam im Mund zergehen lassen, mit etwas Baguette und natürlich einem guten Wein. Den gibt es hier.
Nach dem Mittag fuhren wir dann weiter nach Les Eyzies. Der Stellplatz dort war nicht nach unserer Vorstellung. Verlassen, wir das einzige Fahrzeug und etwas heruntergekommen. Ich spazierte durchs Dorf, konnte dort jedoch außer geschlossenen Läden, nichts von Interesse entdecken. Wir entschlossen un, ein etwa 10 km entferntes Felsen- bzw. Höhlen Dorf anzusehen bzw. vor zu sondieren ob es interessant ist. Es ist Weltkulturerbe! Vor zu sondieren deswegen, es war schon fast 17 Uhr und somit zum ansehen zu spät. Es war nicht unser Tag. 3 Sehenswürdigkeiten neben einander. Verlassen und eingezäunt, geschlossen und erst ab März geöffnet und die Dritte??, hat zumindest offen, aber?
Ohne neue Info ging es zurück und weiter nach Le Bugue. Dort lebt Bruno, Chef de Police, zumindest im Roman und Dienstag ist dort Markttag. Dieser Stellplatz ist erst ab März in Betrieb. Wir standen dort, sehr ruhig, als einziges Fahrzeug. Ein ausgiebiger Spaziergang durch die Stadt war kein Highlight.
Der Markt am nächsten Tag allerdings schon. Das bedeutet, wie in den Romanen beschrieben. Sogar “Bruno“ tauchte auf, kontrollierte die Marktstände, hielt einen Plausch und verschwand in der Menge. Die Preise auf dem Markt waren günstiger als im Intermarche aber immer noch teurer als zu Hause. Es gab einen Käsestand mit normalen Preisen, den „superteuren“ Käsestand gab es aber auch. Am teuersten war natürlich der Käse mit Trüffeln.
Nach diesem Abenteuer fuhren wir noch einmal zurück zu unserem Weltkulturerbe. Diesmal sahen wir ein Schild, dass La Madeline erst ab März offen hat. Heute sahen wir aber auch, dass die Troglodyt-Festung noch etwa 3 km weiter ist. Diese Festung wird in einem Zuge mit Kappadokien, Mesa Verde und Festungen in China genannt. Seit über 25000 Jahren waren diese Felsen besiedelt. Die Festung Roque Saint-Christophe ist einzigartig. Über 1 km Länge, auf 5 Ebenen ist sie in den Fels eingelassen und hat mehr als 100 Unterstände.
9 € Eintritt und mindestens eine Stunde sollte man einplanen zur Besichtigung. Absolut sehenswert.
Nun sind wir noch bis fast Bergerac weitergefahren und sitzen auf einem super ausgestatteten Stellplatz in der Sonne. Ein etwas kühler Wind trübt den Genuss etwas. Aber, es ist ja auch erst Februar.

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In Montignac (Dordogne)

Höhle von Lascaux (Wikipedia)
Die jungpaläolithische Höhle von Lascaux im französischen Département Dordogne enthält bedeutende Höhlenmalereien und sind Weltkulturerbe.

 

Mehr:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hle_von_Lascaux?wprov=s sfl

Höhle von Lascaux
24290 Montignac, Frankreich
https:// maps. App. goo. gl/zqp2R

Heute Morgen waren wie vom Wetterdienst vorausgesagt, Regenwolken am Himmel. Kam aber nicht so schlimm wie erwartet. Wir sind rund 70 km weiter gefahren bis Montignac.
Jetzt sind wir im Land von Bruno, Chef de Police.
Eine sehr schöne Landschaft und es ist mild geworden, frühlingshaft mild.
Wir stehen hier auf einem ansprechendem Stellplatz und werden zwei Tage bleiben. Trotz Februar stehen auch hier einige Wohnmobilisten und machen Urlaub.

Heute ist noch ein Spaziergang angesagt und morgen wollen wir zu den Höhlen gehen und die Nachbildung der Höhle von Lascaux besichtigen.
Gegen 10 Uhr ging es dann los. Die Nacht war heute etwas durchwachsen, warum auch immer. Bis zur Höhle waren es rund 2 Kilometer. Eine völlig unscheinbare Landschaft und doch, oder gerade hier, das Weltkulturerbe von Lascaux. Fast wäre diese Auszeichnung vor wenigen Jahren aberkannt worden. Die Höhle wurde erst 1940 entdeckt, hatte aber so starken Zulauf, dass die einzigartigen Malereien stark vom Schimmel befallen wurden und die totale Zerstörung drohte. Daraufhin wurde die Höhle geschlossen, so konnten die Malereien erhalten werden und eine originalgetreue Nachbildung für über 50 Mill. € wurde erbaut. Dies garantiert den Menschen heute und in Zukunft den Einblick in eine längst verflossene Zeitepoche.


Mit 20 € Eintritt, nicht gerade billig, aber dennoch sehr sehenswert mit einer guten Führung. Das Fotografieren in der Höhle ist leider verboten.
Gegen 15 Uhr waren wir wieder zurück am WoMo. Der Regen, der heute Nacht eingesetzt hat, hat aufgehört und die Sonne scheint wieder.

Gisela hat recherchiert :
„Brunos“ Heimat liegt in Aquitanien, ehemalige französische Region bis 2015 mit der Hauptstadt Bordeaux. Liegt im äußersten Südwesten Frankreichs wo wir uns gerade befinden. Reisen bildet ob man will oder nicht.

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An der Vezere

Ganz schön praktisch so jeden Tag zu schreiben, somit weiß ich wenigstens jeden Tag das Datum und den Wochentag. Wir merken, dass dies unterwegs unwichtig wird.
Gisela hat sich entschlossen ein neues Fahrrad zu kaufen. Nicht im Internet, nein, beim Händler ihres Vertrauens in Denkendorf. Dies ist aber auf die Entfernung schwieriger als im Internet. Wir hoffen nun beide, dass es wenn wir wieder zu Hause sind bereit steht. Zugegeben, ein bisschen verrückt sind wir schon.
Gestern ist das Wetter deutlich besser geworden. Unterwegs mussten wir zwar die Ausläufer der Pyrenäen überqueren, aber es wurde sonnig. Wir planten um und suchten uns einen anderen Stellplatz für die Nacht. Der geplante Stellplatz hörte sich super an, allerdings übersah ich die Lage.
Auch hier herrscht auf über 800 m Höhe noch durchgehend Schnee, zumindest auf den Hängen der Nordseite. Die Berge über 1800 m hoch. Am Straßenrand Schilder mit der Aufschrift „Pass ouvert“.


Wir fuhren also weiter bis zur Vezere. Ein nettes Flüsschen welches von den Bergen die wir durchfahren haben gespeist wird.

Hier in Uzerche stehen wir nun am Ufer der Verzere auf einem Stellplatz. Wir hatten eine sehr gute Nacht. Allerdings alles andere am Stellplatz entsprach nicht unseren Vorstellungen. Wir sind doch, obwohl wir es meist anders sehen, ganz schöne „Luxuskinder“.
Das Städtchen hat eine nette historische Altstadt welche sich hoch über der Vezere dem Hügel anschmiegt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück soll es nun weitergehen.

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Heute haben wir das Tagesziel nicht erreicht

Das schöne Wetter ist vorbei. Nach einer sehr angenehmen Nacht wachten wir heute Morgen auf. Leichter Nieselregen bei 0 °C. machten so gar keine Laune.
Gisela hatte in der Nacht Ohrenschmerzen und ich versorgte sie mit Zwiebeln. Bei diesem Geruch musste der Schmerz ja weichen. Heute Morgen war es etwas besser.
Bei sehr schlechten Wetter fuhren wir los, somit konnte es nur besser werden.
Beim Einkauf in einem Intermarche waren wir überfordert, zu groß war das Angebot. Das Preisniveau war deutlich höher wie bei uns in Deutschland. Auch beim Diesel stellten wir unterwegs schon fest, der Liter ist etwa 30 Cent teurer als zu Hause.
Bei der Mittagspause hatte der Regen aufgehört und es ist etwas wärmer geworden. Aufgehört war zu viel gesagt. Wenig später prasselte es schon wieder los. Bei so einem Wetter macht selbst fahren keinen Spaß.
Als wenig später die Sonne durch brach war es gleich viel netter. Trotzdem entschlossen wir uns

gegen 15.30 Uhr einen kleinen sehr ländlichen Stellplatz anzufahren in Ecuisses, mitten in der Pampa.
Mit einem gutes Abendessen und zwei Gläsern Merlot ließen wir den Tag ausklingen.

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Ein erneuter Start

Es war ein schlechter Anfang und nachdem wir uns beide nun etwas fitter fühlen, sind wir heute erneut gestartet.
Gemütlich ging es auf der A8 Richtung Karlsruhe und schon in Pforzheim steckten wir im Stau. Wir fuhren von der A8 ab, doch einen Vorteil brachte es nicht und somit gurkten wir einige Kilometer über Land, um dann wieder auf die Autobahn zu fahren.

Wir fuhren sehr entspannt auf der A5 bis kurz nach Freiburg. In Mulhouse tranken wir gemütlich Kaffee und entschlossen uns, noch 35 km weiter zu fahren bis Belfort. Ab Frankreich wollten wir nicht mehr die Autobahn nutzen und fuhren auf der Landstraße. Es herrschte mit Ausnahme von Mulhouse recht wenig Verkehr und war sehr angenehm zu fahren. Kreisverkehre sind in Frankreich anders als in Deutschland meist richtige, große Kreise und keine Minikreise.
Gegen 17 Uhr kamen wir in Belfort an. Der städtische Stellplatz ist super ausgestattet und echt lobenswert. Sogar der Strom kostet nichts. Außer uns stehen noch ca. 8 Wohnmobile hier. Unser russischer Heizlüfter surrt und bringt mollige Wärme. In der Stadt, sie legt ca. auf 400 m Höhe, liegt noch vereinzelt Schnee und ich war gerade echt verwundert, das Thermometer zeigt, jetzt gegen 18 Uhr, noch 10° C an. Im Hintergrund die Vogesen sind schneebedeckt.

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