Von Cuxhaven nach Krautsand (72,6 km)

Heute sind wir nun auf den angeblich schönsten Radweg von Deutschland gestartet.

Unsere Lust morgens aufzustehen war gleich 0. Ich stellte den Sinn der Reise in Frage und hätte am liebsten abgebrochen, Gise war nur schlecht drauf und gerädert. Trotzdem starteten wir gegen 9 Uhr. Die Strecke zog sich und die Kilometer natürlich auch. Laut Reiseführer hat man in der Regel Wind aus Westen. heute blies der Wind sehr scharf aus Osten. Die ganzen 70 km Gegenwind, es war wenig erbaulich. Obwohl morgen Feiertag ist, waren wenig Radfahrer unterwegs. Das Navi sagte nicht nur einmal, die nächsten 10 km gerade aus.

Es ging mal links mal rechts vom Deich durch die Landschaft. Immer wieder ein Schafsgatter, welches man mühevoll passieren musste. Die Räder sind einfach schwer beladen. Es war ein herrlicher Sommertag heute, 28° C. Viel trinken war angesagt und einige Pausen. Morgen soll es Unwetter hier geben. Mal sehen was auf uns zukommt.

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Der Radweg ist gut ausgebaut und gut beschrieben. Nur 6 km vor dem Campingplatz, wir waren beide schon gut müde, ärgerte uns die Beschreibung. Wir standen vor einer hochgezogenen Brücke. Zum Glück warteten wir nicht, ein Mann erklärte uns, die geht nur Sonntags runter. Also müssten wir einen Umweg fahren. Fünf Stunden waren wir heute auf dem Sattel und durch den Gegenwind war unser Schnitt deutlich schlechter als in den letzten Tagen. Insgesamt gab dieser erste Abschnitt wenig her, Weidelandschaft und gefühlte 15 km gerade aus, immer auf das AKW Brunsbüttel zu.

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Cuxhaven mit Wattwanderung(10 km)

Der Campingplatz ist recht familiär. Wir haben vorne direkt bei der Rezeption einen netten Frühstückstisch und eine gute Sitzgelegenheit. Gestern Abend hat Gisela uns noch angemeldet zu einer Wattwanderung bei auflaufendem Wasser. Klingt abenteuerlich.

Nach dem Frühstück fuhren wir erst mal in die Stadt und erlebten ein sehr beschauliches Cuxhaven. Cuxhaven hat rund 50.000 Einwohner und eine kleine, aber nette Innenstadt. Wir bummelten durch die Innenstadt, aßen zu Mittag einen sehr guten Fisch mit Bratkartoffeln und klapperten die Hauptsehenswürdigkeiten ab. Es gibt hier wohl mehr Touristen als  Einwohner.

Um 14 Uhr ging dann unsere Wattwanderung los. Wir waren nur vier Personen und unsere Führerin. Wir erfuhren viel über das Watt und liefen mit ihr zweieinhalb Stunden durch das Watt. Wateten weit hinaus bis das Wasser wieder zurückkam und erlebten, wie schnell sich die Priele mit Wasser füllten. Bis zu den Knien im Wasser wateten wir dem Ufer entgegen. Wir konnten nachfühlen wie es ist, wenn man da draußen vom schnell zurück laufenden Wasser überrascht wird. Zweieinhalb Stunden dauerte die Führung und Gisela und ich merkten beide, dass wir in den letzten Tagen mehr Fahrrad gefahren, als gelaufen sind. Es war sehr anstrengend. Nun sind wir wieder zurück auf dem Campingplatz, haben Abend gegessen und morgen geht es weiter die Elbe aufwärts.

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Von Nordenham nach Cuxhaven (53,6 km)

Heute morgen waren wir schon etwas früher auf. Auf dem Campingplatz noch gemütlich Kaffee, frühstücken und dann ging es los.

warten auf die Fähre

Die ca 7 km bis zur Fähre nach Bremerhaven waren bald ab geradelt. Ich hatte heute einige Probleme mit meiner Wade. Denke, dass ich bei meinem Sturz einen Schlag abbekommen habe, der jetzt schmerzt. Auch mein rechtes Knie macht etwas Schwierigkeiten. Die Sehnen dort machen einfach nicht so recht mit. Sind wohl Alterserscheinungen.

Durch Bremerhaven durch zu fahren war echt easy.

Es waren gute Radwege, kaum Verkehr und wir fuhren genau dieselbe Strecke wie vor 5 Jahren als wir unser Fahrzeug nach Südafrika verschifften. Vorbei an den ganzen Fahrzeugen, die hier auf eine Schiffsverladung warten. Auf dem Weser Radweg ging es dann weiter bis Cuxhaven. Der Tag heute war noch schöner, noch sonniger und wir brannten richtig ab.

Der Weserradweg zwischen Bremerhaven und Cuxhaven ist ein ausgesprochen schöner Radweg. Immer entlang dem Deich, abseits der Verkehrstraßen. Unterwegs gab es köstliche Fischbrötchen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag kamen wir dann in Cuxhaven an und und fanden mit Hilfe des ADAC-Campingführers einen netten Campingplatz unweit der Stadtmitte.

 

Am Dienstag wollen wir uns Cuxhaven anschauen und eine Wattwanderung unternehmen.

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Von Bad Zwischenahn nach Nordenham (54,3 km)

Heute früh fuhren wir, so meinten wir zumindest, recht ausgeruht los. Bis wir alles gepackt und bezahlt hatten, war es 10 Uhr dreißig Uhr als wir los radelten. Bis Bremerhaven waren es rund 60 km und wir dachten, dass wir die heute schaffen.

Doch weit gefehlt, schon bei der Suche nach dem nächsten Übernachtungsplatz merkten wir, dass wir es nicht bis Bremerhaven schaffen. Der Campingplatz in Nordenham bot sich für eine Übernachtung an. Es war ein sehr netter Platz direkt an der Weser. Der Tag heute war sehr sonnig. Als wir am Nachmittag ankamen, vernichteten wir erstmal zwei Hefeweißbiere. Die zischten richtig runter. Dass ich heute auch richtig müde war, merkte ich daran, dass ich schon kurz nach 19 Uhr im Zelt lag und eingeschlafen bin.

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Faulenzen in Bad Zwischenahn (18.6 km)

Heute morgen entschlossen wir uns, eine Pause in Bad Zwischenahn einzulegen. Wir fuhren in das Städtchen hinein und frühstückten erstmal gemütlich in einem netten Cafe. Anschließend bummelten wir durch die Stadt und besuchten die St.-Johannes-Kirche in Bad Zwischenahn.

 

 

 

 

Weiter ging es dann einmal rund um das Zwischenahner Meer. Genossen hier die Sonne und tranken in einem Biergarten ein gemütliches Weißbier. Unterwegs kamen wir dann noch bei einem mittelalterlichen Treffen vorbei. Dies erinnerte uns sehr an unseren Aufenthalt im Campus Galli.

Es war ein sehr netter Ausflug und wir waren dann gegen 15 Uhr zurück auf dem Campingplatz. Ganz in der Nähe kauften wir dann noch Lebensmittel für den Sonntag ein, so dass wir für morgen gut über die Runden kommen.

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Von Werlte nach Bad Zwischenahn (52,7 km)

Heute morgen waren wir beide noch etwas müde. Zu unserem Glück gab es auf dem Campingplatz Kaffee und wir konnten unser mitgebrachtes Essen verzehren. In dieser Nacht war es sehr kalt, andere Gäste sagten uns, die Temperatur sei bis auf 2 Grad Celsius gefallen. Kein Wunder, dass wir dabei froren. In der Nacht war es sternenklar und am Morgen war trotz des wolkenlosen Himmels das Zelt und alles um uns herum mit Tau bedeckt. Erst gegen 10:30 Uhr ging es dann los.

Die ersten 20 km liefen gut. Das Navi zeigte zwar an, dass wir die Route verlassen haben. Eine Anpassung der Route erfolgte jedoch nicht. Und somit schaltete ich die Sprache ab, sodass das ewige „bitte umdrehen‘ uns nicht mehr auf die Nerven ging.

Die Strecke entsprach vom landschaftlichen der Strecke von gestern. Immer wieder sehr schöne Gehöfte und alles sehr ländlich. Spargel, Viehzucht und Geflügelwirtschaft wechseln sich ab.

Moor zur Torfgewinnung mit Schiffsverladungsstelle

Nach den ersten 20 km entschlossen wir uns, heute nur eine kurze Strecke zu fahren und so kamen wir schon gegen 16 Uhr in Bad Zwischenahn auf dem Campingplatz an. Hier liegen wir nun in der Sonne und pflegen unsere lädierten Gebeine. Wir leben in der Hoffnung, dass morgen unser Muskelkater schon etwas geringer sein wird.

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Vom Herthasee bis Werlte (79,4 km)

Heute hatten wir, wie wir heute abend feststellten, auf 100 Meter genau wie am gestrigen Tag. Der Campingplatz hier in Werlte hat ebenso wie der letzte viereinhalb Sterne. Nobel geht die Welt zugrunde. Die Strecke heute empfinden wir beide als anstrengend. Zwar gab es auch auf dieser Strecke kaum Steigungen obwohl wir die äußersten Ausläufer des Teutoburger Waldes streiften. Die 80 km von gestern stecken uns aber noch in den Knochen.

Zu allem Überfluss baute ich kurz nach dem Mittag einen Sturz. Am rechten Rand des Radwegs war eine tiefe Rinne und in die Furcht rein und es ging mir wie auf einer Schiene, es hat einen Rumpler und ich lag auf der Straße. Leider küsste ich dabei leicht die Erde. Eine kleine blutende Wunde an der Schleife, ein blauer Fleck auf der Wange und leichte Schürfwunden am linken Knie. Gott sei Dank nichts schlimmeres. Am meisten aber kränkelt mein Ego. Sowas passiert ja immer nur anderen. Was heilt wohl am schlechtesten. Gisela meinte, dass man an der Schläfe ein Klammerpflaster anbringen sollte. Wir waren kurz in der Apotheke und der Apotheker meinte, sie hatten bestimmt schon Silberhochzeit und da macht man dann sowas nicht mehr und lachte dabei. Alles in allem hatte ich wohl viel Glück.

Der Weg heute ging wieder auf Radwegen, die mal mehr oder weniger gut ausgebaut waren. Die Gehöfte am Wegesrand waren schon wie gestern überwiegend gut hergerichtet. Die Einwohnerdichte ist hier lange nicht so groß wie bei uns. Heute morgen mussten wir relativ lange suchen bis wir eine Bäckerei fanden, in der wir Kaffee trinken konnten.

Gisela tat heute gegen Abend wieder kräftig der Rücken weh und so ist es nicht verwunderlich, dass wir kurz nachdem wir das Zelt aufgeschlagen haben, noch einen Schluck Rotwein trinken und auf unseren Matten liegen.

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Von Nordkirchen zum Herthasee (79,4 km)

Und so ging’s los, wir waren froh, dass die Sonne etwas schien und es nicht mehr ganz so kalt war.

Wir sind heute ganz relaxt los geradelt nachdem wir unseren Koffer vorher, mit DHL, zurück nach Hause aufgegeben hatten. Nach 1 1/2 Stunde waren wir in Münster. Wir waren ja erst vergangenen Samstag hier, sodass wir die Stadt durchradelten ohne etwas besonderes anzusehen. Es wurde sehr ländlich. Die einzelnen Gehöfte waren jedoch alle sehr gepflegt und heraus geputzt. Landwirtschaft scheint sich bezahlt zu machen.

Es ging auf Radwegen und Nebenstraßen heute fast 80 km weit bis zum Herthasee. Dort stehen wir nun und genießen die untergehende Abendsonne. Direkt am Sandstrand unter Pinien. Italienisches Feeling. Das ganze in einem 5 Sterne Campingplatz. Das Zelt kostet hier 23. – €. Ebenso wie in Italien. Die 80 km sind wir heute ohne Unterstützung geradelt, sodass wir nicht einmal den kostenlosen Strom nutzen können. Das Duschen kostet hier 50 Cent extra. Da lacht der Wucher.

Schön ist es aber trotzdem hier.

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Vorläufiger Ausklang

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Rund um Nordkirchen (40 km)

Gestern war eine gemeinsame Fahrradtour rund um Nordkirchen angesagt.

Da es hier kaum Anhebungen gibt, war die Tour insgesamt recht flach und wir hatten an diesem Tag nur 100 Höhenmeter zu bewältigen. Die Tour führt über fast ausschließlich landwirtschaftlichen Wegen bzw. Radwegen auf den ganzen 40 Kilometern.

 

 

Ein wunderschönes Naturerlebnis. Hier werden spezielle schottische Rinder gezüchtet und auch Wildpferde sind noch zu sehen.

 

 

 

Der Höhepunkt unserer Tour war sicherlich das fulminante Mittagessen. Ein Spargelbuffet vom feinsten.

Das ganze noch zu einem Preis, der für uns Baden-Württemberger, ausgesprochen preisgünstig war. Für zirka 25 € erhielten wir ein dreigängiges Menü mit Getränken als all you can eat.

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