SWR 4 im Gespräch mit Gisela und Wolfgang

SWR 4 im Gespräch mit Gisela und Wolfgang

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„Elf Monate in Afrika, ein Reisetagebuch“ als Ebook

Einige von euch haben gefragt, ob ich den Blog nicht drucken lasse. Dies ist leider nicht vernünftig. Der Preis ist für ein Exemplar mit  200.- € exorbitant hoch.  Es hat sich aber nun die Möglichkeit ergeben, über ein Ebook dies zu realisieren:

„Elf Monate in Afrika, ein Reisetagebuch“

Http://wwww.epubli.de/shop/buch/Elf-Monate-in-Afrika-Gisela–Strau%C3%9F-Wolfgang-Strau%C3%9F-9783844297836/42548

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Neu im Netz und in der Eßlinger Zeitung

 

Esslinger Zeitung vom 9. September 2014

 

Ein Jahr in Afrika

 

WERNAU: Gisela und Wolfgang Strauß erfüllen sich einen Lebenstraum – Fast 39.000 Kilometer mit dem Wohnmobil gefahren

 

Futuristisch sieht die Sanddüne aus, die sich in der Namibwüste in Namibia türmt, rechts eine Oryx-Antilope. Fotos: Strauß

In Simbabwe haben Wolfgang und Gisela Strauß Phebion (8) besucht, für den sie eine Patenschaft bei „World Vision“ haben, die Frau vertritt die Organisation.

 

Neugierige Vögel: Bei Windhoek in Namibia klopften die „Tocos“, vermutlich Tukane, an die Fenster und begutachteten sich im Spiegel.

 

Von Regina Schultze

 

Heimweh hat sie nicht zurück nach Wernau geführt – es war das erste Enkelkind. Das hatte ihre ältere Tochter Martina angekündigt, als sie mit Ehemann und den guten Nachrichten an Weihnachten nach Sambia zu den Eltern gereist war. Nach einem Jahr in Afrika sind Gisela und Wolfgang Strauß rechtzeitig zurück gekommen, um Enkelin Emilie zu begrüßen, die am 3. September zur Welt kam. „Das war eine ganz arg aufregende Sache“, befindet die 58-jährige Oma.

 

Aufregend war aber auch die Zeit, nachdem das Ehepaar am 15. Mai 2013 ein One-Way-Ticket nach Port Elizabeth, fünftgrößte Stadt der Republik Südafrika, gebucht hatte. Der heute 61-Jährige war bei der EnBW Referent für Organisationsmanagment und startete in die Altersteilzeit. Seine Frau entschied, ihren Job in der Verwaltung eines Seniorenzentrums an den Nagel zu hängen und auf Tour zu gehen. Schon in den 80er-Jahren waren die Straußens mit ihren damals noch nicht schulpflichtigen zwei Töchtern auf dem Schwarzen Kontinent gewesen. Jeweils sechs bis acht Wochen, damit sich die Anreise in die Sahara lohnt. Afrika hat sie gepackt. Wie eine Sucht war das. „Wir mussten immer wieder hin“, sagt Gisela Strauß. „Jetzt haben wir uns einen Lebenstraum erfüllt, der 30 Jahre schlummerte.“

 

Leben an der Müllkippe

 

38 914 Kilometer hat das Ehepaar mit seinem Wohnmobil zurückgelegt und dabei 9000 Fotos aufgenommen. Ein 532 Seiten dickes Buch mit vielen Illustrationen liegt auf dem Wohnzimmertisch – die gesammelten Einträge ihres Blogs „Mit dem WoMo unterwegs in der Welt“. Südafrika, Lesotho, Swaziland, Namibia, Botswana, Simbabwe, Sambia, Malawi und Tansania haben sie gesehen. Das Lebensgefühl ist völlig anders. Die wohlhabenden Reisenden haben Menschen gesehen, die an der Müllkippe hausen und daraus ihr Leben bestreiten. Spätestens dann wird klar, warum sie im Heute leben und nicht ans Morgen denken.

 

Trotz aller Widrigkeiten: „Die Hilfsbereitschaft ist riesig.“ Mit Englisch und Deutsch konnten sich das Ehepaar Strauß überall gut verständigen. Vor allem von Simbabwe schwärmen die beiden Schwaben. „Da wird man angesprochen: Danke, dass Sie unser Land besuchen.“ Trotz der bitteren Armut wurden ihnen an einem Bankautomaten die 200 Dollar hinterher getragen, die wegen technischer Probleme erst beim folgenden Kunden ausgespuckt wurden. „Und das ist ein Vermögen!“

 

Männer kleiden sich westlich

 

Im Nordwesten von Namibia lernten sie das Nomadenvolk der Himbas kennen. Die Männer kleiden sich westlich. Die geschmückten Frauen nutzen die Wasserstelle nicht: Sie tragen stattdessen auf Körper und Haare eine Paste aus Kakaobutter und Erde auf. Das enthaltene Eisenoxyd sorgt für die rote Farbe.

 

In Simbabwe wollte das Paar den achtjährigen Phebion sehen, ihr Patenkind, das sie über die Organisation „World Vision“ unterstützen. Bei der Schulbesichtigung erfuhren sie, dass für 1300 der 2000 Schüler Patenschaften bestehen. Zu Besuch kommt kaum einer: Die Wernauer waren in den vergangenen zehn Jahren erst die Zweiten, die aus Europa anreisten. Als Festmahl bot Phebions Mutter zum Maisbrei ein Hühnchen an. Der Achtjährige bekam so große Augen, dass die Besucher ihm gerne ihr Fleisch überließen – er aß beide Portionen heißhungrig auf, erinnern sich die Wernauer lachend. In Malawi erfuhren sie, dass die Bevölkerung zwar gottesgläubig ist. Dennoch spielt der Voodoo-Zauber eine große Rolle. Ein gekündigter Farmarbeiter stieß einen Fluch aus, woraufhin alle anderen sofort die Arbeit niederlegten, bis ein 400 Kilometer weit angereister Voodoo-Priester – natürlich gegen Geld – den Gegenzauber aussprach. Stundenlang können die Afrika-Reisenden erzählen. Das tun sie seit der Rückkehr ausgiebig. „Mit Freunden ein Glas Wein trinken“, das hat dann doch ein bisschen gefehlt, haben sie bemerkt. Das wird nun nachgeholt. Seit wenigen Tagen ist sogar die Diashow fertig. Und wo geht die nächste Reise hin, nachdem der Lebenstraum erfüllt ist? Wieder nach Afrika? Nein, für 2015 wird ein Wechsel überlegt, Richtung Osten, Asien, Mongolei . . .

http://blog.wolfgang-strauss.com/

 

Die Frauen der Himbas in Namibia tragen auf Körper und Haare eine Paste aus Kakaobutter und Erde auf. Das enthaltene Eisenoxyd sorgt für die rote Farbe.

Die Straußens besuchen die Strauße: Die großen Vögel am Atlantik nahe Kapstadt sind an Menschen gewöhnt. Sie bleiben beim Fotografieren friedlich.

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Unser WoMo zeigt Höchstleistung

                                     Unser WoMo zeigt Höchstleistung

 

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Hallo Welt

Dies ist der Reiseblog von Gisela und Wolfgang Strauß.

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Erinnerung an den Besuch bei unserem „Patenkind“

Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen. Wir sind inzwischen überzeugt in World Vision eine Organisation gefunden zu haben der wir vertrauen können.

Hier der Bericht von World Vision über unseren Besuch in Simbabwe:

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Kleine Aufarbeitung der Reise

 

in 315 Tagen sind wir 38914 km unterwegs gewesen

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Port Elizabeth, der Abschluss einer langen Reise

Der Triathlon ist schon beindruckend, dieser Wettkampf, diese Selbstüberwindung.

Am Vorabend waren wir noch auf dem Campingplatz bei einer südafrikanischen Familie eingeladen zum Essen. War eine Begegnung der besonderen Art. Wir hatten schon gegrillt und wollten an diesem Abend schon zum Ironman aufbrechen, als wir eingeladen wurden zum leckeren Schmaus aus dem Potje. Das Essen war echt gut, leider saßen wir ein wenig auf Nadeln, die Afrikaner essen ja alle relativ spät.

Als wir dann endlich an der Wettkampfstrecke ankamen, war es schon dunkel und weit nach 21 Uhr. Parkplatz gab es noch genügend und an der Uferpromenade, dort wo wir parkten, war fast alles frei. Hier standen tatsächlich auch am nächsten Tag nur 3  Fahrzeuge. Abends wussten wir dann warum. Die Teilnehmer des Ironman starteten  um 6.30 Uhr pünktlich mit ihrem Schwimmwettkampf. 3,8 km im Meer, die Wellen waren an diesem Tag etwas niedriger, hätten aber sicherlich dafür gesorgt, dass wir gar nicht raus gekommen wären. Anschließend 180 km auf dem Fahrrad, in zwei 90 km Runden. Nach gut 5 Stunden stieg dann der Erste vom Rad und machte sich auf die abschließenden 42,2 km Marathonstrecke, um nach insgesamt 8.26 Stunden das Ziel zu erreichen. Das war der Schnellste und wir zollten ihm Hochachtung bei dieser super Leistung. Aber nicht nur ihm! Bis 24 Uhr schleppten sich Teilnehmer noch zum Ziel, dann wurde ein Cut gemacht und abgebrochen. Schon eine super Leistung und ein starker Wille, den die Teilnehmer hier aufbringen. Schön war, dass auch viele Zuschauer die „Nachzügler“ noch feierten und anspornten, als ob sie „Sieger“ wären. Sie waren ja auch Sieger. Jeder der hier ankommt, hat sich selbst etwas bewiesen.
Wir blieben bis fast 20 Uhr und waren somit über 14 Stunden dabei. Bei der Abfahrt mussten wir die Laufstrecke überqueren, offiziell war diese gesperrt für den ganzen Tag.  In Deutschland wäre dies unmöglich gewesen. Hier, die Bitte der Polizei, vorsichtig zu sein. Sie bauten die Sperre kurz ab und winkten uns zwischen den Läufern durch.
Gegen 21 Uhr waren wir dann zurück auf dem Campingplatz.

Hier war es inzwischen recht leer geworden. Die Ferien gingen an diesem Sonntag zu Ende und für viele war nun der Urlaub vorbei. Morgen, am Montag, wird auch für uns der Reiseabschnitt zu Ende sein.

Wir bezogen am Montag unser Chalet.
Ein kleines Häuschen mit Meeresblick und machten unser WoMo reisefertig. Gisela und ich waren an diesem Tag nicht gut drauf. Trotz der Freude, bald wieder die Lieben zu Hause in die Arme nehmen zu können, war eine gewisse Traurigkeit da. Es lief an diesem Tag auch vieles nicht so, wie es sollte. Das WoMo sollte noch gewaschen werden. Dies war hier die teuerste Autowäsche in der ganzen Zeit. Als wir nach 2  Stunden vom Lunch zurückkamen stellten wir fest, dass es nicht annähernd sauber war. Also nochmals waschen und polieren (diesmal mit unserer Überwachung). Der Lunch war nichts besonders und die Bedienung frech. Sie „vergaß“, unser Wechselgeld zu bringen und bei der Reklamation stellte sich dann heraus, dass sie kein Kleingeld hatten. Typisch Afrikaner, wenn etwas schwierig wird, vergessen und aussitzen. Bei der Abfahrt von der Waschanlage, auch dies typisch afrikanisch, ging es sehr eng her. Der Arbeiter winkte mich durch, leider übersah er dabei, dass eine Holzbank da stand. Kein Problem, der Hilux schafft solche Hindernisse ohne murren. Leider war die Holzbank nicht ganz so stabil. Aufs Einwinken der Arbeiter kann man sich hier nicht verlassen, meist haben sie noch nie in einem Fahrzeug gesessen.
Was soll´s! Letztendlich war es ein komischer Tag mit doch gutem Ausgang, trotz der paar kleinen Widrigkeiten.
„Morgen ist ein anderer Tag“, sagte vor wenigen Tagen noch ein Afrikaner zu mir!

 

Wir brachten heute, Dienstag, unser WoMo schon gegen 8 Uhr in den Hafen. Das Carnet erhielten wir schon vorab abgestempelt. Im Hafen  musste ich bei der Einfahrt in den Verladeparkplatz eine Alkoholkontrolle machen. Dies war aber die einzige Kontrolle die erfolgte. Keiner wollte das WoMo von innen sehen. Der Wohnraum war verschlossen und wir gaben den Fahrzeugschlüssel im Büro ab. Gegen 16 Uhr wird verladen und in der Nacht gegen 2 Uhr läuft das Schiff aus.

Die Reise ist zu Ende und ein Trost war es, dass Claudia heute in WhatsApp schrieb, „es ist ja nicht eure Letzte“.

Wir werden die Tage bis zum 15. des Monats noch hier in PE verbringen. Haben heute einen Kleinwagen gemietet und schauen uns in der Stadt noch ein wenig um. Einkaufen, Sehenswürdigkeiten und vor allem den Indischen Ozean mit seinen Stränden genießen. Das Wetter soll sehr sonnig bleiben und somit haben wir die beste Bedingungen.

Es bleibt nur noch, uns bei Euch allen, die ihr uns in der nun fast einjährigen Reise begleitet habt, zu bedanken. Es tat immer gut,  von euch zu hören und eure Kommentare und Emails zu lesen und somit mit der Heimat verbunden zu sein.

 

 

 

 

 

Wir haben uns mit dieser Reise einen Lebenstraum erfüllt und wir fanden es großartig von euch, dass ihr uns dabei unterstützt habt.

 

Kleine Statistik:

Wir haben in 336 Tagen 9 Länder besucht und dabei 36845 km zurückgelegt. Unser WoMo verbraucht im Schnitt 12,55 Liter auf 100 km. Dies ist bei den wechselnden Straßenbedingungen und dem Gewicht des Fahrzeuges nicht viel. Wir haben das Fahrzeug hier in Afrika gewogen und es brachte mit allem 3450 kg auf die Waage. Der Preis für Diesel schwankte zwischen 1,24 € in Sambia und 0,84 € in Botswana. Verbraucht haben wir 4611 Liter Diesel. Für Kochen und Heizen verbrauchten wir 24 kg Propangas. Gas hat etwa denselben Preis wie zu Hause und ist somit für viele hier ein Luxus. Das Füllen der Flasche war in keinem Land ein Problem. Die Bereifung des WoMo hat sich bewährt.  Der GFGoodrich Mud Terrain 265 SR 16 ist zwar in der Abnützung nicht so laufstark wie der All Terrain, hat aber im Gelände sehr gut gegriffen. Bis auf zwei Löcher, die durch Schrauben verursacht wurden, gab es keine Pannen. Die Schäden konnten ohne Radwechsel von uns selbst innerhalb von 15 Minuten beseitigt werden. Die Laufleistung der Bereifung dürfte bei 40000 km liegen. Reifen in Südafrika sind um ca. 30% teurer als zu Hause. In den anderen bereisten Ländern sind sie schwer zu bekommen und teurer. Werkstätten die unserem Qualitätsniveau entsprechen, findet man nur in Namibia. Eine Haftpflichtversicherung fürs WoMo ist in Südafrika und Namibia nicht zu bekommen, für die anderen Länder gibt es keine Probleme. Sehr gut bewährt hat sich unser Segul-Wasserfilter. Er hat dafür gesorgt, dass wir ohne Darmprobleme in dieser Zeit blieben.

Danke, dass ihr uns begleitet habt

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Der Addo macht uns ein Geschenk zum Abschied

Im Addo Nationalpark gab es nur noch einen Platz für 2 Nächte, darüber hinaus war alles ausgebucht. Wie schon beim ersten Besuch im Addo sahen wir eine Vielzahl an Kudus, Warthogs,  Zebras und einige Elefanten. Ach, den einen alten Büffel hätte ich fast vergessen. Von den 9 Löwen, die hier leben, keine Spur.
Auf dem Campingplatz lernten wir noch Paul und Michele kennen, sie leben in East London und machten hier Urlaub. Paul war in den späten 60ziger Jahren ausgewandert aus Deutschland und sie erzählten uns einiges über diese Zeit und das Leben heute in Südafrika. Es war eine sehr nette Begegnung und wir bedauerten, dass sie nur 2 Tage dauerte. Die Beiden wollen allerdings Deutschland besuchen und werden dann sicherlich vorbeikommen bei uns. Zum Abschied schenkten sie uns noch, von ihrem Hausmetzger verpackt, eine  Portion Steak. Wir sollten testen, wie gut das südafrikanische Fleisch sein kann. Wir testeten 2 Tage später und wir können nur bescheinigen, so gutes Fleisch hatten wir noch selten. Nochmals herzlichen Dank für das gute Essen.

Wie schon erwähnt, nach 2 Tagen mäßigem Gamedrive-Erfolg mussten wir den Campingplatz verlassen. Wir hatten aber von Paul und Michele noch den Tipp bekommen, dass in Addo  der Homestead Campingplatz sehr nett sein soll und auch nur die Hälfte kostet als der offizielle Platz im Nationalpark. Auf der Fahrt zum Campingplatz trafen wir dann noch einen „Sprinter“ mit deutschem Kennzeichen. Da die Beiden im Bus auch nicht im Addo vorgebucht hatten, gaben wir noch den Tipp mit dem Homestead Campingplatz weiter.

Der Homestead Camping ist nur knapp 10 km vom Haupteingang des Addo entfernt und tatsächlich ein netter Platz, welchen ein altes Ehepaar liebevoll betreibt.  Am späten Nachmittag kamen dann die zwei, die wir unterwegs im Sprinter getroffen hatten, Karl-Heinz und Brigitte, auch auf dem Campingplatz an.  Die Beiden haben auch schon 40000 km hinter sich, sodass wir uns viel  gegenseitig zu berichten hatten.

Die Beiden fuhren dann am  2. Tag weiter Richtung Port Elizabeth, wir blieben noch einen Tag und fuhren dann auch nach Port Elizabeth weiter. Auf dieser Fahrt durch den Addo, es war ein bewölkter Regentag, sahen wir dann alle Tiere noch einmal komprimiert, so als wollten sie uns ein Abschiedsgeschenk machen. Elefantenherden, Büffelherden, Zebraherden und 6 Löwen. Es war ein richtig schönes Geschenk, das der Zufall uns hier noch bereitet hat.

Am späten Nachmittag kamen wir dann hier in Port Elizabeth an. Der Campingplatz „The Willows Holiday Resort“ ist riesengroß, liegt direkt am Meer und hat schöne weitläufige Rasenstellplätze. Hier werden wir bis Montag campen und dann ein Chalet beziehen, in dem wir bis zu unserem Abflug wohnen werden.

Der Platz ist, jetzt in außerhalb des Saison, recht preiswert. Für Rentner, 50% Rabatt, kostet er 120.- Rand pro Nacht und das Chalet 360.- Rand. Dies alles mit Meeresblick.Dieser Blick hier ist etwas Besonderes, etwas das sich fast nicht beschreiben lässt.
Die Wellen rollen in Kaskaden gegen das Ufer, die Gischt spritz und taucht den Strand in etwas unheimliches, nebelhaftes ein. Minuten später ist dann alles wieder klar, bis das Naturspektakel wieder aufs Neue beginnt. Und gestern gab es dann noch eine Steigerung. Das Wetter hatte sich verschlechtert und es herrschte ein sehr starker böiger Wind. Der sorgte dafür, dass es noch eine Steigerung gab. Die Wellen donnerten mit über 4m Höhe auf den Strand zu. Hier ist es Herbst geworden.

Um uns noch etwas zu bieten, ist hier für den Sonntag der Ironman Afrikas angesagt. Die Radstrecke führt direkt am Campingplatz vorbei. Auch die anderen zwei Disziplinen finden ihren Start und ihr Ziel ganz in der Nähe. Die Straßen werden gesperrt und die ganzen Vorstädte Summerstrand und Walmer „will still be extremly busy till very late“.

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Wir treten die letzten 1000 km an

Heute ist der 23.03.2014 und wir haben Durban verlassen und sind weiter in Richtung Port Elizabeth gefahren. Seit Freitag ist es auf dem Campingplatz auch etwas voller und somit laut geworden. In Südafrika ist mal wieder ein verlängertes Wochenende mit anschließend 12 Tagen Schulferien, somit werden die Campingplätze voller und oftmals sogar ausgebucht.

Die 10 Tage hier am Indischen Ozean haben gut getan. Das Wetter war sommerlich warm und der ständig wehende Wind verschaffte ein angenehmes Gefühl und gute Luft. Der Wellengang am Indischen Ozean verschafft ein ganz eigenes Badevergnügen. Die Wellen kommen selten unter 2 Meter Höhe selbst in absoluter Ufernähe an. Dies bedeutet, dass schwimmen im klassischen Sinne nicht möglich ist. Man geht im feinen Sandstrand ins Wasser und versucht, durch die Wellen zu gehen ohne dass diese einen umwerfen. Spätestens dann aber, 15 Meter vom Strand entfernt, steht man ca. 40 cm tief im Wasser und die 2 m hohe Welle rollt auf einen zu, zieht unten das Wasser nach außen und trifft dich dann oben mit brachialer Gewalt und spült dich fast bis zum Strand zurück. Dann beginnt das „Spiel“ von neuem. Diese Höhe der Wellen kenne ich vom Atlantik oder gar vom Mittelmeer nur bei Sturm. Dann sind da am Strand noch die Angler. Nicht dass diese beim Baden stören, sie angeln ja nur. Sie fangen aber auch was und dies sind teilweise kleine Haie. Haie gibt’s hier viele und es wird überall gewarnt. Teilweise sind Netze gespannt um diese Gefahr zu verringern, nur wo die Netz genau sind und wie gut die schützen, trau schon jemand.

Nach East London, unserem nächsten größeren Zwischenstopp, sind es von Durban aus 630 km und wir haben uns deshalb entschlossen, in Kokstad einen Zwischenstopp zu machen. Hier an diesem schönen Natur-Ressort waren wir am Anfang unserer Reise schon einmal. Dies ist nun ein 3/4 Jahr her und der Platz, die Landschaft und die Atmosphäre bezauberten uns erneut.

Es ist nichts Besonderes hier oder gerade dies ist das Besondere. Der See, die Landschaft haben eine dermaßen beruhigende, liebliche Ausstrahlung, dass wir uns unheimlich heimelig und wohl hier fühlen.

Am nächsten Morgen entschlossen wir uns aber, trotz der lieblichen Umgebung weiter zufahren. Bis East London, die rund 400 km , führen durch eine sehr schöne Landschaft. Durchschnittlich ist es über 1200 m hoch und man hat, eine für uns immer noch so wahrnehmbare, wahnsinnige Fernsicht. Dies fühlt sich für uns einfach gut an und tut nicht nur dem Auge wohl.

In East London dann der krasse Gegensatz, eine Großstadt, mit all ihren Fassetten.  Für uns beide immer noch sehr gewöhnungsbedürftig. Angenehm die Fülle des Angebotes, gewöhnungsbedürftig der viele Verkehr, sogar ein größerer Stau und die vielen Menschen. Auffallend immer noch der krasse Unterschied zwischen arm und reich.
Hier Menschen, die mit den neusten Medien ausgerüstet sind, daneben Menschen, die an der Müllkippe hausen und aus dieser ihr Leben fristen.

In East London war dann der als hervorragend gepriesene Campingplatz, den wir wegen dem Verkehrsstau erst mit einbrechender Dunkelheit erreichten, eher Mittelklasse und ohne Leben.
Wir waren alleine auf den über 100 Stellplätzen, die alle sehr abgegrenzt und uneinsichtig waren. Sodass wir uns am nächsten Morgen schon entschlossen, noch ein paar Kilometer weiter zum Natur Reserve zu fahren, wo wir schon einmal gestanden hatten. Hier waren wir sicher, dass es uns gefallen wird.

Wir werden hier 2 Tage bleiben und dann versuchen, noch ein paar Tage im Addo Nationalpark unterzukommen. Da gerade Ferien sind, lassen wir uns überraschen ob es klappt.

Nachträglich hat mir Gisela zum Geburtstag einen ferngesteuerten Hubschrauber zum Geburtstag geschenkt. Hier  auf dem Platz kann ich damit „spielen“. Sehr zur Freude von 3 Kindern, die mich seit der Zeit ständig umlagern. Ist sehr nett und schließlich nehme ich es als Training, wenn wir wieder zu Hause sind, werden wir im August Großeltern. Eine neue Aufgabe und Herausforderung.

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