Von Kristianstad nach Huskvarna

Am 20.10. fuhren wir in Kristianstad morgens schon sehr zeitig los und frühstückten unterwegs. Auf der westlichen Seite des Vätternsees ging es hoch über Örebro, Ludvika bis Huskvarna. Der Vätternsee ist der zweitgrößte See Schwedens und fast 5 mal so groß wie der Bodensee.

Es war ein reiner Fahrtag. Über 300 km spulten wir heute ab. Gisela fuhr einen großen Teil davon.

Stellplatzmäßig war Huskvarna war ein leichter Flop. Der Automat war defekt und anmelden nur über App möglich. Ich wollte das App nicht laden. Wir zahlten nur für PKW-Parken und benutzten den Strom umsonst. Die Parkplätze waren mit hunderten von Fahrzeugen voll. Ein riesiger Trubel, es war große Landwirtschaftsausstellung. Wir staunten nicht schlecht über die riesigen Maschinen.

Wir machten noch einen netten Spaziergang zum See und zogen uns dann in unser gut geheiztes WoMo zurück.

Veröffentlicht unter Reisebericht, Schweden | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Von Kristianstad nach Huskvarna

Es wird ungemütlich

Veröffentlicht unter Europa, Reisebericht, Schweden | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Es wird ungemütlich

Nun sind wir schon 3 Tage in Schweden

Heute sind wir in Kristianstad gelandet. Unterwegs haben wir einige kleine Sehenswürdigkeiten angeschaut. Gisela machte vieles alleine. Ich bin immer noch nicht fit. Seit 2 Tagen geht es zwar langsam aufwärts, bin aber immer noch schwach und schnell müde. Leide etwas unter Magenkrümmen und Appetitlosigkeit. Vielleicht auch dadurch das Krümmen. Gisela macht sich Sorgen! Aber so 10 000 Schritte gehen inzwischen wieder. Danach ist allerdings Ruhe angesagt.

Schwedische Kirche in Kristianstad

Heute sind wir durch Kristianstad gebummelt und davor durch den kleinen Nationalpark Stenshuvud. Dieser liegt direkt am Meer und hat eine alte Baumkultur.

Davor haben wir eine sehr ruhige Nacht in einer Kolonie aus Sommerhäusern zugebracht. Heute Morgen war zwar eine Beschwerde an die Scheibe geheftet, dass wir doch den Mindestabstand zu bewohnten Häusern von 100 m einhalten sollten. Waren es 105 m oder nur 90 m??? Jedenfalls war es unsere ruhigste Nacht und ein sehr schöner Sonnenaufgang über der Ostsee.

Die Nacht davor verbrachten wir auf einem Stellplatz in Ystad. Ich lag ab dem späten Nachmittag im Bett und Gisela spazierte in die Stadt. Die war jedoch ohne besondere Highlights. Kommisar Wallander, der hier wirkt, hat sie nicht getroffen.

Wir waren die einzigen in der Business-Class

Morgens ging es dann weiter die 20 km nach Ales stenar. Ein Steinkreis in Schiffsform über der Ostsee. Hier war Gott sei Dank der Touristenrummel schon vorbei. Im Sommer ist es hier bestimmt unerträglich. Die Parkplätze waren jetzt leer.

Die Grabsteine stellen ein kraftvolles Symbol der Macht dar. Sie stammen aus der Vendalzeit und sind 1500 Jahre alt.

Leider ist Schweden in mancherlei Hinsicht streng reglementiert. Die vielen verschiedenen Parkzeichen sind nur schwer, sehr schwer verständlich. Der leere Parkplatz lud zum Übernachten ein. Nebenan war aber ein privater Stellplatz geöffnet. Der wollte 20 € für die Nacht. Wir fuhren weiter. Hier einen Stellplatz zu finden ist recht schwierig. Viele Verbotsschilder und noch mehr Einschränkungen, z. B. parken nur für PKW Klasse 1. Es war schon fast 17 Uhr, hier wird es schon sehr früh dunkel, als wir den Stellplatz in dem Sommerwohngebiet fanden. Ein anderer Bus stand schon auf dem großen Parkplatz. Ein Anlieger diskutierte lautstark mit ihm und erklärte ihm, dass er illegal campen würde. Er fuhr dann weiter. Wir fühlten uns nicht angesprochen und blieben.

Veröffentlicht unter Europa, Reisebericht, Schweden | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Nun sind wir schon 3 Tage in Schweden

Wir sind auf Rügen

Am Samstag morgen ging es dann weiter über Wolgast nach Greifswald. Gisela war wieder fit, ich jedoch hatte jetzt auch Bauchgrimmen. Somit machte Gisela den größten Teil der Altstadtbesichtigung alleine. Ich schloss mich erst nach dem Mittag an. Wir spazierten dann durch den Innenhafen und staunten über die schönen alten, gut erhaltenen Fischer- und Segelboote. Der Museumsverein ist für den Erhalt der alten Schiffe verantwortlich. Nicht von schlechten Werften waren auch die zig Segelboote. Alle in weiß und keines unter 10 m Länge.

Marienkirche in Greifswald

Die Altstadt ist in dieser 55 000 Einwohner zählenden Stadt super erhalten. Gisela schwärmte sehr davon. 12 000 Studenten gibt es hier. Die Stadt strahlt ein gutes Flair aus.

Schade, hätte es gerne mit genossen, ging leider nicht. Greifswald besitzt die zweitälteste Universität Nordeuropas. Nur die in Roststock ist älter. Ich muss Abbitte leisten. In Gedanken brachte ich Greifswald immer nur mit Rechtsradikalismus in Verbindung.

Die Nacht verbrachten wir dann nicht weit in Klein Karrendorf. Am Rande dieses Weiler standen wir und drei Rehe sagten uns gute Nacht. Am heutigen Morgen weckte uns dann ein Zug Kraniche, die laut schnatternd zum Flug in den Süden starteten.

Rückseite des Rathauses mit Nikolai-Kirche

Heute fühlen wir uns beide wieder fit. Wir besuchten die Altstadt von Stralsund. Wir waren beide ein wenig enttäuscht und hatten uns mehr versprochen. Einige Gebäude waren sehr schön hergerichtet, insgesamt fehlte aber das Flair.

Portal der Nikolaikirche

Von hier aus war es dann nur noch ein Katzensprung auf die Insel. Auf Rügen fuhren wir dann nach Sassnitz. Leider hat es von der Zeit nicht gereicht nach Hiddensee zu fahren. Emilie war es sehr wichtig, dass wir dort den Reiterhof anschauen sollten. Man kommt aber nur mit dem Schiff dort hin und die Zeit reichte nicht.

Buchenwald

Heute Nachmittag besuchten wir den Jasmund Nationalpark und wanderten von Hagen zum Königsstuhl. Im Zentrum des Nationalparks erfuhren wir dann, dass der Eintritt 10 € pro Person kostet und dass der Kreidefels nicht mehr betreten werden darf.

Zu viele Besucher haben ihm zu stark zugesetzt, sodass er für immer gesperrt wurde. Die freundliche Dame am Eingang empfahl uns, zur Viktoriasicht zu wandern. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf den Kreidefelsen.

Kreidefels

Gegen 16 Uhr waren wir dann wieder zurück am WoMo. Die Nacht auf dem Stellplatz war uns zu teuer mit 18 €. Im Stadthafen von Sassnitz wollten sie sogar 24 €. Die Preise hier sind nicht mehr DDR-like und mehr als dem Westen angepasst.

Wir stehen nun etwas außerhalb von Sassnitz auf einem riesigen Parkplatz. Parken für PKW ist erlaubt und frei. Keine Ahnung was das für ein Platz ist. Keine 500 m entfernt kostet die Stunde 1-2 € und das rund um den Tag, 24 Stunden lang.

Veröffentlicht unter Reisebericht | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Wir sind auf Rügen

Heute war nicht ganz unser Tag

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir erst gegen 11 Uhr los. Gisela hatte heute Morgen richtig Bauchweh und fühlte sich nicht gut.

Wir fuhren die 40 km bis kurz vor Swinemünde. Dort mussten wir fast 2 Stunden warten bis wir auf die Fähre durften. Die Fähre ist kostenfrei und bringt die Fahrzeuge über die Oder. Eine Brücke gibt es nicht. Wir haben kurz vor der Fähre noch getankt. Der Diesel ist in Polen um fast 40 Cent günstiger als  in Deutschland.

Kaum hatten wir die Fähre verlassen, haben wir uns verfahren. Die Straße war gesperrt und wir landeten auf einem sehr kleinen Parkplatz vor einem Einkaufsladen.

Beim Wenden passierte es dann. Ich touchierte einen PKW. Rechter Spiegel kaputt und eine Delle im Kotflügel. Glück im Unglück, es war ein deutsches Fahrzeug. Mit der Besitzerin konnte ich es schnell regulieren. Habe es anschließend gleich der Versicherung gemeldet und mich sehr, über mich, geärgert.

Die Stimmung war dann bei mir etwas angekratzt. Gisela versuchte mich zu trösten.

Über Heringsdorf ging es dann an der Ostsee entlang. Leider war vieles nicht mehr so wie wir es in Erinnerung hatten. Am Wasser konnte man nicht mehr entlang fahren. Überall Hotels und Reha-Einrichtungen. Nichts lud uns heute zum Verweilen ein.

Stellplätze sind hier alle kostenpflichtig und teurer als ein Platz bei uns auf einem Campingplatz. Urlaub der gehobenen Klasse oder nur Absahnen? Wir haben uns entschlossen, uns nicht neppen zu lassen. Wir sind in einem kleinen Dorf stehen geblieben, in Sauzin. Ein Ort mit grosser Zukunft, so zumindest die Werbetafeln im Ort. Wir stehen hier, keine Straßenbeleuchtung, kein Verkehr. Hier  sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht.

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa, Polen, Reisebericht | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Heute war nicht ganz unser Tag

Es war besser als gedacht

Die Nacht, mitten in Berlin, direkt neben der S-Bahn und der Straße, war wider Erwarten relativ ruhig und wir haben gut geschlafen.

Die Wohnblöcke, in denen Gisela’s Tantchen, mit 91 Jahren, in ihrer 1-Raum Wohnung wohnt,  sind sehr gewöhnungsbedürftig. Neun Wohnblöcke aneinander gereiht mit je 39 Wohneinheiten. Also 251 Wohnungen! Ups, man kennt den Nachbarn nicht!

Tantchen mußte um 12 Uhr zur Physio und somit verabschiedeten wir uns gegen 11 Uhr zur Weiterfahrt. Die Gespräche mit Tantchen waren gut, doch etwas fruchtlos. Zu eingefahren sind die Gedanken oft in diesem Alter und wir können nur hoffen, dass es bei uns mal anders ist.

Da Diesel in Polen zwischen 40 und 50 Cent günstiger ist, entschlossen wir uns, einen Abstecher über Polen zu fahren. Ist zwar definitiv ein Umweg von 100 km, aber doch eine nette Fahrt und bei 140 Litern Sprit zudem noch rentabel.

Polen, die Autobahnen sind neu und die Straßenbeleuchtung einfach unnötig. Einfach üppig, Europa lässt grüßen!

Wir stehen nun auf einem Wohnmobilstellplatz bei Wolin am Stettiner Haff. Direkt am Wasser und einem gut ausgestatteten Platz. Leider etwas teuer mit 18 €. Einmal geht das aber schon. Die Besitzer sind sehr nett und sehr kommunikativ.

53.833168,14.622307

Ein sehr gutes Abendessen und bei einer guten Flasche Rose lassen wir den Abend ausklingen.

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa, Polen | Verschlagwortet mit | 1 Kommentar

Berlin

Die Nacht war sehr ruhig und kalt. Die Temperatur ging auf 4° C runter. Sehr gemütliches Frühstück und dann sind wir bis Berlin die 140 km gefahren.

Wir besuchen Gisela’s Tante und werden direkt vor ihrem Wohnblock schlafen. Die Nacht wird wohl etwas unruhig werden. Bahnschienen und Straße liegen direkt daneben. Eine Nacht wird schon gehen.

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Berlin

Idylle pur am Elbstrand bei Coswig

Nachdem gestern der Start erst gegen 17 Uhr erfolgte, ich musste an meinem Handy noch den Akku tauschen lassen, fuhren wir nur ca. 150 km weit und machten bei Ansbach auf einem Stellplatz Nachtruhe.

N 49° 15′ 15.51″ , E 10° 35′ 34.9″ (lat, lng)

Die Nacht war angenehm ruhig. Gegen Morgen weckte uns dann die anliegende Industrie. Gestern Abend bin ich schon sehr zeitig eingeschlafen. Ich war hundemüde. Mein Magen macht leider immer noch Schwierigkeiten.

Weiter ging es dann gegen 10.30 Uhr. Auf der Autobahn fuhren wir zwischen den LKW’s gemütlich dahin. Gegen 13 Uhr dann Mittagsrast und vorher  30 Minuten Qigong. Haben uns vorgenommen, dies auch unterwegs einzubauen.

Bis kurz vor Coswig blieben wir auf der Autobahn und fuhren dann in Wörlitz ab Richtung Elbe. Die Straße war DDR-like. Zwei Meter breit, Kopfsteinpflaster und die Geschwindigkeit reduziert auf 10 km/Std. Straßenschaden auf 5 km Länge!

51,8775648, 12,4513145

Genau dieser Weg brachte uns dann zu dem idyllischen Ort wo wir heute übernachten dürfen. Direkt an der Fähre. Auf dem Parkplatz eines 120 Jahre alten Hotels. Mitten auf einer Wiese, direkt am Wasser. Der Platz ist kostenlos, dafür haben wir gut gegessen.

Veröffentlicht unter Europa, Reisebericht | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Idylle pur am Elbstrand bei Coswig

Nächste Woche soll es nach Schweden gehen

Wir wollen Polarlichter jagen! Hoffentlich wird es nicht zu kalt und es gibt nicht zu viel Schnee.

Jetzt haben wir aber „Afrikatreffen“ in Engen. Unsere Freunde und wir, von unserer ersten Safari, treffen sich jedes Jahr. Diesmal in Engen gleich neben dem Bodensee.

Selten, sehr selten, dass eine Urlaubsbekanntschaft verteilt über ganz Deutschland so stabil über ein ganzes Jahrzehnt hinweg hält.

Jetzt genießen wir aber zuerst die Mainau.

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa, Reisebericht, Wir | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Nächste Woche soll es nach Schweden gehen

Wieder zu Hause

Nun sind wir schon eine Woche wieder im Alltag zu Hause eingebunden. Es ist schön Freunde und Bekannte wieder zu sehen, mit ihnen zu sprechen und einfach mal wieder zusammen zu sitzen. Und all dies trotz Corona. Wir sind inzwischen zum dritten Mal geimpft. Das hat in Freiburg hervorragend funktioniert.

Wir hatten unseren Stellplatz morgens verlassen und sind bis Breisach durch gefahren. Von unterwegs aus hatte ich für Freitag einen Impftermin vereinbart und dies hat super geklappt.

Deutschland hatte uns am Donnerstag gegen frühem Nachmittag wieder. 500 Meter nach der Grenze zu Frankreich der erste Stau seit 4 Monaten. Ein sehr schmutziger Rastplatz zeigte uns dann weiter auf, wir sind wieder in Deutschland! Dagegen waren alle Plätze unterwegs sehr sauber. Die Zeit, in der Deutschland ein Vorzeigeland war, ist längst vorbei. Die Kommunen und Behörden sparen sich zu Tode, keine Straßenreinigung, keine Grünplatzpflege, keine Abfallkörbe, keine sauberen WCs, da wo dann der Dreck zwangsläufig liegt, wird von einigen in der Bevölkerung auch noch ihr Dreck entsorgt. Armes Deutschland! Auch in Spanien oder Frankreich ist nicht alles besser, soviel kann man aber sagen, in den meisten Orten sehen Kommunen und Behörden es als ihre Aufgabe mit an, für Sauberkeit zu sorgen.

In Breisach an einem netten Stellplatz, direkt am Rhein, übernachteten wir. Am Abend gab es dann einen leckeren Abschluss in einer griechischen Taverne. Dort allerdings mit 3G-Nachweis.

Am nächsten Morgen ging es dann zum Messeplatz zum Impfen. Es war wenig los und nach 15 Minuten waren wir schon wieder draußen. Das Wetter war nicht so prickelnd und somit fuhren wir nahtlos nach Wernau. Dort allerdings fremdelten wir erst einmal, ich z. B. suchte doch tatsächlich unsere Trinkgläser. Es waren einfach fast 4 Monate vergangen

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa, Frankreich, Reisebericht | Verschlagwortet mit | Kommentare deaktiviert für Wieder zu Hause