Strandwanderungen bei herrlicher Sonne

Jeden Tag zeigt mir meine Armbanduhr mehr Schritte an, die täglich zu gehen sind. Heute sind es 12500 Schritte.

Gestern sind wir rund 15 km am Strand entlang gegangen. Herrliches Wetter, Sonnenschein pur, gepaart mit einem sich etwas kühl anfühlenden Wind. Beim gehen, ständiger Wechsel vom leichten Shirt zur leichten Strickjacke.

Strandspaziergang, für viele etwas langweilig? Ich finde, sehr abwechslungsreich, tausende verschiedene Muscheln, Quallen, Seesterne, alles angespült vom Wasser liegt am Strand.

Nach der Wanderung gestern waren wir beide etwas geschafft. Das Gehen in unseren Barfussschuhen im Sand ist durchaus anstrengend. Macht aber auch richtig Spaß, kein Problem wenn man plötzlich den herausschwappenden Wellen nicht mehr ausweichen kann.

In Monte Gordon, einem Fischerdorf mit heute hunderten von Ferienwohnungen, gingen wir gemütlich zum Mittagessen. Selbst hier, obwohl schon etwas dem Tourismus angepasst, ist es für deutsche Verhältnisse immer noch günstig.

Wir beobachteten die Fischer wie sie ihre Boote mit einem großen Traktor über den Sand aus dem Wasser zogen. Kein Hafen, einfach direkt am Strand.

Die Preise für Sonnenschirm und Liegen sind durchaus wie bei uns. Im Sommer wollten wir hier nicht sein. Heute jedoch waren wieder wenig Menschen unterwegs und der Strand war fast leer.

Auf dem Rückweg hat bei mir die Faulheit durchgeschlagen. Ich wäre mit Uber gefahren. Gisela bestand aber darauf, dass wir auch zurück wandern. Also ging es zwei Stunden lang wieder zurück.

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Noch geschmückter Vorgarten

noch weihnachtliche Stimmung

Die meisten Weihnachsmärkte und der weihnachtliche Schmuck wir erst ab 10. Januar abgebaut.

Auf der Sandinsel

Innerhalb kurzer Zeit steigt der Meeresspiegel um 1 m.

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20 km Sandstrand fast ohne Menschen

Zumindest am Strand. Der Wohnmobilstellplatz allerdings ist restlos voll. Im engen Abstand stehen hier über 100 Fahrzeuge.

N 37° 9″ 53.44′ W 7° 31″ 14.92′

Wir hatten Glück. Es steht zwar „completo“ am Eingang, wir bekamen aber den letzten Platz. Hier, 10 km vor der spanischen Grenze, fühlen wir uns fast wie in Deutschland. Als erstes mussten wir 50 Cent pro Tag und Person als Kurtaxe abdrücken. Der Platz selbst kostet 5 € am Tag. Er liegt direkt am Strand und es macht Freude hier spazieren zu gehen. Wie gesagt, am Strand kaum Menschen.

Qualle

Das Auffüllen der Gasflasche ging, allen Unkenrufen aus den Reiseblöcken entgegen, völlig problemlos. Lediglich die Wartezeit überraschte uns. 11 Flaschen standen schon zum Füllen parat, die meisten aus Frankreich. Der Tankwart war äußerst gewissenhaft und die 20 Liter kosteten 17 €.

Auf der Fahrt zum Stellplatz kauften wir in Tavira noch bei Aldi die notwendigen Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Übrigens, Aldi und Lidl sind hier in Portugal stark vertreten und ausgesprochen gut sortiert, zum einen mit dem uns bekannten und darüber hinaus viele lokale Lebensmittel. Tavira ist ein nettes, sehr sauberes kleines Städtchen. Viele Touristen gibt es hier. In vergangenen Tagen soll es hier bei 1000 Einwohnern 37 Kirchen gegeben haben. Gisela hat zumindest eine besucht. Sehr sinnig stand in Deutsch an der Tür: „Der Tempel ist von… bis geöffnet“. Eintritt wurde aber keiner verlangt.

Gisela gefällt es hier am Strand sehr gut. Wir werden wohl 3 Tage bleiben.

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vida doce

Wir haben schöne Tage hier, hatten Zeit uns zu erholen und das Leben zu genießen. Manchmal ist es fast peinlich wie gut es uns geht.

Gestern waren wir Mittagessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe des Campingplatzes. Es waren überwiegend Einheimische im Restaurant. Wir speisten hervorragend. Oliven, 2 große Muscheln, Butter, Brot, 7 verschiedene, gegrillte Fischarten, Kartoffeln, Nachtisch und 3/4 Liter Wein für 20.- €. Unfassbar! Für uns Beide zusammen.

Ansonsten vertrieben wir uns die Tage mit Radfahren, Fahrradreifen wechseln, Lesen, Filme anschauen und langen Spaziergängen. Und natürlich in der Sonne zu sitzen.

Heute wollen wir noch einmal in den Naturpark und morgen soll es dann weitergehen oder 80 km zurück an die Steilküste? Dies ist noch offen. Als erstes werden wir versuchen, dass man unsere Gasflasche füllt, die ist inzwischen leer. Wir haben aber noch 5 kg Ersatz dabei.

In den letzten Tagen haben wir eine nette Abhandlung von Karl Valentin aus dem Jahre 1940 gehört. Sie hat uns so gut gefallen, dass ich sie weiterempfehlen möchte: Fremder

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2020

Doch ein paar Zeilen zum Jahresbeginn.

Das alte Jahr hat sich verabschiedet und bei manchen, mit Streit.

Gestern waren wir in der Stadt und erlebten auf dem Weg dahin einen „Frauenkampf“. Die gingen doch tatsächlich mit den Fäusten aufeinander los. Einige Männer versuchten zu schlichten, war aber bei den Furien fast zwecklos. Wir suchten das Weite.

In der Stadt war es sehr lebhaft und die Menschen standen in langen Schlangen vor Geschäften, die Muscheln oder Garnelen verkauften. Scheint hier ein sehr beliebtes Silvesteressen zu sein.

Wieder zurück am WoMo gingen wir gegen 23 Uhr, da hattet ihr zu Hause schon Jahreswechsel, auf einen Spaziergang zu den Salzwiesen. Diese lagen ohne Wasser vor uns. Boote lagen auf dem trockenen und die Meeresbrandung donnerte weit draußen. Es war dunkel und nur der Sternenhimmel leuchtete über uns. Es roch nach brakigem Seewasser. Etwas unheimlich war es schon. Pünktlich um 0 Uhr ertönte weit weg eine Schiffssirene und ein fantastisches Feuerwerk tauchte den Himmel in farbige, explodierende Sterne. Diese spiegelten sich im ruhigen Wasser. Wir hatten die Illusion, dass die glitzernden Sterne von oben und unten sich trafen. Es war sehr schön.

Nun möchten wir euch noch alles Glück der Welt wünschen. Das Glück, dass man nur findet wenn man es nicht sucht. Es kommt dann von alleine. Und vor allem Gesundheit.

Ein

GLÜCKLICHES, GESUNDES 2020

Felic ano novo

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Wir haben den ultimativen Platz zum Jahreswechsel gefunden

Bei strahlendem Wetter nahmen wir Abschied von Silves. Nur 30 km weiter ist im Stellplatzführer ein netter Stellplatz beschrieben. Diesen fuhren wir direkt an. Beschreibung und Wirklichkeit, vielleicht war es auch nur unser Wunsch, klafften auseinander. Mehr als 50 Wohnmobile stehen dort auf engen, parzellierten, kostenpflichtigen Plätzen nebeneinander, ohne Service, ohne ansprechendes Umfeld. Also fuhren wir weiter Richtung Küste. Die Steilküste, von der wir so begeistert sind, gibt es hier nicht mehr. In den Städten dafür aber große Hotels und auf den restlichen 30 km, die wir noch gefahren sind, mindestens 8 Golfplätze. Viele Häfen, eine Jacht prächtiger als die Andere.

Hier scheint der Geldadel zu Hause zu sein. Wir fuhren noch verschiedene Stellplätze an. Entweder sind sie außerhalb von allem auf einem unattraktiven Grossparkplatz oder in der Einflugsschneise des Flughafens. Uns gefielen alle nicht und somit landeten wir auf dem Campingplatz in Olhao.

N 37° 2″ 6.71′ W 7° 49″ 20.35′

Der Platz ist riesig und recht gut besucht. Trotzdem liegt er ruhig unter Pinien und es ist rund herum grün. Schöne Möglichkeiten zum Spazieren gehen und Radfahren gibt es hier. Direkt neben dem Campingplatz eine Grünanlage mit Sportmöglichkeiten und 100 m davon entfernt der Eingang zum Parc Natural da Ria Formosa.

Gezeitenmühle

Diesen durchstreiften wir heute mit den Rädern. Der ganze Nationalpark ist der Küste vorgelagert. Viele Wasservögel und die einzigartige Vegetation der Dünen und Salzwiesen machen dieses Gebiet besonders schützenswert. Die Lagune ist die „Kinderstube“ von vielen Meerestieren. 7500 Menschen leben hier. Der größte Teil ihrer Arbeit steht im Zusammenhang mit der Lagune: Fischfang, Zucht von Fischen und Schalentieren, Salzproduktion.

Uns gefällt es hier und wir werden die nächsten Tage hier verbringen. Vor Donnerstag geht es nicht weiter. Der Campingplatz mit sehr gutem Service kostet ca. 10 € am Tag. „Wenn Ihr mindestens 30 Tage bleibt, bekommt Ihr 30 % Rabatt“, erklärte uns der freundliche Mensch an der Rezeption. Ich glaube, viele hier sind mehr als 30 Tage hier (halb Europa ist hier vertreten).

Die nächsten Tage gibt es dann keinen Reisebericht.

Gisela und ich wünschen euch einen guten Start ins Jahr 2020 und trinken ein Glas auf Euch!

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Die 5 Nächte vergingen wie im Fluge

Von gestern gibt es wenig zu berichten. Wir machten einen großen Waschtag. Von der Bettwäsche einschließlich uns bekam alles genügend Wasser ab. Wäsche waschen ist hier einfach. Man geht in einen Waschsalon und füllt die Maschine. Bis zu 16 kg Wäsche, wenn nötig. Anschließend alles in den Trockner und nach 90 Minuten duftet alles wie neu. Gilt natürlich nur für die Wäsche! Wir gingen in das Sportbad hier und es machte richtig Spaß. Seit langem mal wieder 1000m geschwommen. Das Bad so, dass viele Bäder sich bei uns zu Hause in Punkto Service, Sauberkeit und Freundlichkeit etwas abschauen können. Sauna, Jacuzzi und Dampfbad. Eintritt 3 €.

Anschließend verbrachten wir den Nachmittag in der Sonne.

Heute mussten wir unser Weihnachtsgeschenk wieder abgeben. Wir brachten das Auto zur Vermietstation zurück, bummelten noch ein wenig durch die Altstadt und besuchten den Markt. Dort staunten wir über das riesige Angebot an Fischen.

Hier nur eine winzige Auswahl:


Da heute, in den Ferien, kein Bus vor 16.45 Uhr nach Silves fuhr, bestellten wir kurzer Hand ein Fahrzeug über Uber. Funktionierte wieder super und 20 Minuten später waren wir Silves. Dort gingen wir nochmals auf den Markt und bummelten anschließend zum WoMo zurück.

Heute Nachmittag gab’s dann noch eine kleine Fahrradtour durch die Stadt. Anschließend haben wir unser gekauftes Hackfleisch verarbeitet und gerade sind wir mit dem Abendessen und dem zusammen packen fertig geworden. Morgen soll es weiter gehen.

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Lagos

Heute machten wir einen Ausflug zur 25 km entfernten Stadt Lagos. Wir bummelten durch die Stadt, gingen schön Essen und Gisela war beim Friseur. In Lagos sind sehr viele Touristen, vor allem Deutsche. Die erste Stadt in Portugal wo es Speisekarten auf Deutsch gab. Die brauchten wir zwar nicht, wir aßen indisch.

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Wanderung mit Picknick am Strand

Angeblich die schönste Küste Europas, da müssen für heute Bilder reichen.

Es war sehr schön.

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Am Promontorium sacrum oder im griechischen: der Ort an dem die Götter schon genächtigt haben

Schade, im nachhinein betrachtet, dass wir diesen Platz am Montag verlassen haben. Der Platz strahlte etwas weihnachtliches, geborgenes aus, in der Gemeinschaft mit netten Menschen. Irgendwie trieb es uns aber weiter und wir fuhren die 30 km bis Silves. Unterwegs sahen wir viele Storchennester, in denen Störche standen, die sich mit lautem Schnabelgeklapper „unterhielten“.

Zuerst fuhren wir nochmals zurück über Monchique auf den 908 m hohen Foia. Der höchste Berg hier unten. Von dort hat man eine grandiose Sicht über 50 km weit nach allen Richtungen. Wir waren sehr früh dran und waren die einzigen Touristen hier oben. Bei der Talfahrt kamen uns aber schon viele entgegen.

Der Stellplatz in Silves

N 37° 11″ 19.91′ W 8° 27″ 5.68′

ist sehr sauber und klar parzelliert, angelegt für 50 Wohnmobile. Es gibt keine Toiletten und 2 Duschen ohne Waschbecken. Kein Problem, alles lässt sich ja im WoMo erledigen. Saubere Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. In sofern alles in Ordnung. Die anderen Wohnmobilisten sind aus vielen europäischen Ländern und es ist schwer, ins Gespräch zu kommen. Ganz stimmt dies so nicht. Es sind Menschen, die hier über Monate stehen und Fremde haben es so halt schwer. Dazu, andere Länder andere Sitten. Viele Wohnmobile waren an Heiligabend sehr kitschig beleuchtet und die Bewohner schauten Fernsehen. Einfach nicht ganz unsere Welt. Dieser Stellplatz und noch zwei andere in der Nähe sind nahezu ausgebucht. Wir bekamen den vorletzten Platz.

Wir haben uns festgelegt, 5 Nächte hier zu bleiben und uns zu Weihnachten ein „Geschenk“ zu buchen, einen Mietwagen für 4 Tage. Unser Geschenk kostet 14 € am Tag und wir werden damit von hier die Küste ab fahren.

Am Montag haben wir mit dem Fahrrad und zu Fuß das Städtchen erkundet. Gestern Morgen sind wir mit Uber für 19 € nach Portimao gefahren und haben den Mietwagen abgeholt. Bestellt hatten wir ihn über Check24 und die Abwicklung war problemlos.

An das veränderte Fahrgefühl musste ich mich erst gewöhnen.

Wir fuhren die 60 km bis zur äußersten Südwest-Spitze von Europa, dem Cabo de Sao Vicente. Hier beginnt die schönste Küste Europas. Das Cabo de Sao Vicente wurde bei den antiken Römern auch als das heilige Vorgebirge genannt. Auch im antiken Griechenland war dieser Ort schon bekannt und bildete das Ende der Welt.

Der Leuchtturm auf den Felsen schickt sein Licht 50 km weit auf den Atlantik hinaus und sorgt trotz GPS auch heute noch für eine sichere Schiffsfahrt.

„Am Anfang war, am Ende bleibt das Meer

Ein schöner Satz den wir gelesen haben, man kann ihn hier nachempfinden.

Wir fuhren viele Buchten an. Sahen Surfer, die die Wellen ritten und viele schöne Ecken an der Steilküste. In Portugal ist zwar nur der 1. Weihnachtsfeiertag ein Feiertag, trotzdem sind in dieser Zeit an allen 3 Tagen einige Sehenswürdigkeiten geschlossen. Somit auch der Leuchturm und das Castello von Sagres. Von hier planten viele Seefahrer im Mittelalter den Start in die neue Welt. Heute ist Sagres eine Stadt die von vielen jungen Reisenden besucht wird. Viele Buchten laden zum Surfen hier ein.

An der Küste entlang fuhren wir noch bis Lagos. Kurz vor dieser Kleinstadt haben wir dann unseren Ausflug abgebrochen. Es dämmerte schon und somit ging es zurück zum WoMo. Dort verbrachten wir den Abend bei einem guten Essen und in Gedanken über Weihnachten und an unsere Kinder und Enkelkinder.

Mit zu Hause haben wir am späten Nachmittag per Videotelefon telefoniert. Eine Errungenschaft, die die Entfernung verringert. Abends waren wir etwas traurig und gleichzeitig aber auch glücklich. Martina hat uns noch geschrieben, dass Emilie beim einschlafen geweint hat weil sie uns so vermisst.

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