In „unserem“ Wohnwagen haben wir beide über 12 Stunden fantastisch geschlafen. Gestern Abend konnten wir nicht einmal mehr zum Fernsehen wach bleiben, deshalb habe ich auch das Fußballspiel verschlafen.

Heute nach dem Frühstück sind wir dann zum zum Jagdschloss Moritzburg (Drehort für „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“ gefahren. Ein imposantes Bauwerk, mitten in einem künstlichen See, mit über 200 Zimmern. Wenn man bedenkt, alleine für die Jagd. Wahnsinn!

Wir hatten bei der Fahrt zum Schloss Moritzburg gar nicht bemerkt, dass es ständig bergauf ging. Erst als wir den Rückweg angetreten hatten nach Radebeul und in die Weinberge kamen, merkten wir, welche Höhe wir erklommen hatten.
Wir hatten eine fantastische Fernsicht in das Elbtal. Leider war es etwas dunstig. Heute morgen bei der Fahrt zum Schloss Moritzburg hatte es doch tatsächlich geregnet. Zum ersten Mal in den ganzen Wochen mussten wir das Regencape anziehen. Jetzt am Nachmittag scheint aber wieder die Sonne, es ist schwül warm.

Radebeul
Wir werden in den See hier am Campingplatz noch baden gehen.




Die gesamte Altstadt von Meißen ist sehr schön und ein richtiger Touristenmagnet. In der Porzellan-Manufaktur, an der nur Gisela Interesse hatte, dominierten die Amerikaner. Gisela wollte unbedingt wissen und hat es heraus bekommen, wie alt ihre Dose aus Meißener Porzellan ist. 1951 wurde die Dose hergestellt.
Ganz gemütlich, es war inzwischen gnadenlos warm, bummelten wir über den Marktplatz, am Rathaus vorbei, über die alte Elbbrücke auf die andere Seite der Elbe und radelten Richtung Coswig.







Als wir gegen Mittag auf dem eingeplanten Platz ankamen hatten wir noch keine Lust, mit dem radeln aufzuhören. Wir fuhren weiter bis Torgau und bummelten durch die nette Altstadt.

Nun stehen wir auf dem städtischen Campingplatz von Torgau. Wir lachten herzhaft. Der städtische Arbeiter ist einfach super. Die Arbeiter eines Bauhofes sind scheinbar überall gleich.

Durch Magdeburgs Innenstadt ging es ganz gemütlich, mit dem Rad, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Hier waren die geparkten Fahrräder mit starken Ketten gesichert. Dies deuteten wir,
dass hier Fahrräder wohl sehr gerne gestohlen worden. Wir wollten unsere Fahrräder nicht alleine mit dem Gepäck stehen lassen. Somit waren wir gezwungen, den Dom jeder für sich anzusehen. Einer
war heute bei den Fahrrädern und der andere besichtigte die Sehenswürdigkeit. Schade, wir wussten nicht, ob wir nur zu wenig Vertrauen hatten oder ob wir tatsächlich einen Diebstahl befürchten müssen.








Nur wenige Meter vor dem Wasserstraßenkreuz hier kreuzt der Mittellandkanal die Elbe in einer Höhe von 50 m. Hier liegt ein kleiner Campingplatz, das Paradies wie er sich nennt. Wir waren die einzigen Gäste. Der Campingplatz ist sehr klein, hat einige Hütten und liegt idyllisch am Ufer der Elbe. Ein Paradies, wenn es die Besitzer nicht gebe. Er ist ein echter DDRler, früher in der DDR war alles besser und er wusste auch alles besser. Also doch kein ganzes Paradies. Das merkten wir auch an der Abrechnung, hier langte er für die Ladung der Akkus richtig hin mit 2.- €. Soll glücklich werden damit.
Die Fähre dort war in Betrieb und wir konnten übersetzen.
Im Jahr 1009 wurde sie erstmalig erwähnt.
Die Hansestadt Tangermünde verlor nach dem 30 jährigen Krieg ihre Bedeutung als Handelszentrum und Kaiserstadt.

Rühstädt ist ein Touristen Highlight, es ist das Storchen reichste Dorf in der Bundes-republik Deutschland. Wir hatten allerdings unterwegs schon viele Störche und Storchennester gesehen, so dass dieses Highlight für uns nichts Besonderes war.
Nicht in Ordnung war mal wieder, dass kurz vor Rühstädt Bauarbeiten am Damm verrichtet wurden und dadurch der Radweg gesperrt war. Mit dem Rad ist so ein kleiner Umweg von ein paar Kilometern, wenn man eine größere Strecke fährt, einfach ärgerlich.

