In Warschau

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Wunderschöner Campingplatz. Leider zum Preis eines Zimmers. 

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Prag, die Stadt mit den goldenen Türmen

Die Sonne Prags strahlte gestern nur für uns. Wir waren jetzt beide Tage unterwegs und stromerten den ganzen Tag durch die Stadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dies hier sehr günstig. Eine Tagesfahrkarte kostete uns 9.- €. Da wir einiges von Prag schon bei unserem ersten Besuch vor Jahren angesehen hatten, ließen wir es zwanglos angehen und genossen die Atmosphäre.

Trotz der Genusstour waren wir jeden Tag auch so fast 20 km zu Fuß unterwegs. Ging es über die eine Brücke über die Moldau, ging es auf der anderen Brücke zurück. Jeden Winkel der Altstadt erkundeten wir und konnten uns kaum satt sehen an den wunderbaren, guterhaltenen Häusern aus den vergangenen Jahrhunderten.

Prag wurde von den großen Zerstörungen in den Weltkriegen weitgehendst verschont. Die meisten Häuser in der Altstadt sind wunderbar restauriert und eine Augenweide.
Hier dauert das Osterfest eine ganze Woche. Die Innenstadt war festlich geschmückt und jeder freie Platz war mit Marktständen und Imbissstuben bestückt.

Ein buntes Sprachengewirr zeigte auf, dass sehr viele Touristen unterwegs waren. Nachdem wir auf unserer letzten Reise die großen Städte gemieden haben, fängt diese Reise mit einer großen Stadt an. Wir fremdelten ein wenig und müssen uns daran erst gewöhnen.

Leider hatten wir dann heute nicht ganz so gutes Wetter. Obwohl es nicht kälter war als gestern, zeigte sich den ganzen Tag die Sonne nicht. Zeitweise glaubten wir sogar es kommt zum regnen. Dies war aber nicht der Fall.
Morgen wollen wir dann weiter in Richtung Polen. Nach Warschau sind es 700 km. Deshalb denken wir, dass wir dies in 2-3 Etappen fahren werden. Wir lassen uns überraschen von den Sehenswürdigkeiten auf der Strecke und vom Wetter.

 

 

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Nun sind wir wieder Unterwegs

Vorab möchten wir uns recht herzlich für die vielen guten Wünsche, die uns zum Start unserer Reise erreicht haben, bedanken und gleichzeitig um Entschuldigung bitten, dass wir uns nicht bei jedem persönlich bedanken konnten in der Kürze der Zeit.

Ich habe es schon beschrieben, diese Reise ist gefühlt anders als unsere letzte. Dies ersehe ich auch aus euren Wünschen zu Abfahrt.

Nachdem wir am Ostermontag unseren Kühlschrank ausgeräumt hatten, ging der Rest schnell von statten. Wir verabschiedeten uns von unseren Kindern und fuhren gegen 13 Uhr etwas wehmütig los. Man kann einfach nicht alles haben im Leben mussten wir wieder mal feststellen und somit müssen wir wohl darauf verzichten, bei unserem Enkelkind zu sehen wie sie zum ersten Mal auf ihren eigenen Beinen steht.

Schon auf der Ostalb fuhren wir durch die ersten Schneeflocken und unsere Stimmung wurde dadurch nicht angefeuert. Doch zumindest im Fahrzeug war es mollig warm. In Nürnberg dann die Überlegung, fahren wir heute noch bis Prag oder bleiben wir im Bayrischen Wald für die erste Übernachtung. Da die Sonne inzwischen heraus blinzelte, entschlossen wir uns, im Bayrischen Wald zu übernachten.
Voller Tatendrang beschlossen wir, einen Spaziergang zu machen. Kaum waren wir unterwegs war aber die Sonne verschwunden und es fing heftig an zu schneien. Nasse, große, dicke Flocken und ein schneidig kalter, heftiger Wind ließen uns fast zum Schneemann werden. Ihr seht es an dem Bild von gestern.
Wir waren froh, es mollig warm zu haben im WoMo und wachten heute früh bei Minusgraden auf, erfreuten uns aber an der herrlich scheinenden Sonne.

Nun geht es weiter, die restlichen 150 km bis Prag.

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Kaum zu glauben aber wahr

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Der erste Schnee war schon auf der Ostalb. Hiet im Bayrischen Wald war es dann eine Vorschau auf Sibirien.

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Abfahrbereit

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Unsere geplante Tour

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Wir sagen so allmählich Ciao

Heute haben wir den letzten Tag im März und das WoMo ist nun fast fertig gepackt. Innerhalb kürzester Zeit könnten wir nun aufbrechen.

Gisela hat heute ihre letzte Stunde in Russisch absolviert und somit ist diese Episode auch zu Ende. Alles weitere Lernen erfolgt nun live. Ich bin stolz auf Gisela. Trotz schwieriger Sprache ist sie mit viel Eifer dabei geblieben und hat jeden Tag in den letzten Wochen ihr Wissen erweitert. Ich bin in Sachen Sprache leider nicht so gut und viel fauler. Wenn ich den Elan wie Gisela hätte, wäre interessant was dabei heraus käme?

So hat jeder von uns seine Stärken und das Gute daran ist, dass wir uns dadurch ergänzen. Ich habe mich also auf das WoMo konzentriert. Die richtigen Reifen sind drauf. Der Motor läuft rund. Kartenmaterial und Navigation sind eingespielt und das technische Equipment funktioniert, zumindest theoretisch. Praktisch muss es sich noch bewähren, bin aber zuversichtlich. Im Internet gab es topographische Karten vom sowjetischen Militär. Die sind zwar 20 Jahre alt, aber ich glaube nicht, dass sich außer in den Städten viel verändert hat und 95% des riesigen Landes ist Natur pur.

Für alles was wir mit nehmen auf unseren Reisen habe ich  ein sehr empfehlendes Programm für Androide-Geräte entdeckt. Wer kennt nicht die Sucherei unterwegs, wo liegt denn was? Spätestens nach ein paar Wochen geht die Sucherei los. Mit „Packing List“ lässt sich alles sauber dokumentieren und wiederfinden.

Die ersten Nachbarn haben sich schon verabschiedet und die Tage fliegen dahin. Ist aber gut so. An unser beider Nervenkostüm zerrt es manchmal doch recht stark. Die Reise nach Afrika war eine Reise „ins Vertraute“ fast hätte ich gesagt ins „Heimatliche“. Diese Reise nun, sehen wir beide als eine Reise in etwas Neues, in etwas Anderes, in etwas Ungewisses an. Unsere Nerven sind angespannt und wir sind gespannt. Allerdings durch die Anfahrt von zu Hause aus wird der Übergang ins Fremde wohl langsam vollzogen und wird vermutlich Tag um Tag vertrauter.

Im Laufe des Montags werden wir dann starten und langsam in Richtung Prag fahren. In Prag waren wir schon vor ein paar Jahren und es hat uns sehr gut gefallen. Wir sind gespannt, ob sich unsere Eindrücke bestätigen.

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Es kann losgehen

Unser Visum ist da!Nun kann es losgehen!

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Russland wir kommen

Nun wird es langsam für uns Zeit wieder in die Pötte zu kommen.  Das Reisefieber wird größer und der Zeitpunkt der Abfahrt naht.

Der erste Teil der Strecke ist schon etwas vorbereitet. Über Prag soll es nach Polen gehen und von da aus über die baltischen Länder nach St. Petersburg.

St. Petersburg ist zwar ein „Umweg“ von über 1000 km, wir denken aber beide, dass St. Petersburg ein Muss ist. Vermutlich ist die unsere Reise dahin einmalig.

Die politische Situation hinsichtlich eines Russland Besuches ist etwas angespannt und wir wissen nicht, ob uns dieses Reiseziel noch einmal offen steht.

Es ist auch ein kostspieliger Besuch. Für unsere Visa müssen wir ca. 800.- € abdrücken. Ein normales Touristen-Visum funktioniert nicht. Da wir noch nie in Russland waren, ist es erforderlich, ein Business-Visum mit Einladung des russischen Ministeriums zu erhalten.  Viel Geld, dafür haben wir aber auch ein Visum mit 1 Jahr Gültigkeit und 180 Tagen Aufenthalt bei mehrmaliger Einreise.

Diese Reise sorgt zumindest bei Gisela für mehr Anspannung als unsere Reise nach Afrika. Mir scheint, dieses für uns unbekannte Land macht ihr etwas Angst. Dabei bereitet sie sich aber intensiv vor. Ich bin dankbar, dass sie den Part der Sprache übernommen hat. In allem was Sprachen anbelangt hat sie einfach das geschicktere Händchen.

Alles, was wir bisher über dieses riesige Reich gehört haben, war positiv. Die Versorgungslage entspricht zwar sicherlich nicht dem gewohnten Standard, nicht einmal dem von Afrika, die Menschen dafür sollen aber überall sehr hilfsbereit und gastfreundlich sein. Die Landschaft, wenn man mal von den fast unendlichen Wäldern absieht, grandios!

Die Mongolei zu bereisen scheint, wenn man vom Zustand der Straßen absieht, ohne Probleme und Visa möglich zu sein. Für Kasachstan benötigen wir vermutlich ab Juli wieder ein Visum, dies haben wir aber beantragt. Noch einmal knapp über 200.- €.

Die ganzen Visum-Formalitäten haben wir einer Agentur übergeben. Dies kostet zwar, ist aber fast die einzige Möglichkeit dies ohne  Brimborium abzuwickeln.

Ausreisen würde ich gerne über Georgien in die Türkei. Für Georgien wird kein Visum benötigt. Jedoch die Gebiete dort im Norden von Georgien und auch in der russischen Föderation sind von kleinen bürgerkriegsartigen  Rebellen durchzogen und somit müssen wir abwarten wie sich diese Region entwickelt. Ein unnötiges, nicht kalkulierbares Risiko wollen wir auf keinen Fall eingehen. Bis dahin vergeht aber auch noch ein halbes Jahr.

Das WoMo muss noch durch den TÜV und unser neues Radio muss noch eingebaut werden. Da habe ich allerdings schon richtig Erfahrung. Es wurde schon zwei Mal zur Reparatur eingeschickt und somit ist es der dritte Einbau innerhalb von 2 Monaten. Nachdem sich Pearl schon mit einer Lieferzeit von 5 Monaten ausgiebig Zeit gelassen hat wird es, wenn es jetzt wieder nicht sauber funktioniert, zum Ärgernis. Ich glaube allerdings immer noch daran, das Radio ist spitze und dank der Navigation auch „Russland tauglich“

Nach den Osterfeiertagen wollen wir aufbrechen.

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So langsam geht das Jahr zu Ende

und unsere Pläne reifen. Wir wollen im April aufbrechen zum Baikalsee.

Gisela bemüht sich, der russischen Sprache mächtig zu werden und ich habe  unser WoMo wieder liebevoll auf das nächste Abenteuer vorbereitet. Nun fehlt nur noch das passende Radio. Nachdem wir wieder sehr viel Zeit im WoMo verbringen werden, ist ein gutes Radio ein Muss. Es ist war sehr schwer etwas Passendes zu finden, das unseren Anforderungen entspricht. Beim Versandhaus Pearl haben wir uns dann im August schon entschieden, das NavGear 2-DIN Android-Autoradio DSR-N 420 mit GPS zu bestellen. Leider hat Pearl angeblich seit dieser Zeit Lieferschwierigkeiten und vertröstet uns immer wieder mit einem neuen Liefertermin. Das Radio ist natürlich schon bezahlt, abgebucht wurde umgehend nach der Bestellung. Vielleicht gibt es ja eine Weihnachtsüberraschung! Der Service des Versandhauses ist umwerfend gut im unverbindlichen Vertrösten!

Egal, Radio hin oder her, die Reisevorbereitungen laufen an. Ursprünglich wollten wir das erste Stück mit der Fähre von Lübeck nach St. Petersburg fahren. Leider fährt die Fähre vermutlich im nächsten Jahr nicht mehr. Es gibt aber Alternativen.

Jetzt wünsche ich allen eine schöne Adventszeit und ein friedvolles Weihnachtsfest. Möge in unsere Welt die Vernunft, verbunden mit Frieden, Einzug halten und uns allen ein fried- und freudvolles Miteinander ermöglichen über alle Rassen und Religionen hinweg.
Ich erinnere an Mohandas Karamchand Gandhis Spruch:

Gott kennt keine Religion

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