Heute haben wir Portugal erreicht

Am gestrigen Samstag ließen wir uns es gut gehen. Wir machten einfach nur Pause. Ohne festes Ziel machten wir einen langen Spaziergang an der Uferpromenade am Meer entlang. Die Sonne lockte hunderte von Spaziergänger heraus.

Zum Abendessen gab es Kartoffeln und gegrillte Dorade dazu. Es schmeckte hervorragend.

Heute Nacht hat es leider wieder angefangen zu regnen. Am Morgen war es gegen 9 Uhr noch richtig dunkel. Wir frühstückten und füllten dann Wasser auf. Gisela ging noch Haarewaschen und bezahlte den Platz und dann ging es weiter.

Die Ausfahrt aus dem Campingplatz war gerade noch möglich. Nur eine Fahrspur war auf der Straße offen. Ein Straßenlauf fand heute statt. Das Navi schickte uns dann auch sofort nach rechts und navigierte uns auf einem 2,2 m breiten Weg durch enge Gassen. Mit dem Erfolg, dass wir nach 2 km wieder vor einer Straße standen auf der das Rennen ablief. Die war aber diesmal gar nicht zu befahren. Warten oder zurück, dies war die Frage.

Wir drehten mühsam um. Nach 3 km dann wieder auf einer ordentlichen Straße konnten wir, dem Himmel sei Dank, vor der erneut gesperrten Straße nach links über eine Brücke abbiegen.

Nun nur noch einmal tanken. In Portugal kostet der Diesel mit ca. 1,40 € deutlich mehr. Tanken, mit Kreditkarte bezahlen und…… NEIN, beim Einstecken der Karte stellte ich fest, dass zwei Karten fehlten. Der Adrenalinspiegel stieg rasch an. Wo sind die rausgefallen? Vor dem WoMo und auf dem Weg zur Kasse war nichts, im WoMo war auch nichts, alle Jackentaschen waren leer. Was tun? Ich parkte 10 m neben der Tankstelle hin und fing an, im Internet die Telefonnummer zur Sperrung der Karten herauszufinden als es an der Scheibe klopfte. Die freundliche Tankwartin hatte sie gefunden und uns wohl angemerkt, dass etwas nicht stimmte. Tausend Dank und ein kleines Trinkgeld dafür. Hat uns eine Menge Ärger erspart.

Nun ging es aber endgültig los. Gemütlich fuhren wir die 70 km bis Ponte de Lima. Hier soll jeden 2. Montag Markt am Fluss sein. Hoffentlich ist morgen der 2. Montag.

Die Landschaft änderte sich ab der Grenze. Wir fuhren durch große Eukalyptuswälder. Die EU hat das Wiederaufforsten hier gefördert. Die Bäume wachsen rasch, brauchen aber viel Wasser und werden der mächtigen Papierindustrie zugeführt. Leider brennen sie auch wie Zunder, was vermehrt zu großflächigen Waldbränden führte. Segen und Fluch also zugleich!

Jetzt stehen wir hier in Ponte de Lima auf dem Expolima Mix.-Parcing

N 42° 46″ 20′ W 8° 34″ 53′

Ein Großparkplatz, kostenfrei, mit vielen Wohnmobilen ohne jeglichen Service. Sollte morgen Markttag sein, ist das in Ordnung.

Wir machten heute Nachmitag noch einen netten Spaziergang durch die Stadt. Die Sonne kam hinter den Wolken hervor und strahlte eine wunderbare Wärme aus. Obwohl, es war heute Vormittag auch nicht kalt. Selbst im nebligen Bergland hatte es noch 14° C.

Die Stadt mit ihrer Brücke aus dem 1. Jahrhundert, der Römerzeit, ist sehr nett. Sie entstand unter Kaiser Augustes.

Leider ist morgen der 1. Montag und somit kein Markttag. Schade! Vielleicht haben wir dann am Donnerstag mehr Glück beim größten portugisischen Markt in Barcelos.

Wir bleiben die Nacht hier.

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In Vigo, an der Grenze zu Portugal

Jetzt möchte ich nicht mehr jeden Tag von Sturm und Regen berichten müssen! Nachdem es heute die ganze Nacht geregnet hat, gab es bis auf wenige kleine Schauer heute keinen Regen.

Wir sind heute früh losgefahren mit dem Ziel Vigo. Da ich die halbe Nacht nicht schlafen konnte wegen meiner Knieschmerzen, hatte ich das Bedürfnis, heute nur eine kleine Tour zu machen und dann einen Tag auszuspannen. Also nur 90 km nach Vigo. Vigo hat 300000 Einwohner und ist die größte Stadt Galiciens. Sie liegt sehr schön an einer Bucht und hat den größten Fischereihafen des Landes. Ansonsten, eine Großstadt mit wenig Reiz, aber einer traumhaft schönen Uferpromenade.

Wir fuhren als erstes den Stellplatz Parking Pedrinas in Tameiga an. Er hatte Strom, Wasser und Entsorgung und einen Grillplatz. Leider liegt er so unvorteilhaft, dass man meinen könnte, man stehe mitten in einem kahlgeschlagenen Wald auf dem Holzlagerplatz. Charme hat der Platz keinen.

Parking Pedrinas in Tameiga

N 42° 12″ 17′ W 8° 39″ 54′

Der nächste Stellplatz liegt direkt an der Uferpromenade. Ist aber fast nicht zu entdecken und hat keinerlei Ausstattung und ist zudem für Fahrzeuge über 5 m Länge gesperrt. Er ist nicht zu empfehlen.

Cercano a Playa Samil in Vigo

N 42° 12″ 34′ W 8° 46″ 28′

Wir stellten uns an die Uferpromenade und Gisela machte einen großen Spaziergang am Strand entlang. Hier ist aber grundsätzlich ein Parkverbot für Wohnmobile, so dass wir uns nicht getrauten, über Nacht stehen zu bleiben. Keine 200 m entfernt liegt aber ein kleiner Campingplatz mit sehr nettem Personal.

Camping Playa Samil

N 42° 12″ 21′ W 8° 46″ 36′

Hier werden wir die Nacht verbringen. Der Platz kostet in der Nebensaison: WoMo, zwei Personen und Strom, 25.- €.

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Santiago de Compostela, ich war etwas enttäuscht

Es war eine erholsame Nacht in Castro de Rei. Leider hatte der Wetterbericht recht. Es war heute 4 ° C kälter als gestern und es wurde nicht richtig hell.

Unterwegs blitzte und donnerte es. Es regnete in Strömen und dann fing es an zu graupeln. Die Straße war plötzlich weiß und damit waren drei Unfälle vorprogrammiert. Zum Glück nichts schlimmes. Um sicher zu gehen schaltete ich den Allrad ein.

Kurz nach 12 Uhr waren wir dann auf dem Campingplatz in Santiago de Compostela.

Camping as Cancealas

N 42° 53″ 21′ W 8° 31″ 28′

Der Platz kostet um diese Jahreszeit 26,50 €, inkl. Strom. Er ist etwas in die Jahre gekommen, aber sauber. Ein guter Ausgangspunkt zum Besuch der Stadt. 2,8 km zu Fuß und die Bushaltestelle ist 200 m entfernt. Riesiger Supermarkt ist auch um die Ecke.

Wir gingen zu Fuß in die Stadt und dabei erlebten wir auf der Strecke hin und zurück alles was das Wetter zu bieten hat und das im 5 Minutentakt. Von Sturm, Sonnenschein und Graupelschauer war alles dabei und all das bei schlappen 6° C. Wir wurden trotz der Regencapes gut nass.

Santiago hat eine sehr schöne Altstadt. „Hunderte“ von Kirchen und viele eng verschlungene Gässchen. Bei schönem Wetter bestimmt herrlich, heute nicht so prickelnd. Ich sagte schon vor dem Erreichen der Innenstadt, dass mich die Kathedrale nur enttäuschen kann. Zu herrlich hatte ich sie von diversen Filmen in Erinnerung. Und natürlich, so kam es auch, von außen schön und gewaltig. Von innen, der Haupteingang war geschlossen, eine Baustelle. Gerüste, Staub und Enge gaben dieses Haus Gottes nur als Baustelle wieder. Die letzten 2 km sind wir auf dem Camino gegangen.

Ich habe größte Achtung vor den Menschen, die selbst heute mit uns unterwegs waren, die diesen ganzen Weg gehen. Teilweise über mehrere hundert Kilometer hinweg. Für die Menschen hoffe ich, dass das Ankommen am Ziel, so wie gerade darstellt, keine allzu große Enttäuschung sein wird.

Auch das Wunder, welches ich mir erhofft hatte, mein schmerzendes Knie, war am Rückweg immer noch genau so schmerzhaft.

Mist, es wird nicht besser und macht mir richtig Schwierigkeiten.

Bevor wir dann „zurück geschwommen“ sind, waren wir noch recht nett in einer kleinen Bar essen.

Jetzt im WoMo ist erst einmal trocknen angesagt.

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Das Wetter wird nicht besser.

Wetter für Nordspanien

Wie bereits angekündigt treten wir, wenn keine Wetterbesserung prognostiziert wird, die Flucht nach vorne an. Und heute Morgen sah der Wetterbericht so aus.

Wir beschlossen, heute Morgen die Autobahn zu nehmen und als erstes die 190 km bis Llanes zu fahren. Llanes ist ein nettes kleines, sehr sauberes Städtchen. Der baskische Künstler Ibarrola hat dort „Die Würfel der Erinnerung“ hinterlassen. Große Betonblöcke, die er bunt bemalte.

Würfel der Erinnerung

Wir spazierten eine Stunde an der Steilküste entlang und ließen uns vom Wind ausblasen. Ein wunderschöner Wanderweg, der den Blick auf das bezaubernde Städtchen ermöglichte und natürlich auf das wilde Meer. Das Meer lag etwa 60 m unter uns und die Wellen donnerten so heran, dass sie sich oft bis zu 40 m hoch an den Felsen brachen.

Blick zum Nationalpark

Von Llanes aus ist auch ein guter Einstieg in den Nationalpark Picos de Europa. Dort soll es auch einen sehr schönen Stellplatz geben. Der Park wurde uns sehr empfohlen, jedoch war es vernünftig für uns, auf den Besuch zu verzichten. Die Berge waren in Regenwolken und Nebel und als wir zum WoMo zurück waren, fing es schon wieder zu regnen an.

Also fuhren wir zurück auf die Autobahn und an der Küste entlang bis fast nach Vilalba, 280 km sind das. Unterwegs in Gijon schickten wir noch ein Grüßle an unseren Schwiegersohn Martin, der gerade geschäftlich dort ist.

Als Stellplatz haben wir uns heute einen Platz ausgesucht, der sehr ländlich liegt. Wasser, Abwasser, Strom, Müllentsorgung, alles vorhanden. Das ganze kostenfrei. Wir konnten es nicht fassen, dass dieser Platz tatsächlich vorhanden ist. Sogar ein kleiner Laden ist nur 200 m entfernt und morgen früh gibt es dort in der Bar einen Kaffee und Croissants.

Einen Dank für diesen tollen Platz an die Gemeinde Castro de Rei.

Stellplatz in Castro de Rei

N 43° 12″ 16′ W 7° 23″ 42′

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Bilbao, von der hässlichen Industriestadt zur Museumsmetropole

Gestern habe ich nichts gepostet, deshalb heute der Nachtrag.

Am gestrigen Morgen als wir den Campingplatz verließen hat es nicht geregnet, besser gesagt noch nicht. Nach dem Duschen fuhren wir gegen 11 Uhr los. Es sind 90 km nach Bilbao, also eine gemütliche, kurze Strecke. Leider ist dieser Teil der Strecke sehr kurvenreich und somit kamen wir nur langsam voran. Darüber hinaus fing es wieder an stark zu regnen. Wir hatten die Fenster im WoMo auf Lüftung gestellt wie schon am Vortag. Leider war der Regen heute anders. Als wir nach 2 Stunden in Bilbao ankamen, hatte es heftig rein geweht und Kissen und Matratze waren mehr als nur feucht.

Ich traute mich gar nicht, dies Gisela zu sagen. Ich stellte die Heizung an und die Trockenaktion begann. Natürlich entdeckte Gisela den Schaden kurze Zeit später auch und schritt dann in die Aktion mit ein. Bis zum Schlafen war aber das meiste wieder trocken.

Es regnete bis zum Abend. Erst dann war ein kurzer Spaziergang hier in der Nähe des WoMo-Stellplatzes möglich.

Der Stellplatz ist fantastisch. Er liegt über der Stadt, hat eine super Infrastruktur, die keine Wünsche offen lässt und eine Busanbindung in die Stadt im 15 Minuten-Rhythmus.

Autocaravaning Kopetamendi

N 43° 15″ 34′ W 2° 57″ 48′

Wir entschlossen uns, egal ob es regnet, zwei Nächte zu bleiben. Sollte das Wetter dann am Mittwoch immer noch so schlecht sein, werden wir wohl die Autobahn nehmen und schauen, dass wir etwas südlicher kommen. In Porto soll die Sonne scheinen.

Gegen 10 Uhr heute Morgen fuhren wir mit dem Omnibus in die Stadt. Wir staunten nicht schlecht. Der normale Tarif kostet 1,35 €. Öffentlicher Nahverkehr ist hier echt günstig. Rentner können dazu noch eine Karte erw\nerben und fahren dann für 0,36 €. Zwar sind es fussläufig nur 5 km in die Innenstadt, aber da Bilbao sehr bergig ist, fährt der Bus doch gute 40 Minuten.

Bilbao soll bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts eine reine Industriestadt gewesen sein. Heute ist Bilbao eine moderne spanische Stadt mit vielen Museen.

Allen voran das Guggenheim-Museum. Ein Museum, erstellt von der Guggenheim-Foundation in den 90er Jahren. Es besteht aus Glas, Titan und Kalkstein und beherbergt zeitgenössische Kunst aus dem 20. Jahrhundert. 85 Millionen Euro waren die damaligen Baukosten. Die Gesamtausgaben haben sich bis heute auf über 4 Milliarden Euro addiert. Ich finde, hier hat ein Künstler was Einmaliges geschaffen.

Man kann nur ehrfürchtig staunen.

Der Eintritt für Rentner ist mit 7,50 € zudem sehr preiswert.

Wir schlenderten durch die Stadt. Genossen die Bars, ihre Pintxos und den Kaffee. Übrigens auch das Bier war gut. Man könnte dies den ganzen Tag genießen.

Die größte überdachte Markthalle Europas ist hier auch. Eine super moderne Halle, leider ohne Charme. Dafür gab es aber alle Köstlichkeiten die man sich vorstellen kann in einer sehr frischen Qualität.

Gegen 16.30 Uhr waren wir dann wieder zurück am WoMo.

Wir hatten einen Schirm dabei und hurra, es hat den ganzen Tag nicht geregnet. Allerdings, jetzt gerade fängt es wieder an.

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Der Sturm und der Regen ließen nicht nach

Die ganze Nacht tobte der Sturm und der Regen prasselte lautstark auf das WoMo. Gisela war ganz verzweifelt über die Lautstärke des Regens und über die Gewalt des Windes. Sie glaubte, dass das WoMo umgeworfen wird. Ich tröstete sie, morgen Früh scheint die Sonne wieder! Dies war aber leider ein leeres Versprechen. Der Sturm legte sich nicht und der Regen hörte nur für immer wieder 10 Minuten auf, um dann erneut wie aus Eimern geschüttet zu gießen.

Ein schöner Platz ist es trotz des Unwetters hier oben und es tat richtig gut durchgeblasen zu werden, wenn das Wasser von oben mal nicht floss. Gegen 10 Uhr fuhren wir nach San Sebastian. Waren schon gestern einige Straßen gesperrt, waren es heute noch viel mehr. Es fand eine Großveranstaltung statt. Glaubte ich am Anfang noch, dass alle hier am Sonntag bei diesem Wetter zu Hause blieben, so stellte ich bald fest, dass die ganze Stadt in die Innenstadt strömte. Dazu kamen noch kilometerlange Sperrungen und noch mehr Regen als vorher. Keinerlei Möglichkeiten einen Parkplatz zu finden. Der Scheibenwischer lief auf höchster Stufe, in den Seitenrändern der Straße stand das Wasser 15 cm hoch. Gisela hatte Angst, dass ich die vielen Fußgänger nass spritze. Dies war allerdings meine kleinste Sorge.

Heute frustete mich dieses Wetter. Leider soll es noch die nächsten 5 Tage so weiter gehen.

Wir versuchten, außerhalb von San Sebastian einen Stellplatz zu finden.

Leider ohne Erfolg. Die zwei Plätze waren entweder nur ein Großparkplatz oder ein Abstellplatz.

Somit gönnen wir uns einen netten Campingplatz in Zumaia.

Camping und Bungalows Zumaia

N 43° 17″ 21′ W 2° 14″ 50′

Mit 25.- € pro Tag ( inklusive Strom) ist das in Ordnung. Außer uns sind nur noch 3 Gäste hier.

Unser elektrischer Heizofen schnurrt gemütlich vor sich hin und gibt mollig warm.

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Nun sind wir in Spanien in der Nähe von San Sebastian angekommen

Nach einer sehr ruhigen, entspannten Nacht sind wir erst gegen 8.30 Uhr aufgestanden. Beim Frühstück besprachen wir unseren Tagesablauf und entschlossen uns, die 150 km bis zur spanischen Grenze zu fahren.

Dort, noch auf französischer Seite, war ein netter Stellplatz ausgewiesen, am südwestlichen Ende von Frankreich. Am anderen Ufer des Flusses liegt Spanien. Der Stellplatz Gare de 2. Jumeaux in Hendaye liegt leider direkt am Bahnhof auf einem unromantischen Platz, der dazu noch 10.- € kosten sollte. Die versprochene Ausstattung war auch nur teilweise vorhanden, z.B. gab es keine Stromversorgung.

N 43° 22″ 13′ W 1° 45″ 51′

Es gefiel uns gar nicht und wir entschlossen uns, zur Uferpromenade zu fahren um dort gemütlich Mittag zu essen.

Nachzutragen ist, dass heute Morgen wunderschönes sonniges Wetter war, das zum Verzicht der Strickweste ermunterte. Leider nur bis 10 Uhr. Ab da, wieder das zur Zeit normale wechselhafte Herbstwetter.

Als wir an der Uferpromenade ankamen, staunten wir nicht schlecht. Hunderte von Wellenreitern oder solche die es werden wollen, tummelten sich im Meer. Die Wellen gut über 2 m hoch.

Wir wälzten die Stellpatz-Führer und entschlossen uns, zum Stellplatz Guatelupe in Hondarribia weiter zu fahren.

Wie ihr an dem Namen schon erkennen könnt, liegt dieser ca 22 km entfernt schon in Spanien.

N 43° 22″ 3′ W 1° 49″ 15′

Der Platz hat keinerlei Ausstattung, liegt dafür aber wunderschön oberhalb des Meeres mit Blick Richtung Biaritz.

Wir hoffen, dass wir diesen noch bekommen werden. Im Moment sitzen wir im warmen WoMo und es regnet, nein es stürmt, dass das WoMo durchschüttelt wird. Geschätzte Windstärke 10! Es kann also nur besser werden.

Zumindest das Wetter.

Das Essen wird glaube ich gut. Es wird Fisch geben mit Kartoffeln und Gemüse und natürlich den guten Wein dazu.

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Windstärke 10 ?

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So langsam spielt sich alles ein

Nach einer guten, ruhigen Nacht und einem noch besseren Frühstück war erst einmal der Kampf mit dem Automaten an der Ausfahrt angesagt. Es dauerte zwar einige Minuten, wir haben ihn aber gewonnen und konnten losfahren.

Es hatte gerade mal 0° C und oberhalb 1000 m war es leicht weiß. Die Sonne kam gerade heraus und tauchte die Landschaft in ein sehr feines Licht. Es sah einfach super schön aus. Leider war nur hier oben auf 1000 m Höhe die Sonne zu sehen, mit jedem Meter den wir tiefer kamen, wurde es diesiger und bald wechselten sich alle Wetterkapriolen regelmäßig bis zum späten Nachmittag ab.

Unser dritter Fahrtag war heute angesagt. Wieder gute 430 km. Das scheint nicht viel, aber bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ziehen sich die Kilometer dahin.

Heute Abend sind wir noch etwa 100 km von der spanischen Grenze entfernt und haben 1230 km schon von zu Hause aus zurückgelegt. Wir haben etwas umdisponiert und sind von Perigeux aus nicht Richtung Bordeaux sondern über Land, an vielen Weinbergen vorbei, auf kleinen, verkehrsarmen Straßen nach Villeneuve de Marsan gefahren. Dort hatten wir von einem schönen Stellpatz gelesen.

Aire Municipal

N 43° 53′ 13″ W 0° 18′ 22″

Er ist schön, jedoch nur für 8 Wohnmobile ausgewiesen. Als wir kurz vor 18 Uhr hier ankamen, waren schon 15 Wohnmobile hier. Also Strom Anschluß, der hier kostenlos ist, konnten wir vergessen. Jetzt werden wir erstmal Abendessen und eine gute Flasche Chateau Laulerie aus Bergerac genießen. Wir haben uns unterwegs mit 9 Litern Wein aus Bergerac eingedeckt, so dass das Überleben gesichert ist.

Die französischen Straßen sind für unseren Hilux oder besser gesagt für seine Bereifung nur bedingt geeignet. Trotz sehr moderater Fahrweise hat auf der nassen, schmierigen Fahrbahn das ABS sehr oft eingegriffen. Das kenne ich von zu Hause so nicht.

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Es könnte besser werden

Schlafapnoe. Wir hatten ja keinen Strom in dieser Nacht, was somit zum Experiment wurde. Mein CPAP-Gerät, welches ich wegen meiner Schlafapnoe bekommen habe, funktioniert nur mit 220 V. Also testen wir es mit dem Konverter. Super, es funktionierte! Leider nur bis kurz vor 5 Uhr. Da gab es dann ein Störsignal im Konverter wegen Unterspannung auf der 12 V-Seite. Vermutlich hat gleichzeitig die Kühlbox eingeschaltet und dann war Unterspannung. Am Morgen stellte ich dann fest, dass das Steuergerät der Solaranlage auch auf Störung gegangen war. Nichts funktionierte kurzzeitig. Nachdem aber dann ein Schraubenzieher zur Hand war, wurde der Betrieb wieder möglich. Die Heizung machte die Temperatur wohlig und die Wasserpumpe gab das Kaffeewasser frei. Wie abhängig man doch von der Energie ist!

Wir frühstückten gemütlich . Das Wetter war allerdings, wie in der Vorhersage, mies und regnerisch. Draußen hatte es nur 4° C.

Heute war ein reiner Fahrtag. 430 km nach Clermont. Wir sind noch nicht wieder ganz eingespielt und somit gab es gleich in Belfort eine kleine Diskussion. Baustelle, Straßensperre und schon waren wir falsch gefahren. Zumindest das Navi meinte es so. Allerdings, wir konnten nicht wenden, war die Richtung nach 10 km doch nicht falsch sondern nur die nördliche Route. Die Entfernung aber nahezu identisch.

Mal leichter Regen, mal wolkenverhangener Himmel. Gegen Mittag riss es dann etwas auf und die Sonne kam heraus. Dies tat unserer Batterie gut. Sie wurde wieder aufgeladen.

Gegen 17 Uhr waren wir dann auf dem Stellplatz in der Nähe von Clermont. Ein super moderner, riesiger Platz. Strom, WLAN und alle Ver- bzw. Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden, die Stellplätze großzügig ausgelegt. Der Platz kostet um diese Jahreszeit 6,90 €, zuzüglich Strom (2€ für 4 Stunden) und Wasser. Entsorgung und WLAN sind im Preis erhalten.

Air de Camping-Car Orcines

N 45° 47′ 15″ E 3° 0′ 35″

Mit einem Hirschgulasch von unserer Metzgerei Hofelich (war auch eine „Spende“) und einer Flasche Rotwein lassen wir nun den Tag ausklingen.

Vermutlich wird es kalt heute Nacht. Wir sind 700 Meter hoch .

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